Frage von Reality010, 198

Bin ich dem Medizin Studium gewachsen, wenn ich nicht gut mit Stress umgehen kann?

Ich werde dieses Jahr mein Abitur abschließen, meine Noten sind im 1er Bereich. Ich kann nur nicht gut mit Stress umgehen und verliere schnell die Fassung.

Sollte ich da lieber nicht studieren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von user8787, 106

Das lernen selber ist kein großartiger Stress sondern eine Frage der Organisation und Disziplin.

Stress ist der Umgang mit den Patienten. Harte Schicksale, Todesfälle und auch die Sorgen und Ängste der Angehörigen. 

Dazu dann Zeitdruck im Dienst, Überstunden, Rufbereitschaften und immer viele, viele Patienten die warten. Eigentlich ist man irgendwie immer auf dem Sprung. 

Es dauert viele Jahre bis man es schafft sich abzugrenzen und sein Privatleben zu schützen. 

Das erzeugt enormen Druck und Stress, weil Fehler darf man sich im Grunde nicht erlauben. 

Überlege dir das gut....

Kommentar von Reality010 ,

Mach ich auf jeden Fall.

Kommentar von user8787 ,

Alles Gute dir. :o)

Antwort
von Tjula1, 75

Ich studiere Medizin ;) Und kann dir sagen: es ist NICHT leicht. Bestimmt gibt es noch schlimmere Studiengänge, aber Medizin ist nicht ohne. Man muss unheimlich viel auswendig lernen und hat riesigen Druck. Das Abi ist ein kompletter Witz dagegen. Wenn dir Lernen liegt, hast du gute Chancen das Studium zu bestehen. Aber der Job als Arzt ist auch sehr stressig. Kannst du mit schlimmen Schicksalen umgehen? Macht es dir nichts aus auch mal eine Nacht nicht zu schlafen? Kannst du die möglichen Mobbereien von Schwestern und Ärzten aushalten? 

Mein Tipp: mach mal ein Praktikum in dem Bereich und schau dir an, wie es läuft. Vielleicht hilft dir das weiter ;)

Kommentar von Barbdoc ,

Macht's dir auch nichts aus, zum dritten Mal in der Woche nachts nicht zu schlafen, nachdem du bereits den ganzen Tag gearbeitet hast? Ich habe mir nicht vorstellen können, daß ein Mensch so viel arbeiten kann. Ich hab's trotzdem geschafft.

Kommentar von Tjula1 ,

Ich habe die utopische Hoffnung, dass man aufgrund des Ärztemangels nicht so "verheizt" wird, sondern gehegt und gepflegt :D Bitte lass mir diesen kleinen Rest Hoffnung :D

Kommentar von Barbdoc ,

Wegen des Ärztemangels weniger arbeiten? Wer soll denn die Arbeit machen. Gehegt und gepflegt werden? Träum weiter. Die Ärzte sind in einer solchen Situation solidarisch. Warum sollen die Schwestern mobben, wenn ihre Erfahrung respektiert wird? Der Stress für dich wird bleiben. Der eine verträgt's, der andere nicht.

Kommentar von Tjula1 ,

Wenn ein Mangel entsteht, kann derjenige, der ihn behebt, auch mehr Forderungen stellen. So einfach ist das. Inzwischen hat sich die Hierarchie verflacht und auch Ober- und Chefärzte wissen, was sie an den Assis haben. 

Schwestern sind Menschen, genau wie alle anderen. Da gibt es die super netten, die normalen, und die blöden, die einfach unfreundlich sind. Egal, ob man ihre Erfahrung respektiert ;) 

ICH kann mit Stress umgehen und wollte dem Fragesteller nur eine Antwort aus meiner Sicht geben - nämlich, dass es wirklich nicht immer einfach ist und man da nicht zu blauäugig rangehen sollte.

Kommentar von Barbdoc ,

Träum weiter, bei den begehrten Facharztjobs wird wird's weiter einen Engpass geben. Als Landarzt in Hinterwald... wird man dich lieben .

