Frage von cumonvip, 39

BG / Berufsgenossenschaft - Verletztengeld / Nach wechsel GF zu "normalen" AN?

Hallo Community

Herr A hatte als Geschäftsührer einer GmbH einen schweren Arbeitsunfall und ist seit dem her 100% AU geschrieben (bis dato 3 Monate) und bezieht Verletztengeld von der BG (in seiner Branche pflichtversichert, BG ETEM). (Geschäftsführerwechsel aufgrund Handlungsfähigkeit) . Hätte hierzu 2 Fragen:

Mal angenommen Herr A würde in ein "normales" Angestelltenverhältnis innerhalb der gleichen Firma wechseln, hätte er Anspruch auf nahtlos weiterbezahltes Verletztengeld sofern die AU ihn noch noch weiterhin zu 100% krank schreibt? (6 Wochen Frist - bzw. Stichwort: Entgeltfortzahlung).

Welche Berechnungsgrundlage wir hier verwendet - 80% von seinem neuen Bruttogehalt oder läuft das wie bisher weiter ?

Außerdem hält Herr A, noch 51% als Gesellschafter, ist das von Relevanz ?

Viele Grüße und danke vorab

Antwort
von Lokicorax, 20

Hoi.

Es würde sich nichts ändern, wenn die AU nahtlos weiterläuft. 

Sollte allerdings nachträglich eine Entgeltfortzahlung erfolgen(wie soll das gehen - man arbeitet ja noch keine vier Wochen im Betrieb? §3 Abs.3 EntFG), wird dies beim Verletztengeld angerechnet - den er erhielt ja Geld aus einem Arbeitsverhältnis.

Erst wenn später wieder eine neue AU aufgrund des Arbeitsunfalles eintritt, würde sich die Berechnungsgrundlage nach den neuen Verhältnissen richten.  

§47 SGB VII Abs.1 Satz1:

Arbeitseinkommen ist bei der Ermittlung des Regelentgelts mit dem 360. Teil des im Kalenderjahr vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder der Maßnahmen der Heilbehandlung erzielten Arbeitseinkommens zugrunde zu legen.

Wenn er später als Arbeitnehmer auch noch "Investor/stiller Teilhaber" mit seinen 51% ist, spielt das für den Versicherungsschutz keine Rolle. Bei den Geldleistungen wird das Einkommen aber berücksichtigt.

Ciao Loki

Kommentar von cumonvip ,

Loki.. Wie immer Spitze! Bis zur nächsten frage! Danke ;-)

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