Frage von Chrissstian, 96

Bibel im Urtext kaufen?

Hallo, kann man die Bibel im Originalen Text/ Urtext (also AT auf hebräisch/aramäisch und NT auf griechisch) kaufen? Aber bitte keine revidierte Fassung. Wenn ja wo? Oder nach was genau muss ich suchen?

danke...

Antwort
von Ambrosius, 13

Hallo. gerade vor ein paar Tagen las ich in der Einleitung zu einem Buch "Das Neue Testament" aus dem Altgriechischen neu übersetzt von Johannes Greber in der Einleitung unter anderem Folgendes:

Mit Recht sagte daher Dr. Eugen Huehn
in seinem ”Hilfsbuch zum Verständnis der Bibel": ”Wer von uns nur sein geglättetes Neues Testament kennt, wird es nie für möglich halten, dass viele Tausende verschiedener Lesarten existieren. Die Verhältnisse liegen nach kundiger Schätzung so; dass mehr Verschiedenheiten als Worte des Textes im Neuen Testament enthalten sind. Bei diesem Sachverhalt würde die Kirche sich heutzutage in nicht  geringe Verlegenheit versetzt sehen, wollte sie das Dogma von wörtlicher Inspiration der Bibel aufrecht erhalten."

Wer diesen Sachverhalt ohne Voreingenommenheit betrachtet, muss mit Pilatus fragen: ”Was ist die Wahrheit?" Denn wenn die uns vorliegenden Abschriften des Neuen Testamentes in den für den Glauben der christlichen Kirche wichtigsten Punkten wesentlich voneinander abweichen, und dazu noch in die modernen Sprachen falsch übersetzt wurden, dann gibt es überhaupt keine Glaubenswahrheit mehr, bei der man sich mit dem Gefühl der Sicherheit auf die Bibel berufen könnte.

Das bestätigt kein Geringerer als der Hl. Hieronymus. Er übersetzte um 370 nach Christi Geburt die ganze Bibel in die lateinische Sprache. Der damalige Papst Damasus hatte ihn zu dieser Übersetzung aufgefordert. In einem Brief an Damasus berichtet nun Hieronymus über sein neues Bibelwerk. Darin sagt er, dass es eine gefährliche Anmaßung sei, eine Bibel schreiben zu wollen, welche den richtigen Text widergäbe. Denn die vorhandenen Abschriften des Urtextes, die über die ganze Welt zerstreut seien, wichen alle voneinander ab. Nun solle er den Schiedsrichter spielen. Wenn er nun eine neue Bibel herausgäbe, so würde sie von den bisherigen abweichen. Die Folge werde sein, dass man ihn einen gotteslästerlichen Fälscher nenne, weil er Worte und Sätze geändert, hier etwas ausgelassen, dort etwas hinzugesetzt oder sonstige Verbesserungen vorgenommen habe.

Und dann schreibt er den Satz, der den schwersten Schlag gegen jeden führt,der die Bibel, wie sie uns jetzt vorliegt, als das unverfälschte Wort Gottes ansieht. Er sagt: "Selbst diejenigen, die mich als gotteslästerlichen Fälscher schmähen, müssen zugeben, dass dort nicht mehr von ”Wahrheit" die Rede sein kann, wo das, was die Wahrheit sein soll, von einander abweicht (VERUM NON ESSE QUOD VARIAT ETIAM MALEDICORUMTESTIMONIO CONPROBATUR)". Er will damit sagen: Wenn die Schriften, welche die Wahrheit enthalten sollen, sich bezüglich der Wahrheit widersprechen, dann kann mich niemand einen ”Fälscher der Wahrheit" nennen; denn in meinem Falle kann von ”Wahrheit" überhaupt nicht mehr die Rede sein, und darum auch nicht von einer ”Fälschung der Wahrheit".

