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Bin ich der Einzige, den es stört, dass kaum jemand korrektes Deutsch schreiben kann?

gefragt von UlfDunkelUlfDunkel am 08.05.2007 um 20:00 Uhr

Unabhängig von der Diskussion um "Alte oder Neue deutsche Rechtschreibung" wundere ich mich, dass die Qualität der Texte, die ich täglich in die Finger bekomme, immer schlechter wird.

Auch hier bei GF ist im Durchschnitt in jeder zweiten Frage ein schwerer Rechtschreib- oder Grammatikfehler, von den Beschreibungen dazu und den Antworten ganz zu schweigen.

Schlage ich eine Tageszeitung oder irgendeine Speisekarte auf, finde ich nur Satz- und Tippfehler. Sehe ich Firmenschilder, schreien mich Rechtschreibfehler an.

Selbst in gedruckten Romanen sind mehr Tippfehler als früher. Bin ich übersensibel? Interessiert sich keine/r mehr für korrekte Rechtschreibung? Ist alles egal geworden?


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WildeFee
beantwortet von WildeFee am 8. Mai 2007 20:27
27x
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Mich irritiert es auch, mich stört es auch. Mir fällt das auch auf, dass heute gedruckte Bücher einen Haufen an Rechtschreibfehlern aufweisen und dass jemand, der einen Rechtschreibfehler korrigieren möchte, auch noch meint, das sei Grammatik, was er da korrigiere. Das hat nichts damit zu tun, dass sich die Sprache ändert.

Einige meinten letztens, es läge daran, wie die Menschen sich beschäftigen - Fernsehen, Computer(spiele) und dergleichen mehr, und dass nicht mehr viel gelesen würde. Aber auch in meiner Jugend gab es schon viele Menschen, die nicht viel oder gar nicht lasen.

Aber es wird schon mit unserem Lebensstil zusammenhängen und damit, dass jetzt zunehmend mehr vorgekaut wird, man sich nichts mehr erarbeiten muss. Märchen werden im Fernsehen und Kino gesehen, nicht mehr gelesen, vorgelesen, erzählt. Niemand trainiert mehr sein Gedächtnis - wozu auch? Wir haben unzählige Möglichkeiten, etwas anderes unsere Gedächtnisleistungen übernehmen zu lassen.

Es ist wie mit allem in der Evolution: was nicht dringend gebraucht wird, verkümmert...

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 20:41

Mein DaumenRauf für diese Antwort kommt morgen (sind schon alle vergeben heute). ;-)

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 8. Mai 2007 20:46

dafür funktioniert mein Daumen rauf noch ;-)
Die Kiddies heutzutage können manche Sachen gar nicht mehr lesen, weil sie nur ihren SMS-Geschreibsel-Stil gewohnt sind - vom Schreiben wollen wir erst gar nicht reden....

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 8. Mai 2007 21:05

gg Meinen Daumen hast Du auch schon. Ich geh jetzt dafür mit Deinem Daumen schlafen. Oder wird "schlafen" in dem Fall groß geschrieben? ;) G'N8!

Kommentar von Ce19e92307de71c4c2e502d8d8b16da3smallwj2000 am 9. Mai 2007 00:40

Meinen Daumen bekommst du auch noch. Weiter so!!

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 9. Mai 2007 11:20

meinen Daumen hast Du ebenfalls

Kommentar von 224edb94d49cffbcbc51f2946f763686smallpoecgn am 11. Mai 2007 16:59

..... und seien es die Gehirne der Menschen in dieser bedauernswerten Gesellschaft. Von mir den 20.Daumen für Deine Sammlung !!!


america
beantwortet von america am 8. Mai 2007 20:08
16x
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Lieber Ulf ich mache auch meine Fehler, liegt aber auch oft daran dass die Taste hängt und ich es erst beim Lesen wieder erkenne. Dann ist es meist schon gelaufen. An Anderer Fehler störe ich mich nicht, ich suche den Sinn dere Frage

Kommentar von 00be1ad228540ef6caaf7679c7c515a7smallComputermagic am 8. Mai 2007 20:46

Schau her lieber UlfDunkel, es gibt, Elektronikkurse sei Dank, in der großen Gemeinde der Computerbenutzer also nicht nur verkniffene oder abgehobene Freaks, die sich immer wieder an der Schreibweise anderer aufhängen, sondern auch ganz stinknormale und nette Anwender (etwa den america), die einfach Spaß an ihrem Forum haben wollen und auch für selbstverständliche Dinge noch aufgeschlossen und dankbar sind.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 20:51

