Frage von Lyznoe, 663

Bin ich dumm, nur weil ich an Gott glaube?

Hallo zusammen,

ich glaube sehr an Gott. Und möchte meine Gedanken mit vielen Menschen teilen. Dabei stoße ich fast immer auf Widerstand, obwohl ich keine schlechte Absichten habe. Ich predige über einen liebenden, allverzeihenden und barmherzigen Gott, der auch sehr gerecht ist.

Mir ist aufgefallen, dass ich ständig als hängengeblieben und dumm abgestempelt werden. Was soll das? Wieso ist das so? Darf ich in Deutschland nicht darüber reden? Ich spreche über keine Religion sondern nur über Gott.

Antwort
von Suboptimierer, 229

Wenn du vor Menschen predigen würdest, denen das interessiert, würdest du auch nicht als dumm bezeichnet werden.

"Dumm" wird immer mehr von Leuten verwendet, die sich dabei schwer tun, bessere Wörter für deinen Zustand zu finden. "Dumm" ist universal geworden für "Ich kann etwas an dir nicht verstehen.", "komisch", "seltsam", "begriffsstutzig", "unintelligent", "verpeilt", ...

Und deine Aufgabe ist dann, herauszufinden, was er mit "dumm" meint. (Man kann es aber auch lassen)

Sieh es positiv: Je inflationärer das Wort verwendet wird, desto mehr verliert es an Bedeutung. 

Antwort
von Dummie42, 149

Du lebst in einem freien Land. Du darfst hier alles sagen, auch wenn  "besorgte Bürger" behaupten, das sei nicht so. Du solltest aber nicht damit rechnen, auch Gehör zu finden.

Missionierende Menschen (egal ob sie für Religionen oder Ideologien) unterwegs sind) gehen den meisten anderen einfach furchtbar auf den Geist, vor allem, da man mit ihnen für gewöhnlich auch nicht diskutieren kann, da sie sich immer schon im Besitz der einzigen Wahrheit wähnen.

Antwort
von SibTiger, 205

Ich denke nein. Als dumm würde ich höchstens bezeichnen, wenn man den Inhalt so mancher Offenbarungsbücher allzu wörtlich nimmt, und sie nicht metaphorisch betrachtet. Oder die "Unterwerfung" an ein ganz bestimmtes Gottesbild finde ich auch nicht besonders klug.

Antwort
von KnusperPudding, 233

Dummheit hat meiner Meinung nach nichts mit Glaube zu tun.

Menschen die ernsthaft glauben können sind Bewundernswert. - Ich kann es beispielsweise nicht.

Es gibt jedoch viele religiöse Menschen, die ihren Glauben mit Scheuklappen betrachten, und für alles andere unzugänglich sind und somit beispielsweise viele wissenschaftliche Aspekte verleugnen. Solche Menschen machen dann bei vielen einen sehr beschränkten und 'dummen' Eindruck.

Genau so wie es hinsichtlich dessen beschränkte Gläubige gibt, gibt es genauso beschränkte Atheisten, die meinen jedem ihre 'Erkenntnis' auf zwängen zu wollen, was in der Summe genauso 'dumm' ist.

Ist der Glaube einfach  nur eine weitere Facette einer Denkweise, die dein Leben bereichert, ist das doch eine super Sache.

Wenn du bereit bist für deinen Glauben einzustehen, dann lass dich von solchen Menschen nicht behindern.  Alles Gute

Kommentar von KnusperPudding ,

Ich gehe bei meiner Antwort nicht davon aus, dass du eine explizite Religion meinst. Zwischen Glauben und Religion sehe ich einen Meilen weiten unterschied. 

Denn was eine Religion aus einem Glauben machen kann, sahen wir bereits in den Geschichtsbüchern und sehen wir auch aktuell: Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Terror, Verfolgung andersgläubigere.

Sowie die 'Harmloseren' Ausführungen: Dämliche Regeln die den Menschen eher unterwerfen und einschränken: Kein Sex vor der Ehe, nur eine Ehe möglich, Verschleierung der Frau, Regelmäßiges Beten, keine Gleichgeschlechtlichen Beziehungen, etc.