Weiter Schilden Hieronymus in seinem Briefe, wie die vielen Verschiedenheiten der Abschriften des ursprünglichen Textes zu erklären seien. Manche Abschreiber - sagte er -haben in verbrecherischer Weise absichtlich gefälscht. Andere wollten in ihrer Anmaßung den Text verbessern, haben ihn jedoch in ihrer Unerfahrenheit noch mehr verdorben. Wieder andere haben beim Abschreiben geschlafen und dadurch manches ausgelassen, verkehrt gelesen oder an die verkehrte Stelle gesetzt.

Aber was Hieronymus von den Abschriften überhaupt und was er über die Abschreiber sagt, gilt in demselben Umfang von seiner eigenen Bibelausgabe. Denn auch er hat dasselbe getan, was alle früheren Übersetzer und Abschreiber taten. Auch er hat nach seinem persönlichen Gutdünken in seiner neuen Bibel Zusätze angebracht, Stellen und Worte umgeändert, und Teile ausgelassen, wie er selbst zugibt. Und sicherlich sind seine Änderungen nicht zu Ungunsten der damaligen Lehren des Papsttums ausgefallen. Später hat man an dieser Übersetzung des Hieronymus, die den Namen ”Vulgata" führt, noch weitere Änderungen vorgenommen und dann auf dem Konzil von Trient den Glaubenssatz aufgestellt, dass die Vulgata das ”inspirierte Wort Gottes" enthalte. Es wird dabei nicht gesagt, wem denn die Vulgata mit all ihren Zusätzen, Weglassungen und nachträglichen Änderungen inspiriert worden sei, ob dem Hieronymus oder wem sonst. 

So hatte Hieronymus z. B. die für die katholische Trinitätslehre so wichtige Stelle im ersten Johannesbrief: "Drei sind im Himmel, die Zeugnis geben"  nicht in seiner Vulgata; denn keine einzige der vielen Handschriften, die ihm vorlagen, enthielt diese Stelle.

Jedoch in die Vulgata, die das Konzil von Trient vor sich hatte, war diese Stelle eingefügt; infolgedessen hat auch diese Fälschung als ”inspiriert" zu gelten, obschon sie vor dem 15. Jahrhundert in keiner einzigen Handschrift enthalten ist. Da auch katholische Theologen diese Stelle als Fälschung ansahen, hat die Indexkongregation am 15. Januar 1897 im Auftrage des Papstes ausdrücklich erklärt, dass sie einen ”integrierenden" Bestandteil des Neuen Testamentes bilde und darum als vom heiligen Geist inspiriert zu betrachten sei. - Diesen gefälschten ”Beweis" für die Lehre von dem ”einen Gott in drei Personen" wollte man sich nicht mehr aus der Hand nehmen lassen, da keine anderen Beweise dafür in der Bibel enthalten sind.

. . . . . usw.

Ja, so sieht es aus . . . . .  Ich war auch erschüttert.

 Im Frieden

Ambrosius

Antwort
von helmutwk, 63

Aber bitte keine revidierte Fassung.

Tja, was meinst du mit "revidierter Fassung"?

Bevor es den Buchdruck mit beweglichen Lettern gab, mussten Bücher per Hand abgeschrieben werden. Es ist schlicht unmöglich, einen langen Text abzuschreiben, ohne Fehler zu machen.  Deshalb wurden Handschriften i.d.R. nachkontrolliert, aber nicht immer wurden alle Fehler gefunden. Und wenn eine korrekt abgeschriebene Stelle mit einer fehlerhaften Handschrift verglichen wurde, wurde auch schon mal der richtige Text zum Abschreibefehler korrigiert ...

Sogar bei den hebräischen Masoreten, die besonders viel Wert auf korrekte Abschriften legten und es immerhin geschafft haben, eine 2000 Jahre (u.a. in Qumran gefundene) Version nahezu unverändert bis heute zu überliefern, konnten nicht alle Abschreibefehler verhindern - weshalb es im Masoretischen Text zwei Texttypen gibt (ben-Ascher und ben-Naphtali genannt), die sich minimal voneinander unterscheiden.