Lieber Computermagic, ich wollte niemanden kompromittieren, indem ich meine Frage stellte. Meine Frage ist eindeutig sachbezogen. Ich halte mich ebenfalls für stinknormal und nett, genauso wie Dich. :-)


mgerard
beantwortet von mgerard am 8. Mai 2007 20:14
14x
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Hast du schonmal Deutsche Texte aus dem 18 Jh. gelesen? Das klingt wie das Deutsch eines Ausländers, der ein extremes Deutsch mit extremen Dialekt spricht. Für uns klingt solch ein Deutsch falsch. Aber würde jemand aus dem 18 Jh. unser einer Deutsch lesen, würde er sich wundern wie schlecht wir der Deutschen Sprache bemächtigt sind. Ein durchschnittsdeutscher würde sich eventuell über die Ausdrucksweisen eines Dichters wundern und umgekehrt.

Was bedeuted das alles also? Die Sprache ist ständig im Wandel. Der Anglizismus, der sich in der heutigen Deutschen Sprache breit macht, ist kaum noch zu übersehen. Jugendliche benutzen eigene Ausdrücke wie "Weyne" (wenn juckt's) oder Abkürzungen aus dem Chatten wie "LoL" (lachen ohne Laute), "n8" (aus dem englischen n + eight = night, also Gute nacht) etc.

Folglich hat es nie ein korrektes Deutsch gegeben und das wird es auch nicht geben, denn das Deutsche verändert sich ständig.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 20:19

Hi mgerard. Deine Antwort gefällt mir.

Ich bin recht belesen und kann Dir mit Texten bis hin zum Althochdeutschen aufwarten. Den Wandel in der Sprache und Schriftsprache beobachte ich intensiv. Daher ja meine Beobachtungen des in den letzten 10 Jahren immer schnelleren Verfalls der Qualität.

Den Internet-Kid-Slang kann ich sehr gut vom einfach falschen Geschreibsel unterscheiden. ;-)


solf1
beantwortet von solf1 am 8. Mai 2007 20:34
14x
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Also ich sehe das auch nicht so eng. Ist doch nicht so schlimm, wenn mal was daneben geht. Mit ein wenig Toleranz und Verständnis kann jedermann dies verkraften. Schlimm wirds halt, wenn mans dann wirklich fast nicht mehr lesen ( vortsätzung etc. ) kann. Aber du bist da schon sehr streng mit uns ( ich meine mit allen, ausser der Nr. 1 ! ) , ich bitte dich im Namen ( nicht im Auftrage ) von fast allen andern um deine gütige Nachsicht! In dem Sinne wünsche ich einen relaxden Abend, möge auch noch so manches dein belesenes Auge quälen. Gruss von Solf1 ( für den Deutsch eine " Fremdsprache " ist )

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 20:39

Salü solf1.

Ich meine ja gar nicht GF explizit, auch wenn ich hier naturgemäß viele Texte sehe. Ich meine es allgemein. (In Deiner Antwort "quält" mich vor allem "einen relaxden Abend" ;-).)

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallsolf1 am 9. Mai 2007 09:51

Wusst ichs doch ! ( stört mich selber auch ) guten Tag !


anonym
beantwortet von Albrecht am 8. Mai 2007 20:40
11x
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Einen richtig geschriebenen und wohlformulierten Text wissen bestimmt auch noch andere zu schätzen. Der Anteil der Menschen, die korrektem Deutsch große Bedeutung zumessen, hat allerdings wahrscheinlich in der letzen Zeit abgenommen. Die Ursachen dafür können Erziehung/Schule und verändertes Medienumfeld sein. Außerdem spielen im Arbeitsleben Schnelligkeit und Druck zur Kostenersparnis eine Rolle. Gründliches Korrigieren und Lektorieren wird unter solchen Umständen schwieriger.

