Bildungsexpansion oder Akademikerschwemme? Lohnt sich ein Studium noch oder brauchen wir mehr Praktiker?

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Das Ergebnis besteht aus 3 Abstimmungen

Ein Studium bietet die besten Chancen 66%
Es kommt drauf an 33%
In der Zukunft werden Praktiker besonders gesucht 0%

5 Antworten

Ein Studium bietet die besten Chancen

Was soll man dazu sagen.

Ein Mensch von der Uni kann auch Praktiker sein. Es ist immer leichter, sich Praxis anzueignen, als Theorie. Daher ist ja die Arbeitslosenquote von Akademikern im allgemeinen so gering. Da werden theoretische Aspekte und Hintergründe vermittelt, die in der Praxis sehr hilfreich sind. Wenn man nur gelernt hat, wie man etwas macht, aber nie weiß, warum man es eigentlich so macht und was dahintersteckt, kann man schnell dumm da stehen.

Die Gefahr bei der Praxis ist, dass sie sehr subjektiv ist. Wenn man jahrzehntelang in einem Unternehmen gearbeitet hat, dass sich auf dies und jenes spezialisiert hat und man dann durch welche Umstände auch immer, den Job verliert, dann hat man ein sehr spezielles Know-How, aber kein breites/allgemeines, was problematisch sein kann eine neue Stelle zu finden.

Ein Studium bietet einem alles. Man kann Praxiserfahrung sammeln, durch Werkstudententätigkeiten und Praktika und parallel bekommt man eine grundsolide theoretische Ausbildung, die einem hilft ggf. den Arbeitgeber zu verlassen und mit dem standardiesierten gelernten Wissen woanders neu zu beginnen und sich dort praktisch wieder einzuarbeiten, mit Hilfe der gelernten Theorie. Man ist einfach flexibler.



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Es kommt drauf an

Korrelation ist keine Kausalität.

Nur weil die Arbeitslosenquote bei Akademikern gering ist, heißt dies noch lange nicht, dass es was mit dem abgeschlossenen Studium zu tun hat.
Das gleiche auch mit Verdienst und Bildungsabschluss.

Viele Jobs können gemacht werden ohne das man eine mehrjährige Ausbildung oder ein Studium benötigt.

Viele Akademiker sind Quereinsteiger, d.h. rein formal benötigen sie ihren Uni-Abschluss gar nicht, da sie in einem fremden Fachbereich arbeiten müssen.

Die Ausbildung wird einem meist bezahlt, d.h. man verdient während der Zeit etwas. Trotzdem ist es eine Investition in der man auf einen höheren Verdienst verzichten muss. Nach ein paar Jahren ist die Investition jedoch break-even.

Beim Studium ist es schwieriger. Die Investition ist deutlich höher und die Vergütung spärlich, selbst mit einem Stipendium. D.h. das Return on Education ist geringer. Wenn man dann auch noch die Rückzahlung vom Bafög oder sogar Studienkredit berücksichtigt .... naja.

Die grundsätzliche Fragenrunde wäre doch die:

  • welche Dienste werden in der Gesellschaft benötigt?
  • In welchem Bereich werden diese Dienste am höchsten vergütet?
  • Welche Fähigkeiten werden dafür gebraucht?
  • Wo kann man sich diese am schnellsten und günstigsten aneignen?
  • Welche formalen Voraussetzungen ( Gesellenbrief, Uni-Abschluss) müssen falls nötig vorliegen?
  • Wie kann man diese Formalitäten am leichtesten attestieren lassen?
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Ein Studium bietet die besten Chancen

Natürlich kann ich jetzt auch nicht mit Sicherheit sagen, wie die Zukunft aussehen wird. Aber bis heute ist es so, dass unter den Akademikern die niedrigste Arbeitslosenquote zu verzeichnen ist. Wahrscheinlich wird es in 30 Jahren sogar so sein, dass der Zugang zum Stellenmarkt überwiegend über eine akademische Ausbildung vonstatten geht, bei gleichzeitig sinkenden Gehältern.

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Es gibt allerlei Studienfächer, allen voran die der Geisteswissenschaft, die brotlose Künste sind. Dann gibt es jedoch auch solche, die gefragt sind, so z.B. bestimmte Ingenieurwissenschaften, Informatik usw.

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Studium lohnt sich immer da du als unstudierter Facharbeiter eigentlich nix mehr wert bist.( aus den Augen der Akademiker)

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