Frage von esyxsq, 75

Bild des eigenen Hundes ohne Nachfragen veröffentlicht?

Hallo,

bei einem Turnier hat jemand wie ich im Nachhinein erfahren habe meinen Hund während dem Parcours fotografiert und das Bild dann in einer Zeitschrift veröffentlicht.

An für sich finde ich das ja auch garnicht schlimm, doch er weigert sich nun, mir das Bild zukommen zu lassen und meint, es wäre sein Eigentum.

Ist das so zulässig? Immerhin hat er ja zuerstmal meinen Hund ohne Erlaubnis fotografiert und auch noch veröffentlicht?

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 64

Hund hat kein Recht am Bild, also hat der Typ recht.

Er kann ihn Fotografieren, ins Netz stellen, in der Zeitung abdrucken usw. und du kannst absolut und gar nichts dagegen tun.

Nur wenn du auf dem Foto mit drauf bist, braucht er deine Einwilligung. Wenn mehr als 6 oder 7 Menschen auf einem Bild sind, dann hast nicht mal du ein recht auf dein eigenes Bild, weil dann ist es ein Gruppenfoto und das darf man auch wieder veröffentlichen.

Reg dich nicht auf, nimm es als "wieder was gelernt".

Kommentar von berlina76 ,
Nur wenn du auf dem Foto mit drauf bist, braucht er deine Einwilligung. Wenn mehr als 6 oder 7 Menschen auf einem Bild sind, dann hast nicht mal du ein recht auf dein eigenes Bild, weil dann ist es ein Gruppenfoto und das darf man auch wieder veröffentlichen.

Nicht unbedingt. Wer heutzutage an einem Wettbewerb teilnimmt muß großteils auch schon in den Teilnahmeformularen sein Recht am eigenen Bild für die Veranstaltung abtreten. Damit die Fotografen nicht jedem Teilnehmer hinterherlaufen müsse um zu fragen ob sie das Bild veröffentlichen dürfen.

Kommentar von friesennarr ,

Der Zuschauer ja wohl kaum. Aber Zuschauerfotos sind immer mehrere Menschen drauf.

Als Teilnehmer kann schon sein. Aber der Hund hat kein recht am eingenen Bild egal wo.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 23

Hi bist du denn mit auf den Bild drauf? Wenn ja, dann hast du Recht, auf sein eigenes Bild hat man ein Recht. Aber da ein Hund kein Mensch ist und rechtlich als dein Eigentum angesehen wird, wie zB das Auto, gibt es keinerlei Recht auf das Foto. Zumal du ja freiwillig bei der Veranstaltung teilgenommen hast, dabei tritt man ebenfalls Rechte ab. Ist so als wärst du zB auf einer grossen Demo und kommst dadurch ins Fernsehen, im Rahmen der Veranstaltung ist es dann erlaubt dich zu filmen und auch zu veröffentlichen. Das er das Foto freiwillig nicht rausrückt finde ich traurig, finde es wäre einfach nett und höflich das Bild zu bekommen, auch als Erinnerung für dich,aber wenn sich da quer stellt kannst du rechtlich leider nix machen :( 

Antwort
von InfoDomenik, 59

Tiere sind bekanntermaßen keine Menschen. Zwar sind Tiere auch keine Sachen, werden aber wie solche behandelt. So steht es in § 90a BGB. Dies bedeutet, die Gesetzesparagraphen, in denen es um Sachen, also eigentlich nur körperliche Gegenstände nach § 90 BGB, geht, gelten weitestgehend auch für Tiere. Als Pendant zum „Model-Release“ wird bei Sachen und Tieren teilweise ein „Property-Release“ durch den Eigentümer, bzw. Rechteinhaber, benötigt.

Kommentar von esyxsq ,

okay, danke für die Info! :)

Antwort
von berlina76, 67

War es eine öffentliche Veranstaltung oder eine geschlossene Gesellschaft?

Bei einer öffentlichen, darf er fotografieren und die Bilder auch kommerziel nutzen. Und braucht sie dir auch nicht zu geben wenn er nicht will.

Ist es eine Interne Veranstaltung muss er dich vor Veröffentlichung fragen ob er sie nutzen darf, weil es eben dein Hund ist. Ansprüche auf die Bilder hast du trotzdem nicht, er ist Urheber.

