Da wir soeben wieder die Situation hatten, würde ich gerne eure Meinung dazu wissen. Unser Sohn (14 Monate) schläft noch in unserem Schlafzimmer. Hab ich auch nix dagegen. So um 20 Uhr lege ich ihn (meist problemlos) hin und meist schläft er bis 7:30 Uhr durch. Manchmal bekommt er allerdings (ohne Wehwehchen) gegen 22 Uhr seinen Rappel und schreit sich die Lunge aus dem Leib. Ich gehe dann 2x rein (worauf SOFORT absolute Ruhe ist), knuddel ihn kurz, sag ihm, dass er alleine schlafen muss und gehe wieder. 5 min später wieder Theater. Wie gesagt: das mache ich 2x und dann lass ich ihn schreien. Dauert ca 10 min dann ist Ruhe. Mein Mann findet das herzlos - ich konsequent.. Und ihr?
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Mein Gott wie lange würde ich hier schreiben wollen.... Die Emotionen sind mir bekannt, ich weiß wovon ich schreibe. Nein es ist nicht herzlos. Hart, für Euch, aber nicht herzlos. Wenn Ihr liebevolle Eltern rund um die Uhr seid, wovon ich ausgehe, dann könnt Ihr Euch das leisten. Es ist ganz einfach eigentlich: Wollt Ihr ihn erziehen, oder soll er Euch erziehen?
Wir waren nicht mal leise wenn er im Bett war. Mit dem ergebnis dass man auch mal Freunde zu Besuch haben kann ohne das man wispern muss.
Komplimentärprogramm:
Freunde die immer auf Zehenspitzen geschlichen sind wenn die Kleine geschlafen hat. Ergebnis:
Ein Kind welches bei jedem kleinsten Geräusch aufwachte.
Gruß an Deinen Mann,
macht weiter so.
Ein Vater.

würde ich nicht anders machen.

Das Du schon 2 mal rein gehst ist bewundernswert. Denn auch die 2 mal nutzt Dein Sohn ja jetzt gnadenlos aus.
Allerdings kann immer etwas sein deswegen ist das total ok so.
Ja, ich finde auch mit seinen 14 Monaten ist er ganz schön berechnend.
Ja ich weiß, dass er es ausnutzt ;-) aber das ist ok. Das erste Mal geh ich rein um mich zu überzeugen, dass er keine Bauchschmerzen o.ä. hat; das zweite Mal um ihm zu zeigen, dass ich in der Nähe bin. Dann reicht es, bin ich der Meinung. Wenn er länger als 15 min schreien würde, würd' ich nochmal schauen - aber das tut er fast nie. Mit einer Ausnahme: da hat er ein Zähnchen bekommen und ich habe es nicht gemerkt. Da hat er allerdings auch ganz anders geschrien, wenn du weißt was ich meine. "Qualvoller" eben und dann stehe ich ihm auch bei.. selbstverständlich auch wenn er krank ist, was bisher aber nur einmal vorkam (nach Krankenhaus und 4 3/4 Monats Koliken...) Danke für deine Antwort
Wenn Du der Meinung bist, Dein Kind schreit nur um Dich zu ärgern, dann bist Du konsequent!
Ja, das denke ich. Er versteht schon sehr viel und ist ganz schön ausgefuchst, das merke ich an vielen Verhaltensweisen von ihm. Ich gehe die 2x rein um mich zu überzeugen, dass alles gut ist und ihm zu zeigen, dass ich da bin. Aber da ja immer sofort Ruhe ist wenn ich die Türe aufmache, gehe ich ernsthaft davon aus, dass die Sache System hat ;-))

Wenn du dich zuvor vergewissert hast, dass wirklich kein "ernstzunehmender" Grund für sein Schreien vorliegt, handelst du meiner Meinung nach richtig und konsequent.
Das Wohl des Kindes steht natürlich an erster Stelle. Doch oft müssen ihnen zunächst auch ihre Grenzen aufgezeigt werden. Was mit "falscher, inkonsequenter" Erziehung alles angerichtet wird, sieht man ja in diversen TV-Sendungen ;)

