Frage von LadyJacki, 93

Bin ich irgendwie schizophren?

Ich bin eine junge, selbstständige Frau, die in keiner Weise verunsichert wirkt, eher sogar sehr selbstbewusst. Ich bin so weil es von überall so gewollt ist, aber wirklich glücklich bin ich damit absolut nicht.

Nach dem ich ein wenig im BDSM-Bereich eintauchen konnte, merke ich immer mehr, was ich wirklich möchte. Ich möchte nicht die Starke sein, will nicht alles alleine können und erst recht nicht immer selbstbewusst wirken, obwohl ich es vielleicht gar nicht bin.

Ich hätte gerne einen Mann/Partner dem ich das Kommando überlassen kann, aber das wird in dieser Gesellschaft absolut nicht gut geheißen. Bin ich also verrückt? Passe ich nicht in diese Zeit oder in diese Kultur?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von darkhouse, 8

Du bist weder verrückt noch schizophren. Du zeigst dagegen sehr typische Merkmale des Anfangs einer BDSM-Geschichte. Stichwort Gegenpol.

Gerade Menschen, die im Alltag, in der Familie oder im Beruf sehr selbstbewusst auftreten (müssen), bestimmt agieren (nicht reagieren), die eine gewisse Macht über andere haben oder ausüben müssen, die sich ständig durchsetzen oder behaupten müssen, die keine Schwäche oder Angreifbarkeit zeigen dürfen - das sind nur einige typische Ursachen, die andere Seiten der menschlichen Psyche unterdrücken.

Die Kontrolle abgeben, sich fallen lassen, das Agieren anderen überlassen, sich beherrschen zu lassen - das ist dann das, was unterdrückt wird. Und wenn es aber in deiner Psyche als Bestandteil deiner Sehnsüchte enthalten ist, verlangen diese Gefühle eben auch Beachtung. Das mag nicht bei jedem so ausgeprägt sein, bzw. unterschiedlich. Sonst würde ja alle mehr oder weniger BDSM ausleben.

Das ist also nicht verrückt, sondern zutiefst menschlich und normal. Diese Gefühle drücken den Gegenpol aus und möchten rausgelassen werden.

Da du schon erste Erfahrungen machen konntest, wurde dir das auch klar, es ist das, was du suchst. Bist du noch darin vertieft oder derzeit nicht? Ein Anfang scheint ja gemacht zu sein. Fühle dich aus, lese dich, deine Reaktion, pass immer auf dich auf, aber verwirkliche doch deine Gefühlswelt. Rede (!) über deine Wünsche und Sehnsüchte mit deinem Partner oder wen du da auch immer hast. Gönne es dir.

Scheint, als hättest du gerade niemanden... Ach du bist das, jetzt sehe ich erst deinen Namen... Wir hatten ja schon das Vergnügen Frage/Antwort... :-)

Antwort
von DirkPfalz, 15

Kann Dich gut verstehen, geht mir manchmal genauso 
und manchmal bin ich lieber dominant, aber das hängt auch vom Gegenüber ab. 

Antwort
von BTyker99, 25

Soweit ich weiß, ist das gerade typtisch für den BDSM-Bereich, bzw. auch allgemein. Besonders Menschen, die beruflich Führungspositionen haben oder in der Öffentlichkeit dominant wirken, möchten dann in ihrer Freizeit unterwürfig sein. Zumindest wurde das schon häufig bei der Radio-Show Domian gesagt.

Kommentar von konstanze85 ,

Noch ein domian- gucker/hörer, wie schön:)

Antwort
von leucolone, 22

Erstens hat das nichts mit Schizophrenie zu tun und zweitens frage ich mich, warum es denn komisch sei dem Mann das Kommando zu überlassen? Was verstehst du unter "Kommando überlassen"? Das Männer die Hosen in der Beziehung an haben ist doch meist der Fall.

Kommentar von FrankCZa ,

Ja stimmt, Frauen tragen meistens Röcke :D :D

Antwort
von konstanze85, 39

Und was hat das nun mit schizophrenie zu tun? Hast du dich da mal belesen, weißt du was schizophrenie bedeutet? Dss hat ganz sicher nichts mit einer sexuellen orientierung zu tun. 

