Frage von hay5656, 61

Bin ich der Denker meiner Gedanken?

Kann mir jemand diese Philosophische Frage erläutern.

Antwort
von Dxmklvw, 6

Ich meine, wir haben feste Vorgaben in den individuellen Lebensumständen, die wiederum individuelle Bedingungen als Grundlage haben.

Wenn wir denken, dann tun wir eigentlich nichts anderes, als die uns zur Verfügung stehenden Informationen zu ordnen und ihnen einen Sinn unter möglichst vollständiger Berücksichtigung unserer persönlichen Umstände zuzuschreiben.

Damit meine ich, daß wir nicht wirklich Erkenntnis sammeln im Sinne von absolut, sondern lediglich dem, was wir wahrnehmen (auch unsere Gedanken nehmen wir wahr), einen Sinn zuzuschreiben und dies dann als vernünftige Erkenntnis zu bezeichnen.

Weil diese Form von Sinngebung eben nicht "Wahrheitsgewißheit" hervorbringen kann, halte ich es für zulässig, unseren "denkenden Geist" nicht nur als eine Sinngebungsmaschine zu betrachten, sondern ebenso als eine "Glaubenserzeugungsmaschine". Wir odnen den Dingen einen Sinn zu und glauben dann, daß wir damit richtig liegen.

Wenn wir alle diese Faktoren mitsamt ihren Wechselwirkungen zusammen betrachten, dann zeigt es sich auch daraus, daß wir selbst nur Teil eines Ganzen sind und unsere "Erkenntnis" daraus ziehen, daß wir auf weitere Inhalte dieses Ganzen zugreifen, soweit es uns möglich ist.

Dadurch wird auch dieses "Ganze" erheblich zum (Mit)Bestimmer des Denkens, und unsere Gedanken sind ein Resultat davon. Mehr oder weniger sind dadurch unsere Gedanken nur die besondere Form des Wahrnehmens des Denkens, welches vom Hötzchen zum Klötzchen überwiegend außerhalb von uns selbst stattfindet und dann als Informationsflut in uns hineinströmt.

Unser eigentliches "Selbstdenken" beschränkt sich auf diese Weise hauptsächlich darauf, daß wir die Dinge gut oder schlecht finden können bzw. sie akzeptieren können oder auch nicht.

Antwort
von DinoSauriA1984, 22

Als "Denker deiner Gedanken" solltest Du in Deinem Denken frei sein. Ein Computer, der denken könnte, würde trotzdem im Auftrag anderer Denken: Computer, wie kann dieses Problem gelöst werden?

Während Du z. B. ein Buch liest, Roman oder Sachbuch, folgen Deine Gedanken dem Script. Kannst Du Dich in diesem Moment wirklich als Denker Deiner Gedanken bezeichnen?

Wenn Du Teilnehmer in einem Gespräch bist, und auf Deinen Gesprächspartner reagieren musst, bist Du dann Denker Deiner Gedanken? Zumindest partiell musst Du ja den geäußerten Gedanken Deines Gegenüber nachvollziehen.

Diese Fragen mit ja oder nein zu beantworten, wäre die Aufgabe des Phliosophen, der sich mit dieser Fragestellung befasst.

Antwort
von Grimwulf78, 9

Nein. Die Tatsache dass Du Dich selbst als Denker wahrnehmen kannst und Deine Gedanken beim Denken beobachten/reflektieren kannst ließ schon bei vielen Menschen die Frage aufkommen: Wer ist dann der Beobachter?

Freud hat es das Ich und das Über-Ich genannt. Die spirituellen Strömungen nennen es sinngemäß Dein erschaffenes und Dein wahres Selbst, Deine Buddha-Natur, das Göttliche in Dir ... moderne Psychologie betrachtet es als konstruierte Identität (darauf basiert z.B. die moderne Gender-Forschung), Eckhardt Tolle nennt es Deine konzeptionelle, objekt- und ideenverhaftete Ich-Identität im Kontrast zur gegenwärtigen Existenz im Hier und Jetzt ...

Du kannst die Beweisführung für Dich selbst antreten, indem Du die Freiheit von Gedanken übst. Manchen fällt es leicht und Manchen erscheint es unmöglich das von der Idee einer individuellen Identität ausgehende und vom Verstand geleitete denken, wünschen, werten, benennen, einordnen, zustimmen, ablehnen, befürchten, wollen, etc. ... abzustellen.

Was bleibt ist die pure, wertfreie Wahrnehmung dessen was im Hier und Jetzt IST und die Erkenntnis, dass Vergangenheit und Zukunft auch nur vom Verstand gezeichnete und interpretierte Abbilder vergangener Ereignisse sind bzw. im Falle von Zukunft: erschaffene Projektionen Deiner Wünsche und Ängste.

Mein Verstand hat z.B. hat noch nie eine Zukunft gezeichnet, die im Detail exakt so eingetreten ist. Und wenn die Zukunft kommt, dann erscheint sie Dir als Gegenwart.

Im Wesentlichen also besteht das was wir als unsere Realität benennen aus Vorstellungen von einer Realität wie sie sein sollte (wünschen) oder wie sie nicht sein sollte (fürchten) und nicht aus unserer Wahrnehmung dessen was IST.

