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Bin heute nicht ganz Bibelfest.....

Frage von auchmama auchmama

Also. sitze heut mit einigen jungen Leuten zusammen und wir unterhalten uns über Ostern.

Das Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde, da herschte Übereinstimmung.

Oster-Sonntag soll die Auferstehung gewesen sein, auch klar.

Nun kam die Frage zu Himmelfahrt. Der Tag liegt ja ziemlich weit von Oster-Sonntag entfernt. Nun fragt einer in der Runde:

"Warum ist denn der Tote Jesus so lange hier noch umhergelatscht, eigentlich war der doch schon tot?"

Wer kann hier mal eben helfen und meine Lücken füllen?...;-)

Danke und "frohe Ostern"...;-)

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Antworten (15)

  • 12
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Melanie19880203 Melanie19880203

    In der Zeit nach seiner Auferstehung und seine Himmelsfahrt nahm Jesus einen leiblichen Körper an (man kann es auch materialisieren nennen). Diese Zeit nutzte er um seine Jünger zu ermuntern und ihnen weitere Anweisungen zu geben.

    Die Anweisungen und die Ermunterungen waren folgende:

    (Matthäus 28:18-20) . . .Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

    Sie mussten also die gute Botschaft predigen und wer bereit war Jesus zu folgen wurde getauft und man sollte auch lehren. Anders als heute in den vielen Kirchen wurde damals von Haus zu Haus, von Dorf zu Dorf gepredigt, mit den Menschen hat man direkt an der Tür über die Hoffnung und den Königreich gesprochen. Das war die Aufgabe die Jesus seinen Jüngern gegeben hat, nicht nur den Aposteln, sondern jedem Christen der Glauben bekundete. Sogar Maria die Mutter von Jesus ging von Tür zu Tür predigen.

    Die Ermunterung steht im letzten Satz: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge".
    Das bedeutet Jesus hilft aus dem Himmel, also aus dem immateriellen Bereich der Existenz seinen Jüngern bei dieser Aufgabe und steht Ihnen mit dem Heiligen Geist bei, bis diese Aufgabe abgeschlossen ist.

    (Apostelgeschichte 1:9) . . .Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg.

    40 Tage nach seinem Tod fuhr er in den Himmel, er verließ den physischen Bereich um in den Himmel überzutreten. Während der Zeit zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelsfahrt war er noch nicht zum Vater aufgestiegen, er hatte also noch nicht die oberen Bereiche des Himmels betreten, weil er die Zeit genutzt hatte um seine Jünger auf ihre Aufgaben vorzubereiten und vor allem auch um sie zu trösten. Interessant ist die Tatsache, das Jesus nach seiner Taufe 40 Tage in die Wüste ging um und er nach seinem Tod noch 40 Tage in den unteren Bereichen der Erde verweilte.

    Noch Fragen? ;)

    Kommentar von Abundumzu AbundumzuAbundumzu

    Exakt die richtige Antwort -  und biblisch begründet außerdem. Danke und DH!!

    Kommentar von koch234 koch234koch234

    und die 40 Tage der Fastenzeit

    und 40 Tage Trauerzeit . . .

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    Danke für Deine ausführliche Antwort!

  • 10
    Antwort von Abundumzu Abundumzu

    Hallo auchmama

    Deine Frage wurde auf dieser Seite von  Melanie19880203  mit biblischer Begründung richtig beantwortet.

    Zu einem besseren Verständnis des Hintergrundes zu Deiner Frage gehört auch dieses Thema:

    http://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-im-christentum-um-liebe-geht-warum-hat-go...

     

    .

    Kommentar von Abundumzu AbundumzuAbundumzu

    Außerdem, wenn man sich an Hand der Bibel ernsthaft  mit  diesem Thema auseinandersetzt, sollte man sich wirklich fragen, ob das Osterfest überhaupt ein christliche Fest ist.

     

    Hier gibt es dazu einige Denkanstöße:

    http://www.gutefrage.net/frage/osterfest#answer23023566

     

    .

