Ich werde demnächst 65 Jahre und habe 2007 aus Krankheitsgründen meinen selbständigen Betrieb verloren, den ich nur 5 Jahre erfolgreich führen konnte. Ich habe Polyarthrose und kann nur noch schlecht gehen. Ganz gegen den Trend möchte ich aber auf jeden Fall weiter arbeiten. Nicht nur wegen zu kleiner Rente, sondern vor allem, weil ich einen intelligenten Kopf habe, die berufliche Tätigkeit mein Leben bereichert und ich in meinem Fachgebiet noch wirklich was leisten kann. Ich habe Sozialpädagogik studiert und in den 90iger Jahren als gesetzliche Betreuerin gearbeitet. Darauf aufbauend will ich jetzt eine Praxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz gründen. Diese Tätigkeit ist mit meiner Behinderung gut vereinbar. Dazu muss ich jedoch eine Prüfung vor dem Gesundheitsamt ablegen und dafür eine teure Umschulung besuchen, auf die ich nach dem Sozialgesetzbuch III und IX theoretisch einen Rechtsanspruch habe, die mir aber seit 2008 vom Arbeitsamt verweigert wird.
Weiß jemand, ein Jurist vielleicht, ob ich nach Eintritt des Rentenalters noch die Übernahme der Fortbildungskosten erzwingen kann? Selbst bezahlen kann ich sie nicht. Oder gelte ich ab 65 als gesellschaftlich nicht mehr vorhanden? Da ich ansonsten gesund bin und Freude daran habe, Menschen in Krisen zu helfen, stelle ich mir vor, noch bestimmt 10 Jahre arbeiten zu können. Wer weiß Rat?
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