Kann nur sagen das dass genau das Richtige ist... Wenn der kleie einmal merkt das er damit durch kommt dann versucht er es auch bei anderen sachen... Und NEIN es ist nicht Herzlos... Ich habe selber Zwei kinder... Sind jetzt beide fünf Jahre alt...
Eiderdaus... Zwillinge? Ich nehme meinen Hut! Danke für deine Antwort - für alle eure Antworten - ich bin froh, dass ich mit meiner Überzeugung nicht alleine da stehe
Chrissi2708 am 4. Dezember 2007 00:38 ja sind zwei kleine Gauner im Moment... Wenn ich sage nein gehen sie zu Mama und wenn Mama nein sagt kommen sie zu mir... "Die Mama hat aber gesagt wir dürfen das"...

männer haben bei solchen sachen ein sehr weiches herz, meiner war genauso, aber ich kann dir versichern das du überhaupt nicht herzlos bist!
Ich glaube sie haben auch nicht den nötigen - nennen wir es "Abstand", den man entwickelt wenn man den ganzen Tag mit dem Kleinen zusammen ist und genau weiß wann er es drauf anlegt. Mein Mann kommt Abends nach Hause und ist dann der "Tüddelpapi", darf er auch - solange wie wir uns in Grunsatzdingen (was der Kleine darf und was nicht) einig sind. Ich denke das tut uns allen gut. Danke für deine Antwort