Kommentar von esyxsq ,

es war eine öffentliche Veranstaltung, also dadurch, dass es ja ein Turnier war :) 

Gut zu wissen dass er sie mir nicht geben muss, aber sympathisch macht er sich mir damit eindeutig nicht :D  

Kommentar von berlina76 ,

Schreib dem Zeitungsverlag. Sag das auf dem Bild dein Hund ist und du ein Belegexemplar haben willst. Normalerweise sind die so kulant.

Kommentar von friesennarr ,

Wenn er ein Foto vom Hund mitten auf dem Feld macht, braucht er auch nicht zu fragen.
Überall im öffentlichen Raum, darf er aufs grade Wohl fotografieren, was er lust und laune hat. Und darf das auch veröffentlichen.

Was er nicht veröffentlichen darf, ist ein Bild einer Person.

Schön wäre es, wenn sie fragen müssten und man es dann verbieten könnte, geht aber nicht.

Kommentar von berlina76 ,

Der Fotograf macht auf einer öffentlichen Veranstaltung ein paar Hundert Fotos. Nicht immer steht der Besitzer der Fotografierten Sache zur stelle. er wählt anschließend aus dieser Flut von Fotos eins aus, das er dem Verlag schickt. Wenn er zu jedem Foto das er macht erstmal eine Einverständniserklärung benötigt, käme er nicht zum Fotografieren, deshalb gilt eben was in der Öffentlichkeit Fotografiert ist, oder von öffentlichem Raum aus ohne Hilfsmittel(Leiter) darf man ohne irgendwelche Einverständniserklärungen kommerziell nutzen. 

Einzige Ausnahme, Personenfotos, auf denen einzelne Personen direkt sind(nicht das Publikum).

Antwort
von Ittokki, 66

Da Tiere im allgemeinen ja keine Menschen sind, sondern eher wie Gegenstände betrachtet werden, hast du da kein Recht am eigenen Bild.

Ich finde der Fotograf hätte aber trotzdem vorher mal nachfragen können ob er das Bild veröffentlichen darf :/

Schau mal hier nach: 

https://www.rechtambild.de/2010/08/tierfotos-ein-recht-am-bild-des-eigenen-tiere...

Kommentar von esyxsq ,

danke für die Info! :) ja, dachte mir auch dass er hätte fragen können, oder mir zumindest Bescheid geben :D 

Kommentar von friesennarr ,

Wiso sollte er fragen? Ist viel einfacher, wenn er es einfach macht.

Wenn er fragt, dann könnte sie ja nein sagen. Was aber beim Tier eh nichts gelten würde, also ist ein fragen unnötig.

Kommentar von Ittokki ,

Das es unnötig ist ist ja klar, aber ich meine so rein Menschlich, da es sich ja am Ende doch um ein lebendes Wesen handelt hätte man ja fragen können, gehört sich halt einfach so :/

Kommentar von friesennarr ,

Wenn die Reporter aber Fragen und du nein sagst, dann haben sie eher ein Problem, als wenn sie gar nicht erst fragen.

Veröffentlicht ist veröffentlicht, das kann man zwar richtigstellen, aber man kann es nicht mehr unveröffentlichen. Rückruf der Zeitschrift geht ja nicht mehr.

Antwort
von nochfrei, 45

Turnier bedeutet öffentlicher Raum, er hat also alles recht das Bild zu machen. Dass er es behält ist etwas unverschämt aber evt will es er an zeitschriften verkaufen und hat angst dass du es weg nimmst. Ich glaube was er tut ist legal aber bin mir nicht 100% sicher. Versuche rational zu argumentieren, evtl kommt er zu sinnen

Kommentar von esyxsq ,

er hat es ja schon in einer Zeitschrift veröffentlicht… ja finde es auch blöd, zum einen hätte er aus Anstand fragen können ( sooo viele Teilnehmer hat ein Turnier nicht) und ich will ja kein Geld und nichts von ihm, einfach nur gerne das Bild, damit ich es für mich, privat ausdrucken kann :( 

Kommentar von nochfrei ,

Ich würde ihn anschreiben und bitten das Bild zu bekommen, wenn es ihm ums verkaufen geht auch in ner Woche. wenn nicht musst du evtl das Abscannen auch wenn die Qualität dann leidet.

Kommentar von LillyFee000 ,

bei Turnieren kenne ich das nur so. es ist immer rin fotografen dabei der alles fotografieet ohne vorher zu Fragen. wenn man das Bild haben möchte sagen die Fotografen zu meiner Mutter das sie sich die Zeitung in der die Bilder erscheinen zu kaufen hat, wie jeder andere auch. Finde es auch nicht korrekt aber ich Glaube die machen einfach nur ihren Job.