    Kommentar von cuckoo cuckoocuckoo

    Lieber Abundumzu,

    es ist wirklich rührend, wie du mit immer weiteren Verlinkungen zu deinen eigenen Beiträgen im Stil einer Matruschka-Puppe die Lehre der Zeugen Jehovas verbreitest ;)

     

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    tja, jeder hat das Recht an etwas zu glauben...

  • 10
    Antwort von botanicus botanicus

    Nach der Auferstehung war er eben nicht mehr tot! Jesus zeigte sich noch einige Wochen nach Ostern und verabschiedete sich dann gen Himmel. Nachzulesen am Anfang der Apostelgeschichte :-)

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    Tja, so hatte ich das auch in Erinnerung. Ist/war schon erstaunlich für damalige Verhältnisse.

  • 7
    Antwort von JensPeter JensPeter

    Folgendes ist hier deutlich geworden:

    Die Auferstehung vom Tod ist eines, die Himmelfahrt etwas anderes.

    Nachdem Jesus etwa drei Tage lang tot war, wurde er von seinem himmlischen Vater (an den er sich vor seinen Tot im Gebet gewendet hat) auferweckt.

    Wie sollten seinerzeit die Jünger Jesu an seine Auferstehung glauben, wenn sie ich nicht hätten sehen können?

    Wie erwähnt, erteilte der seinen Nachfolgeren nach der Auferstehung erneut den Auftrag zu predigen:

    (Matthäus 28:19-20) 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

    Außerdem hatten die Jünger bis zu seinem Tod nicht vollkommen verstanden, warum er sterben musste. Nach Jesu Tod und Auferstehung geschah folgendes:

    (Lukas 24:15-27) 15 Als sie sich nun unterhielten und besprachen, trat Jesus selbst herzu und begann mit ihnen zu gehen; 16 aber ihre Augen wurden davon abgehalten, ihn zu erkennen. 17 Er sprach zu ihnen: „Was sind das für Reden, die ihr auf der Wanderung miteinander wechselt?“ Und traurigen Angesichts blieben sie stehen. 18 Als Antwort sagte der eine namens Klẹopas zu ihm: „Wohnst du als Fremdling für dich allein in Jerusalem und weißt deshalb nicht, welche Dinge in diesen Tagen dort geschehen sind?“ 19 Und er sprach zu ihnen: „Was für Dinge?“ Sie sagten zu ihm: „Die Dinge in bezug auf Jesus, den Nazarẹner, der ein Prophet wurde, machtvoll in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20 und wie ihn unsere Oberpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn an den Pfahl brachten. 21 Wir aber hofften, daß dieser der sei, der dazu bestimmt ist, Israel zu befreien; ja, und bei alldem ist dies der dritte Tag, seitdem diese Dinge geschehen sind. 22 Überdies haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Erstaunen versetzt, weil sie in der Frühe bei der Gedächtnisgruft gewesen waren, 23 aber seinen Leib nicht fanden, und sie kamen und sagten, sie hätten auch einen übernatürlichen Anblick von Engeln gehabt, die sagten, er lebe. 24 Ferner gingen einige von denen, die bei uns sind, zur Gedächtnisgruft hin; und sie fanden es so, wie die Frauen gesagt hatten; doch sahen sie ihn nicht.“ 25 Da sprach er zu ihnen: „O ihr Unverständigen und die ihr langsamen Herzens seid, an alle Dinge zu glauben, die die Propheten geredet haben! 26 Mußte nicht der Christus diese Dinge leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?“ 27 Und ausgehend von Moses und allen PROPHETEN, legte er ihnen in allen Schriften die Dinge aus, die ihn betrafen.

    Es waren demnach weitere Erkärungen erforderlich.