Antwort
von grtgrt, 154

Wo Beweise fehlen, handelt nur der dumm, der sich die Meinungen anderer -- einschließlich sie unterstützender Argumente -- gar nicht erst anhören möchte.

Und natürlich wird man -- wenn man sie alle angehört und erwogen hat -- auf der eigenen Meinung beharren müssen, wenn man sie dann immer noch für am ehesten richtig erachtet. 

Antwort
von MissRatlos1988, 196

Rede mit menschen drüber, die es interessiert. Alle anderen wirst du mit deinem Gerede nur nerven und langweilen. Ist halt ein recht umstrittenes Thema. Ich persönlich halte es für den größten quatsch und bin seit längerem aus der Kirche ausgetreten. Mich bräuchtest du also auch nicht voll zu quatschen, deswegen rate ich dir gleichgesinnte zu suchen ☺

Antwort
von Madderinjo, 258

Nein, bist du nicht. Ich kenne es aber, da z.B. mein Leben nicht so gotteslastig ist, während meine Familie fast 5 mal in der Woche in die Kirche geht, also teile deine Gedanken mit Leuten, die genauso denken wie du.

Antwort
von Finubar1982, 212

Kann jeder tun und lassen was er will, nur sollte er damit andere nicht belästigen oder dafür oder damit schaden.
Ich persönlich halte nicht viel von Religion, nur weil Dinge durch Zufälle passieren, sucht man jemanden der dafür verantwortlich ist. Alles was der Verstand nicht gebacken bekommt, schiebt man einem Gott in die Schuhe. Leute bekämpfen sich gegenseitig, weil sie das vertreten was sie nie gesehen haben und vermutlich nie sehen werden.
Wenn es einen Gott gibt, hat er uns schon lange verlassen.
Und wenn es ihn gäbe, wäre er wie ein Chef, der nie da ist, sich sozusagen nie auf der Arbeit blicken lässt, keine Anweisungen gibt, praktisch im Urlaub oder unbekannt verzogen ist. Und wir, seine Angestellten, sind auf uns alleine gestellt und schauen das alles weiterläuft.

Ohne Religion wäre das Leben ggf etwas friedlicher, man würde sich "nur" noch wegen den Idealen oder territorialen Ansprüchen bekämpfen, würde ja auch reichen oder ;)

PS: Nein ich bin nicht frustriert, ich führe ein gutes Leben, geschaffen durch meinen eigenen Willen und Hände.

Antwort
von Philipp59, 64

Hallo Lyznoe,

ganz bestimmt bist Du nicht dumm, weil Du an Gott glaubst! Es ist auch meine Erfahrung, dass die Menschen im Allgemeinen heutzutage nicht mehr gern über "Gott" und "Religion" sprechen und oft diejenigen, die noch an ihn glauben, für verschroben halten. Manchmal hat man tatsächlich den Eindruck, als würde der moderne und aufgeklärte Mensch eben nicht mehr an einen Gott glauben. Diejenigen, die es dennoch tun und sogar keinen Hehl daraus machen, werden mitleidig belächelt oder gar verspottet.

Dennoch solltest Du Dich nicht davon abbringen lassen, über Gott zu sprechen! Das zeigt, dass der Glaube für Dich nicht etwas rein Formales ist, sondern tief in Deinem Herzen ist. Jesus Christus sagte einmal: "Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund" (Matthäus 12:34). Für Menschen, denen der Glaube eine Herzensangelegenheit ist, sprechen gern und oft über Gott.

Denke auch daran: Obwohl Jesus der Sohn Gottes war und eindringlich und überzeugend reden konnte wie keiner je zuvor, stieß er während seiner 3 1/2-jährigen Tätigkeit nicht auf allzu großen Widerhall. Sollte es Dich da überraschen, dass es Dir ähnlich ergeht?

