Frage von anonym9298, 98

Bin ich krank im Kopf und ist ein pyschologe der einzige ausweg?

Also, ich weiß nicht so ganz wo ich anfangen soll, aber bitte beantwortet die Frage nicht, wenn ihr keinen gut gemeinten Rat habt, da ich auch so weiss, dass mein Handeln abnormal ist. Es ist seit mehreren Jahren so, aber in letzter Zeit hat es sich extrem verschlimmert. Und zwar bin ich sehr "berührungsängstlich", aber nicht bezogen auf Menschen, sondern auf Gegenstände...das heißt, mir fällt es unglaublich schwer, irgendwas mit den Händen zu berühren ohne dass ich dann einen gewissen Waschzwang habe....Türklinken werden oft mit Ärmel betätigt usw. Natürlich zieht man da einen Psychologen in Erwägung, denn ich weiß ja, dass es nicht normal ist, aber hilft dieser denn wirlklich solch eine krankhafte Angewohnheit abzustellen? Denn es ist wirklich sehr extrem bei mir, ich möchte auch nicht ins Detail gehen, da ich mich unglaublich schäme...zumal ich grad mal 18 bin. Im Grunde sind es aber nur die Magen-Darm- Viren, also vorm Erbrechen, wovor ich "Angst" habe. Ich bedanke mich für jeden Rat und bitte nicht schreiben, dass ich krank bin, das weiß ich. Bin teilweise auch depressiv deshalb, da es mir wirklich zu schaffen macht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hyperdinosaurus, 36

Dein beschriebenes Verhalten ist sehr typisches für das Krankheitsbild der Zwangsstörung.

Sicher bist du dir selber bewusst, dass deine Sorgen völlig überzogen sind. Darum ist es schwierig, da selbst wieder herauszufinden, weil es da häufig keinen einfacheren direkten Lösungsweg gibt wie ,, hör auf dich in deine Sorgen so hineinzusteigern", da braucht es dann professioneller Hilfestellung.

Wer in das Krankheitsbild der Zwangsstörung tiefer einsteigt wird bemerken, dass die Ursachen für den Zwang nichtmals mit dem Zwangsinhalt im Zusammenhang stehen müssen.

Das heißt es können auch andere Änsgte für die Auftechterhaltung deiner Zwänge verantwortlich seien, die du mit dem Zwang emotional verarbeitest. ( eine Art ungünstige Bewältigungsstrategie deines Gehirns, mit emotionalen Stress umzugehen) Dies gilt es im Rahmen einer Therapie herauszufinden.

Antwort
von Dahika, 20

Mach mal eine Verhaltenstherapie. Eine Liste mit Verhaltenstherapeuten bekommst du bei der Krankenkasse.
Je nach Schwere kommt allerdings auch eine Klinik in Frage.

Antwort
von Vinterbarn, 18

Hallo :-)

Das hört sich stark nach einer Art Zwangsstörung an. Meiner Meinung nach muss Dir das aber keineswegs peinlich o.Ä. sein! Weißt Du, wie viele Menschen heutzutage unter irgendwelchen Dingen leiden... :-) Ich selbst auch. Und ich bin in Therapie und es ist überhaupt nichts Schlimmes! Also, falls es Dir nicht gut geht damit, sprich doch einfach mal mit einem Arzt darüber, frage ggf. nach einer Überweisung zum/zur Therapeuten/in. 

Alles Gute für Dich!

LG, Vinterbarn 

Antwort
von Woropa, 18

Was du hast, nennt man eine Phobie. Sowas haben viele Menschen. Ein Psychologe kann dir da sicher helfen. Und schämen brauchst du dich nicht deswegen, du kannst ja nichts dafür, das du so empfindest.

Antwort
von Ghbn3, 26

Der krieg beginnt in deinem kopf phsychologen und Medikamente konnten helfen aber du musst dich irgendwie uberwinden also besser gesagt den ekel oder die angst vor vieren du hasst ein angeborenes imunsystem was auch ziemlich gut funktioniert aber dein kopf sagt was anderes bakterien gibt uberall egal wie sehr du es vermeides du kommt damit in verbindun und in Deutschland gibt es so gut wie keine gefehrlich srry wegen rechtschreibun

Antwort
von JaniXfX, 11

Hallo anonym9298,

ich versuche mal in knappen Stichpunkten zu antworten, da viele Antworten schon recht ausführlich sind.

- Zwangsstörungen/ Zwangsneurosen sind nicht selten und Du bist auch kein Alien deshalb. Gerade in Deinem Alter und als Mädchen ist Angst vor Erbrechen typisch.

- Psychotherapie ja, denn: wie Du schon merkst, es wird von alleine nicht besser. Für Zwänge ist typisch, dass sie von alleine verschärfen.

- Krank im Kopf: Ich verstehe, warum Menschen Angst vor Psychologen haben. Das sind Dinge, die man nicht sehen kann, die aus Gedanken bestehen. Und Psychologen sind ohnehin Menschen, die verrückt sind. Außerdem ist es überhaupt nicht angesehen, zur Therapie zu gehen - was sollen die Freunde nur sagen? Dies und viele weitere Gründe, weshalb Leute keine Therapie beginnen obwohl sie ihnen dringend helfen würden. Noch mal deutlich: eine Therapie ist FÜR DICH. Alles, was Dich davon abhält, sind möglich Vorurteile, die hauptsächlich DIE ANDEREN HABEN KÖNNTEN.

Antwort
von hazelnut19, 30

die angst vor dem erbrechen nennt man emotophobie :) deine Ängste etwas anzufassen sind nur das Resultat daraus und wird ohne Behandlung noch weitere Ängste hervor rufen....spreche aus eigener Erfahrung ;)
jaaa der Arzt kann und wird dir helfen . bist nicht die einzige und vielen wurde dabei schon geholfen !!!

Antwort
von Ellisdi, 19

Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein. Sei dir also sicher, dass du in Ordnung bist und stehe zu dir selbst.

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