    Schluss: Warum fünfzig Tage:

    Weil JHWH dies so beschlossen und festgelegt hatte:

    Fünfzig Tage nach dem 16. Nisan feierten die Israeliten das Fest der Wochen. Im mosaischen Gesetz hieß es dazu: „Bis zu dem Tag nach dem siebten Sabbat solltet ihr zählen, fünfzig Tage, und ihr sollt JHWH ein neues Getreideopfer darbringen. Aus euren Wohnorten solltet ihr zwei Brote als Webeopfer bringen. Sie sollten aus zwei zehntel Epha Feinmehl bestehen. Sie sollten gesäuert gebacken werden, als erste reife Früchte für JHWH“ (3. Mose 23:16, 17, 20).

    In Jesu Tagen war das Fest der Wochen als Pfingsten bekannt (von dem griechischen Wort für „fünfzigster [Tag]“). Zu Pfingsten 33 goss der auferstandene Jesus Christus auf die Gruppe von 120 Jüngern in einem Obergemach den heiligen Geist aus, den „Helfer“

    Zeitangaben:

    Jesu Tod: 14.Nisan (Hebrä. Mondkalender) gegen 15 Uhr, Freitags.

    Auferstehung vom Tod: 16. Nisan

    Himmelfahrt: 25. Ijjar, also 40 Tage nach seiner Auferstehung (wurde u.a. von mehr als 500 Jüngern zugleich gesehen (siehe 1. Korinther 15:6). Er gab die Anweisung, sie sollten Jerusalem nicht verlassen.

    10 Tage späber (40 + 10 = 50) wurde dann der "Helfer", der heilige Geist ausgegossen was auf weitere bestimmte Dinge hinwies.

    Interessant ist noch folgender Gedanke in diesem Zusammenhang:

    (Apostelgeschichte 1:11) . . .Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

    Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    Danke, eine sehr eindrucksvolle Antwort!

    Kommentar von Abundumzu AbundumzuAbundumzu

    Sehr gute Antwort, weil biblisch und logisch begründet. Danke!

  • 6
    Antwort von waldfrosch waldfrosch

    Eben nicht !

    Auferstanden von den Toten heisst eben  a u f e r s t a n d e n !

    Mit einem verklärten Körper wenn dem nicht so wäre dann hätte der Christliche Glaube  kein Fundament.

    Die Auferstehung Jesu bedeutet für die welche Jesus Christus als ihren persönlichen Erlöser annehmen , ihn als den Sohn des lebendigen Gottes bekennen ,ihm nachfolgen, und die Gebote halten .einst auch auferstehen werden . Nach dem Tode am jüngsten Tag mit Christus ,durch Christus  ( durch die  Kraft seines  ( Kreuzes Todes  ) und mit Christus .

    Die anderen werden auferweckt zum Gericht .

     

    Kommentar von gottesanbeterin gottesanbeteringottesanbeterin

    Zum Gericht werden "die Anderen" nicht "auferweckt", denn Gott richtet über die "Lebenden und die Toten".

    Kommentar von JensPeter JensPeterJensPeter

    (Johannes 5:28-29) . . .Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. 

    Kommentar von JensPeter JensPeterJensPeter

    (Apostelgeschichte 24:15) . . .und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 

    Stimmt. Und wie könnte man den Anbruch des "jüngsten Tages" überleben?

    (1. Petrus 3:20-22) . . .Gottes in den Tagen Noahs wartete, während die Arche errichtet wurde, in der wenige Personen, nämlich acht Seelen, sicher durch das Wasser getragen wurden. 21 Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich [die] Taufe (nicht das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen), durch die Auferstehung Jesu Christi. 22 Er ist zur Rechten Gottes, denn er ging hin in den Himmel; und Engel und Gewalten und Mächte wurden ihm unterworfen.

    (Offenbarung 7:14) . . .Und er sprach zu mir: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht. 
     

    -> diese sind nicht gestorben.

  • 6
    Antwort von diewildeHilde diewildeHilde

    Nun bin ich ja weder "bibelfest" noch "bibelinteressiert" - aber wenn er doch nach der Kreuzigung wieder auferstanden ist - dann war er doch schlicht lebend, oder nicht? Irgendwann wird er doch dann auch erneut gestorben sein, und wenn das nicht an "Christie Himmelfahrt"  war, dann fress ich nen Besen.... Oder lebt er noch heute, wenn er nicht gestorben ist.... ? 