Antwort
von DJFlashD, 56

Hmm da Hunde vor dem Gesetz als Gegenstände betrachtet werden (weshalb man sie verkaufen und kaufen kann), und es keine Person In dem Sinne ist, ist vermutlich in der tat keine Erlaubnis deinerseits nötig. Wieso er dir das Bild jedoch nicht zukommen lassen will ist mir ein Rätsel... Scheint ein recht asozialer Fotograf zu sein

Kommentar von esyxsq ,

dankeschön! :) Ja, habe mir schon gedacht dass die Erlaubnis nicht unbedingt nötig ist, aber nachfragen hätte man aus Anstand schon können :D oder mir jetzt zumindest einen Abzug oder so davon geben :D

Kommentar von a39lina ,

Doch ist nötig, da es ihr "Eigentum" und somit ihr Recht ist.

Kommentar von friesennarr ,

Nein gilt leider nicht. Man kann genauso ihr Auto fotografieren und in der Zeitung abdrucken, solange keine Nummernschilder sichtbar sind, kann man das tun.

Tier hat leider kein Recht am eigenen Bild.

Kommentar von DJFlashD ,

wenn jemand in der Stadt ein Bild macht und mein Fahrrad darauf zu sehen ist und dieses Bild irgendwo veröffentlicht wird, dann fragt man mich doch auch nicht ob man das darf, nur weil mein Fahrrad drauf zu sehen ist...

Antwort
von Papassohnnemann, 73

Wenn du das Bild hast kannst du behaupten das du das Bild gemacht hast. Also hättest du auch die rechte einer Veröffentlichung.

Kommentar von MiraAnui ,

Du musst veweksrnr das du das Bild gemacht hast.

Jeder Fotograf kann das

Antwort
von dresanne, 50

Ein Turnier ist eine öffentliche Veranstaltung, dort kann jeder fotografieren und weitergeben, was er will, genau wie bei einer Demonstration oder einer anderen öffentlichen Veranstaltung.

Antwort
von Revic, 75

Ja darf er, da Tiere vor dem Gesetz als Gegenstände angesehen werden und du somit kein Recht am eigenen Bild hast. Da kann man leider nicht viel machen.

Kommentar von Bernerbaer ,

Das ist falsch!

Siehe § 90a BGB: Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

In diesem Fall sind aber die Vorschriften für Sachen anzuwenden da Tiere kein Persöhnlichkeitsrecht besitzen.

Kommentar von Revic ,

Okay, dass ist jetzt aber wirklich Haarspalterei. Ich habe ja auch nur geschrieben, dass Tiere wie Sachen angesehen werden, auch wenn es im gesetzbuch vielleicht anders steht, ich bin kein Jurist. Fakt ist, und das geht ja auch aus deinem Kommentar hervor, dass in diesem Fall für Tiere die gleichen Vorschriften wie für Sachen, sprich Gegenstände gelten.

Kommentar von Bernerbaer ,

Ich sehe das nicht als Haarspalterei. In den meisten Köpfen spukt immer noch "Tiere sind Sachen" rum.

Deutschland hat eines der fortschritlichsten Tierschutzgesetze. Auch wenn es noch vieles zu verbessern gibt so ist genau dieser kleine Satz in § 90a BGB das Wichtigste überhaupt.

Kommentar von Revic ,

Fakt und eigene Meinung sind ja auch nicht immer ein und dasselbe. Für mich persönlich sind Tiere auch keine Gegenstände und ich bin sehr stolz auf die Fortschrittlichkeit unseres Tierschutzgesetzes, aber gehört hier nicht zur Frage und wurde deshalb auch nicht von mir genannt.

Antwort
von Shiftclick, 70

Wenn ein Fotograf die Exklusivrechte an einem Bild verkauft, dann kann er es natürlich nicht anderweitig verteilen. Dass er das Foto machen durfte, ist glaube ich unstrittig, besonders entgegenkommend hat er sich aber nicht gezeigt.

Kommentar von esyxsq ,

danke für die info! :)

Antwort
von Menuett, 5

Das ist so zulässig.

Dein Hund hat keinerlei Persönlichkeitsrecht.

Sachen in der Öffentlichkeit dürfen fotographiert werden.

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