Wenn Urtextausgaben in den letzten 150 Jahren "revidiert" wurden, dann stets deshalb, weil durch Erforschung alter (z.T. neu entdeckter) Handschriften es genauer möglich wurde, den ursprünglichen Text zu rekonstruieren.

Beim AT ist es sviw bis heute so, dass der Text einer Handschrift (Leningrader Codex) benutzt wird, und der Leser muss in den Anmerkungen zu anderen Handschriften (z.B. in Qumran) selber entscheiden, wo da ein Fehler im Text vermutet werden kann. Falls hier ein Experte mitliest, kann er mich da ggf. korrigieren ...

Im NT ist mit der "unrevidierten Fassung" vermutlich der Textus Receptus gemeint. Dieser Ausdruck entstammt einem Werbetext (von 1633) des Druckhauses Elzevier, bezieht sich aber heute auf so ziemlich alle alten Urtextausgaben von Ersamus (1516) bis ins 19.Jh.

Erasmus hatte sich seinerzeit beeilt, um der spanischen Complutensis zuvorzukommen, und seine Ausgabe von 1516 ist grottenschlecht. Zwar hat er später einige Fehler verbessert, aber dafür wurde er (durch ein leichtsiniges Versprechen) dazu gezwungen, in 1.Jh 5 einen Text ("Comma Johanneum") hinzuzufügen, den er für einen späteren Zusatz hielt (zu recht, er entstammt lateinischen Handschriften).

Außerdem hat Erasmus nichts getan, um die teile, die er (mangels eines vollständigen Exemplar der Offenbarung) aus der lateinischen Vulgata ins Griechischen übersetzt hatte, später nach griechischen Handschriften zu korrigieren. Und natürlich sind da zahlreiche Abweichungen, die zufällig in den von ihm benutzten Manuskripten drin waren (und sonst nur in wenigen Handschriften).

An ein paar Hundert Stellen haben spätere Herausgeber Erasmus korrigiert (weshalb es genau genommen nicht "den" Textus Receptus gibt), aber erstens kannte sie auch nur wenige (bis keine) wirklich alten Handschriften, und zweitens war das Ansehen von Erasmus so hoch, dass sie nicht wagten, zu viel zu korrigieren.

Wenn du unbedingt den fehlerhaften Textus Receptus willst: der wird von gewissen Fundamentalisten angeboten. Die erzählen meist auch, dass der echt ist, weil z.B. Luther ihn benutzt hat (aber in 1.Jh 5,7-9, wo Luther dem TR nicht folgte, ist das offenbar kein Argument ...) oder weil (entsprechend ausgewählte) Stellen beweisen sollen, dass verbesserte Ausgaben einen Text mit einer falschen Lehre enthalten (genausogut könnte ich mit Stellen wie Ph 2,9 "beweisen", dass der TR die Dreieinigkeit verneint - ist natürlich Unsinn, aber genauso (un)logisch wie das, was Verteidiger des TR gegen moderne Revisionen vorbringen).

Wenn du lieber einen Text hast, der nach menschlichen Ermessen mit den Original übereinstimmt - dann hole eine neue Textkritische Ausgabe wie Nestle-Aland, ECM oder SBL für das NT. Beim AT kenne ich mich nicht genug aus, um da ne Empfehlung aussprechen zu können.

Antwort
von Accountowner08, 45

ich nehme an, das musst du getrennt kaufen. AT auf hebräisch findest du problemlos z.B. bei Koren...

Antwort
von hertajess, 66

An Deiner Stelle würde ich einfach die Fachwissenschaftler fragen welche die "Bibel in gerechter Sprache" übersetzen. Sie übersetzen ja die Urtexte. Also können sie sie auch benennen und sicherlich auch die Quellen von denen sie zu beziehen sind. 

Und um es hier noch klarzustellen: Die "Bibel in gerechter Sprache" versteht sich nicht als eigenständige Bibel sondern ausschließlich als Verständnishilfe. Sie ist eh noch nicht fertig. Sonst würde nicht mehr daran gearbeitet. Gebe einfach den Titel in die Suchmaske ein. Dann findest Du die Seite, kannst nachlesen wer schon daran gearbeitet hat und wer aktuell daran arbeitet. Dort gibt es auch die Möglichkeit Fragen zu stellen bzw. nachzulesen wie die Arbeit vonstatten geht... . 