    Kommentar von actress3 actress3

    Jesus ist auferstanden, also hat er gelebt, aber er ist an Christie Himmelfahrt nicht noch einmal gestorben, sondern, wie der Name schon sagt in den Himmel aufgefahren. Er wurde so zu sagen entrueckt, das heisst, dass er zu Gott, also in den Himmel gekommen ist, ohne, dass er sterben musste, um dort hin zu gelangen. Und Christen, wie auch ich, glauben, dass Jesus lebt und immer leben wird. Er ist da, er laeuft zwar nicht wie wir Menschen auf der Erde herum, aber er ist da, genauso, wie Gott da ist.

    Kommentar von actress3 actress3

    Jesus ist auferstanden, also hat er gelebt, aber er ist an Christie Himmelfahrt nicht noch einmal gestorben, sondern, wie der Name schon sagt in den Himmel aufgefahren. Er wurde so zu sagen entrueckt, das heisst, dass er zu Gott, also in den Himmel gekommen ist, ohne, dass er sterben musste, um dort hin zu gelangen. Und Christen, wie auch ich, glauben, dass Jesus lebt und immer leben wird. Er ist da, er laeuft zwar nicht wie wir Menschen auf der Erde herum, aber er ist da, genauso, wie Gott da ist.

    Kommentar von No1Halima No1Halima

    Jupp, er lebt noch heute! Das ist der christliche Glaube - das Jesus den Tod überwunden hat und eine ganz persönlche Beziehung zu dir haben möchte! Zu mir (und anderen Christen) hat er sie schon!

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    ...zumindest gibt der Glaube immer neue Denkanstöße!

    Kommentar von No1Halima No1Halima

    ..

  • 3
    Antwort von cocktailchen cocktailchen

    der is ja auferstanden :) dann war er ja nimmer tod, und er musste ja allen erzählen, dass er jz wieder da ist, du kommst ja auch nicht vom Urlaub heim und verschanzt dich, sondern zeigst den Leuten: Hey bin wieder da, na was war so los?

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    na, bis lang bin ich aber immer lebend aus dem Urlaub gekommen....;-)))

    Kommentar von cocktailchen cocktailchencocktailchen

    du weißt wie das gemeint war :D

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    ...sicher...;-)

    Kommentar von No1Halima No1Halima

    Eben. Ist Jesus auch!!!!!!!!!!!!1

  • 2
    Antwort von VideoLoader VideoLoader

    ganz einfach: in der Bibel steht, dass Jesus mit seinen Jüngern noch eine schöne zeit haben wollte.

  • 2
    Antwort von rolfmengert rolfmengert

    Wenn man mit Kriterien der formalen Logik an das Ostergeschehen herangeht kommen vor allem einige wirkliche Probleme zu Tage: Der Opfertod Christi ist doch gemäß der Verkündigung und der christlichen Lehre das Heilsgeschehen für die im Glauben stehende Menschheit. Damit ist das unschuldige Leiden und Sterben Jesu (das Karfreitagsgeschehen) das Sühneopfer, das Gott dargebracht wurde, um ihn wieder mit dem Menschen zu versöhnen. Ein Opfer ist nun doch aber so definiert, dass es ein schmerzlicher Verlust ist, der erlitten wird, um ein anderes – noch höheres Gut zu erlangen. Der Tod des einzigen Sohnes ist nun sicherlich so ein überaus schmerzlicher Verlust. Bis hierhin ist die Sache in sich logisch und stimmig – obwohl man sich natürlich immer fragen kann, ob das Leiden und Sterben von einem als ‚Kompensation für die Schuld von Milliarden’ ausreichend sein kann. Doch das eigentliche Problem ist die Tatsache der Auferstehung. Wenn Jesus nach seinem Tod wieder zu den Lebenden zurückgekehrt ist (was Gott zweifellos vorher gewusst hat, da er allwissend ist), und zudem in viel größerer Herrlichkeit, dann fragt man sich doch, was das nun für die ‚Qualität’, den ‚Wert’ des Opfers für Auswirkungen hat. Der schmerzliche Verlust des Sohnes für den ‚Vater’ ist nun kein Verlust mehr. Als düstere Konsequenz wäre dann ja auch die Erlösung des gläubigen Menschen nicht mehr kausal begründet. --- Es ist zumindest faszinierend, dass Christen mit solchen Ungereimtheiten gut leben können. Konfrontiert man Theologen mit solchen ‚Problemen’, schauen sie meist ganz liebevoll und sagen nur: „Gottes Wege sind geheimnisvoll und unerforschlich“, und „Der Geist Gottes ist höher als alle menschliche Vernunft“.

