Frage von Malsyy, 164

Billig in China einkaufen und hier verkaufen?

Hi Leute,

Hüllen und Handyzubehör billig in China einkaufen und hier in der Schweiz billiger als die Konkurrenz verkaufen...

Gibt es da noch eine Zukunft? Oder gibt es schon zu viele Leuten auf dem Markt die genau das machen?

Danke und Gruss Marlon

Antwort
von Saisha, 91

Sowas ähnliches hatte ich doch schon in den letzten Tagen... ah da ist es ja, Thema Ankauf Günstig, Verkauf mit Gewinn: https://www.gutefrage.net/frage/kann-man-online-sachen-kaufen-und-mit-profite-we...

Bei dir ist das Ganze sogar noch komplizierter - zum einen weil es viele bereits machen, die definitv bereits BWL und Co studiert haben; zum anderen weil es einfach noch mehr zu beachten gibt:

  • Achtung: Extrakosten! Extrakosten wie durch Lieferung, Zoll, aber auch Versicherungen, Wartezeiten und Co müssen beim Endverkaufspreis miteingerechnet werden. Dies sollte auf jeden Fall noch vor dem Ankauf durchgerechnet werden, um die Chancen des Produkts am deutschen Markt real sehen zu können.
  • Achtung: Zoll! Gewerbliche Einkäufe zum Wiederverkauf sind stets mit Extrakosten verbunden und müssen auch als solche angemeldet werden. Auch darf nicht alles importiert werden (zB Lebensmittel oder Schwarzmarktware), nicht immer ist das für den Ferneinkäufer vor dem Kauf ersichtlich. Bei Fehlhandlung wird die Ware vom Zoll einbehalten und kann sogar heftige Strafen nach sich ziehen.
  • Achtung: Angebot/Nachfrage! Chinaprodukte sind in den meisten Kategorien als Billigprodukte bekannt, ihr möglicher Verkaufspreis wird hiervon bereits stark eingeschränkt. Nischenartikel können bei entsprechend passender Werbung trotzdem gut verkauft werden, jedoch auch nur an eine Nische von Interessenten.
  • Achtung: Preisverhandlungen! Wer auf Nischenprodukte zurückgreift, ist meist auf Großkunden angewiesen. Diese verstehen ihr Geschäft und das Feilschen jedoch sehr gut - gerade hier ist nebst Ausbildung auch praktische Erfahrung enorm wichtig.
  • Achtung: Import/Export - Allgemein! Eine verdammt gute Ausbildung/Studium im Bereich internationales BWL/Wirtschaft ist hier verpflichtend. Ohne das nötige Basiswissen und Erfahrungen (eigener sowie der anderer am aktiven Markt) bist du Insolvent noch bevor das erste Jahr rum ist - pures Autonomes Lernen oder gar pures Learning by Doing bringt hier gar nichts.
Antwort
von Falkenpost, 69

Nicht zu vergessen die Produkthaftung. Wenn du dir in China Billigschrott mit giftigen Inhaltsstoffen andrehen lässt, bist du dran! Und nicht zu vergessen der ganze Elektronikmüll mit den gefälschten CE-Aufdrucken etc. Boing - ein Kind bekommt einen Stromschlag und stirbt! Mach dich auf was gefasst.

"Der Importeur, der ein Produkt mit wirtschaftlichem Zweck aus einem Drittstaat in den Geltungsbereich des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum einführt, haftet gemäß § 4 Abs. 2 ProdHaftG wie ein Hersteller. Hintergrund ist, dass es unter dem Aspekt des Verbraucherschutzes dem Geschädigten nicht zuzumuten ist, seine Rechte in einem Drittstaat geltend machen zu müssen. Der Import muss im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit und zum Zweck des Vertriebs geschehen."

Du hast aber Glück. Bei Personenschäden liegt die Haftungshöchstsumme – auch bei mehreren Betroffenen – bei 85 Millionen €.

Und dann gibt es noch

  • die Verpackungsverordnung
  • Batterierücknahmebestimmungen
  • ...

Gruß
Falke

Kommentar von Malsyy ,

Ich will doch nur ein wenig Geld machen haha

Und mich nicht mit so Anwaltdeutsch umherschlagen... -.-

Kommentar von Falkenpost ,

Hahahahah...

Du wirst verdammt viel Geld verlieren. Insbesondere an die Anwälte, die dich mit so einem Anwaltsdeutsch konfrontieren werden.

Mal sehen, ob du dann noch lachst.

Antwort
von Nummer1212, 81

Ich bin mir sicher dass dieser Markt eine große Chance birgt.

Jedoch nur um in den Knast zu kommen.

Was du machen willst ist nicht mehr legal da du wenndern Steuern zahlen musst wenn du die Sachen einführst und somit nicht billiger seien kannst als die Konkurrenz

=> Du müßtest schmuggeln und das ist illegal

Kommentar von apophis ,

Öhm....ist ja nicht so, dass man nichts kaufen kann, das aus China Importiert wird oder so...

Diese Unternehmen bewegen sich auch nicht an der untersten Gewinngrenze, da ist noch genügend Platz für weniger. Allerdings braucht man dafür auch die richtigen Preise der Hersteller und eventuell Kontakte, das ist aber eine andere Sache.

Funktionieren tut es durchaus auch ohne Schmuggeln, ob es sich bei der Konkurrenz lohnt, ist eine andere Frage.

Kommentar von Nummer1212 ,

Wenn er keine Großaufträge hat kann er ohne schmuggeln nicht günstiger verkaufen. Und irgendwer müßte dann die Sachen die er hat kaufen 

Kommentar von Malsyy ,

Ich gehe von 500 Stk. pro Lieferung aus, der Preis variiert zwischen 1$ bis 2/3$ pro Stk.

Antwort
von luvU2, 89

es kann sein, dass du das ganze am ende behalten musst, weil es niemand kaufen will. Aber wenn du es ausprobieren willst, kannst du wenig mitbringen und schauen wies läuft.
Jedenfalls ist es riskant, es kann sein, dass du anstatt gewinn verlust machst.
LG

Antwort
von macqueline, 71

Ich weiss nicht, wie das in der Schweiz ist, aber in D gibt es viele Händler, die das machen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community