Frage von NP1972, 73

Bin 44 und nach ein Arbeitsunfall im Krankengeld schon seit 10 Monate, was ist zu beachten wenn ich meiner Beruf nicht mehr ausüben kann?

Habe noch paar Monate bis die Austeurung dürch meiner Krankenkasse, war schon auf ein Reha und dort wurde gesagt momentan könnte ich nicht 2 Stunden am Tag arbeiten, deshalb wurde ich Arbeitsunfähig entlassen. Habe nun Post von der BG bekommen Termin beim Pyshiater zur Vortstellung um die Leistungspflicht zu prüfen. Mein Arbeitsunfall war im November 2015 seitdem krankgeschrieben, bin in Behandlung wegen Depression und PTBS. Nehme Meikamente wegen meiner Schlafstörungen unsw. Meine Frage was muß ich beachten bzw beantragen falls ich nicht mehr mein Beruf aüsüben kann bzw nicht mehr züruckgehen kann, weil dort ist der Unfall passiert, bin da noch angestellt und das seit 21 Jahren. Kenne mich nicht aus, sollte ich ein Erwerbsminderunsrente beantragen, wann unsw? Wie soll ich verfahren?, Was für Rechte habe ich?. Mache mich echt Sorgen nie zuvor sowas gehabt! Bedanke mich bei euch im Voraus für eure Hilfe bzw Antworten.

MFG Eure NP1972

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ProfFarnsworth, 36

Dein erster Ansprechpartner ist die BG. Im Mai 2017 wird die 78-Woche-Grenze erreicht, ab diesem Zeitpunkt gibt es kein Kranken- und im Regelfall auch kein Verletztengeld mehr.

Vor diesem Zeitpunkt sollte klar sein, wie es weitergeht. Falls bis dahin noch keine Entscheidung über deine weitere berufliche Laufbahn oder deine Verrentung getroffen worden ist, bleibt nur noch der Weg in die Sozialhilfe bzw. zur Arbeitsagentur.

Aber so weit muss es nicht kommen. Mit 44 hast du bereits das obere Ende der Altersskala für eine Umschulung erreicht, außerdem passt dein Erkrankungsbild PTBS nicht so recht zu einer Umschulung.

Vorausgesetzt, die PTBS/Depression steht im Zusammenhang mit deinem Unfall und die BG hat dies auch so anerkannt (falls du das noch nicht wissen solltest, kläre dies vorher ab), solltest du engen Kontakt mit deiner BG halten und, falls sich nicht etwas bahnbrechendes ereignet, spätestens Dezember/Januar dich um eine Erwerbsminderungsrente kümmern. Aber immer in Abstimmung mit der BG, denn die Erwerbsminderungsrente wird von der Rentenversicherung, nicht von der BG, festgestellt.

Parallel dazu wird die BG die Feststellung einer Unfallrente betreiben, beide Renten würden übrigens mit dem Tag nach Wegfall des Verletztengeldes beginnen, allein deshalb darf man nicht warten bis der Zeitpunkt X nach 78 Wochen eingetreten ist, sondern muss vorher tätig werden.

Antwort
von Dickie59, 34

Hallo,

da die DRV bei einem Rentenantrag bis zu 4 Monate benötigt, diesen zu entscheiden und wenn ich dann noch die Widerspruchsfristen und Bearbeitung hinzuzähle, bis du weit über den Krankentagegeldbezug hinaus...ich wurde unabhängig der BG den Erwerbsminderungsantrag stellen, dieser Berücksichtigt auch Fragen, wie Arbeistunfääle, Aktenzeichen usw. Die Unterlagen werden dann von der DRV angefordert.

Jeder weitere Tag Untätigkeit, macht es für dich am Ende schwieriger...

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von Konrad Huber, 22

Hallo NP1972,

Sie schreiben unter anderem:

Bin 44 und nach ein Arbeitsunfall im Krankengeld schon seit 10 Monate, was ist zu beachten wenn ich meiner Beruf nicht mehr ausüben kann?

Antwort:

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Zur BG:

Zunächst einmal sollten Sie bei der Auseinandersetzung mit der BG einen sehr versierten und sehr kompetenten Rechtsbeistand hinzuziehen, denn die BG´S sind Weltmeister im Ablehnen von Leistungen!

http://www.vdk.de/deutschland/tag/Berufsgenossenschaft

https://www.vdk.de/ov-weilheim-teck/ID99121

http://www.ra-buechner.de/fachbereiche/gesetzliche-unfallversicherung.htm

Das Verletztengeld endet in der Regel wie das Krankengeld der Krankenkasse nach 78 Wochen!

Dann bleibt in der Regel nur noch das ebenfalls zeitlich befristete ALG 1!

Die zeitliche Befristung des ALG 1 kann in der Regel nur im Zusammenhang mit einem laufenden Verfahren auf Erwerbsminderungsrente für die Dauer des Antragsverfahrens ausgedehnt werden! 

Stichwort: "Nahtlosigkeitsregelung!"

http://www.vdk.de/kv-thueringen-sued/ID57086

http://www.ra-buechner.de/newsarchiv/newsdetail/bsg-zur-nahtlosigkeitsregelung-d...

Basis aller Entscheidungen ist im Endeffekt der Inhalt Ihrer eigenen Krankenakte!

Denn die meisten Verfahren, Begutachtungen und Auseinandersetzungen vor den Sozialgerichten werden nach Aktenlage entschieden!

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

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Zur DRV - Erwerbsminderungsrente:

2016 - 44 = ca. 1972 geboren!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Um eine volle DRV-Erwerbsminderungsrente bewilligt zu bekommen, müßen neben den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (Mindestens 60 Beitragsmonate, davon in den letzten 5 Jahren mindestens 36 Beitragsmonate) die medizinischen Voraussetzungen an Hand der eigenen Krankenakte glasklar und sehr detailliert nachgewiesen werden!

Die Leistungsfähigkeit muß dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken sein!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

http://www.ra-buechner.de/fachbereiche/deutsche-rentenversicherung/erwerbsminder...

https://www.youtube.com/user/hubkon

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von HalloRossi, 13

Du hättest gar keinen Anspruch auf Krankengeld sondern auf Verletztengeld und das endet nicht zwingend nach 78 Wochen ( das ist nur der Regelfall)

Kommentar von HalloRossi ,

Und auch nicht auf Erwerbsminderungsrente sondern auf Minderung der Erwerbsfähigkeit! Das sind verschiedene Kodtenträger

Antwort
von annokrat, 33

bei einem arbeitsunfall sollte dir deine berufsgenossenschaft weiter helfen. deren betreuer erarbeitet mit dir einen weg zurück ins berufsleben. sofern du deinen jetzigen beruf nicht mehr ausüben kannst, werden sie dir weiterbildungen anbieten. während einer qualifizierungsmassnahme bekommst du geld von der bg, allerdings noch weniger als jetzt von der krankenkasse. dein erster ansprechpartner dürfte also deine bg sein.

desweiteren wird von der bg über eine etwaige erwerbsminderungsrente entschieden.

annokrat

Antwort
von Klausi111111, 27

Erwerbsminderungsrente kann Du jederzeit beantragen. Du solltest in einen Sozialverband (SoVD oder VDK) eintreten. Da sind spezielle Rechtsanwälte für Sozialrecht, die können Dir helfen. Kostet etwa 6 € im Monat.

Kommentar von Lokicorax ,

Nach Abschluss aller Gutachten sollte man auch den Antrag eines Schwerbehindertenausweises prüfen - auch da helfen VdK/SoVD.

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