    Kommentar von No1Halima No1Halima

    Nehmen wir an, eine Bande Terroristen besetzt das Empire State Building und hat es so unter Kontrolle, dass es unstürmbar ist. 1000 Menschen sind Geisseln, von all denen soll Geld erpresst werden. Und nehmen wir an, Bill Gates macht mit denen einen Deal und sagt: die 1000 Menschen braucht ihr nicht, nehmt meinen Sohn und lasst die 1000 Geißeln frei.

    Bill Gates weiß, dass Rory John die Intelligenz und das Know-How besitzt, da wieder raus zu kommen - was er aber nicht weiß, ist, ob sein Sohn auch den Mut und das Durchhaltevermögen dazu haben wird. Deal gemacht, die 1000 Geißeln sind frei und Rory John gelingt es tatsächlich nach 3 Tagen zu fliehen - genau so, wie sein Vater das geplant hatte. 

    Ändert das was an der Freiheit der Geißeln? Ändert das was an der Opferbereitschaft des Vaters? Ändert das was an dem Opfer des Sohnes? Daran, dass er mit ungewissem Ausgang für die vielen sein Leben angeboten hat?

    Nein, natürlich nicht. Auch Jesus hätte scheitern können, denn er ist ganzer Gott und ganzer Mensch. Als er hier auf der Erde war, war er nicht anders als wir - er hatte lediglich eine intensivere Verbindung zum Vater, die am Kreuz abriss.  Im Totenreich war Jesus ganz auf sich allein gestellt!  Deshalb sagte Jesus als "letzte Worte": "Es ist vollbracht." Weil es nicht selbstverständlich war, dass er das durchhält. Er hatte nur das Potenzial dazu und er wusste, wenn er die Kreuzigung ausgehalten hat, wird er auch den Tod überwinden können. Hat er ja auch. Aber das ändert nichts an seinem Opfer. 

    Wenn du dein Kind kennst und "weißt", es wird auf die Frage "Schokolade oder grüne Gurke" mit "Schokolade" antworten, ändert das doch nichts an der Entscheidungsfreiheit deines Kindes, oder? Auch Jesus hätte scheitern können!

    Kommentar von rolfmengert rolfmengertrolfmengert

    Eine wilde Geschichte mit Bill Gates, die nach meinem Dafürhalten das angesprochene Problem nicht entkräftet. Dass Jesus in seinem Menschsein gezweifelt hat, ist sehr gut möglich - wenn nicht sogar wahrscheinlich. Doch das ist nicht das Problem bei dem Erlösungsgeschehen. Hier ist es ja Gott, der leidet durch den Verlust des Sohnes. Er bringt sich selbst das Opfer, um mit sich selbst versöhnt zu sein. (Auch hier kann man natürlich wiederum eine von der Logik schwer nachvollziehbare Situation erkennen.) Und wenn nun der Verlust des Sohnes als Opfer kein tatsächlicher Verlust, sondern sogar eine Heimkehr des Sohnes in Herrlichkeit ist, dann dürfte der Opfercharakter des Geschehens in Frage gestellt sein, und damit eben auch die Erlösungsbegründung für die Menschen. Bilanz: Die Angelegenheit ist doch schwieriger als man zunächst denken könnte.

