im internet werde ich NIRGENS zu diesem thema fündig. kann es sein, dass die bildung/ verbindung von synapsen im gehirn (also die biochemischen vorgänge dabei) noch gar nicht geklärt sind ?
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sfz82sfz82
so wie ich es verstehe, war dir die mpg pressemitteilung vom letzten mal zu oberflächlich?
falls du tatsächlich an der molekularen seite interessiert bist (und über den hintergrund verfügst, sie zu verstehen) schau dir doch einfach die originalpublikation an. an der uni deines vertrauens gibt es sicherlich einen online zugang zu nature neuroscience (dem journal). ansonsten hab ich unter google scholar auch hier eine freie version gefunden:
http://basicmed.med.ncku.edu.tw/upload_data/960622-1.pdf
viel spaß!
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todd22todd22 da ich die informationen brauche um ein referat ( 12. klasse ) vorzubereiten, reicht mir das, was als link angehängt wurde (übrigens leider auf englisch^^) . Mein thema lautete "vom lernen und verstehen" wobei ich das lernen und die verschiedenen arten des gedächtnisses (perzeptuelles, wissens- ...etc.) zeigen soll. Die molekularbiologische Seite zur herstellung von Verbindung zwischen neuronen (abhängig vom lernen) sollte ich zwar auch, aber (gott sei dank) nur kurz ansprechen.
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sfz82sfz82 alles klar, dann wird der artikel wohl vieeel zu sehr in die tiefe gehen ;)
international publizierte fachartikel sind eigentlich immer in englisch... aber wenn das englische kein grundsätzliches problem darstellt und du noch ein bisschen graben willst, hab ich hier noch einen extrem guten link: http://thebrain.mcgill.ca/
gehe einfach auf: "memory and the brain", dort kannst du dann rechts oben das "level of organization" aussuchen: "psychological", "neurological", "cellular" oder eben "molecular".
links oben wirst du das "level of explanation" wählen können und dich von "beginner" über "intermediate" zu "advanced" vorarbeiten können. zum googlen, wikin etc. dürften außerdem die stichworte "hebbsches lernen" und "nmda-rezeptor"
viel erfolg und spass bei der sache!
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todd22todd22 wahnsinnig gut und einfach aufgebaut und dennoch informativ, vielen dank.
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1Antwort von
DocBerndDocBernd
Eine junge Nerven(stamm)zelle unterscheidet sich zunächst noch kaum von einer gewöhnlichen Zelle, doch schon bald beginnt sie, von chemischen Botenstoffen aufgefordert, die sich im Embryo verbreiten und Gradienten bilden , zu differenzieren und über Genaktivierung Dendriten, Axone und Synapsen auszubilden, mit denen sie dann Kontakte zu ihren Nachbarzellen knüpft. Es entsteht ein zunächst noch zartes, diffuses Gespinst, das den Neuronen jedoch immerhin schon erlaubt, sich gegenseitig zu erkennen und erste Informationen auszutauschen. Durch die immerwährende Erweiterung dieses Systems entsteht zuletzt ein engmaschiges Kommunikationsnetz, welches nicht nur die Funktionen der einzelnen Organe koordiniert, sondern auch die endgültige Ausbildung der Gesamtstruktur. Manche der neu entstehenden Hirnstrukturen lassen – sozusagen vorprogrammiert - schon früh keine neuen Synapsen mehr entstehen, sondern legen sich auf bestimmte Standardaufgaben wie die Kontrolle der Atmung oder die Deutung von Sinnesbotschaften fest. Sie bilden die Grundverschaltung, die so genannte Matrix, auf der dann alle weitere Informationsverarbeitung aufbaut. In besonders hoch spezialisierten Hirnbereichen wie dem Kleinhirn oder dem Retikulärsystem nehmen die Nervenzellen bis zum Zeitpunkt der Geburt dann bereits eine feste, definitive Gestalt an. Die Hauptmasse der Großhirnneuronen muss jedoch seine Anpassungsfähigkeit zeitlebens beibehalten, damit immer wieder neues dazugelernt und altes vergessen werden kann. In den ersten drei Lebensjahren nimmt die Zahl der Synapsen rasant zu. Mit zwei Jahren entspricht die Menge der Synapsen derjenigen von Erwachsenen, mit drei Jahren hat ein Kind bereits doppelt so viel. Die Anzahl (200 Billionen) bleibt dann bis zum Ende des ersten Lebensjahrzehnts relativ konstant. Bis zum Jugendalter wird rund die Hälfte der Synapsen wieder abgebaut. Neuronen besitzen nämlich wie viele andere Zellen auch ein eingebautes Selbstzerstörungsprogramm, welches in aktiviertem Zustand als Apoptose (= programmierter Zelltod) bezeichnet wird. Unmittelbar ausgelöst wird ein solches Ereignis dadurch, dass untätige oder wenig ausgelastete Zellen nicht länger mit so genannten biochemischen Überlebensfaktoren (Nerve growth factors) versorgt werden. Es überlebt im frühen Nervensystem (das heißt in der Phase der stärksten Synapsenbildung) also