Außerdem sagt die Bibel voraus, es würde eine Zeit geben, in der den Menschen der Glaube an Gott nicht mehr viel bedeuten würde. Diese Prophezeiung ist in 2. Timotheus 3:1-5 zu finden und sie zeigt u.a., dass die Menschen in dieser Zeit die "Vergnügungen mehr lieben" würden als Gott und nur noch "eine Form der Gottergebenheit" hätten, die sich jedoch als "kraftlos" erweisen würde. Liest man sich die gesamte Prophezeiung durch, so stellt man fest, dass man dort eine genaue Zustandsbeschreibung der heutigen Gesellschaft findet. Sei also nicht überrascht oder niedergeschlagen, wenn Du weiterhin auf Widerstand stößt.

Bedenke auch, dass selbst heute noch viele intelligente Menschen, einschließlich Wissenschaftlern, von der Existenz Gottes überzeugt sind. Der Naturwissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, langjährig tätig am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung sagte in einem Interview:"Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten — einen intelligenten Ursprung haben müssen".
Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern haben sich ähnlich geäußert. Manche von ihnen sind erst durch ihre Forschungstätigkeit zu der festen Überzeugung gelangt, dass es einen Schöpfer geben muss.

Das alles zeigt, dass man auch in unserer Zeit ohne weiteres den Glauben an Gott vertreten kann ohne denken zu müssen, man gehöre in die Kategorie "weltfremd" oder "dumm". Lasse Dich also nicht beirren und gehe weiter Deinen Weg!

LG Philipp

Antwort
von Rosalielife, 230

Ein fester Glaube beleuchtet und erhellt dein Leben, nun drängt es dich, anderen das auch zu übermitteln. Verständlich, aber nicht immer angebracht. Jemand, der ausstrahlt, dass ihm von oben Hilfe zukommt, dass er beten kann, dass er den Herrn preist, überzeugt auch ohne Missionarischen Eifer. Der macht alles kaputt, den will keiner hören, der macht dich lächerlich, was du gar nicht willst oder beabsichtigst.

In deiner gemeinde kannst du vielleicht Jugendarbeit oder kindergottesdienste mitgestalten, Besuche zu geburtstagen bei senioren machen, dich einbringen. da geht jeder davon aus, wie sehr du deinen Glauben lebst und empfindet das als wunderbar.

Im täglichen Leben werden Menschen mit einer mission eher angesehen, als wären sie Exzentriker. Niemand möchte sich etwas überstülpen lassen, sei es politisch, sei es auf religiöser Basis.

Zeige durch dein Leben deine soziale Kompetenz, sei anteilnehmend und rücksichtsvoll und sicher kannst du im Gespräch erwähnen, wie du mit Krisen und Problemen umgehst. das ist aber deine eigene Sache, hinter der du stehst. Ob ein anderer damit ebenso umgeht oder das run dheraus ablehnt, es bleibt sein ding und du kannst es nicht ändern und wenn du noch so beseelt bist von der Idee, Menschen auf den richtigen weg zu bringen!

Kommentar von glidrisi ,

Soweit ich weiss hat Jesus nicht zur sozialen Kompetenz aufgerufen..sondern das predigen der guten Botschaft an die 1. Stelle gesetzt..alles andere war sekundär.

An dem Nullwissen aller Kinder und Jugendlichen ist dies auch ersichtlich dass der Schwerpunkt falsch gesetzt wurde.

Antwort
von Majumate, 157

Hallo, 

nein, dumm bist du deswegen ganz sicher nicht. Aber jeder hat eine andere Einstellung zu Gott bzw dem Glauben an sich. Und so wie du dir Toleranz gegenüber deiner Einstellung zu Gott wünschst, solltest du auch tolerieren, dass andere es eben nicht so sehen. 

Bleib dabei und lass dich nicht davon abbringen, aber vergiss darüber hinaus nicht, dass nicht jeder deine Einstellung dazu teilen kann / will. 

Lg 

Antwort
von Andrastor, 95

Religion ist wie ein Penis.

