Frage von Nibiru1995, 68

Bin ich geeignet für die Physik?

Hallo liebe Community,

damit ihr mein Anliegen besser verstehen könnt, ein kleines Vorwort zu meiner Person. Ich 20/M bin ein sehr selbstkritischer Mensch, welcher wegen einem Fehler traurig und wütend auf sich selbst werden kann.Immer wenn ich etwas im Unterricht nicht sofort verstehe (Mathe), bin ich sehr traurig und versuche Zuhause alle Fehler auszumerzen.Mein größter Traum derzeit wäre ein Physik Studium das Ich unbedingt antreten möchte, nach dem ich mein schulischen Weg gemeistert habe (ARS ->AG=Abend-Gymnasium). Derzeit gehe auf eine ARS (Abend-realschule), ich werden wahrscheinlich im August dass vorletzte Semester (3.Semester) betreten.Im 3.Semester werden wir Physik und Chemie als Nebenfach erhalten.Ich kann nicht sagen ob ich "Spaß" an Mathe habe. Prinzipiell leite ich mir die Mathematischen-Formeln selbst her. Da ich nicht jede Formel herleiten kann, lese ich mir diese im Internet durch.

Mathearbeit (Note): 2-

Thema: Gleichungen-Terme

Notendurchschnitt: 3,8 (25Schüler)**

So nun meine Frage: Ich bin mir unsicher ob ich "gut genug" bin für die Physik. Ich persönlich würde als Beispiel sagen, ich kann mir einfache Physikalische Gesetze Erklären ohne diese nachzulesen (Ohne Mathematische-Formeln).Ich könnte fast behaupten die Physik ist meine "große Liebe", oder gar mein Antrieb zu meinen derzeitigen Leistungen. Ich lese auch derzeit das Physikbuch "Lehr- und Übungsbuch (Pearson Studium - Physik)". In diesem Buch werden mir immer wieder die Augen geöffnet, dass ich einfach nichts weiß von der Physik.Ich bin deswegen auch sehr traurig, dass ich vielleicht (ca 20-40%) des spannenden Inhaltes nicht verstehe. Vor allem mache ich mir sorgen wegen den Mathematischen-Formeln, diese verstehe ich zu 90% in dem genannten Buch nicht. In Physik des 3.Semesters wird wahrscheinlich die Optik oder die Mechanik behandelt. Wie man merkt, bin ich mir unsicher ob ich für die Physik geeignet bin oder nicht. Ich habe besonders Angst vor dem Mathematischen Teil, auch wenn ich relativ gute Noten in Mathe erziele.

Ein danke im vor raus für eure Antworten,und dass ihr euch mein Text durch gelesen habt :).

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TomRichter, Community-Experte für Physik, 14

Wenn ich das richtig verstanden habe, bist Du derzeit auf einer Realschule, und zwar im vorletzten Jahr.

Da ist es doch normal, ein fürs Studium geschriebenes Buch nicht zu verstehen. Daraus kann man keine Nichteignung fürs Physik-Studium ableiten.

Aber: Physik ist zu einem großen Teil Mathematik. Daraus, dass Du die mathematik-freien Teile des Buches verstehst, kann man daher keine Eignung fürs Physik-Studium ableiten.

Wenn Du im Gymnasium dann Leistungskurs Physik und Mathe machst, ist immer noch Zeit für eine dann etwas fundiertere Prognose.

> traurig und wütend auf sich selbst werden

So was kann einem nicht nur das Studium, sondern sogar den Abi-Schnitt versauen. Du solltest eine Therapie in Erwägung ziehen.

Kommentar von Nibiru1995 ,

Ich habe persönlich höhere Erwartungen an mich selbst,deswegen werde ich hauptsächlich bei Mathe "traurig und wütend" dies bezieht sich nur auf Fehler, denn ich weiß genau das ich die Aufgaben besser hätte lösen können. Ich weiß das Mathe für Physik sehr wichtig ist, deswegen habe ich besonders bei dem Thema Gleichungen aufgepasst, das vor Wissen für manche der Formel in meinem Buch, habe ich noch nie gehabt wie z.B (Sin,Cos,Tan).

