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Bild in eBay Auktion kopiert, jetzt Abmahnung!! Bitte um Hilfe

gefragt von NNEETT am 30.01.2009 um 23:36 Uhr

Ich hoffe, dass mir hier jemanden der sich juristisch auskennt einen guten Rat geben kann. Ich bin wirklich sehr verärgert und ehrlich gesagt auch ratlos. Irgendwann Ende Dezember hat meine Freundin eine Hose in eBay gekauft. Die Hose hat ihr aber leider nicht gepasst. Aus mehreren Gründen hat sie die Hose nicht rechtzeitig an den Verkäufer zurückgeschickt. Sie hat diese dann nach paar Wochen erneut in eBay gestellt und für 12 € verkauft. Sie hat aber dabei dasselbe Foto des Verkäufers für Ihre Auktion benutzt. Nun haben wir einen Brief per Einschreiben erhalten, in dem man uns zu einer Zahlung von einer absurden Summe von etwa 200 € inklusive Mahnkosten auffordert, aufgrund von Verletzung des Urheberrechts. Der Brief scheint von einem Anwalt geschrieben zu sein. Man droht uns mit erheblichen Kosten und teuerem Gerichtsverfahren, wenn wir die verlangte Summe nicht bezahlen.

Um eine Vorstellung zu haben, wovon es sich handelt hier ist ein fast identisches Foto http://i.treehugger.com/files/th_images/pants.jpg OK wir haben ein Foto genutzt das uns nicht gehört aber die Hose selbst ist 10 € wert, kann man für so ein unscheinbares Foto so viel Geld verlangen? wie kann das Foto mehr kosten als der Artikel selber, wobei der Artikel ist nur 10 € wert ist. Das Bild ist ja weder Kunstwerk noch hat sonst irgendein besondern Wert. Soll man auf diese Anforderung reagieren?

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eBay x 5.862 Jura x 459 Urheberrecht x 384

Histotechnik
beantwortet von Histotechnik am 25. Februar 2009 08:27
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Das ist ein typischer Fall: Das Bild wurde ohne Genehmigung verwendet, das steht wohl außer Frage. Aber: Hat der Anspruchsteller auf seiner Seite das Urheberrecht am B ild reklamiert und dargelegt und angedroht, dass KOSTENPFLICHTIG abgemahnt wird, wenn man es verwendet? Ist klar, ob er selbst der Eigentümer des verwendeten Bildes ist? Und: Abmahnungen drohen im Allgemeinen an, dass im Wiederholungsfall mit bestimmten Kosten zu rechnen ist. Hier scheint ein Anwalt die Masche zu nutzen, dass er durchaus eine Aufwandsentschädigung verlangen kann, wenn er in dieser Sache tätig wird. Dazu genügt es, wenn die Sache eingetreten ist. Ein verwendetes Foto im Internet kann man ja nicht mehr zurückholen, es ist publiziert und wenn man Pech hat, schon 1000 mal kopiert und weiterverwendet worden. Dies ist die Problematik der Musik-downloads. Diese Sache ist verfahren. Trotzdem bitte sofort und unbedingt Widerspruch einlegen. Die Hose war in Dein Eigentum übergegangen, der Verkäufer hat dabei das Recht am Bild nicht separat geltend gemacht. Deine Hose hast Du mit dem zugehörigen Bild angeboten. Der Verkäufer hat versäumt, seine Rechtsansprüche am Bild unmissverständlich geltend zu machen. Das Foto ist eine Sachaufnahme ohne jeden künstlerischen Wert. Am Bild fehlen die notwendigen Copyright-Vermerke. Mit dieser Argumentationskette sollte es gelingen, die Gegenseite zumindest zum Einlenken zu bewegen. Ohne bestehende Rechtschutzversicherung würde ich weitere Schritte aber NICHT gehen, denn die Sache riecht nach einem Vergleich, bei dem Du am Schluss etwa die halbe Summe zuzügl. aller entstandenen Gerichts- und Anwaltskosten zahlen musst. Das würde teurer, als die geforderten 200 Teuro. Genau darauf legen es diese Abkassier-Abmahn-Anwälte übrigens an: sie bemessen die Aufwandsentschädigung genau so, dass o.a. Rechnung aufgeht. Lasst Euch alle das eine Warnung sein: Die Abzocker lauern überall. Und bei solchen kauft man am besten NIE mehr ein!


anonym
beantwortet von Quickfinger am 30. Januar 2009 23:54
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Das Geld wird nicht für das Foto verlangt, sondern für seine unerlaubte Benutzung. Ein Anwalt kann euch dabei helfen, dieser Forderung am geschicktesten zu begegnen, aber deiner Freundin ist zu raten, das Urheberrecht in Zukunft ernster zu nehmen. Letztlich hat sie etwas geklaut, was sie in einer Minute selbst hätte herstellen können.


boriswulff
beantwortet von boriswulff am 30. Januar 2009 23:54
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Du musst das auch mal aus der Sicht der armen Händler sehen.

Die Verdienen eh kaum etwas bei der Vermarktung über Ebay, weil viele Gebühren an Ebay und Paypal bezahlt werden.

Dazu kommen die Kosten, die wir für einen Fotografen bezahlen, der unsere Produkte bestmöglich darstellt.

Und dann kommt irgend jemand und kopiert das Bild für das wir viel Geld bezahlt haben.


Sunnynelly
beantwortet von Sunnynelly am 30. Januar 2009 23:42
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bei eBay kann man doch eigentlich gar nicht umtauschen, es sei denn es war ein Händler? Aber man muß vorsichtig sein, es gibt dort Experten die lauern förmlich auf geklaute Bilder, um dickes Geld aus diesem Urheberrecht zu machen. Ich glaube Du wirst nicht umhinkommen, einen Rechtsanwalt einzuschalten oder Dir zumindest einen Rat dort zu holen.


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