Es ist gut einen zu haben. Man kann auch stolz sein einen zu haben. Aber man packt ihn nicht in der Öffentlichkeit aus, klatscht ihn anderen Leuten ins Gesicht oder stopft ihn kleinen Kindern in den Rachen.

Sprich, glaube woran du willst, aber behalte das für dich. Niemand will mit deiner Religion konfrontiert werden und wenn du schon das Wort "predigen" benutzt machst du auf mich den Eindruck ungefragt von deiner Religion und deinem Glauben zu erzählen.

Das will aber niemand. Ich könnte auch auf die Straße gehen und den Leuten vor der Kirche auflauern um ihnen zu erklären dass es keinen Gott gibt. Genausogut könnte ich die Hosen runterlassen und den Helikopter machen.

Sowas will einfach keiner.

Kommentar von Reflutschi ,

der spruch funktioniert auch mit vegetarismus!

Kommentar von FooBar1 ,

Weil es auch privatsache ist. Da will auch keiner bekehrt werden

Antwort
von Akecheta, 205

Darf ich in Deutschland nicht darüber reden?

Ist das nicht ein großer Vorteil in Deutschland, dass man das darf? Wenn du darüber redest und keiner will zuhören und wendet sich ab, dann liegt das ganz einfach an dir ;)

Kommentar von Ani77777 ,

es kommt darauf an welche Biblischen Themen man anschneidet. Solange man nichts sagt, was einen irgendwie berührt, sagt einem keiner was. 

Aber das ist  ja nicht der Sinn der Sache. 

Deswegen haben wir in den Kirchen, dann solche Predigten wie es gibt möglicherweise einen Gott, er tut aber nichts und Hölle gibt es nicht, Ewiges Leben wird schon werden.

In anderen Ländern und sogar Religionen ist das anders. 

Die Christen im Irak sterben auch nicht für einen Gott der, nichts tut.

Antwort
von Gondor94, 77

Niemand wird dich als dumm ansehen, nur weil du an Gott glaubst. Die Menschen in deinem Umfeld sind wahrscheinlich nur genervt davon, dass du mit ihnen über Gott sprechen willst, da nicht alle Menschen denselben Glauben wie du haben. Manche glauben an Allah, manche an das Spaghettimonster und manche an Odin.

Du würdest es auch äußerst nervig finden, wenn jemand ständig mit dir über Dinge reden will, die einen nicht interessieren, bzw. an die man nicht glaubt. Als Fazit also: Behandel deinen Glauben etwas mehr als Privatsache.

Kommentar von Abahatchi ,

Niemand wird dich als dumm ansehen,

In der Frage selbst wurde doch deutlich gemacht, dasz genau das Gegenteil der Fall ist.

Natürlich musz man nicht "dumm" sein, wenn man es für möglich hält, das es einen wie auch immer gearteten Gott gibt. Ich unterhalte mich auch gerne mit anderen Menschen über Geistwesen und werde ganz und gar nicht als "dumm" betrachtet. 

Daher will ich es mal wie folgt formulieren:

Man ist nicht dumm, wenn man Gott für möglich hält aber Lyznoe agiert vielleicht eben so, dasz ein Eindruck von Dummheit hinterlassen wird. 


Kommentar von Gondor94 ,

Ja, so ähnlich wollte ich es rüberbringen.

Antwort
von Pangaea, 175

Du kannst glauben, was immer du willst, aber spar dir das predigen, OK? Glauben ist Privatsache, und wenn einer glauben will, dann kann er das auch ganz ohne dich.

Kommentar von kwon56 ,

Glaube will gezeigt werden.

Kommentar von Pangaea ,

Dann zeig ihn zuhause, aber belästige nicht andere Menschen damit. Die glauben vielleicht an das Fliegende Spaghettimonster. Oder an Albert Einstein. Oder an den Gott Abrahams, oder an gar nichts.