Mit dem Schreiben am Computer tritt eine Gewöhnung an spätere Berichtigungsmöglichkeiten ein. Hier bei gutefrage.net ist eine Berichtigung nach abgeschicktem Beitrag nur kurz möglich. Bei direktem Schreiben in ein Feld kann auch die Übersicht schwer sein, weil nur ein kleiner Ausschnitt sichtbar ist. Buchstaben erscheinen bei Drücken auf die Tastatur manchmal nicht oder zuviel oder eine rasche Umformulierung wird wegen Zeitüberschreitung nicht mehr vollständig angenommen. Dies erklärt natürlich nicht alle Fehler und der Wunsch nach mehr Sorgfalt ist verständlich.



Computermagic
beantwortet von Computermagic am 8. Mai 2007 20:42
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.. ich hatte es schon mal geschrieben: Ich z.B. bemühe mich redlich, ein paar nette Fehler einzuschleusen, denn es gibt immer wieder Menschen, die ganz akribisch nach Fehlern suchen; und die will man natürlich nicht enttäuschen. Und ist doch nett, wenn es wenigstens einen hier unter uns gibt, der Fehlerfrei ist. Obwohl: wie kann man mit so einer dunklen Brille Fehler finden ;-))))))


krucker
beantwortet von krucker am 8. Mai 2007 22:27
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Für mich gibt es zwei Arten von diesbezüglichen Fehlern: 1.Tippfehler (Flüchtigkeitsfehler) und 2. Rechtschreibfehler aus Unwissenheit. Erstere sind besonders bei Computerfreaks beliebt, bei denen alles schnell gehen muss und sie regen mich nicht besonders auf, weil ein falsch geschriebenes 'Hambrug' niemand verleitet, die Stadt seinerseits falsch zu schreiben. Wenn alle GF-Mitglieder ihr Geschriebenes nochmal durchlesen würden, wäre dieses Problem fast vollständig gelöst.

Ganz schlimm finde ich, dass Rechtschreibfehler, besonders in Zeitungen und hier in diesem Forum, sich als falsches Vorbild einprägen. Seit Jahrzehnten(!), ich kann es beweisen, schreiben die Lokalredakteure meiner Tageszeitung 'Obolus' falsch. Ganze Landstriche werden so verseucht.

Ich hoffe, dass hier bei GF immer mehr Teilnehmer den Mut finden, Schreibfehler bei den Kollegen zu verbessern. Der 'Daumen runter' ist ja abgeschafft, und Seuchen können gestoppt werden.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 8. Mai 2007 20:25
8x
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Nein, Du bist nicht der Einzige!

Mich schmerzt es sehr, dass das falsche bis miserable Deutsch in Zeitungen, in den Nachrichten und auch in Büchern ständig zunimmt.

Auch die "Wortsalate", die hier bei GF manchmal als Fragen eingestellt werden, sind oft schwer verdaulich und führen natürlich häufig auch zu Antworten, mit denen der Fragesteller im Zweifelsfall nichts anfangen kann, weil kaum jemand verstanden hatte, was er eigentlich wirklich wissen wollte.

Kommentar von F938c93da3eeabf30a6679828dede59csmallamerica am 8. Mai 2007 22:53

demosthenes / Wir machen alle Fehler auch die Perfekten

      • beantwortet von demosthenes am 8. Mai 2007 18:46 0x Pilipili in Westafrika.

Damit kann man ein "".kümmnerlichews ""Hühnchen so scharf machen, dass es für zwanzig Personen reicht, weil niemand es schafft, mehr als ein kleines Stück davon zu essen, ohne reichlich Reis hinterher zu schlucken.

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 9. Mai 2007 11:31

Daumen rauf für den Kommentar!


gri1su
beantwortet von gri1su am 8. Mai 2007 20:26
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Lieber UlfDunkel, so verbissen sehe ich das überhaupt nicht. Ich behaupte einfach mal, Niemand ist so gut und beherrscht das Deutsch fehlerfrei. Das hat auch nichts mit alter oder neuer Rechtschreibung zu tun, wobei ich gerne zugebe, dass ich mich lieber mehr an die alte Rechtschreibung halte. Ich denke, Unterschiede zwischen Flüchtigkeitsfehlern und wirklich schlechtem Deutsch können wir wohl alle unterscheiden, oder? Aber ich gebe Dir insoweit durchaus Recht, dass bei Einigen (Wenigen) die Deutschkenntnisse wirklich grauenhaft sind. Da stellen sich selbst bei mir die Fussnägel hoch. Bestes Beispiel war vor einigen Tagen eine bestimmte Frage nach den Voraussetzungen für einen bestimmten Beruf.....