    Kommentar von apennyfor apennyforapennyfor

    Guter Punkt!

    Und es beginnt ja schon damit, dass, wenn die Menschen gesündigt haben, ja eigentlich sie ein Sühneopfer hätten bringen müssen - und nicht zusätzlich Gott, als gewissermassen durch die Sünde "Geschädigter".

    Ausserdem macht die Existenz eines Gottes nur dann einen Sinn, wenn er ein dermassen hochstehendes Wesen ist, dass wiederum nur schwer vorstellbar erscheint, weshalb ihn etwas so Archaisches wie ein Opfer überhaupt besänftigen sollte bzw., mehr noch,  gar zu seiner Besänftigung erforderlich sein sollte,

    Kommentar von JensPeter JensPeterJensPeter

    Christus Jeus gab seinen menschlichen Leib als Opfer hin. Was offensichtlich nicht gewusst ist: Er war als Mensch dem Adam gleich gestellt - und hatte somit ewiges Leben. Weder diese noch seine Macht als Gottes Sohn hat der dazu gebraucht sie für sich persönlich zu nutzen. Somit gab er als Geistwesen ein ewiges Leben auf um Mensch zu werden, wurde von Menschen getötet und ist heute wieder ein Geistgeschöpf. Welchen Nutzen hat sein Opfertod als Mensch:

    (1. Korinther 15:22) 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 

    (1. Korinther 15:45) . . .„Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.“ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist. 

    Menschheit ist es unmöglich selbst einen Erlöser zu stellen (siehe auch "Erbsünde"). Gott übertrug das Leben seines Sohnes vom Himmel in den Mutterschoß der jüdischen Jungfrau Maria (Luk 1:26-37; Joh 1:14). Da Jesus sein Leben nicht von einem menschlichen Vater, der von dem Sünder Adam abstammte, erhielt und da Gottes heiliger Geist Maria ‘überschattete’ — offensichtlich vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zur Geburt Jesu —, wurde Jesus geboren, ohne daß ihm das Erbe von Sünde und Unvollkommenheit anhaftete. Er war somit dem sündenlosen Adam gleichgestellt -> gleichwertig - > Loskaufsopfer (Luk 1:35; Joh 1:29; 1Pe 1:18, 19). Während seines ganzen Lebens blieb er sündenlos, und deshalb erwies er sich nicht als untauglich (Heb 4:15; 7:26; 1Pe 2:22).

    Es wird von Christen gesagt, sie seien „um einen Preis erkauft worden“ (1Ko 6:20; 7:23) und sie hätten einen ‘Besitzer, der sie erkauft habe’ (2Pe 2:1), und Jesus wird als das Lamm dargestellt, das ‘geschlachtet wurde und das mit seinem Blut für Gott Personen aus jedem Stamm und jeder Zunge und jedem Volk und jeder Nation erkaufte’ (Off 5:9).

  • 2
    Antwort von garwain garwain

    Das ist eine Frage die in sich selbst schon unlogisch ist (wenn er auferstanden sein soll, war er doch am Leben...) und gleichzeitig irrelevant ist. Genausogut hättest du fragen können, warum Frodo der Auserwählte Hobbit für den Ring war. Denn beides weiß nur der Autor dieser Geschichten. Sie beruht nicht auf Tatsachen und ist auch kein Augenzeugenbericht.

  • 2
    Antwort von apennyfor apennyfor

    Eine 40-tägige Frist hat im Judentum symbolische Bedeutung, ausserdem wollte der Auferstandene hier auf Erdennoch einige Dinge für seine Nachfolge regeln und den Jüngern zeigen, dass sich die Prophezeiungen der Schrift erfüllt hatten und er tatsächlich wieder unter ihnen wandelte.

    Die Frage war auch deshalb falsch gestellt, weil es ja nicht der "Tote Jesus" war, und auch kein Geist, sondern nach 3 Tagen (der Sterbetag wird bei den Juden wie auch der Sonntag mitgezählt) soll er ja nach dem Glauben der Christen in einem neuen, verklärten Leib physisch wieder auferstanden sein.