Die Urtexte alleine werden nicht ausreichen. Wissen über die damalige Zivilisation und Kultur sollten auch vorhanden sein um verstehen zu können. 

Kommentar von helmutwk ,

An Deiner Stelle würde ich einfach die Fachwissenschaftler fragen welche die "Bibel in gerechter Sprache" übersetzen.

Da würde ich die Experten anderer Übersetzungen, z.B. Gute Nachricht oder Neue Genfer Übersetzung, vorziehen.

Und so ziemlich jede Übersetzung wird von Zeit zu Zeit überarbeitet. Da ist die Bibel in gerächter Sprache keine Ausnahme. Sie sticht eher durch z.T. eigenwillige "Forschungsergebnisse" hervor, und die Agenda, die mit dem Titel angedeutet wird.

Kommentar von hertajess ,

Es wurde nicht nach einer von einer bestimmten Glaubensauslegung geprägten Übersetzung gefragt, schon gar nicht nach einer der Zeugen Jehovas. Es wurde schlicht nach Urtexten gefragt. Diese sind Grundlage der Übersetzungen der "Bibel in gerechter Sprache". Die Wissenschaftler sind durchaus auch fähig die Nachweise offen darzulegen. Und tun es öffentlich. 

Antwort
von kdd1945, 85

Hallo Chrisstian,

informiere Dich doch erst einmal im Netz darüber, was Deinen hohen Ansprüchen genügen könnte. Schau Dir die Seite an, die Du mit dem Link aufrufen kannst. Wahrscheinlich kannst Du dort einige nützliche Informationen  sammeln.

https://www.bibelonline.de/de/alle-produkte/wissenschaftliche-bibelausgaben/urte...

Grüße, kdd

Antwort
von Eselspur, 39

In jeder theologischen Buchhandlung bekommst du selbstverständlich die Bücher des Alten Testaments auf Hebräisch und die des Neuen Testaments auf Griechisch.

Antwort
von mulan, 88

Auf einer Website der "bibeltreuen Christen" findet sich Interessantes unter http://www.das-wort-der-wahrheit.de/receptus-1

Danach wäre bei Luther die Ausgabe bis 1912 näherliegender als jüngere. Und auch, dass hebräische bzw. griechische Ausgabe nicht gleich hebräische bzw. griechische  Ausgaben sind. Es gibt revidierte Ausgaben, textkritisch zusammengestellte, veränderte Versionen. Und vielleicht ist es nicht ganz uninteressant, sich mal auf die Suche nach Textteilen des NT zu machen, welche in palästinensischem Aramäisch geschrieben sind, nicht zuversichtlich mit dem Text der syrischen peshitta. ... Denn Jesus sprach m.E. Genau dieses Idiom: palästinensisches Aramäisch, auch galiläisches Aramäisch genannt.

Kommentar von mulan ,

Ich meinte natürlich "nicht zu verwechseln mit der Peshitta"

Kommentar von helmutwk ,

Danach wäre bei Luther die Ausgabe bis 1912 näherliegender als jüngere.

Nun ja, kommt immer darauf, woran näher. Vor 1912 hatte die Lutherbibel in 1.Jh 5,7-9 einen Text drin, der 1912 rausgeflogen ist, aber zum Textus Receptus gehört. Luther selbst hielt ihn für einen späteren gut gemeinten, aber nicht inspirierten Zusatz, und natürlich ist dieser Text erst nach Luthers Lebzeiten in die Lutherbibel gekommen. Dafür aber ist er dem Textus Receptus näher als Luther 1545 (die echte, nicht die gefälschte mit diesem Text) oder Lutherbibel seit 1912.

Es gibt revidierte Ausgaben, textkritisch zusammengestellte, veränderte Versionen.

