Frage von Dogmeat, 79

Bin ich in einem virtuellen Betriebssystem vollkommen sicher vor Viren?

z.B wenn ich mir nun VirtualBox oder VMware Player hole, damit Ubuntu installiere bzw. virtualisiere und dann mit dem Browser aus Versehen auf eine infizierte Datei stoße, sie herunterlade, ausführe etc. Kann der Virus dann immer noch aus dem virtualisierten Betriebssystem ausbrechen und meinen PC infizieren oder bleibt er dann lediglich in Ubuntu drinnen und wird gelöscht wenn ich z.B das virtuelle Betriebssystem wieder deinstalliere?

Danke für Antworten Lg Dogmeat :)

Expertenantwort
von DerLappen, Community-Experte für Computer & PC, 60

Nicht 100% aber sehr sicher. Mir würde folgende Möglichkeit einfallen wenns dir nur ums Browsen geht. Windows zum arbeiten, spielen etc. Linux in einer Virtuellen Maschine installieren. Browser in einer Sandbox starten und dazu ein Addon welches Javascript blockiert wie Noscript für den Firefox.

Antwort
von Nemesis900, 50

Es wäre in der Theorie möglich. In der Praxis sich einen Virus ein zu fangen der eine Sicherheitslücke in Ubuntu ausnutzt, aus der VM rauskommt und sich dann auf dem Hostsystem ausführt was wahrscheinlich nochmal ein anderes OS ist, wird wohl gegen 0 gehen.

Antwort
von OOEler, 33

Die Chance ist seeeeehr gering... Aber es ist möglich! Der Angreifer müsste diesen Virus aber wahrscheinlich extra für dein system erstellen und wissen welche Betriebssysteme du hast. ... Da ich aber realistisch bleiben will, bist du komplett sicher(außer du ladest dir einen profuhacker ein zum besichtigen deines pc's ;))

Antwort
von LZ123, 45

Also für Ubuntu gibt es schon mal so gut wie gar keine Viren. Es gibt zwar ein paar, jedoch sind die nicht sehr bekannt. Theoretisch ist man also in einer virtuellen Maschine sicher.

Man hat ja auch die Möglichkeit, Windows in einer virtuellen Maschine zu installieren, da wird das vielleicht schon etwas kritischer. Unter Virtual Box kann man ein paar Erweiterungen installieren, dann hat man eine gemeinsame Zwischenablage für das Hostsystem und das Gastsystem. Unter Umständen kann sich da ein Virus reinkopieren und du hast den Virus auch auf dem Hostsystem.

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte.

Antwort
von gonzo1233, 27

Unter Ubuntu und den anderen kostenfreien Debian-Abkömmlingen gibt es laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik keine funktionierenden Schädlinge. Es gibt keinen Grund das sichere Linux aus Angstgründen virtuell zu installieren - das läuft nativ viel besser. Bei Linux braucht man gar nichts tun um den Rechner zu schützen.

Nur bei Windows ist der Nutzer in höchster Gefahr, bei 300000 neuen Windows-Virenvarianten täglich ist Schutz natürlich nicht möglich. 

Kommentar von Dogmeat ,

Es gibt keine einzigen Viren für Ubuntu? Und wieso entwickeln Hacker dann nicht Viren für Ubuntu, immerhin benutzen ja nicht gerade wenige Leute das Betriebssystem. Ist es zu schwer Linux-Viren zu programmieren?

Kommentar von gonzo1233 ,

Die können leider keine Viren für Ubuntu bzw. Linux entwickeln, bei Linux darf keine Anwendung in den Systembereich schreiben.

Linux Nutzer werden auch nicht genötigt, sich im Internet benötigte Softwareschnipsel zusammenzutragen, bei Linux ist alles was ich brauche im vertrauenswürdigen AppShop - die Quellcodes werden mitgeliefert (das fehlt in der Windowswelt auch noch).

Sobald eine EXE-Datei unter Win gestartet wird, hat der Rechner einen neuen Herren - mit Zugriff auf Alles.

Lies doch mal den wunderbaren Artikel: http://www.pro-linux.de/artikel/2/843/1editorial-die-boesen-boesen-viren-teil-1....  das erklärt anschaulich, warum nur Windows extrem gefährdet ist.

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