Frage von Anonym2211, 149

Bibelstellen zum Thema Sterbehilfe?

Hallo! Gibt es Bibelstellen, die die Aussage - "Es gibt kein aussichtsloses menschliches Leiden" - unterstützen, und wenn ja, welche?

Dankeschön schon ´mal vorab! :) Liebe Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kdd1945, 78

Hallo Anonym2211,

gerne suche ich Texte heraus die zu Deinem Thema "Sterbehilfe" passen könnten. Zwar werden heute - so sehe ich es - nicht sehr oft schwere Leiden durch Gottes Eingreifen wundersam geheilt, sein Wort gibt aber in jedem Fall Zuversicht, Kraft und Hoffnung. 

1Kor 10,13 (EÜ): Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert. Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch in der Versuchung einen Ausweg schaffen, sodass ihr sie bestehen könnt. (Auch ein schweres Leiden stellt eine Versuchung/Prüfung unseres Glaubens dar)

Jak 5,11(NLB) Denn für uns sind jene gesegnet, die im Leiden durchgehalten haben. Ihr kennt die Geduld Hiobs und wisst, wie der Herr alles zu einem guten Ende führte, denn er ist voll Mitgefühl und Barmherzigkeit.

+Den folgenden Wortlaut findest Du in der NEÜ:

Jes 55,9 "Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, / so weit reichen meine Gedanken über alles hinaus, was ihr euch denkt, / und meine Möglichkeiten über alles, was für euch machbar ist.

Mt 19,26 Jesus blickte sie an und sagte: "Für Menschen ist das unmöglich, nicht aber für Gott. Für Gott ist alles möglich."

Mk 9,23 "Wenn du etwas kannst?", erwiderte Jesus. "Was soll das heißen? Für den, der Gott vertraut, ist alles möglich!"

Mk 10,27 Jesus blickte sie an und sagte: "Für Menschen ist das unmöglich, nicht aber für Gott. Für Gott ist alles möglich."

Mk 14,36 "Abba, Vater", sagte er, "dir ist alles möglich. Lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen! Aber nicht, wie ich will, sondern wie du willst."

Grüße, kdd

Antwort
von tinimini, 77

→ Jona bietet im gleichnamigen Buch den mit ihm Reisenden seinen Suizid an, um eine Rettung des Schiffes aus Seenot zu bewirken („Nehmt mich und werft mich ins Meer“). Er entkommt aber auf wundersame Weise dem Tod (Jon 1,12).

Abimelech (Ri 9,50-56)

Als → Abimelech zur vollständigen Eroberung der von ihm belagerten und eingenommenen Stadt Tebez die Burg stürmen will, wirft eine Frau ihm am Burgtor einen Mühlstein auf den Kopf. Trotz zerschmetterten Schädels gibt Abimelech seinem Waffenträger einen letzten Befehl: er solle ihn mit seinem Schwert töten, damit niemand sagen könne, eine Frau habe ihn umgebracht. Daraufhin durchbohrt der Gehilfe ihn und beschleunigt damit seinen Tod.

Diesen Fall eindeutig zu klassifizieren ist schwierig, da drei Aspekte hier zusammenspielen: Der Mordanschlag auf Abimelech, sein sich anschließender Todeswunsch und die ausführende Mitwirkung seines Waffenträgers. Hilfreich ist die Übersetzung M. Bubers für den letzten Königbefehl Abimelechs an seinen Diener: „und töte mich vollends“. Im Gedächtnis blieb seine Ermordung als König (2Sam 11,21), die durch die Hand einer Frau erfolgte, wodurch Abimelechs Ableben als unehrenhaft galt (Ri 4,21-24, Ri 5,26.31; Jdt 16,5-9 [Lutherbibel: Jdt 16,7-11]). Der Brudermörder, der seine 70 Brüder auf „ein und demselben Stein“ (Ri 9,5.18) tötete, wurde selbst durch einen Stein erschlagen. Moralisch werden sein Suizidgedanke und die Hilfe seines Dieners im Alten Testament nicht kommentiert.

3.1.3. Saul und sein Waffenträger (1Sam 31,4-13 par 1Chr 10,4-14) Im Kampf Israels gegen die Philister müssen die Israeliten fliehen. Nachdem die drei Söhne → Sauls bereits erschlagen worden sind, wird auch er durch Bogenschützen schwer verwundet. Seinem Waffenträger befiehlt er daraufhin, ihn mit dem Schwert zu töten. Als dieser aus Angst verweigert, stürzt Saul sich selbst ins Schwert. Der Waffenträger tut es ihm gleich und stirbt mit ihm.

Saul gilt als bekanntester Suizidant im Alten Testament; sein Ableben wird oft mit der konkreten militärstrategischen Situation der Gilboa-Schlacht (→ Gilboa) begründet. Unterschiedliche Bewertungen für Sauls Ende finden sich in den beiden anderen Stellen, die von seinem Tod berichten. 2Sam 1 spricht von einem Schwächeanfall Sauls (2Sam 1,9); das erste Chronikbuch fügt der ansonsten identischen Schilderung von Sauls Ende eine Begründung hinzu und bewertet seine Tat dadurch negativ: „So starb Saul wegen der Treulosigkeit, die er gegen den Herrn begangen hatte. Er hatte das Wort des Herrn nicht befolgt und den Totengeist befragt, um Auskunft zu suchen; an den Herrn aber hatte er sich nicht gewandt. Darum ließ er ihn sterben und übergab das Königtum David, dem Sohn Isais“ (1Chr 10,13-14).

Antwort
von Hooks, 52

Lies mal das Buch Hiob.

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