Kommentar von Schuhu ,

@ kwon56: ... aber nicht von allen gehört, gesehen und um die Ohren gehauen werden. Wenn man bei jeder Gelegenheit über seinen Glauben spricht, wirkt das doch sehr befremdlich auf Menschen, die noch andere Themen kennen.

Kommentar von Superstudent ,

Vor allem darf man nicht vergessen, dass man über etwas redet, was sich sowieso nicht beweisen lässt. Man kann jede beliebige Fantasiegeschichte als seine Religion ausgeben und kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob man damit richtig oder falsch liegt. Die Wahrscheinlichkeit unter allen möglichen Fantasiegeschichten falsch zu liegen, ist jedoch viel höher.

Kommentar von rubicon66 ,

..das ist ja das fatale!!...das endet immer beim missionieren!

Kommentar von mimi142001 ,

ich glaube an die Deutsche Bank denn zahlt aus in Bar

Antwort
von Mondmayer, 121

Dies ist die Natur vieler Materialisten und es gelingt einem nicht durch die Welt zu laufen ohne ihrer Natur zu begegnen.

Sie können sich nicht vorstellen, dass es irgendwas übernatürliches gibt und haben für sich die Welt "rational" erklärt. In ihrer Welt ist jedes einzelne Phänomen auf der Welt durch gewisse Gesetze bewiesen und jeder der übernatürliche Erklärungsansätze sucht oder Glaubensvorstellungen hat der ist für diese Personen "ein Verrückter", "ein Naivling" oder auch "ein dummer Mensch".

Für sich alles erklärt zu haben, alles genau zu wissen grenzt manchmal an Narzismus und deshalb kommt es häufig zu arroganten Verhalten.

Natürlich bin ich kein Kreationist und ich bin davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie stimmig ist oder auch der Urknall. Doch was diese Personen die spöttisch auf Religion und Glauben herabschauen häufig übersehen ist, dass Religion und Glauben der Wissenschaft nicht zwangsläufig widersprechen und das diese Theorien die sie als Beweise gegen Gott sehen, auch nur Theorien sind.

Eine Theorie ist nur eine Theorie und niemals ein Beweis da man nur endlich viele Versuche durchführen kann um diese zu belegen, aber nur ein einziger Versuch genügend kann um diese zu widerlegen. Deshalb ist es meiner Meinung nach eine Anmaßung zu behaupten "Es gibt keinen Gott" oder "Die Bibel stimmt nicht, weil..." denn jeder der Rational denkt der wird nicht drum herum kommen, dass dies möglich ist.

Doch wie schon hier erwähnt wurde, solltest du lieber nur auf hörige Ohren zu gehen und niemanden mit deinem Glauben bedrängen, dies führt zwangsläufig zu mehr als nur natürlichen Abwehrhaltungen!

Kommentar von MrNaas ,

Ich würde mich als Naturalist bezeichnen, also wohl auch in deinem Sinn als Materialist.

Leute die an übernatürliche Dinge glauben halte ich nicht per se für Verrückt oder dumm. Allerdings entbehren derartige Dinge meiner Erfahrung nach einer ausreichenden rationalen Grundlage. Deshalb lehne ich deren Existenz bis auf weiteres ab.

Wissenschaftliche Theorien sind nicht einfach "nur Theorien" im Sinne des umgangssprachlichen Wortes Theorie. Sie sind vor allem im Gegensatz zu religiösen Texten und Ideen falsifizierba, können also getestet und für falsch befunden werden.

Ich würde auch niemals mit Sicherheit behaupten dass es keinen Gott gibt und die Bibel zu 100% von Menschen frei erfunden ist. Das müsste ich ja erstmal belegen können. Wer allerdings meint, nur weil die Möglichkeit besteht, es könnte an der Bibel bzw. an Gott etwas dran sein, der müsste ja dann aus den gleichen Gründen konsequenter Weise auch an alle anderen Götter und Fabelwesen glauben.