Das ist Unsinn. "Textkritik" bedeutet "Urteil über den Text", gemeint ist: welche der verschiedenen "Lesarten" in den ca. 5000 Bibelhandschriften sind ursprünglich? Vor der Frage standen auch die Herausgeber der Textus Receptus. Deren Textkritik bestand zu einem großen Teil darin: "Wir vertrauen der Arbeit des berühmten Erasmus". Weshalb im TR in Of 22,19 vom Buch des Lebens die Rede ist, wo buchstäblich alle griechischen Handschriften Buch des Lebens schreiben (Erasmus hatte da mangels griechischer Vorlage aus der Vulgata übersetzt).

Die von dir verlinkte Seite mit ihrer Textkritik ("der TR ist unfehlbar") informiert wenig über die Fakten, sondern verbreitet Propaganda. Ich empfehle

http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=2363

von den Übersetzern der "Elberfelder Bibel".

Antwort
von Chrissstian, 96

Ich habe gerade gesehen das es die Frage hier schonmal gab. 

Die maßgeblichen wissenschaftlichen Ausgaben sind:

Biblia Hebraica Stuttgartensia (BHS) für das Hebräische

Novum Testamentum Graece (NA 28) für das Griechische

https://www.gutefrage.net/frage/gibt-es-die-bibel-in-original-zu-kaufen

Kommentar von Bernhard64 ,

Darf ich neugierig fragen, was man mit der Bibel in dieser Form anfängt?, Ich bin nämlich froh, dass sich so viele Menschen Mühe gemacht haben, sie sinnvoll und sinngemäß zu übersetzen. Abgesehen von manchen eigennützigen Kirchenfürsten.

Ich vergleiche gerne Übersetzungen
um herauszufinden, woher ev. Irrlehren kommen. Lg

Kommentar von scrutinize ,

Ich vergleiche gerne Übersetzungen
um herauszufinden, woher ev. Irrlehren kommen. Lg

Das ist sehr lobenswert!

Und wer das tut und gründlich über den Inhalt der Verse nachsinnt, wird merken, wie stark das Wort Gottes in vielen Bibel-Neuausgaben pervertiert und sinninhaltlich entfremdet wurde. Der positive Effekt bei dieser Suche ist aber, dass du deine  vollständige und wortgetreue Bibel erst so richtig schätzen lernen wirst, wenn du das Wort Gottes so vorfindest, wie es die Gemeinde Gottes schon zu allen Zeiten hatte und geistlich dadurch genährt wurde, weil es aus dem Munde Gottes kommt.

Die oberflächliche Behauptung, es handele sich bei modernen "Übersetzungen" nur um sprachliche Anpassungen zum Zweck einer besseren Verständlichkeit oder leichteren Lesbarkeit, ist eine dreiste Lüge, die jedem auffällt, der die guten alten Bibeln (Luther 1545 unrevidiert bis einschließlich Luther 1912, Zürcher Bibel 1524, Schlachter 1905/2000, alte Elberfelder etc.) mit modernen ökumenisch-humanistischen Bibelfälschungen (Die gute Nachricht, Hoffnung für alle, Einheitsübersetzung, Jerusalemer Bibel, Bibel in gerechter Sprache etc.) vergleicht.

Gottes Wort ist nicht Menschenwort.


Kommentar von helmutwk ,

Luther 1545 unrevidiert bis einschließlich Luther 1912

Wobei Luther 1912 der echten Luther 1545 oft näher steht als der Lutherbibel im 18. und 19. Jh., die zuweilen als "Luther1545" angepriesen wird.