nur das, was auch durchgehend beansprucht wird. Zwei Drittel der angelegten Neuronen gehen währenddessen zu Grunde. Im Jugendalter ist die für Erwachsene typische Anzahl von 100 Billionen erreicht. Das Gehirn eines Dreijährigen ist mehr als doppelt so aktiv ist wie das eines Erwachsenen! Zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr nehmen schließlich v. a. die Synapsen zahlenmäßig zu, die z.B. für das Lernen der Sprache entscheidend sind. Neuronen, die speziell für das Lernen eingerichtet sind, enthalten nicht nur die üblichen Ionenkanäle, sondern zusätzlich noch besondere "Lernkanäle" ("NMDA"-Kanäle), die in geöffnetem Zustand größere Mengen doppelt positiv geladener Kalzium-Ionen (Ca++) ins Innere lassen und über eine komplizierte Signalkette die Empfindlichkeit der Empfängerzelle verstärken. Das „Lernen auf der Ebene der Neuronen“ geschieht dabei in 4 Phasen: Phase 1: Der synaptische Endknopf überträgt einen Impuls und schüttet Glutamat aus. Der Transmitter trifft dabei an der postsynaptischen Membran auf drei verschiedene Sorten von Rezeptoren: normale Rezeptoren, so genannte NMDA- (N-methyl-D-Aspartat) Rezeptoren und „Rezeptorkomplexe“. Phase 2: Wenn genügend Glutamat andockt, öffnet sich der normale Ionenkanal und Natriumionen strömen ein. Die Membran der Empfängerzelle wird depolarisiert. Bei sehr vielen Transmittern setzt auch der NMDA-Kanal seine Magnesiumionen frei und lässt große Mengen an Kalziumionen einströmen. Phase 3: Die Anwesenheit vieler Kalziumionen hat zur Folge, dass Kinasen (= Enzyme, die anderen Proteinen Phosphate anhängen) aktiv werden und zahlreiche weitere Effekte bewirken. Die Empfindlichkeit der Rezeptoren wird z.B. erhöht und im Zellkern werden bestimmte Gene eingeschaltet. Phase 4: Der Zellkern instruiert nun die Zelle, noch zusätzliche Rezeptoren einzurichten. Durch die gesteigerte Empfindlichkeit der alten und die Anlage neuer Rezeptoren ist die Kontaktstelle zwischen den beiden Neuronen jetzt dauerhaft verändert. Sie leitet ankommende Impulse jetzt erheblich besser.
Ich weiß nicht, ob dir das weiter hilft, aber jetzt hast du hoffentlich genügend Stichwörter zum Weitergoogeln.
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todd22todd22 wow...bis auf den letzten satz ("...werden bestimmte Gene eingeschaltet. Phase 4: Der Zellkern instruiert nun die Zelle, noch zusätzliche Rezeptoren einzurichten. ") wusste ich (leider?) alles schon, aber genau dieser war wichtig für mich! Durch die erhöhte Empfindlichkeit werden Gene zur synapsensynthese (vermutung geht aus der Rezeptorempfindlichkeit und deren Bestreben eine Verbindung einzugehen ) aktiviert...das war so ziemlich genau das, was ich wissen wollte, danke..
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BherkaBherka
Meines Wissens werden Sinapsen genauso gebildet wie zum Beispiel die Nervenfasern oder Gehirnzellen. Liebe Grüße bherka
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frank1968frank1968
Das ist Alles ziemlich gut bekannt. Du stellst Deine Frage aber nicht präzise genug: Was genau verstehst Du nicht? Was möchtest Du wissen, und warum willst Du es wissen? Gruß, F
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todd22todd22 ich habe die molekularen abläufe nicht verstanden (weil ich ihnen noch nie "über den weg gelaufen" bin ). diese hätte ich gerne erfahren. die informationen sind bestandteil meines referats, dem genau dieser punkt noch fehlt.
ps.: ich lasse mir hier nicht meine hausaufgaben machen, ich suche nur einen rat bzw. jemanden, der seiten mit guten informationen aufzeigen kann.
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SchokolindaSchokolinda
im internet steht doch nicht alles. suche dir ein fachbuch zum thema oder recherchiere wiss. artikel in geeigneten datenbanken wie medline http://www.medline.de/
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Magarach Schau einfach die Antworten auf deine Frage vom 14.März einmal an.
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todd22todd22 hab ich, aber explizit auf diese frage finde ich keine antwort.
http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/pressemitteilungen/2007/pressemitteilung200702231/index.html (die molekularbiologischen vorgänge werden nicht erläutert)
da ich die informationen brauche um ein referat ( 12. klasse ) vorzubereiten, reicht mir das, was als link angehängt wurde (übrigens leider auf englisch^^) . Mein thema lautete "vom lernen und verstehen" wobei ich das lernen und die verschiedenen arten des gedächtnisses (perzeptuelles, wissens- ...etc.) zeigen soll. Die molekularbiologische Seite zur herstellung von Verbindung zwischen neuronen (abhängig vom lernen) sollte ich zwar auch, aber (gott sei dank) nur kurz ansprechen.