soust
beantwortet von soust am 8. Mai 2007 20:43
8x
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"Kaum jemand" ist ein bisschen hart.... Aber vielleicht zählst Du auch schon Leute wie mich dazu, denen immer wieder grässliche Tippfehler unterlaufen, die sie zu spät bemerken, um sie ausbessern zu können.... Vieles jedoch erreicht auch meine Schmerzgrenze. Das war z.B. eines Tages so, als ich im Prospekt einer marktbeherrschenden Ladenkette lesen musste: "Nicht's wie hin!" (mehrmals, also kein Druckfehler). Da hätte man gern ein Urschrei-Seminar gehabt.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 20:45

Nein, soust, Deine Rechtschreibung ist sehr ordentlich (abgesehen von der falschen Verwendung der Auslassungspunkte ... ;-)).

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 8. Mai 2007 20:50

Aua! ;)


shagdalbran
beantwortet von shagdalbran am 8. Mai 2007 21:54
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Ich tu mich jez ma' am enschuldgen fangen für meine ganten Tipüfejler.

Leider ist es so, dass bei der Eingabe, wegen "motorischer Schwächen" der Finger ab und zu daneben geht und eben diese Fehler herbei führt - 'tschuldigung nochmal.

Abgesehen davon ist es so, dass die Beherrschung der Hochsprache - und die ist durch Regeln definiert - ein Zeichen von Kompetenz ist. Da könnte mir ein Bewerber noch so viel vom Wandel der Sprache erzählen - ein lol oder cu oder andere Kürzel in der Bewerbung sind nicht akzeptabel.

Zwar ist die Verwendung von "wegen" mit dem Dativ inzwischen nicht mehr geächtet, dennoch ist hier der gute "alte" Gentiv stilistisch der Fall der Wahl

Mag sein, dass ich altmodisch bin...ein gutes Deutsch ist immer noch ein Genuss.

Empfehlung: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" - alle drei Bände.

Shag d'Abran

... sind noch Tippfehler drin?

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 22:29

Ja, aber nur zwei. ;-)

Kommentar von 879dce4d9824245f0e9f471a277734f4smallshagdalbran am 8. Mai 2007 22:43

Heul!

Shag d'Alban

Kommentar von 224edb94d49cffbcbc51f2946f763686smallpoecgn am 11. Mai 2007 17:16

Was ist ein alter Gentiv?


Eastside
beantwortet von Eastside am 8. Mai 2007 22:58
8x
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Das hat zwar jetzt weniger mit den Rechtschreibfehlern zu tun, aber mit der deutschen Sprache schlechthin - also erlaube ich mir Wolf Schneider zu zitieren, den ich sehr schätze:

PLÄDOYER FÜR GUTES DEUTSCH

Aus "kräftigen Worten schlanke Sätze bauen - Sätze ohne Verrenkungen. Sätze, die von der Sehne schnellen wie ein Pfeil", das ist das Credo von Wolf Schneider.

Wolf Schneiders Ratschläge im Kurzformat: "Man schreibe kurzweilig und nicht langweilig, muskulös und nicht fett, körnig und nicht seifig, konkret und nicht abstrakt, anschaulich und nicht schwer durchschaubar im Nebel der Begriffe."

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 23:01

Sehr schön!

Kommentar von 622a0a9071a62222d3609db9c8991a7fsmallsoust am 9. Mai 2007 11:29

Geschmeidige Olympier sind immer ein schöner Anblick, aber auch ein wohlgerundetes Dickerchen kann dem Auge gefallen. Trotzdem: als Leitlinie für das eigene Schreiben sehr beachtenswert. - Wie steht Dein Wolf Schneider übrigens zu deutschen Doktorarbeiten?????

Kommentar von 8852d6c5d7c543b504c3a6286bbb58fcsmallEastside am 9. Mai 2007 14:29

"Mein" Wolf Schneider war Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", Verlagsleiter des "Sterns", und Chefredakteur der "Welt". 16 Jahre lang leitete er zudem die Hamburger Journalistenschule.

