Nein, du bist sicher nicht der Einzige - wenn man sich allerdings deinen Beitrag genauer ansieht, könnte man meinen, du möchtest gerne als der Einzige mit Niveau bezeichnet werden. Du hast zwar in manchen Punkten schon recht, schreibst aber voreingenommen und polemisch.
.
Der eine hört gern Schlager, der andere Techno, der dritte Hip-Hop. Eine solche Vielfalt ist wünschenswert und für alle Geschmäcker vorteilhaft - wichtig wäre in diesem Fall aber Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Meinungen.
Würden Menschen und speziell Kinder in ihrem Umfeld keine Gewalt erleben (müssen), gäbe es weder gewaltverherrlichende Songs noch den Wunsch, selbige zu hören. Zurecht werden übertrieben harte Texte indiziert, den Rest darf man allerdings - auch wenn es einem nicht gefallen muss - als Musik oder Kunst bezeichnen. Deutscher Rap ist zwar nicht gerade mein favorisiertes Genre, aber es gibt auch in dieser Gattung tief gehende oder sogar sehr sinnvolle Songtexte.
Dieses Abkanzeln von gegensätzlichen Meinungen ist mir übrigens schon länger ein Dorn im Auge, weil es nie zu einer konstruktiven Lösung führen kann - die Politik gibt gerade mal wieder ein Paradebeispiel.
.
Was Sprachgebrauch, Trinkgewohnheiten und Sexualität angeht, kann ich dir nur recht geben - Maß und Vernunft scheinen für den Großteil der Leute Fremdwörter zu sein. Dadurch werden viele Verhaltensweisen entwertet oder schlagen ins Gegenteil um, denn am Ende entsteht fast immer für irgendjemanden ein Schaden - tragisch wenn Unbeteiligte die wahren Opfer werden. Aber naja...Einsicht erfolgt beim Vernunftlosen immer zu spät.
Also ist die einzig sinnvolle Gangart zu versuchen, die eigene Umgebung besser zu machen. Ein bisschen mehr Verantwortung, Vernunft und Bildung und schon hat man die Umwelt verbessert. Was wohl passieren würde, wenn dies jeder versuchen würde?
Was man nicht ändern kann, muss man dagegen hinnehmen. Was man aber nicht muss, ist mitzumachen: Sag nein, wenn dir etwas nicht gefällt und schreite ein, wenn Unrechtmäßiges vonstatten geht. Und alles andere, was dir missfällt, blende aus und verschwende keine Gedanken daran. Wer sein Leben im Internet preisgeben will, soll es tun - solange nichts gegen den Willen einer Person getan wird, sei es in Ordnung.
.
Mach also weiterhin nur das, was DU für richtig hältst, sofern die Allgemeinheit keinen Schaden davonträgt - es kann sein, dass du dadurch, dass du dich nicht von anderen Meinungen und Praktiken abhängig machst, eher als Außenseiter gesehen wirst, aber wenn man sich den Durchschnitt der Gesellschaft ansieht, ist man gerne ein Außenseiter. ;-))
gut beobachtet safti.. DH! :)