Vielleicht muss er mal Pipi? Oder er kann einfach nicht so lange durchschlafen. Und überhaupt: Warum bist Du denn nicht um zehn im Bett? ;-) Du musst ja eine mördergute Kondition haben, wenn Du mit einem kleinen Kind abends nicht todmüde bist. Bin jetzt einfach mal neidisch...
Ich glaube, an Deiner Stelle würde ich ihn einfach noch mal rausnehmen, in Deinem Arm schläft er bestimmt eh gleich wieder ein.
grins du bist süß ;-) Ich nenne es nicht Kondition sondern Training, habe die ersten 5 Monate max 3 Stunden die Nacht geschlafen - mit Glück am Stück... Ich nehme ihn sehr wohl auf den Arm aber das mache ich eben nur 2x am Abend. Und wie gesagt: sobald er hört dass ich komme ist er auch schon ruhig
Hallochen katice,
ist schon alles gesagt, den Text von Solipsist kannst Du hier noch einmal lesen.
Es ist alles richtig. Wie auch angedeutet, es darf keine Gleichgültigkeit aufkommen.
Gruß und bis neulich
Ich denke, 14 Monate ist das früheste Alter, in dem man Kinder "schreien lassen" darf, wenn man sich versichert hat, das das Kind ansonsten versorgt ist. Aber auch in diesem Alter würde ich es nicht tun: Vielleicht hatte der Kleine einen Alptraum, vielleich hat er Verlassensängste, vielleicht kann er nicht mehr einschlafen und möchte beruhigt werden. Offenbar stecken die anderen Antwortgeber alle im Kopf des Kleinen.
Die Mehrheit hier hat nicht recht. Es ist in Deutschland leider populär, schon Babys mit so genannter Konsequenz oder sogar Härte erziehen zu wollen. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die belegen, dass man Babys jedenfalls nicht im ersten Lebensjahr, erziehen kann, werden dabei ignoriert. Es hat sich leider die Fehlvorstellung eingenistet, dass schon Babys in der Lage sind, Eltern bewusst zu manipulieren und die Liebe der Eltern vorsätzlich auszunutzen. Dies folgt der irrigen Annahme, Kinder seien kleine Erwachsene und besäßen von Geburt an die Fähigkeit, ihre Handlungen so zu planen, dass sie bei Erwachsenen bestimmte Reaktionen hervorrufen. Diese Fähigkeit entwickelt sich aber erst im Laufe der ersten Lebensjahre.
Die in den USA entwickelte Methode des Schreien-Lassens soll nach deren Urheber erst im Alter von eineinviertel bis anderthalb Jahren angewendet werden. Leider ist diese Methode in Deutschland als auch auf Babys anwendbar veröffentlicht worden. Das entsprechende Buch, in meinen Augen eine Anleitung zur Kindesmisshandlung, ist in Deutschland ausgesprochen verbreitet und hat zu den oben beschriebenen allgemeinen Fehlvorstellungen geführt. Angesichts unserer Geschichte verwundert es nicht, dass Härte gegenüber Babys und Kleinkindern in Deutschland auf besonders fruchtbaren Boden fallen. Mir ist allerdings bewusst, dass ich damit in hierzulande in der Mindermeinung bin.
Hallo Mathias, ich respektiere deine Meinung völlig. Ich weiß ganz genau auf welches Buch du anspielst und JA ich habe es auch gelesen, jedoch NICHT danach gehandelt weil ich es für mich und auch für meinen Sophn grausam fand. Ich habe einen gesunden Mittelweg gewählt wie ich finde. Aber wenn du der Meinung bist, dass die Kleinen erst nach 1 1/2 Jahren erziehbar sind dann erkläre mir bitte Folgendes: Mein Sohn wusste schon mit 5 Monaten was das Wort Nein heißt und ich habe es immer in normalem Ton gesagt (also keine Angstreaktion), mein Sohn verwendet seit er 9 Monate alt ist die Worte Danke und Bitte. Das hat er sich absolut von uns abgeschaut und benutzt die Worte IMMER passend. Wenn ich ihm etwas nicht erlaube, versucht er es bei Oma und Opa durchzusetzen (bei Papa selten, denn er weiß der fragt immer zuerst die Mama) und wenn ich das dann rausbekomme und ihn zB frage "Warum machst du das bei Oma? Ich habe dir doch gesagt du darfst das nicht" tja dann hört er mir aufmerksam zu, nickt mit dem Kopf und wenn ich fertig bin kommt er zu mir drückt mich. Ich erziehe mein Kind nicht mit Härte, aber ich bin auch keine "Heidudei-Mama". Ich schreie und schlage nicht, aber zeige ihm sehr wohl was er darf und was nicht. Albträume kommen sehr wohl mal vor und die zähle ich als Wehwehchen und stehe ihm bei. Ich würde gerne von dir wissen, wie du es bei deinen Kindern anders gemacht hast.. Gruß Kathrin
Das klingt für mich alles sehr vernünftig. Ich denke, wir "erziehen" unsere Kinder gar nicht so unterschiedlich.
Besonders interessant finde ich, dass Dein Kind mit 9 Monaten schon Bitte und Danke gesagt hat, wo die meisten Kinder noch kein Wort sprechen. Aber meine Kleine hat mit vielleicht 12 Monaten auch schon an der richtigen Stelle "Taki" (= Danke) gesagt. Na klar, Kinder schauen sich von den Erwachsenen vom ersten Tag an Verhaltensweisen ab. Auch ein noch nicht mal Einjähriger ahmt seine Eltern nach. Eine "gute Erziehung" ist das allerdings noch nicht, in dem Sinne, dass das Kind zwischen richtig und falsch, zwischen gut und böse unterscheiden kann und weiß dass, es selbst bestimmt, ob es sich richtig oder falsch verhalten will.
Abschließend denke ich auch, dass ein gesunder Mittelweg gesucht werden sollte. Ein Baby bis 1 Jahr und ein bisschen reagiert nur und ahmt nach; man kann es konditionieren, aber nicht erziehen. Wer bei einem 3-Jährigen erst mit der Erziehung anfängt, hat definitiv verschlafen. Auf das richtige Maß und den richtigen Zeitpunkt wird es ankommen. Gruß Mathias