Kommentar von Tjula1 ,

Uiuiui, da ist ein Troll aber ganz stark auf Krawall aus, was? :D

Antwort
von Barbdoc, 45

Mit Stress mußt du in diesem Beruf umgehn können. Da führt normalerweise kein Weg dran vorbei. Patienten sind krank, auch schwer krank und brauchen akut Hilfe. Du kannst natürlich Labormedizinerin werden. Dann hast du allerdings nichts mit Patienten zu tun.

Antwort
von Barbdoc, 55

Im Studium ist die Stressbelastung eher gering. Aber später im Job, da mußt du Verantwortung tragen, bei Notfällen schnell und richtig handeln, auch wenn du schon seit 25Stunden Dienst machst. Überleg's dir gut, worauf du dich einläßt.

Kommentar von Raphaela02 ,

Ich finds klasse was Du schreibst !

Antwort
von fruehrentner51, 111

Die Art des Studiums spielt nicht so die große Rolle, sondern deine Stressbelastbarkeit. Daran mußt du arbeiten. In einem Lehrbuch der 1960er Jahre fand ich mal einen Eintrag zum Thema Stress, Neurosen und Fitness.

Dort wurde beschrieben, dass zur Vermeidung von Neurosen, psychischer Erkankungen und der mentalen Fitness, die körperliche Kräftigung stark anzuraten ist.

Durch Sport z.B. regelmäßige Joggingläufe, Schwimmen, Krafttraining steigt nicht nur die körperliche Belastbarkeit, sondern auch die psychische Konzentrationsfähigkeit und Stressresistenz.

In jedem Studium und Beruf gibt es Stress

Kommentar von Barbdoc ,

Du denkst wohl, einAssistenzarzt hat dafür Zeit. Tatsächlich bleibt aber neben dem Dienst gerade noch Zeit zum Schlafen. Das ist die Realität.

Kommentar von fruehrentner51 ,

Ok alles klar. Dann mach weiter wie gewohnt. Kann ich leider auch sonst kein Rat mehr geben.

Antwort
von Johannisbeergel, 108

Also zunächst einmal ist das Medizinstudium nicht schwer, nur weil man nen krassen NC erfüllen muss. Das heißt nur, dass es sehr viele Bewerber gibt. 

Was Stress angeht muss man halt dann sehr organisiert sein. Man muss extrem viel auswendig lernen. Aber ich kenne auch durchschnittliche Leute, die so halbwegs vernünftig durch die Prüfung kommen ohne sich Stress zu machen. Man muss sich im Studium halt organisieren und für sich selbst Verantwortung übernehnen. Also nichts schleifen lassen und sich dann einen Abend vorher wundern, dass man unter Zeitdruck steht. Soviel ich weiß machen die Mediziner aber auch viel Multiple Choice

Kommentar von Reality010 ,

Alle sagen mir es sei leicht. Ich hoffe es wird etwas, danke. :)

Kommentar von Carlystern ,

Leicht ist es auf keinen Fall. Das Medizinstudium it schwer viele brechnen ab.

Kommentar von Barbdoc ,

Das ist nicht wahr. Unter den Medizinstudenten ist die Zahl der Abbrecher niedriger als bei den meisten anderen Studiengängen.

Kommentar von Barbdoc ,

Carly, erzähl keinen Unsinn.

Antwort
von Quipa, 112

Auf jeden Fall würde ich dir raten ein Praktikum zu machen. Wenn dir das nicht liegt, kannst du etwas anderes Studieren. 

Liebe Grüße und viel Erfolg!

Antwort
von Carlystern, 64

Nja Stressresistent sollte man schon sein. Aber gegen Stress kann man angehen wie Yoga oder Autogene Training

Kommentar von Barbdoc ,

Ganz so einfach ist das keineswegs. Erzähl keinen Unsinn. Davon hast du absolut keine Ahnung.

Antwort
von fruehrentner51, 28

Also ganz klar nein! Dann bist du nicht geeignet dafür. Dann studier lieber Philosophie.

Kommentar von Reality010 ,

Wie kommst du jetzt bitte auf Philosophie?

Kommentar von fruehrentner51 ,

Da gibt es keinen Stress.

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