Bild eines einsatzgehärteten Gefüges inkl.Randentkohlung?

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2 Antworten

Bei der "Zunderschicht" handelt es sich um Randoxidation, nicht um Randentkohlung. Bei Randentkohlung ist eine deutlich absinkende Härte nachweisbar. Sie geht allmählich in die nicht entkohlte Schicht über. Bild habe ich leider keines.

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Hallo, Randentkohlung und Verzunderung sind konkurrierende Prozesse. Bei Sauerstoffüberschuß oxidiert das Eisen so schnell wie der Kohlenstoff. Man sieht eine Zunderschicht (Fe2O3 bzw. Fe3O4) aber keine C-Verarmung (Entkohlung). Bei Sauerstoffarmut oxidiert der C schneller als das Fe, sodaß ene sichtbare Entkohlung auftritt. Bei hoch C-haltigen Stählen, bspw ein Wälzlagerstahl (100Cr6) kann sich die Randentkohlung dadurch äußern, daß keine oder nur wenige übereutektoiden Karbide (M2C3) zu sehen sind. Entkohlung kann entweder eine C-Verarmung sein (Rand C-Gehalt sinkt etwas vom  Soll C-Gehalt ab: C45: Rand bspw. 0,3%C) - oder C wird ganz oxidiert, dann liegt eine ferritische Randschicht vor. Also zwischen Abkohlung und Auskohlung unterscheiden. Bei legierten Einsatzstählen wie bei Deinem 18MnCr5 (EC80) kann infolge der Legierung (Cr) bei gehärtetem/vergütetem Zustand die Abkohlzone metallogr. nur durch schwächere Ätzbarkeit (heller)  detektiert werden. Hier empfiehlt sich, wenn keine genaue C-Bestimmng möglich ist: die Probe in eine locker vrschlossene Stahlkiste zu packen, mit Graugußspänen zu füllen Papier oben drauf und mit Lehm verschlossen im Ofen normalglühen und langsam auf RT abzukühlen.  Bilder zu Stahlgefügen gibts bspw. unter folgender Adresse :  http://www.metallograf.de/  

Gruß Osmond

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