Frage von ckreutzburg, 78

Bezahlt das Amt die Bestattungskosten?

Meine Mutter ist vor einer Woche verstorben, bestreitete ihren Lebensunterhalt von einer kleinen Rente und vom Amt. Ich als Einzelkind werde das Erbe ablehnen, da die Schulden überwiegen. Ich bin verheiratet und sind beide in Vollzeit berufstätig, haben eine kleine Eigentumswohnung die wir jeden Monat abbezahlen. Nun habe ich die Beisetzung in Auftrag gegeben (Kosten 2100 € ) . Zahlt das Amt trotzdem? Das Beerdigungsinstitut meinte nein. Unsere Eigentumswohnung und unser Gehalt würden angerechnet, auch wenn wir noch mehr Schulden haben wie alles andere. Das Amt würden unsere Schulen nicht interessieren und wir könnten ja die Wohnung verkaufen. Genauso unser beider Autos die wir dringend aus beruflichen Gründen brauchen, aber ebenfalls finanziert sind. Stimmt das?

Würde mich über Antworten freuen

Antwort
von Kathy1601, 53

Ich hätte auch wenn das blöd klingt erst mal beim Amt gefragt wie es ausschaut und bei 2100 Euro kannst du dich nicht beklagen

Kommentar von Kathy1601 ,

Und natürlich mein herzliches Beileid nachträglich

Kommentar von Hideaway ,

herzliches Beileid

Höchstens zu dieser merkwürdigen Gesinnung.

Das Kondolieren habe ich mir angesichts dieser pietätlosen Frage verkniffen.

Antwort
von derbas, 28

Es wird zunächst beim Bestattungspflichtigen geprüft, ob etwas zu holen ist. Bestattungspflichtig seid ihr als Kinder unabhängig davon ob ihr das Erbe annehmt oder nicht.
Je nachdem, was die Prüfung ergibt, wird das Amt entscheiden ob und wie viel es zahlt. Die 2100 Euro sind ein recht geringer Betrag, da machen viele Sozialbehörden wenig aufhebens drum. Zumindest wenn es dadurch bei euch große Probleme gäbe. Die allermeisten Kollegen lassen auch mit sich verhandeln was Ratenzahlungen angeht.

Kommentar von derbas ,

P. S. Es ist nicht entscheidend ob der Verstorbene Leistungen bezogen hat. Sondern nur, ob der Bestattungspflichtige auch Bezugsberechtigt wäre.

Kommentar von Hideaway ,

Die 2100 Euro sind ein recht geringer Betrag, da machen viele Sozialbehörden wenig aufhebens drum

Wiewohl selbst kleine Beträge immer aus Steuermitteln stammen.

Kommentar von derbas ,

@Hideaway Das ist ja nicht gefragt, oder? Auch ein Sozialamt hat abzuwägen zwischen dem Wohl der Allgemeinheit und sozialer Härte.
Davon abgesehen gibt es ja auch hier die Möglichkeit der Rückzahlungsvereinbarung.

Antwort
von Bestie10, 22

> Aber warum bezahlt man nicht die Beerdigung der eigenen Mutter? <

@conny24 das Thema "Anstand" war nicht Inhalt der Frage

die Übernahme der Bestattungskosten richtet sich nach den Vorschriften der Gemeinde, der Bestatter muß dabei das Einfachste anbieten - klar dass er das umgehen will, falsche Angaben zur Kostenübernahme macht

Kommentar von derbas ,

Wo hast du denn den Quatsch her?
Das Sozialamt bezahlt die sogenannte "Ortsübliche Bestattung". Die ist zwar relativ preiswert, aber nicht zwingend die billigste. Mit 2100 Euro ist der Kollege schon ziemlich preiswert bei dem was in Deutschland möglich ist. Deutlich billiger wird es höchstens noch, wenn man an einen dieser "Bestatter" gerät, die ihre Verstorbenen mit LKW nach Tschechien zur Einäscherung und anschließender Verstreuung bringen.
Du musst auch berücksichtigen dass ein Urnengrab allein schon in vielen Städten 900-1400 Euro (zahlbar an die Stadtverwaltung ) kostet.

Antwort
von Hideaway, 23

Zahlt das Amt trotzdem?

Nein, warum auch? War sie deine Mutter oder die Mutter des Amtes?

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