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Bildbeschreibung für expressionistisches Gemälde-Seht ihr auch Juden?

Frage von ghmuevideo ghmuevideo

Guten Abend,

im Anhang seht ihr ein express. Gemälde aus der Nachkriegszeit des 2. WK. Ich persönlich finde es sehr schön. Lange rätselte ich über den Inhalt. Ich meine einen Flüchtlingstreck bzw. eine Deportation ins KZ. Mit Rückbezug auf den geschichtlichen Hintergrund würde ich auf die jüdische Bevölkerung oder Sinti und Roma schließen.

Seht ihr das auch so?

Was kann man textvernünftig zu den Gesichtsausdrücken sagen? Für mich sieht es so aus, als ob Sie aneinander vorbeigucken würden. Die Mutter hält schützend eine Jacke/Decke um einer ihrer Kinder

Es würde mich freuen, wenn jemand einen anderen zusätzlichen Interpretationsansatz einbringen könnte.

Kann es sein, dass der Künstler sein Erlebtes aufarbeiten wollte? Wie häufig sind solche Motive?

lg ghmuevideo

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Antworten (7)

  • 4
    Antwort von Bswss Bswss

    Könnte dies ein Bild von Alexey Jawlensky sein? Wenn ja, dann ist es viel älter als "Nachkriegzeit". Davon abgesehen glaube ich nicht an Deine "Verfolgungsthesen". Du solltest bei dem bleiben, was Du wirklich siehst und nicht zu sehr spekulieren.

    Kommentar von finzerconsult finzerconsultfinzerconsult

    Genau meine ansicht. falsche zeiteinordnung und unhaltbare Spekulationen, unbeweisbar - habe ich auch schon versucht zu vermitteln.

  • 4
    Antwort von Bswss Bswss

    Woher willst du wissen, dass es ein expressionistisches Gemaälde aus der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs(!) ist? Der Expressionismus war zu der Zeit schon lange nicht mehr aktuell(gehört eher in die 20er Jahre). Warum versuchst Du, Historisches in das Bild hineinzuinterpretieren? Wie kommst Du auf Juden- oder Roma/Sinti-Verfolgung?

    Kommentar von ghmuevideo ghmuevideoghmuevideo

    Ich ließ mir das Gemälde von einem Kunsthistoriker "datieren". Der verwendete Malgrund sei typisch für den genannten Zeitraum.

    Kommentar von finzerconsult finzerconsultfinzerconsult

    @Bswss. Wir sind einer Meinung - Genausogut könnte man spekulieren, dass die drei voller Staunen sehen, dass es draußen schneit.

    Die Münder zumindest der vorderen zwei Personen zeigen eindeutig nicht nach unten - keine Trauer oder Bedrohlichkeit zu sehen.

  • 4
    Antwort von finzerconsult finzerconsult

    Du kannst nicht in irgendein beliebiges Bild mit drei Gesichtern eine Lebensgeschichte, einen politischen Hintergrund und eine Verfolgungsgeschichte hineininterpretieren.

    Wer hat das Bild gemalt ? Wie ist der Titel ? Unter welchen Umständen wurde es gemalt ?

    Bei einem solchen Gemälde hat man sich auf die Komposition, auf die Gesichter, den Ausdruck, die Farbgestaltung zu konzentrieren.

    welchen Anhaltspunkt findest du hier, dass die drei Menschen Juden, oder Szinti oder Roma sein könnten ? Welche Hinweise auf Flucht, Deportation, Kz siehst du ?

    Du musst deine Interpretation vom Bild her ableiten, die Bildelemente als Beweise nehmen für deine Gedanken.

    Was du oben in der Frage anführst, liegt in allem völlig daneben. Selbst wenn du sagst, du findest das Bild sehr schön, musst du es begründen - und zwar mit sachlichen, Argumenten - und nicht mit einem Gedankengefasel. Tut mir leid, das so sagen zu müssen - aber wenn das dein Interpretationsansatz wäre, wäre das die Note: 6.

    Kommentar von ghmuevideo ghmuevideoghmuevideo

    Ich finde es aber auf den Punkt gebarcht, was Sie sagen. Meine Ableitung: Die Grundstimmung ist traurig. Hervorgerufen durch die nächtliche Atmospähre und der Mond der durch die Wolken schaut. Leicht gruselig.