Kommentar von KaeteK ,

Und dennoch, wer nicht den Geist Gottes hat und nicht von Ihm unterwiesen wird, kann noch so viele Originale in der Hand halten, wird er sie dennoch nicht verstehen. Was du damit bezweckst weiß ich nicht, aber du wirst es schon wissen. 1. Korinther 2 14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird; lg

Kommentar von hertajess ,

Es ist richtig dass Gottes Wort nicht Menschenwort ist und sein kann. Es ist genauso wahr dass die Übersetzungen welche Du so sehr lobst, scrutinize, teilweise schlicht falsch sind. Nachweislich falsch sind. Da beißt keine Maus einen Faden von ab. Luther war Antisemit und bezüglich Frauen auch keine Leuchte. Sehr vorsichtig ausgedrückt. Die anderen Ausgaben welche Du so sehr lobst mögen auch die Unterdrückung der Frau betonen. Sie ergibt sich aber nun mal nicht wenn wortgetreu übersetzt wird. Vor allen Dingen dann nicht wenn der historische Hintergrund mit in die Übersetzung einfließt. Da kannst Du Dich auf den Kopf stellen und rückwärts einen Berg hoch laufen: Jude kann nur sein wer eine jüdische Mutter hat. Bis heute. Diese Tatsache unterstreicht den Wert der Frau der sich aus alten Schriften ergibt. 

Antwort
von mulan, 80

Außerdem sollte man sich auch mal die Übersetzung von Tur Sinai ansehen. Das ist eine jüdische.

Antwort
von Whitekliffs, 73

http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=studybible

Hier bekommst du das Strongverzeichnis, die bibel für Laien in Originalsprache. 

Kommentar von KaeteK ,

Guter Link  - hier noch eine Ergänzung: http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=studybible&show=notes lg

Antwort
von webschamane, 88

Ich würde auf die Lutherbibel verweisen, die Lutherbibel ist direkt aus den originalen Übersetzt und so nahe wie man ein Original kommen kann. Die Einheitsübersetzung der katholischen Kirche ist tatsächlich Müll.

Die letzte brauchbare Ausgabe, ist die aus dem Jahre 1964. Die 75, 77 und 84 Revision der evangelischen Kirche Deutschlands würde ich ebenso als Müll verwerfen, da sie in den Text eingreift und genau deshalb von den österreichischen Gemeinden stets bekämpft wurde. 

Kommentar von martin7812 ,

1) Der Fragesteller hat explizit nach einer Ausgabe in Originalsprache gefragt.

Er hat noch nicht geschrieben, wozu er die Bibel in Originalsprache benötigt. Theologiestudenten benötigen so etwas zum Beispiel.

Selbst dir sollte klar sein, dass es die Lutherbibel nur in Deutsch gibt.

2) Eine Frechheit, eine andere Übersetzung als diejenige, die du bevorzugst, als "Müll" zu bezeichnen, nur, weil sie dir nicht liegt.

Kommentar von webschamane ,

Du scheinst den Unterschied zwischen einer guten Übersetzung und einer schlechten Übersetzung nicht zu kennen. 

Also lass mir dir helfen. Eine gute Übersetzung übersetzt was dort auch wirklich steht und eine schlechte Übersetzung übersetzt was man gerne hätte, das dort steht. 

Die Einheitsübersetzung und die 84 Übersetzung heben das meiner Ansicht  nach auf eine neue Stufe. Da könnten die Priester auch aus Pippi-Langstrumpf vorlesen.

Kommentar von HorstBro ,

Keinerlei Belege, aus welchem Grund du eine andere Übersetzung der Bibel (Einheitsübersetzung) als "Müll" bezeichnest. Bitte nenne dazu Quellenangaben oder Literaturverzeichnisse.

Ich persönlich würde das Fundament meines Glaubens nicht auf die Schultern eines Mannes (Luther) bauen.

Kommentar von webschamane ,

Luther war ein begabter Übersetzer für Altgriechisch, Luther war kein herausragender Hebräer. Deshalb ist in der Lutherbibel auch nur das neue Testament von Luther übersetzt und die beste Quelle um Altgriechisch zu lernen, wie es auch die meisten tun. Evangelische und Katholische gleicher Maßen.

Die Einheitsübersetzung basiert tatsächlich auf einem Mann nämlich auf Hieronymus und der Vulgata, die Übersetzung der katholischen Kirche.

Und daraus reultieren auch die richtig dummen Fehler, bspw. spricht Jesaja 7 von der "jungen Frau", die einen Sohn gebären wird. Und die Katholiken übersetzen, das tatsächlich mit der Jungfrau die einen Sohn gebären wird.