Kommentar von LadyJacki ,

naja es sind schon irgendwie zwei personen in mir die alle beide etwas völlig anderes wollenden

Kommentar von konstanze85 ,

Quatsch. Du solltest dich mal mehr bezüglich schizophrenie und sexueller orienturung belesen. Nur weil du im alltag, berufsleben etc. Anders bist als im schlafzimmer, bist du nicht schizophren und du sagst selbst, dass du im job etc. Nur so bist, weil du gemerkt hast, dass man so besser durchs leben kommt.

Als ob jeder mensch, der im schlafzimmer devot sein will, dies auch im täglichen leben ist. Ist wirklich unsinn.

Kommentar von LadyJacki ,

ich wäre es aber auch gerne im richtigen leben. es macht mich absolut unglücklich mich jeden tag verstellen zu müssen, nur weil es zeitgemäß ist.

Kommentar von konstanze85 ,

Nochmal: das hat nichts mit schizophrenie zu tun, wenn du dich absichtlich (!) wider deines gefühls und deiner einstellung verhältst und gibst. 

Dann sei halt auch im alltag so und gut ist.

Kommentar von LadyJacki ,

das ist aber nicht möglich! Deshalb führe ich ja trotzdem zwei leben vom zwei Persönlichkeiten. mir ist bewusst das ich nicht am klinischen bild der Schizophrenie leide aber trotzdem fühle ich mich nicht normal.

Kommentar von konstanze85 ,

Natürlich ist das möglich, dass du dir dein leben so einrichtest und so führst, dass du dich nicht so verstellst, dass du wie ein komplett anderer mensch wirkst und dich belastest. Man muss es nur wollen. Niemand zwingt dich dich selbstbewusst und sicher zu geben, wenn du es nicht bist.machen andere kenschen doch auch, die nicht mal dazu in der lage sind sich zu verstellen, weil sie eben nicht so ticken.

Antwort
von FrankCZa, 33

Was hat das mit schizophrenie zu tun!?!?! Nein du bist nicht verrückt, ich glaub nur einfach in der Entwicklung.. ein paar Jahre maximal dann hat sich das.

Kommentar von leucolone ,

Sie ist denke ich schon mehr als erwachsen (vom dem Alter her) aber jedoch noch nicht so alt für eine (ja eher seltene) weibliche Mid-Life-Crysis.

Kommentar von LadyJacki ,

wie gesagt....es fühlt sich halt schon so an als wären da zwei personen in mir die alle beide etwas völlig anderes wollen. und nein, mit 24 bin ich weder in der Pubertät noch habe ich eine kriese :-)

Kommentar von konstanze85 ,

Was heißt nun "wie gesagt"? Du schriebst in deiner frage, dass du im alltag stärker bist, weil du den eindruck hast, dass es so gewollt ist und man so besser duechs leben kommt und betonst, dass du dicb damit nicht wohl fühlst, also willst du das ja gar nicht wirklich und somit hat es auch -und sowieso- nichts mit schizophrenie zu tun.

Kommentar von FrankCZa ,

Ich glaube worauf du hinaus willst ist eine Dissoziative Identitätsstörung oder auch multiple Persönlichkeitsstörung gennant.

Aber auch das hat nichts mit Schizophrenie zu tun und außerdem hast du das mit sicherheit nicht nur weil du ein Problem mit deiner derzeitigen Lebensweise hast und deswegen in einem Konflikt stehst. Konflikte sind ganz normal, damit wird jeder konfrontiert.

Das Problem ist ganz einfach dass jeder Mensch auf eine bestimmte Weise erzogen wird, und das führt dann halt irgendwann zu Problemen weil man innerlich ja irgendwie man selbst sein will und nicht das was andere aus einem gemacht haben und blablabla...

Ich würde immernoch auf eine Entwicklung/Phase tippen welche wieder vorbei geht. Nur weil die Pupertät abgeschlossen ist heißt das auch noch lange nicht das man sich nicht mehr weiterentwickeln kann.

Cool bleiben und die Saceh ganz locker sehen... in ein paar Wochen/Monaten/Jahren wirst du darüber lachen.

Also kein Stress, die Sexualität, Eigenständigkeit etc. wird dir noch einige Zeit ein Chaos bereiten das ist ganz normal ;)

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