bezahlt sozialamt die friedhofskosten?

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3 Antworten

Schön, dass Du Dir rechtzeitig die ganzen Gedanken machst.

Ich würde mich zuerst mal informieren (Kaufvertrag Grabstätte), ob die Aussage des Friedhofsgärtners überhaupt richtig ist. Die Tannen werden nicht direkt auf der Grabstelle stehen, dort passen zwei so große Tannen ja wohl nicht drauf.

Die Erlaubnis, die Tannen zu pflanzen, könnte auch bedeuten, dass diese dann in das Eigentum des Friedhofes übergegangen sind, also der Friedhof für die Entfernung der Tannen zuständig wäre. Ich kenne weder die Bedingungen noch die rechtlichen Hintergründe, kann Dich dazu also nicht "beraten", sondern sage Dir nur, was ich täte.

Falls die Kosten wirklich entstehen (es sollten so ca. € 800 sein, es gibt aber große Unterschiede), denke ich, dass Dir auf Deine Frage nur das Sozialamt (oder ein Fachanwalt) eine vernünftige Auskunft geben kann.

  1. Um zu beurteilen, ob ihr für die Kosten aufkommen müsst, müsste man genauere Angaben über die finanziellen Verhältnisse haben, die Du hier nicht öffentlich machen kannst. "Wir können nicht für die Kosten aufkommen" reicht da nicht.
  2. Solltet ihr von den Einkommensverhältnissen her wirklich nicht verpflichtet sein, dafür aufzukommen, stellt sich eine sehr spezielle Frage:
  3. Das Sozialamt zahlt ja nur die günstigste Beerdigung, wie hier auch schon geschrieben wurde. Ob das aber wirklich bedeutet, dass das Sozialamt eine andere, also günstigere Grabstätte/Beerdigung vorschreiben kann, obwohl eine bezahlte Grabstätte besteht und die Beerdigung auch bereits bezahlt ist, kann Dir hier wohl keiner beantworten.
  4. Das Sozialamt hätte ja dann die Wahl zwischen (einmaligen und laufenden) Kosten für eine andere Grabstätte und den einmaligen Kosten für das Fällen der Tannen und dann keinen weiteren Kosten. Da eine günstige Beerdigung auch schon um die € 1000 kosten würde, wäre das Fällen der Tannen möglicherweise auch für das Sozialamt die günstigere Lösung.

Wie schon gesagt, so eine richtig konkrete Antwort, ja oder nein kann ich Dir auf Deine Frage nicht geben, das wird hier im Forum auch schwierig werden wie Du schon an der Anzahl der Antworten siehst.

Vielleicht helfen Dir aber meine Gedanken und Vorschläge doch weiter.

Viel Erfolg!

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Hallo morgentauperle, das ist leider eine ziemlich verfahrene Kiste.

Jede/r, die/der eine Grabstelle "kauft", reservieren läßt, bekommt die Gestaltungsvorschriften, an die man sich halten muß, ausgehändigt. Dort steht in aller Regel drin, wie hoch Anpflanzungen maximal werden dürfen, geduldet werden.... Das habt Ihr nicht beachtet und jetzt kommt das dicke Ende....

Sicher gibt es mehrere Möglichkeiten - daß das Sozialamt die Fällung bezahlt, aber 100%ig nicht.

Variante 1 - Ihr gebt die Grabstelle auf, der Friedhof bleibt auf den Kosten sitzen, kann sie bei Deiner Mutter nicht holen, wird sich im Sterbefall also an die/den Erben - also Dich - halten, kannst Du aber verhindern, indem Du das Erbe ausschlägst.

Variante 2 - Du treibst das Geld für die Fällungen doch noch irgendwie auf - das aber besser jetzt, als wenn sie noch weiter wachsen.

Variante 3 - Du sprichst mal mit der örtlichen Feuerwehr - die müssen so etwas nämlich üben und freuen sich vielleicht, über die Möglichkeit.... dann mußt Du nur noch klären, wo das Holz einschließlich Stubben und Wurzeln hin soll. Meist gibt es aber Menschen mit Kaminen, die sich freuen, wenn sie es geschenkt bekommen und dafür auch selbst abholen oder es wird im Ort noch ein Erntedankfest mit Lagerfeuer gemacht oder ein Silvesterfeuer....

An Friedhofskosten bezahlt das Sozialamt höchstens die Beisetzungs-, Kapellennutzungs-  und Grabrechtsverlängerungskosten - ob für die konkrete Stelle, wäre auch noch zu klären - am besten jetzt schon, damit später nicht das böse Erwachen kommt!

Ich wünsch Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen, damit Deine Mutter dereinst doch noch auf die von ihr gewünschte Grabstelle kommt.

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Kommentar von Zappzappzapp
12.10.2016, 13:11

Vernünftig, was Du schreibst, hatte ich vor meinem Kommentar leider gar nicht gelesen. Ergänzt sich aber vielleicht ganz gut.

Was Variante 1 betrifft, so könnte es zumindest einen Versuch wert sein, den Friedhof zumindest nach einer Beteiligung an den Kosten zu fragen, bevor der ganz auf den Kosten sitzen bleibt.

Und zu den "Gestaltungsvorschriften" wäre zu prüfen, was genau dort steht. Wenn man Vorschriften nicht beachtet hat, ist es natürlich nicht so gut. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Friedhof nach so langer Zeit sich darauf noch berufen kann, da ja schon eine zumindest langjährige Duldung (12 m !) vorliegen muss!

Der Gärtner hat die Tannen ja schließlich mindestens jede Woche gesehen.

Ich denke, dass das Problem am sinnvollsten mit Gesprächen zwischen Fragestellerin, Friefhof und Sozialamt zu lösen wäre. 

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Das Sozialamt übernimmt höchsten die Kosten für die günstigste Beerdigung. Sofern du die Beerdigung nicht übernehmen musst.

Für die Entfernung der Tannen bist du verantwortlich.

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