Du findest ihn auch unter den Bestsellerautoren ;-))


cathystraum
beantwortet von cathystraum am 8. Mai 2007 20:23
7x
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Mich stört es manchmal auch. Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vorhin bei einer Frage statt weiß (von Wissen) weiss geschrieben habe. Das ist mir aber erst nach dem Abschicken aufgefallen. Da ich sehr viel alte Bücher lese, kommt es zwangsläufig zu Verwechslungen. Auch bei persönlichen Briefen sehe ich gerne über Schreibfehler hinweg, da freue ich mich einfach. Die Rechtschreibreform ist m.E. eine Schlechtschreibreform.


Mikatto
beantwortet von Mikatto am 8. Mai 2007 20:43
7x
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nein, bist Du nicht. Vor allem hier ist es auffällig, ich bin ja noch in vielen weiteren Bereichen des Net unterwegs.
Wer schlau ist könnte seine Fragen oder Antworten in Word verfassen und automatisch korrigieren lassen. Würde ich wenigstens machen wenn ich wüßte, dass ich da Mängel habe.
Es wäre auf alle Fälle eine ziemliche Lebensaufgabe hier alle Rechtschreibfehler zu verbessern....;-)
Fakt ist aber auch, dass durch die mangelhaften Möglichkeiten hier (z.B. minikleines Antwort- und Kommentarfeld) man oft drauflos schreibt, Vorschaufunktion gibts nicht, und dann kommt man sich vor wie auf der Flucht, wenn man in ein paar Sekunden alles nochmal durchlesen soll und evtl. korrigieren, daher kommen bestimmt auch genügend Fehler.
Aber wie sagte mir mal jemand in einem anderen Forum: "Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten".
Offensichtlich gehts hier vielen eher ums schnell als korrekt sein, jeder, wie er mag, ändern wirst du kaum was können....


wj2000
beantwortet von wj2000 am 9. Mai 2007 01:17
7x
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Ich habe noch einen schönen Text für Dich: Trauen Sie ruhig mal ihren Augen ...

Nach eienr Stidue der Cmabridge Uinverstiaet ist es eagl, in wlehcer Reiehnfogle die Bchustbaen in Woeretrn vokrmomen. Es ist nur withcig, dsas der ertse und lettze Bchusatbe an der ricthgien Stlele snid. Der Rset knan total falcsh sein und man knan es onhe Porbelme leesn. Das ist, wiel das mneschilche Geihrn nciht jeden Bchustbaen liset sodern das Wrot als gaznes. Krsas oedr ...? Dieser Text hängt bei mir über den Computer. Ich finde ihn gut, habe ihn auf der Phänomenta in Peenemünde gesehen und mitgenommen.


Kommentar von 403a6bf7f472d25ddb17970143d1fa2asmallWISSEN am 9. Mai 2007 08:25

Hallo alle zussamen. Ich bin auch Ausländerin und ich bamühe mich sehr, richtig zu schreiben, aber,,Deutsche Sprache ,schwere Sprache'' nicht nur für uns Ausländer. beim Änlichen portal: Clever beim Yahoo gibt es eine Rehtschreibprüf-taste die fehler können dan ausgebessert werden.finde ich supper.Und sonst bitte ich um nachsicht für uns Zugreiste, wie mann es hier sagt.

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 9. Mai 2007 09:00

Diese Studie befasste sich allerdings unter anderem mit Legasthenie. Man stellte fest, dass Nicht-Legastheniker Worte als Ganzes wahrnehmen, diese Fähigkeit Legasthenikern jedoch fehlt.

In China, Japan etc. soll es zum Beispiel keine Legastheniker geben, weil die Schrift jeweils für einen Begriff ein Zeichen resp. Symbol verwendet. Die Hürde der Aufschlüsselung in Buchstaben gibt es dort nicht.


anonym
beantwortet von warumdasdenn am 16. August 2007 00:20
7x
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... bzw. schreiben will (fihl schlümma !)

Kommentar von irmelinchen am 28. August 2007 00:02

versteh ich nich


anonym
beantwortet von occident am 8. Mai 2007 20:58
6x
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Gibt´s noch wichtigere Fragen auf dieser Welt?