Hier deine Quelle:

<

p>http://www.welt.de/kultur/article3100214/Uebersetzungsfehler-machte-Maria-zur-Ju...>

Kommentar von webschamane ,

Und hier noch "Die protestantische Bewegung lehnte die Vulgata wegen ihrer vielen Fehler weitgehend ab und bevorzugte die Originalsprachen Hebräisch bzw. Griechisch."

https://de.wikipedia.org/wiki/Vulgata

Kommentar von webschamane ,

Und noch der Zuckerguss auf der Torte "Der aktuelle Stand der Neufassung (Februar 2010) bevorzugt geschlechtsneutrale Formulierungen und verzichtet konsequent auf die Wiedergabe des Gottesnamens JHWH als „Jahwe“."

Wer kommt bitte aus so etwas, den Gottesnamen aus der Bibel zu streichen und dafür auf Gleichgeschlechtlichkeit umzustellen ? 

Kommentar von helmutwk ,

Wer kommt bitte aus so etwas, den Gottesnamen aus der Bibel zu streichen und dafür auf Gleichgeschlechtlichkeit umzustellen ?

Das mit dem Gottesnamen (HERR statt JHWH) hat Tradition.

Und was das "geschlechtsneutral" angeht: im Griechischen sind manche wortwörtlich maskulin übersetzte Stellen geschlechtsneutral gemeint. beispielsweise sind die altgriechischen Wörter für "Bruder" und "Schwester" eigentlich die makuline und feminine Forn des gleichen Wortes (adelphos/adelphe). Wenn "Brüder" erwähnt werden, sind i.d.R. die Schwestern mitgemeint. Ähnlich bei Aposteln, Ältesten etc.

Mit "Gleichgeschlechtlichkeit" hat das nix zu tun, damit ist ja meist Homosexualität gemeint.

Kommentar von helmutwk ,

Ich würde auf die Lutherbibel verweisen, die Lutherbibel ist direkt aus den originalen Übersetzt

Genauso wie Elberfelder, Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neue Genfer Übersetzung etc.

Nicht vom Original übersetzt sind Eimheitsübersetzung /(teilweise nach dem original, aber auf Anweisung des Vatikans muss die Vulgata stärker berücksichtigt werden, als sachlich gerechtfertigt), Schlachter2000 (Textus receptus statt urtextnahe Ausgaben des Grundtestes) und Luther1998 (dito).

Die 75, 77 und 84 Revision der evangelischen Kirche Deutschlands würde ich ebenso als Müll verwerfen, da sie in den Text eingreift

Welche "Eingriffe" meinst du, und warum hältst du sie für Verschlimmerungen und nicht für Verbesserungen?

und genau deshalb von den österreichischen Gemeinden stets bekämpft wurde.

So was hat Tradition. Schon Justin der Märtyrer beklagte vor ca. 1850 Jahren, dass die Juden in dem Psalmvers "Der Herr ist König vom Kreuz" die Worte "vom Kreuz" ausgelassen hätten. Wir kennen keien Handschrift, in der diese Worte drin standen - offensichtlich hatte ein Christ eine Nebenbemerkung an den Rand eines Psalms geschrieben, und ein Abschreiber hat dies als Korrektur des Textes verstanden.

Justin hat einfach die Bibel, die er gewohnt war, für richtig angesehen - obwohl er eindeutig falsch lag. Ich vermute, diese österreichischen Gemeinden denken auch "es ist anders als wir es gewohnt sind, also ist es falsch", ohne wirklich geprüft zu haben, wie es sich verhält.

Die Lu-56 (NT, also unverändert in Lu-64) war von den Theorien von Westcott/Hort beeinflusst und setzt in Lk 24 einige verse als Zusatz in Klammern, die nahezu sicher ursprünglich sind. Das iost in Lu-84 korrigiert - wie das bei der viel kritisierten Lu-75 war, weiß ich nicht.

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