frijola am 28.01.2009 um 12:01 Uhr
Und nicht nur das, was bedeutet es für die Agrarlandschaft und für die Wirtschaft, wenn tatsächlich alle Verbraucher ausschliesslich die günstigsten erhältlichen Produkte kaufen? Immerhin sind die Preisunterschiede ja immens und bei zunehmendem finanziellem Druck können 50cent bei einem Stück Butter durchaus den Kohl fett machen.

dann würde die freie markwirtschaft funktionieren und Spekulanten das Wasser abgegraben. Einige Leute würden allerdings ihren Laden zumachen können . Es ist nicht genau vorhersehbar was passiert. Irgendwann gibts nur noch einen Hersteller und der Diktiert die Preise

50 cent pro stück butter sind erheblich, aber du glaubst doch nicht selber das dieses geld bei den landwirten ankommt. die landwirte waren jahrzehnte lang die grössten subventionsempfänger überhaupt. nun werden und wurden diese subventionen abgeschafft oder gekürzt, die landwirte wissen das nicht erst seit ein par tagen sondern seit jahren. auch ein landwirt ist ein unternehmer, und so muss er auch denken. natürlich ist es tragisch wenn da einige auf der strecke bleiben. auf der anderen seite werdn die jenigen welche die marktwirtschaft verstanden haben zu agra ökonomen oder aber auch zu energiewirten. denk mal drüber nach...
attaatta am 28. Januar 2009 12:20 Die Energiewirte sind es ,die die ebenmittel in Zukunft verteuern werden . Mais oder andere Futtermittel werden zu Treibstoff,weil es mehr Geld bringt,aber das Futter für die Tiere ,aus denen das Fleisch gewonnen wird ,fdas wird dadurch teurer.
akademikus am 28. Januar 2009 13:02 vollkommen richtig, aber die politik ist da gefragt
wenn alle nur noch günstig kaufen würden wären die Markenhersteller gezungen ihre Preise zu senken mal davon abgesehen das hinter der meisten Discounter Marken eh die Markenprodukte in leicht abgeänderter form stecken ;)
frijola am 28. Januar 2009 12:11 naja, es geht doch aber darum, dass die Discounter ihre Massenware oftmals unter den Herstellungskosten verschleudern, um Kunden ranzuziehen. Das wird sich kein Familienbetrieb einfallen lassen, das ist Ruin-Wirtschaft. Es ist ja nicht so, dass der billige Preis der "fairere" ist (vom Hersteller aus betrachtet).
Die Discounter können ihre Ware doch auch nicht auf dauer unter Herstellungskosten verkaufen. Sie müssen die Ware ja auch kaufen und er Hersteller wird sicher nicht seine Ware unter den Herstellungskosten abgeben sonst macht er ja von vorne rein verlußte
frijola am 28. Januar 2009 12:29 da bist Du aber ein bisschen blauäugig, Janni, Das ist leider die gängige Praxis. Viele konventionelle Hersteller haben lieber die Sicherheit, über einen gewissen Vertragszeitraum einen sicheren Abnehmer für grosse Mengen ihrer Ware zu haben (oder exklusiv für ALLE ihre Waren), als kleinere Mengen zu höheren (aber reellen) Preisen zu verkäussern. Das fördert natürlich Billiglöhne, Globalisierung in ihrem schlechtesten Sinne (Verlagerung der Produktionen in billigere Länder). Von der CO2-Bilanz eines 20-cent Joghurts und der Qualität der Produkte mal ganz abgesehen.
Das kannst du nicht so pauschal sagen das die Produktionen in billigere Länder ausgegliedert werden auch nicht das die Hersteller unter Herstellungskosten verkaufen...Bin auch im Vertieb tätig wir liefern nichts unter unseren Herstellungskosten aus... Die Ketten bekommen wegen ihren bestellen Mengen natürlich sehr gute Rabatte die gegen über dem kleinen Laden natürlich sehr unverschämt sind aber sie sind nicht unter unseren Herstellungskosten.