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 8. Mai 2007 21:01

Ja, Deine. :-)

Kommentar von occident am 8. Mai 2007 21:12

:-)


Questor
beantwortet von Questor am 9. Mai 2007 10:27
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Mit Sicherheit mache ich auch reichlich Fehler, aber nicht so das es im Auge brennt. In einem anderen Forum habe ich von einem dort scheibenden Kollegen diese gelungene Signatur entdeckt: "Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich: Du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d. h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

Kommentar von F938c93da3eeabf30a6679828dede59csmallamerica am 9. Mai 2007 12:01

Bist ehrlich, ich schreibe das Meiste mit Füller. Die Tastatur im Adlersuchsystem, so können schonmal einpaar Buchstaben fehlen. Wie bei Dir " " einem dort SCHEIBENDEN Kollegen"

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 11. Mai 2007 20:22

Ups, stimmt. Wie peinlich. :-)


anonym
beantwortet von vaterteresa am 9. Mai 2007 18:59
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Nein, Du bist nicht der Einzige. Der Untergang des Abendlandes in Sachen Schriftkultur stört mich nicht nur, es nervt mich. In der Schweiz lernen wir Hochdeutsch, wie ein Fremdsprache; die Verluderung ist auch bei uns schlimm. Die schreibende Generation kannst Du jedoch nicht haftbar machen; die hatte hauptsächlich Lehrer aus dem linken Spektrum, die lieber Projekte anstelle von Grammatik und Rechtschreibung durchführten, das gab keine Vorbereitung und keine Korrekturen und trotzdem 12 Wochen Urlaub. Ich schrieb "nähmlich" immer falsch und musste über Sonntag tausend mal nämlich schreiben. Seither schreibe ich es richtig. Ein wenig mehr preussische Erziehung täte gut.


poecgn
beantwortet von poecgn am 11. Mai 2007 18:14
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solf1 schrieb oben: "Also ich sehe das auch nicht so eng. Ist doch nicht so schlimm, wenn mal was daneben geht. Mit ein wenig Toleranz und Verständnis kann jedermann dies verkraften." Genau das ist ja die Misere: Alle sollen und wollen tolerant sein. Ist ja auch eine positive Eigenschaft, aber nur, wenn man sie nicht übertreibt. Es ist alles eine Sache von Maß und Ziel. Meiner Meinung nach ist heute die Toleranzschwelle von Rechtschreib- und Grammatikfehlern zu hoch angesetzt. Schon in der ersten Klasse lernte meine Tochter (jetzt 12 J.) schreiben, wie ihr "der Schnabel gewachsen" war, und wurde nicht korrigiert. Die Lehrerin sagte: "Die sollen erstmal überhaupt schreiben lernen und die Buchstaben, Rechtschreibung machen wir dann ab der 3. Klasse." Da der Mensch aber im Allgemeinen bildhaft liest, und nicht Buchstabe für Buchstabe, prägt sich da schon sehr früh ein fehlerhaftes Wortbild ein, und die Toleranz für falsch geschriebene Wörter wird zu hoch. Bei uns damals (ich bin Jg. 1954) war das noch anders, und ich bilde mir ein, gut in Rechtschreibung zu sein und auch ein gutes Sprachgefühl (Grammatik) zu haben. Mich regt jedenfalls auch jeder Fehler auf, und auch ich habe den Eindruck, daß es immer schlimmer wird, nicht zuletzt durch die beschriebene heutige Lehrpraxis. Noch einen anderen Aspekt möchte ich anführen. Sicherlich ist es richtig, daß es wichtiger ist, was geschrieben wird, als wie es geschrieben wird. Bei fehlerhafter Rechtschreibung ist ja noch der Sinn zu erkennen, bei fehlerhafter Grammatik kann allerdings schonmal der Sinn verdreht werden. Der Mensch liest aber auch "zwischen den Zeilen". Mir geht es jedenfalls so, daß ich dem Geschriebenen anhand der Fehlerfreiheit oder der Fehlerhaftigkeit einen gewissen Grad an Glaubwürdigkeit beimesse, je nachdem, welche Bildung und Sorgfalt ich dem Schreiber dadurch zubillige. Einen Text mit vielen Fehlern kann ich irgendwie nicht wirklich ernst nehmen, egal, was darin ausgesagt wird.