Kommentar von Mondmayer ,

Der Grund warum ich Materialisten schrieb ist einfach jener, dass Agnostiker z.B. eher nicht auf diese Art denken würden. Wie dir sicherlich aufgefallen ist, schrieb ich außerdem >>vieler Materialisten<< das können 99 von 100 sein oder auch 50 von 1000, aber in jedem Fall nicht alle. So viel zum Rahmen meiner Äußerung.

Wer bestimmt was ausreichend rational ist und rational in welchem Bezug?

Viele Studien belegen, dass beten (genauso wie Meditation) Menschen ausgeglichener macht und diese eben deshalb zu einem erwähnenswerten Teil länger leben. Man bekommt also etwas durch den Glauben zurück.

Der Glauben kann auch als Stütze in schlechten Zeiten dienen und manche Menschen wären ohne ihren Glauben gar nicht mehr auf der Welt.

Die Religion und die Religionsphilosophie sind übringens ebenfalls eine Wissenschaft. Keine Wissenschaft im naturwissenschaftlichen Sinne, aber im geisteswissenschaftlichen Sinne genauso wie Soziologie, Geschichte oder Andere und genau deshalb muss eine These auch im religiösen Sinne belegt werden.

Dabei wird sich mit Quellen außerhalb der Glaubenstexte ausseinandergesetzt und alles wird kritisch hinterfragt. Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens liegt im Vordergrund.

Kommentar von MrNaas ,

Was soll das überhaupt mit Narzismus zu tun haben? Wenn dann hat es doch eher was mit Narzismus zu tun wenn jemand überzeugt ist erleuchtet zu sein und persönlich mit Gott reden zu können.

Kommentar von Mondmayer ,

Ich beziehe hier:

>>Das müsste ich ja erstmal belegen können. Wer allerdings meint, nur weil
die Möglichkeit besteht, es könnte an der Bibel bzw. an Gott etwas dran
sein, der müsste ja dann aus den gleichen Gründen konsequenter Weise
auch an alle anderen Götter und Fabelwesen glauben<<

auch noch mit ein.

Die Konsequenz mitzubedenke, dass man sich selbst irren könnte hat gar nichts damit zu Tun, dass man ebenso an anderen Dinge glaubt, sondern ist eine notwendige Konsequenz die einem zudem einen gewissen Respekt vor divergierenden Meinungen vermittelt.

Was das Ganze mit Narzismus zu Tun hat? In meinen Augen ist ein Mensch ansatzweise Narzistisch, wenn er glaubt, dass er alleine Recht hat und alle anderen die seine Meinung nicht Teilen "dumm" sind - was er jenen Personen mit überfliegender Selbstsicherheit zeigt.

Kommentar von kalippo314 ,

In meinen Augen ist ein Mensch ansatzweise Narzistisch, wenn er glaubt, dass er alleine Recht hat...

Wenn jemand denkt, er habe das Wissen gepachtet, dann sind das doch gerade Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Was ich an Rationalisten beobachte ist, dass sie grundsätzlich alles für möglich halten, aber nicht alles für wahrscheinlich. Kaum ein Atheist wird sagen, er schließe die Existenz irgendeines Gottes zu 100% aus. Das hat sogar Dawkins gesagt, der "Vorzeigeatheist". Auf der anderen Seite stehen viele Gläubige, die es sich nicht vorstellen können, ihren Gottglauben auch nur eine Sekunde zu missen, weil dann der Boden unter ihnen zusammenbrechen würde. Das führt zu einem Vermeidungsverhalten, diese Leute blenden einfach alles aus, was nicht in ihr Weltbild passt. Das ist für mich viel eher "narzistisch".

Antwort
von flunra39, 57

dumm ist mit Sicherheit der verkehrte Ausdruck für dich.

Es kommt eher in Frage, dass Du zu arglos an einen Gott glaubst, von dem ALLES geschöpft wird, also auch die Not, die Kriege, Ängstge, Elend usw. ebenso wie die Gattungswesen homo sapiens, die Arten von Pflanzen, usw.

Bei letzterem hat die Evolutionstheorie die m.E. sehr viel überzeugenderen Begründungen.