ich habe meine tochter (jetzt 2 jahre und 4 monate alt) noch nie schreien lassen. es gibt immer einen grund weshalb ein kind schreit und sich einfach wegdrehen und gehen und nicht auf das schreien reagieren ist für mich herzlos. es gibt dem kind das gefühl, dass es nicht ernst genommen wird und dass es nicht geliebt wird. - stell dir mal vor, du liegst mit einem gebrochenen bein im krankenhaus, völlig hilflos, du schreist nach der schwester weil du durst und hunger hast, sie kommt und gibt dir was zu trinken und geht dann wieder. du schreist weiter, weil du immer noch hunger hast, aber keiner kommst, keiner reagiert, irgendwann hörst du auf zu schreien und liegst total verzeifelt in deinem bett und musst warten, bis am nächsten morgen mal wieder jemand kommt. so in etwa fühlt sich ein kind, dass schreit und nicht ausreichend beachtet wird
Okay, das heißt du bist IMMER gerannt? Selbst wenn du dich 2x davon überzeugt hast, dass ALLES in Ordnung ist?? Ich stehe ja nicht in der Tür und bin genervt, sondern nehme ihn auf den Arm, fühle Bäuchlein und knuddel ihn ein wenig. Wenn er aufgeregt ist bleib ich auch länger, aber wenn er abrupt aufhört sobald ich die Türe aufmache gehe ich davon aus, dass er einfach Gesellschaft will und wie lange sollte ich ihm denn deiner Meinung nach schon am frühen Abend Gesellschaft leisten? Das ist eine ernstgemeinte Frage, denn ich frage MICH wiederum wie DU deinen Haushalt geregelt bekommen hast. Der Zwerg hängt den ganzen Tag an mir, ich spiele unglaublich viel mit ihm, wir gehen spazieren, aber wirkliche Haushaltsarbeiten sind da nicht drin. Wenn ich mich jetzt noch Abends zu ihm lege brauch ich eine Putzfrau - deshalb würde ich gerne von dir wissen wie du das machst! Gruß Kathrin
sternchenausdd am 4. Dezember 2007 13:19 ich hab hier auch ein mäuschen, dass mich den ganzen tag braucht. wir machen die hausarbeit immer gemeinsam, sie hat alle haushaltsgeräte, die ich in groß habe, in klein. das klappt super. in der küche hab ich ihr z.b. eine spielküche hingestellt, so kocht sie dann immer mit wenn ich koche. ich hab aber auch ein kind, dass kaum schlaf braucht, sie geht abends 22.00 uhr ins bett und steht früh um 07.00 uhr auf und wenn ich ganz viel glück habe, dann macht sie mal ne stunde mittagsschlaf, also von daher verstehe ich dich schon. früher hab ich sie dann sehr oft nachts zu mir ins bett geholt, weil ich so oft aufstehen musste. jetzt haben wir ja kein gitterbett mehr und sie kommt selbst zu uns ins bett gekrabbelt, wenn sie schlecht geträumt hat oder einfach nur jemanden braucht. ich vereine einfach alles was ich mache mit meiner tochter und ich gehe dann auch abends mit ihr ins bett und lese und singe und streichele sie, bis sie eingeschlafen ist. es bleibt kaum zeit für mich selbst, aber diese methode hat auch viel gutes. meine tochter ist superlieb, hört auf's wort, hat noch nie andere geschlagen, ist total ausgeglichen und sehr aufnahmefähig. sie singt jetzt schon knapp 20 kinderlieder fehlerfrei, hat einen wortschatz von weit über 500 wörtern, kann alle farben, kann zählen und spricht in ganzen sätzen. und ich denke das liegt hauptsächlich daran, dass sie sich voll auf mich verlassen kann und den ganzen tag meine volle aufmerksamkeit bekommt.

finde ich vollkommen richtig
Die Mehrheit hat Recht. Das ist in der Politik so, das ist in der Erziehung so, nur nicht in der Mathematik.

wow.eindeutiges ergebnis hier.

sich mit ihm zu beschäftigen würde ihn eher noch wacher machen. so wie du das Handhabsthab ich das auch gemacht.. zumindest bei meiner Großen. (ihre beiden Geschwister haben gleich durchgeschlafen)
Ich finds nicht so gut. Gerade im Dunkeln, wenn das Kind aufwacht und Angst hat, will es gerne etwas Gesellschaft! Bleib kurz sitzen, bis das Kind eingeschlafen ist. Da bricht man sich doch echt keinen Zacken aus der Krone! Ich habe zwei Kinder und habe sie nie alleine in ihrem Bett weinen lassen.
Dankeschön, so sehe ich die Sache auch. Da wir eine schwere Geburt und Karnkenhauszeit hinter uns hatten, habe ich die ersten 4 Monate die Zehenspitzentaktik durchgesetzt. Mit zunehmenden Verständniss der Zwergs wurden wir dann immer "lauter" und es hat ein wenig gedauert, klappt jetzt aber super. Deshalb verteidige ich auch meinen Standpunkt meinem Mann gegenüber. Ich bin fast 24 h am Tag mit unserem Sohn zusammen und habe mit liebevoller (wie ich finde) Konsequenz schon immer am meisten erreicht. Aber "herzlos"... das hat mich doch etwas getroffen..
Ich freue mich sehr für Euch.
Ihr erlebt gerade die schönste Zeit "seines" Lebens!
Servus