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 9. Mai 2007 20:00
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Mich stört das auch sehr. Auch die Übernahme von Worten die früher ein andere Bedeutung hatten. Wie, ich habe das realisiert. Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Genauso schlimm finde ich das vielfach eingesetzte Denglisch und den übertriebenen Anglizismus.


anonym
beantwortet von nobnob am 9. Mai 2007 21:05
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Irgendwie habt ihr alle Recht, - jeder aus seiner speziellen Sicht. Ich (eine "Paukerin") finde, dass es kunstvolle Texte gibt, die oft gerade deshalb sehr wirkungsvoll sind, weil sie sich NICHT an die gängigen Rechtschreibnormen halten (z.B. das Buch "Die Asche meiner Mutter"). In der Schule sind wir allerdings verpflichtet, bestehende Rechtschreibregeln zu lehren und zu fordern. Deshalb fände ich es wünschenswert, wenn in Zeitungen, bei Werbetexten etc. darauf geachtet würde, richtig zu schreiben, um eine Vorbildwirkung auszuüben und niemanden zu verunsichern. Der Inhalt des Geschriebenen sollte natürlich immer das Wichtigste bleiben, aber Inhalt und Form sollten schon übereinstimmen.


beene
beantwortet von beene am 17. Juli 2007 16:34
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In letzter Zeit scheint sich auf mal ein ganz neuer Fehler zu etablieren, der mir früher nie aufgefallen ist, aber jetzt überall ist: Die Auseinanderschreibung von zusammengesetzten Nomen. Ob der "Postbank Kunde" oder der "Sauna Abend"... Bei sowas dreh ich regelmäßig ab, das sieht nicht nur schrecklich aus, es ist auch einfach schwerer, denn Sinn zu erfassen, wenn man Zusammengehörendes auseinander nimmt...

Abgesehn davon finde ich es insgesamt einfach höflich, gegenüber Fremden - auch hier - auf seine Rechtschreibung zu achten. Wenn ich Freunden ne Mail schicke, ignoriere ich schonmal die Großschreibung, aber auch nur dann (und auch darüber kann man diskutieren).

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 17. Juli 2007 16:55

Hallo beene. Das, was Du meinst, ist schon seit längerer Zeit als "Deppenleerzeichen" bekannt.

Guck mal hier:

http://www.deppenleerzeichen.de/

Kommentar von Simple_avatar7smallbeene am 18. Juli 2007 10:58

Danke, die Seite ist klasse und spricht mir aus der Seele :)

Kommentar von C8fa8e7e3918dd09ebe0b6520e8e0550smallkrucker am 17. Juli 2007 19:59

Eine Ursache ist sicher, dass nach der Reform viele ehemals zusammengeschriebene Wörter nun auseinander stehen.

In meinem Beispiel eben, nehme ich auch gerne die neue Form an.

Es ist aber nicht einzusehen, weshalb man 'ein zu sehen' schreiben soll.

Es gibt Beispiele, wo durch Auseinanderschreiben (auseinander Schreiben?) eine völlig andere Bedeutung entsteht.

Die Betonung macht's!

Kommentar von Simple_avatar7smallbeene am 18. Juli 2007 10:59

Auseinanderschreibung gibt es viel bei Verben (z.B. Platz sparend statt platzsparend - eine Ironie in sich). Aber bei Nomen wär mir das neu, das übertragen die Leute nur alle...


anonym
beantwortet von 338194 am 15. November 2007 11:33
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Ja, mich stört es auch, d.h. mir fällt jeder Fehler in Zeitschriften und Büchern auf, was nicht immer technisch bedingt ist. Ich habe jahrelang u.a. Korrektur gelesen, daher sehe ich viele Fehler. Jedoch mit der neuen Schreibweise identifiziere ich mich nicht und was nach dieser Schreibweise falsch ist, das akzeptiere ich, weil ich selbst die alte beibehalte. Einiges an der neuen Schreibweise, meiner Meinung nach, vereinfacht nicht die Rechtschreibung, und ich möchte nicht jedes 2. Wort etc. nur noch mit neuem Duden daneben schreiben können. Ich spreche deshalb nur für die alte Schreibweise, und die sollte jeder beherrschen, denn im Berufsleben ist das eine Art Aushängeschild.


anonym
beantwortet von TWally59 am 19. November 2007 10:58
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Ich gebe dir absolut recht. Die Fehler beschränken sich ja nicht nur auf die Rechtscheibung, sondern betreffen auch Grammatik, Zeichensetzung und Groß- und Kleinschreibung. Wenn man Fragen liest, die in der äußerlichen Form grob fehlerhaft, ungeordnet und auch unvollständig sind, stelle ich mir den Schreiber als einen stammelnden Menschen vor, der seine Gedanken erst noch sortieren muss.


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