    Die Blicke schauen aneienader vorbei. Kein Gesicht schaut sich an. Keiner schaut wirklich den betrachter an. Es wirkt apathisch und hoffnungslos. Die Gesichter sehen ausgehungert aus. Mager, auf den Knochen gezeichnet. Ebenso die Finger. Das Leiden verstärken zusätzlich noch die ruppigen, kraftvollen Pinselstriche.

    Die Mutter legt eine Decke/Jacke schützend um Ihr Kind.

    Das Gemälde stammt aus der Nachkriegszeit bzw. Kriegszeit. Es ist auf dem zeittypischen Maluntergrund gemalt. Folglich 30er/40er Jahre: Die Zeit der Nationalsotialisten. Wie komme ich auf eine Flucht oder gar Deportation? Die Alter und den Leidensaspekte. Wie schon erwähnt es sit Nacht: eine Nacht und Nebel Aktion. Ist das so in Ordnung?

    Kommentar von finzerconsult finzerconsultfinzerconsult

    Aha. Da hat sich doch jetzt was getan. Immerhin. Aber: In den 30/40er Jahren haben nicht nur N. gelebt. Es wurde nicht nur Leid gezeichnet. Welcher Maluntergrund ist "zeittypisch" ? Wo ist der Mond ? hinten links/rechts ? Schau mal die Hand der Frau an! Wo zeigt sich eine Aktion - wo Nebel ? Das Bild ist sehr statisch - beschreibe es bitte erstmal sehr exakt, auch den Aufbau - geh auf die Gesichtszüge genauer ein - bevor du interpretierst. Die Beschreibung ist die Basis für jede weitere Auslegung. Versuchs nochmal - viel Erfolg und gute Nacht für heute !

    Kommentar von Bswss BswssBswss

    DH!

    Kommentar von finzerconsult finzerconsultfinzerconsult

    Danke, Bswss. Dir auch gute Nacht !

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    RatgeberHelden Antwort von rotmarder rotmarder

    Wieso Mutter und Kind?

    Der Haaransatz und der Haarschnitt der zentralen Figur lassen durchaus zu, sie als Mann zu deuten. Es ergäbe sich ein Paar von Mann und Frau, die aneinandergeschmiegt sind.

    Aber ohne Bildtitel und Hintergrundinformationen bleibt Ungewissheit - bestenfalls lässt sich eine gewisse Plausibilität erreichen. Die fehlende Detailgenauigkeit erzeugt Mehrdeutigkeit.

  • 1
    Antwort von hadina hadina

    was soll da blos jüdisch sein? das ist viel eher eine dreicksgeschichte in der eine person in den hintergrund gedrängt wurde. der stil hat expressionistische züge. doch ist weder eine tragik wie sie zuerst interpretieren nicht vorhanden. es ist wenn überhaupt ist eher die bildnerische aufarbeitung einer eigen (des malers oder malerin, die figur im hintergrund ) kränkung oder ähnlichem. weshalb auch die mittlere person grösser dargestellt wird.

    interpretationen sind eh so eine sache, man sollte es dabei belassen ein bild schön und gut zu finden und sich daran freuen. und bei diesem bild lohnt es sich, egal wer auch mmer und warum auch immer es gemalt wurde.

  • 1
    Antwort von bloodsplash bloodsplash

    Ich bin ja der Meinung, dass sich nicht jeder Künstler bei jedem Strich und jedem Bild direkt was gedacht hat. Als würden sie alle nur malen, damit irgendwer irgendwas interpretieren kann...

    Kommentar von ghmuevideo ghmuevideoghmuevideo

    Ich sehe es anders: Interpretation ist nicht unbedingt das was sich der Künstler dachte, sondern das was der Betrachter aus dem Bild lesen kann.

    Kommentar von bloodsplash bloodsplashbloodsplash

    Dann frag ich mich aber, wieso du dich fragst, was sich der Künstler dabei gedacht hat.. ;)

    Kommentar von ghmuevideo ghmuevideoghmuevideo

    Eine gute Frage :-D

  • 0
    Antwort von Ullalala46 Ullalala46

    Hallo,Jeder Künstler verarbeitet eigene Erlebnisse,Wünsche und Sehnsüchte.Dieses Bild ist in einer depressiven Zeit entstanden,die man in der Geschichte nachlesen kann."Die grosse Depression"

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