Schließlich kann der Glaube an einen Gott eine selbstsuggerierte Sicherheit/Lebenshilfe zeitigen, weshalb dieser Glaube nicht ganz zu verurteilen ist, aber als unaufgeklärt gelten sollte.

Antwort
von Eselspur, 72

Es gibt dumme Gläubige und dumme Atheisten, es gibt intelligente Gläubige und intelligente Atheisten. Oft ist es eine Schutzbehauptung, jeweils andere als "dumm" zu bezeichnen, besonders häufig geschieht das bei den sogenannten "neuen Atheisten" in Gefolge von R. Dawkins.

Mich freut, dass du an einen liebenden, allverzeihenden, barmherzigen un gerechten Gott glaubst. Ob es klug und sinnvoll ist, ihn Menschen zu predigen die nichts von ihm hören möchten, ist eine andere Frage .

Antwort
von Omnivore08, 72

Du missionierst und das will KEIN Mensch haben. Wie würdest du es denn finden, wenn ich dir stundenlang predigen würde warum die Gottesthese frei erfunden ist und Gott gar nicht existiert? Na....da wärst du wohl nicht sehr erbaut drüber oder?

Antwort
von Hyperdinosaurus, 93

Intelligenz und Religiosität stehen in keinem Zusammenhang. Jeder der behauptet einen solchen Zusammenhang zu erkennen, kann selbst nicht sehr intelligent sein.

Antwort
von Ani77777, 69

du bist ein Held, sie können ja nicht verstehen warum du ihnen davon erzählst.

Jeder Gläubige, der jemanden von Gott erzählt, wünsch seinem Gegenüber das Paradies. Also, Ärgert euch nicht, denn den dieser Mensch liebt euch.

Aber du musst Weise sein. Manchmal sollte man jemanden etwas Erzählen und, dann eine Pause machen oder einfach Taten sprechen lassen. Dein Umfeld wird sowieso wahrnehmen, wie du dich zum guten veränderst. Am besten ist es denke ich, sich in die Person hineinzuversetzen. Ob das was du sagst sie jetzt ermüdet oder ihr Interesse weckt, sie aufbaut, ermuntert. Aber negative Reaktionen, werden kommen, das ist ganz normal.

Antwort
von EinfachJan, 129

Eine feste Überzeugung zi haben ist eine tolle Sache und erfordert viel Mut. Du bist keineswegs dumm! Ich habe es als Pantheist auch nicht einfach, habe mich dann aber dem Verbreiten abgeschrieben und leber jetzt in alleiniger Überzeugung. Vlt solltest du das auch tun :)

Kommentar von Superstudent ,

Eine feste Überzeugung zu haben, zeugt nicht gerade von Intelligenz, weil sie jegliche Erkenntnis schon im Voraus ausschließt. 

Kommentar von grtgrt ,

Auch äußerst intelligente Menschen können feste Überzeugungen haben (und haben sie oft auch).

Kommentar von Superstudent ,

Mag sein. In dieser Hinsicht sind sie dann aber nicht intelligent.

Kommentar von grtgrt ,

Das ist deine Meinung - aber sicher nicht meine.

Antwort
von JTKirk2000, 88

Bin ich dumm, nur weil ich an Gott glaube?

Nein, definitiv nicht.

Ich predige über einen liebenden, allverzeihenden und barmherzigen Gott, der auch sehr gerecht ist.

Wem predigst Du das? Wenn Du es anderen erzählst, die ebenfalls an Gott glauben, ist das eine gute Sache, denn so bestärkt man einander im Glauben. Willst Du damit jedoch jemanden beeinflussen, dem der Glaube an ein überirdisches Wesen ohnehin (gelinde ausgedrückt) befremdlich ist, dann ist das lediglich Zeitverschwendung und dann wird man vermutlich mit Kommentaren konfrontiert, dass man eventuell dumm sei.