Am Ende kann ich sagen das lesen Physikalischer Texte bereiten mir Spaß, ich denke würde ich noch den Mathematischen teil besser verstehen, würde ich auch an dem Mathematischen Teil Spaß haben.

Ich weiß das Noten nicht Aussagekräftig sind, meine Noten und (ohne Arrogant wirken zu wollen) eigenes Verständnis für Naturwissenschaftliche Themen sind weit aus über dem Durchschnitt meiner Klasse(Ich möchte mich auch nicht über Menschen stellen).

Ihre Antwort war sehr Hilfreich,

nur ich persönlich sehe eine Therapie als nicht Notwendig an.

Lieber etwas wütend und traurig sein um mich mehr anzustrengen,anstatt wieder so Faul zu werden wie auf der Hauptschule.

Vielen Dank für deine Antwort :) 

Antwort
von ThomasJNewton, 27

Ich habe nicht Pysik studiert, sondern Biologie und Chemie.
Vom Intellekt hätte ich aber Physik und Mathe aber wohl geschafft.
Ich habe mich anders entschieden, vielleicht auch aus Faulheit.

Denn auch mit glatten Einsen in Mathe und Physik wird man sehr heftig arbeiten müssen. Wer das studiert, kennt es nicht, dass er in der Schule nicht sofort alles versteht. In den Fächern. Da fliegt einem alles zu.

Das schließe ich aus den Aussagen der Physiker und aus meinem laienhaften Einblick in die Physik. Die Physiker mit Abschluss dürften wohl kaum man eine 2- in der Schule gehabt haben.

Antwort
von kikoccaa, 38

Also dein Interesse an Physik ist auf jeden Fall da, das halte ich auch am wichtigsten, um eine Ausbildung in dem Fach anzufangen. Deine Noten stimmen auch, von daher ist auch diese Voraussetzung vorhanden.

Ich würde dir allerdings dringend raten, deinen Perfektionismus versuchen zurückzufahren. Er behindert dich eher als das er dir was bringt: Man sollte sich an Erfolgen freuen, auch an kleinen und *nicht* den Frust kriegen, wenn man nicht perfekt ist!!

Antwort
von ROSAROT2007, 33

in der Regel können Lehrer deine Leistungsfähigkeit besser beurteilen als die Noten, die du bekommst. Mittelmäßige Noten können alles Mögliche bedeuten und sind daher nur begrenzt aussagekräftig! Sprich mit deinem Lehrer - Physik an der Uni ist sehr, sehr mathematisch!! Vieles kann man lernen, manches ist aber auch Begabungssache, manches auch eine Frage der Reife des Gehirns - wenn du dir STress machst, wird das erst recht nix. ES gibt aber eine Menge toller Physik-BErufe, die kein Uni-Studium erfordern  - informier dich einfach! Und behalte deine Begeisterung für ein tolles FAch!

Kommentar von Nibiru1995 ,

Erst einmal danke für die Antwort :). Der "Stress" motiviert mich besser zu werden, besonders weil ich nicht in mein Hauptschul-Schema verfallen möchte (Faulheit).Also mein Mathe Lehrer meinte : " Sie haben sich in der Zeit in der sie hier auf diese Schule gehen enorm gebessert".Leider hatte ich genau diese Sachen vergessen in meinen Text zu schreiben, aber ich halte noch an meinem Physik Studium Traum fest :).

Kommentar von ROSAROT2007 ,

50% der Intelligenz ist erworben, nicht angeboren - und offensichtlich bist du gerade dabei, diesen Teil deiner Fähigkeiten extrem auszubauen. DAnn also mein Tipp: bleib drann! Die meisten Studenten scheitern nicht am Können, sondern an mangelnder Motivation. Und wenn du Physik so toll findest, kannst du ja vielleicht irgendwann deine FReude daran an Kinder weitergeben? Ein Studium auf Lehramt könntest du, je nach Schulart, unterschiedlich schwierig gestalten! Mach weiter, hört sich klasse an!

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