Also, so schlimm wird es nicht werden! Denn: Erstens kommen die Produkte beim Dicounter auch von Markenherstellern!!!
Zweitens gibt es eine ganze Menge Leute, die sich nicht trauen, beim Discounter einzukaufen!!!
Ich kenne eine Reihe Leute, die glauben, der Nachbar oder Arbeitskolleg oder wer auch immer, könnte sie dabei beobachten!!!
frijola am 28. Januar 2009 12:21 waaas? wirklich wahr??? nagut, es gibt ja auch noch Abstufungen, ich finde z.B. Plus einen etwas weniger "ramschigen" Discounter als z.B. Netto oder Aldi, aber das ist mein persönliches Empfinden, und ich entscheide eher nach dem Wohlfühl-Faktor, als danach, ob ich da gesehen werden könnte. Aber daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Danke für Deine Antwort!
wenn dann mal alle subventionen flächendeckend abgeschafft sind, funktioniert die marktwirtschaft vielleicht auch wieder

Auch die Discounter kaufen die Milchprodukte! Einzig diejenigen Betriebe, die nicht kostengünstig herstellen können, haben ein Problem. Allerdings gibt es auch weiterhin Kunden für teurere Premiumprodukte, in jedem Bereich des Lebens.
frijola am 28. Januar 2009 12:15 ja, aber diese Klinentel ist doch ein sehr eng gesteckter (und zunehmend kleiner werdender) Kreis von gebildeten Gutverdienern und ein paar Wenigen, die lieber auf ihren Sommerurlaub verzichten, als Milch von mit Gen-Mais hochgefütterten Kühen aus irgendwelchen Massentierzuchten zu beziehen, die vom Discounter mit Knebelverträgen zu Dumping-Abgabepreise gezwungen werden. Ich kenne genügend potentielle Bio-Kunden, die es sich einfach nicht mehr leisten können...! Danke für Deine Antwort!
attaatta am 28. Januar 2009 12:32 ich wüsste nicht ,wo in Deutschland Gen-mais zugelassen ist. Nicht mal für den Fermenter der Biogasanölage
das stimmt, wird wohl leider wieder an den kleinen ausgelassen und bedeudet für viele Landwirtschaftliche Betriebe das AUS!
frijola am 28. Januar 2009 12:17 Danke für Deine Antwort!
attaatta am 28. Januar 2009 12:26 die konnten dann nicht gut genug wirtschaften. was meinst du wieviele "BAuern es noch vor 15 Jahren gab? Unter 1oo Hektar und 120 Milchkühen kannst du schon nicht mehr existieren . Hast du eine Ahnung wieviel Treibstoff ein Traktor in der Futterwerbung verbraucht? wieviel Schrot eine kuh frisst? zum Glück gibt es je schon Maschinenringe,sodass nicht jeder jede Maschine haben muss. und was dann für das Rohprodukt Milch gezahlt bekommst? Rechne mal die Arbeitsstunden eines Landwirtes in Euro um
Danke, kenne mich in der Landwirtschaft sehr gut aus! Arbeiter in einer Firma, die die landwirtschaftliche Buchführung macht!

Ich denke nicht das das passiert. Ein Discounter ist einfach zu beschränkt.
frijola am 28. Januar 2009 12:16 es wäre schön, wenn Du recht hättest... : (
Danke für Deine Antwort!

Es werden Landwirtschadften auf der Strecke bleiben. Die gesamte Produktion wird sich auf wenige Großbetriebe konzentrieren. Die betroffenen Landwirtschaften müssen sich Alternativen schaffen!
frijola am 28. Januar 2009 12:22 Danke für Deine Antwort!
heisst das, Du meinst, dass es in der freien Marktwirtschaft keinen Platz gibt für "unwirtschaftliche" Formen wie z.B. Familienbetriebe oder Bio-Bauern, und dass die finanzielle Schnalle, die die Verbraucher zum Discounter treibt (ihnen quasi keine Wahl mehr lässt), das Ziel unserer Politik ist?
solange es Leute gibt ,die sich nicht dem Einheitsbrei anpassen und etwas besonders kaufen ,soll ja verschiedene Qualitäten gebenb ,wird es keinen Run auf den gleichen billigen Artikel geben . Der angeschmierte ist eh der Erzeuger. Geld verdient der Vermarkter. Die Erzeugerpreise für Milch sind ja überall auf fast dem Gleichen Niveau. Der Handel macht es teuer und je mehr zwischen Erzeuger und Verbraucher hängen ,um so teurer wird ein Artikel nun mal. Ich kaufe z.B. fast auschlisslich,was Lebensmittel betrifft , beim Erzeuger
muss ich nichts mehr zu schreiben , habe nen Erzeuger in der Familie. Milch und Fleisch sowie Gemüse direkt und ich weiss was da drin ist. Direktvermarktung ist leider beim Bequemen konsumenten nicht gefragt. Dann muss man eben den Teuren Müll aus dem Supermarkt kaufen und hinterher jammern ,das alles so teuer ist. Der Erzeuger hat ganz schön zu kämpfen umzu Überleben . Milchviehhaltung unter 100 Hektar ist unrentabel ,da hilft nur immer weiter vergrössern und das was auf der Streck bleibt mitnehmen. Die KOhle verdienen andere