In der wertfreien Wahrnehmung der Gegenwart und nur dort, also hier und jetzt kannst Du dem begegnen, der nicht der Denker Deiner Gedanken ist ;)

Hier eine kleine Inspiration in die Richtung...

Herzliche Grüße!!

Antwort
von skyberlin, 3

Ja, Du bist ausschließlich Denker Deiner Gedanken.

Niemand anders kann Deine Gedanken denken.

Beweis: solltest Du nicht auf der Welt sein, würde niemand Deine Gedanken denken, jedenfalls nicht in der Komposition und in dem Kontext & Arrangement Deiner Denkfähigkeit

Alle denken gleiche Gedanken: Terror, Liebe, Menschheit usw. usw. Aber nicht dieselben Gedanken.

Die Gedankenflüsse sind individuell und einzigartig.

Ausschluß: Gehirnwäsche durch diverse Foltermethoden.

Das wirst Du hoffentlich nicht gemeint haben, und kann hier nicht abschließend erläutert werden.

Also: denke, was Du willst, niemand anders denkt das genauso.

Bonus: die Gedanken sind frei...wer kann sie erraten?  Bitte googeln.

Viel Spaß beim Denken!


Antwort
von paulagerdes, 11

Wenn Du Dir diese Frage stellst, dann schaust Du auf Deine Gedankenwelt wie ein Beobachter, ein Zeuge. 

Aus dieser Perspektive kannst Du merken, dass Gedanken verschiedenartigsten Ursprung haben Sie können herstammen aus:

- Deinem Herzen (unmittelbar, absichtslos),

- Gelerntem (übernommen, unreflektiert, konditioniert), 

- bewusst Reflektiertem (selbst erarbeitet im Kopf),

- Beeinflussung durch Bilder, Medien, andere Meinungen,

- Manipulation, Hypnose

- der Intuition folgend (Eingebung, Bescheid wissen, Ahnung haben)

- bestimmt gibt es noch viel viel mehr

Antwort
von Schnoofy, 18

Denke nie gedacht zu haben!

Denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken.

Antwort
von Scroocher, 11

Es bezieht sich hierbei auf die "Denk freiheit" und wer bestimmt was ich denke.

Antwort
von Nikita1839, 21

Denkst wirklich DU diese Gedanken? Oder denkst du sie nur, weil andere es so denken?

Antwort
von Gronkor, 10

Das ist keine so einfache Frage.

Ich würde sagen, es gibt überhaupt nur einen "Denker" und das ist Gott. Und es kommt Dir nur so vor, als wärst das "Du", weil Du nur die Gedanken direkt wahrnimmst, die sich in Deinem Körper abspielen. Klar: nur da hast Du ja ein einheitliches Nervensystem, das diese vernetzt.

Man könnte auch sagen "es denkt" oder "es denkt mich", was man ja oft von Leuten hört, die lange meditiert haben. Da sitzt man ja auch einfach da und beobachtet die Gedanken - und lernt, sich von ihnen zu distanzieren.

Wie auch immer: Wenn Du versuchst, den "Denker" dingfest zu machen und in Dir eindeutig zu identifizieren, wird Dir das wahrscheinlich nicht gelingen. Sobald Du meinst, den Denker zu haben, blickst Du ja schon von woanders auf ihn, wenn Du weißt, was ich meine.

So, ich hoffe, Du kannst mit meinem wirren Text etwas anfangen. Ich finde es sehr schwer, meine Gedanken dazu in klare Worte zu fassen. Aber fühle Dich frei, Nachfragen zu stellen!

Antwort
von Nayes2020, 21

prinzipell ja.

es kann aber sein das deine gedanken von anderen Menschen beeinflusst wurden.

trotzdem sind es immernoch deine gedanken. Ohne Einfluss könnten wir nähmlich sonst keine Sprache lernen um eben in Wort zu denken.

Antwort
von JanfoxDE, 3

Ich nehme es so an, das hier gefragt wird, ob du wirklich der Erfinder deiner Gedanken bist.

Ich würde beispielsweise sagen nein, weil wir oft Gedanken von anderen Leuten aufgegriffen haben, sei es durch Sprichwörter.

Beispiel: Ein Mensch sagt: ,,Was in einem Wald herreinspricht, kommt auch wieder heraus."

Einige Monate Später hast du nochmal (darüber nachgedacht und somit) die Gedanken im Kopf.

Wenn wir aber davon absehen: Ja, dann sind wir die Denker unser eigener Gedanken. Nein, Gott nicht, weil es ihn nicht gibt. Frei erfunden. Ich find es interessant, das kein Verbot aufgestellt wird, bei Wissenschaftlichen Themen alles mit ,,Gott dies, Gott das" zu erklären.

Wir sind dank der Evolution zu einem denkfähigen, schlauen (und andere Attribute) Tier geworden, das sich selbst Mensch nennt. Unser Ursprung ist der Urknall. 

Fazit: Wir sind die Denker unserer Gedanken, solange es kein Sprichwort/.../ von anderen sind.

Antwort
von kenibora, 25

Denke nie Du denkst, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses denken, denn denken tust Du nie!

Antwort
von Saisonarbeiter2, 24

deine fragen kannst höchstens du selbst dir erläutern..............., sofern du das für nötig hälst.

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