Stell die mal die Frage, warum in aller Regel Gemeindevorsteher nur in der Kirche predigen, also zu ihrer Gemeinde? Die Antwort ist naheliegend, denn auch sie würden von jenen als dumm bezeichnet, die nicht an Gott glauben. Das hat auch nichts mit deren Glauben direkt zu tun, sondern dann eher mit dem Versuch jene bezüglich Gott vollzuquatschen, die nichts von Gott wissen wollen, weil sie eben nicht an einen Gott glauben.

Antwort
von FooBar1, 116

Das ist schön wenn es dir persönlich hilft. Aber jemand sehr kluges hat mal gesagt, dass Religion wie ein P*nis ist. Es ist toll einen zu haben, super wenn du ihn privat benutzt. Aber bitte bitte lass ihn nicht in der öffentlichkeit raushängen und sprich nicht mit fremden über ihn.

Kommentar von hummel3 ,

Eine Antwort welche im Zusammenhang mit dem Thema doch gewisse Charaktereigenschaften vermissen lässt.

Kommentar von FooBar1 ,

Fantasie und Leichtgläubigkeit?

Antwort
von Lennister, 71

Nein. Es gibt durchaus auch intelligente Menschen, die an einen Gott glauben, sogar manche, die da wirklich absurde Vorstellungen haben. Das Weltbild eines Menschen sagt per se nichts über dessen Intelligenz aus. 

Antwort
von imager761, 154

Es ist nicht dumm, an Gott zu glauben, sondern naiv im besseren Wortsinn: Du bist gutgläubig, vertrauensselig. dass es etwas oder jemanden geben muss, was nicht im Einklang mit der Natur oder Wirklichkeit steht, um dir deine Welt oder darin Entstandenes zu erkären.

G imager761

Kommentar von Lyznoe ,

Du bist naiv, weil du urteilst ohne mich zu kennen. Ich habe kein Problem mit der Wissenschaft sondern halte sie für etwas wichtiges.

Kommentar von Mondmayer ,

Hmmm du bist die scharfsinnigste Person die es auf der Welt gab und Menschen wie Albert Einstein, Charles Darwin, Gregor Mendel oder auch Dietrich Bonhoeffer das waren alles kleine Naivlinge.

Ich bin echt angewidert von deiner Antwort.

Kommentar von grtgrt ,

... aber deine ist einfach nur polemisch.

Antwort
von Stahlregal, 172

Man sollte niemanden dafuer verachten, fuer das er einsteht und weswegen er handelt. Man sollte aber auch die grenzen der anderen respektieren und deren ansichten. Das bedeutet auch, mit sensiebelen oder intiemen themen vorsichtig umzugehen. Liebe ist etwas schoenes und will geteilt werden. Mache dies mit menschen die deine worte verstehen.

Antwort
von Kleckerfrau, 168

Nicht jeder will über Gott sprechen. Das solltest du akzeptieren. Such dir gleichgesinnte, die dich nicht für dumm erklären.

Kommentar von hummel3 ,

Es müssen nicht unbedingt nur Gleichgesinnte sein, denn es gibt auch noch die Gruppe der Interessierten. - Damit beginnt bekanntlich alles, auch das "gleichgesinnt" sein. :-)

Antwort
von askiMenzil, 97

İn einer moschee wuerdest du mit diesem gedankengang nicht abgestoßen werden:)
İnsbesondere bei einer sufi moschee

Antwort
von Viktor1, 112

Hallo,
Daß du an Gott glaubst ist nicht dumm - nur daß du meinst du könntest mit deiner ständigen Missionierung Anderer irgendetwas Positives bewirken ist - nun mal vorsichtig ausgedrückt - ziemlich daneben.

Darf ich in Deutschland nicht darüber reden?

Nun- daß du dein Verhalten noch zu einer Grundsatzfrage machst, macht die Sache nicht besser.
Egozentrik kommt nie gut an. Auch sonst gläubigen Menschen geht solche Frömmelei mächtig auf den Wecker.
Die Lösung für dich: denk mal ehrlich über dich nach.
Gruß Viktor

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