     

  • 1
    Antwort von Plopfo Plopfo

    jesus ist an ostern auferstanden!!! und dann war er ja logischerweise nichtmehr tod. leuchett ein, oder???

    un dann hat er halt nich n par wundergetan und dafür gesorgt, dass seine jünger wissen wass sie tun sollen wenn er in n himmel aufgefahrn is. deswegen sin zwischen ostern und himeelfahjr 40 tag dazwischen.....

    lg plopfo

  • 1
    Antwort von No1Halima No1Halima

     

    Nehmen wir an, eine Bande Terroristen besetzt das Empire State Building und hat es so unter Kontrolle, dass es unstürmbar ist. 1000 Menschen sind Geisseln, von all denen soll Geld erpresst werden. Und nehmen wir an, Bill Gates macht mit denen einen Deal und sagt: die 1000 Menschen braucht ihr nicht, nehmt meinen Sohn und lasst die 1000 Geißeln frei.

    Bill Gates weiß, dass Rory John die Intelligenz und das Know-How besitzt, da wieder raus zu kommen - was er aber nicht weiß, ist, ob sein Sohn auch den Mut und das Durchhaltevermögen dazu haben wird. Deal gemacht, die 1000 Geißeln sind frei und Rory John gelingt es tatsächlich nach 3 Tagen zu fliehen - genau so, wie sein Vater das geplant hatte. 

    Ändert das was an der Freiheit der Geißeln? Ändert das was an der Opferbereitschaft des Vaters? Ändert das was an dem Opfer des Sohnes? Daran, dass er mit ungewissem Ausgang für die vielen sein Leben angeboten hat?

    Nein, natürlich nicht. Auch Jesus hätte scheitern können, denn er ist ganzer Gott und ganzer Mensch. Als er hier auf der Erde war, war er nicht anders als wir - er hatte lediglich eine intensivere Verbindung zum Vater, die am Kreuz abriss.  Im Totenreich war Jesus ganz auf sich allein gestellt!  Deshalb sagte Jesus als "letzte Worte": "Es ist vollbracht." Weil es nicht selbstverständlich war, dass er das durchhält. Er hatte nur das Potenzial dazu und er wusste, wenn er die Kreuzigung ausgehalten hat, wird er auch den Tod überwinden können. Hat er ja auch. Aber das ändert nichts an seinem Opfer. 

    Wenn du dein Kind kennst und "weißt", es wird auf die Frage "Schokolade oder grüne Gurke" mit "Schokolade" antworten, ändert das doch nichts an der Entscheidungsfreiheit deines Kindes, oder? Auch Jesus hätte scheitern können! Ist er aber nicht. Er lebt!

  • 0
    Antwort von Barnarian Barnarian

    Damit der Glaube der Menschen gefästigt wird. Die Menschheit braucht wunder um zu glauben, da der Verstand nicht für höheres reicht.

  • 0
    Antwort von Hannohansgeorg Hannohansgeorg

    Merkt ihr eigentlich, wie ihr Gott verspottet? Warum lauft ihr eigentlich auf Gottes Erde rum? Habt ihr nichts anderes zu tun?

    Kommentar von auchmama auchmamaauchmama

    Hier spottet keiner. Meine Frage ist in der Sprache der Jugendlichen gestellt und hat nichts mit Spott zu tun. Die Antworten sind sehr aussagekräftig. Wo liest Du hier Spott?

    Kommentar von No1Halima No1Halima

    Ich glaube, jemand der nichts hinterfragt und die Bibel samt Auslegung der Kirchen als Dogma hinnimmt, verspottet Gott vielmehr, als jemand der ernsthaft Antworten sucht auf etwas, das er nicht auf Anhieb versteht.

    Jesus hat sein kurzes Leben lang kaum etwas anderes gemacht, als die damals bestehende Gottesauffassung hinterfragt...

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