Frage von PlutonBoy, 113

bewusstsein nach tod (physik, wissenschaft)?

ich habe mal eine unangenehme frage. nehmen wir an es gibt kein lben nach dem tod, wie ist es dann aber "nicht zu existieren" aus der "ich perspektive"?!! das geht einfach nicht in mein kopf rein und macht angst. - ich meine, man sieht, fühlt alles aber das kann man sich nicht vorstellen. hoffe ihr versteht was ich meine?

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 30

Zwei Aspekte dazu:

Der alte Grieche Epikur hat sich genau darüber Gedanken gemacht und das Ergebnis in einem schönen Satz zusammengefasst:

"Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Ist er, bin ich nicht, bin ich, ist er nicht."

Anderer Aspekt:

Gemessen an der Unendlichkeit der Zeit, bist du praktisch immer nicht körperlich existent. Lediglich einen Wimpernschlag lang "kristallisieren" Materie, Information und Energie zu deinem "ICH" aus um dann gleich wieder zu verschwinden (nach aktuellem Stand der Physik).

Genausowenig, wie uns wirklich belastet, dass wir in der Vergangenheit nicht existent waren, wird es uns in der Zukunft belasten, nicht existent zu sein. Den kurzen Augenblick der "ICH-Kristallistation" sollte man sich daher nicht mit Gedanklen an den Rest der unendlichen Zeit verderben, laut Epikur.

Beim Zustand vor und nach deiner Exstenz gibt es aber doch einen Unterschied. Vorher hatte man keine Wirkung, auf die Zukunft bleibt der kurze Moment der Existenz aber nicht ohne Wirkung. Unsere Fußabdrücke, die wir während unserer Existenz hinterlassen, haben eine Wirkung bis weit in die Zukunft.


Kommentar von Wunnewuwu ,

Schöne Antwort!

Kommentar von grtgrt ,

Kürzer gesagt: 

Sobald man nicht mehr existiert, hat man auch keine Ich-Perspektive mehr.

Antwort
von Bannanaboy, 52

Schon allein die Vorstellung darüber nachzudenken bringt mir Kopfschmerzen, der Gedanke an das Absolute nichts ist nicht nachzuvollziehen, ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht, Einfach das Gefühl danach Komplett verschwunden zu sein aber was ist danach absolute Dunkelheit und stille ? Einerseits ist es schwer zu glauben es gäbe ein Leben nach dem Tod, aber was wäre dann der Sinn warum wir auf der Erde sind? Ich stelle mir das Leben als eine Art Test vor, dass ist natürlich nur meine Perspektive aber vorstellen das danach nichts kommt ist echt schwierig. Aber lügen diese ganzen Leute mit den Nahtoderfahrungen? Ich denke nicht das sie dass tun, den die meisten ähneln sich ja gewaltig, ich bin mir wirklich nicht sicher wie es ist wenn wir Tod sind, ich hoffe natürlich nur das beste. 

Kommentar von PlutonBoy ,

ja, die unerklärlichen sachen machen einem hoffnung :) ..so wie internet, eine datei existiert auf datenträger und als elektromagnetische welle in der luft, bevor sie deine fritzbox erreicht. oder so ähnlich... ich merke grade ich sollte öfters "urlaub" machen und nicht so drüber nachdenken ;D

Kommentar von HellasPlanitia ,

Das Internet ist nichts "Unerklärliches", und drahlose Verbindungen sind es auch nicht.

Kommentar von Lazybear ,

nahtoderfahrungen sind eine reaktion des gehirns auf hormone oder sauerstoffmangel, nichts übernatürliches!

Kommentar von 2012infrage ,

Bannanaboy: Du bist jede Nacht "ein bisschen tot", ist das schlimm? Als Kind fand ich es auch furchtbar, an das Nichts zu denken, alles geht weiter, doch wo bin ich dann? Und manchmal bin ich erschrocken aufgewacht, wenn ich im Traum ins Nichts gefallen bin. Furchtbares Herzklopfen danach und Angst wieder einzuschlafen. 

Heute weiß ich, dass das nur das Ego/Ich ist, welches schreckliche Angst hat nicht mehr zu sein.  Und ein Ich findet auch Dunkelheit und Stille beängstigend, denn auch das hat etwas mit Stillstand und Ungewissheit zu tun. Doch: Du hast ein Ich, Du bist es nicht. Der Unterschied, dies wirklich zu sehen, ist ganz gewaltig.

Von meinem heutigen Blickwinkel aus glaube ich, dass die Stille, das Wegfallen des Ichs, das "Dunkel", der wahre Friede ist. Leben mit einem Ich ist ewige Hoffnung auf was Besseres, an der nächsten Ecke, beim nächsten Partner, wenn ich dies oder das habe, mache.... dann... ja dann. Das Ich ist ein Fass ohne Boden mit seinem 'ich will'. So bleiben wir am Laufen, unterbrochen vom erholsamen "kleinen Tod", dem Schlaf, der uns wieder auftankt, um weiter zu rennen. 

Ich ist eine Illusion, sie aufrechtzuerhalten ist enorm energieaufwendig und mühsam. Nach jedem Schlaf setzt es sich wieder zusammen. Du hast nur ein Ich, welches am Ende wegfallen wird, und dieses Loslassen ist der wahre Halt. Dein Ich vergeht, und Leben ist ewig. Du bist ewig, nur immer anders. 

Lies mal "Der Pfad des friedvollen Kriegers" von Dan Millman, ein Buch, welches ich als junge Frau gelesen habe und das mich fasziniert hat. Es fiel mir wirklich in die Hände und war gut als Einstieg in andere Gedanken. 

LG

Antwort
von Flimmervielfalt, 39

Wahrscheinlich muss mans einfach auf sich zukommen lassen. Das Licht geht aus und nie wieder an. Aber das ist wie Du sagst nur aus wissenschaftlicher Sicht so. Ich bin davon überzeugt, dass es eine weitere Form der bewussten Existenz gibt, nachdem ich das hier gelesen und mir die Fotos und Videos anschaute. http://www.rodiehr.de/a22/a_22_s_bruecke_28.htm

Antwort
von Lazybear, 26

Als ich so eine frage hatte, war die einzige hilfreiche antwort, es würde sich so anfühlen wie vor der geburt! Weißt du noch wie es am 3. januar 1887 war? Nein? Ich auch nicht :) denke es fühlt sich so an! Du kannst dich natürlich an irgendwelche religiösen vorstellungen krallen, damit du hoffnung hast und dein leben erträglicher wird, aber die meisten leute die ich getroffen habe die so waren, haben angst und handelten aus angst! Willst du aus angst vor der realität fliehen um dir eine eigene zu schaffen? Lg

Antwort
von Wuestenamazone, 39

Nein, weil wenn du tot bist spürst du gar nichts mehr. Dein Hirn arbeitet nicht mehr. Da ist nichts

Kommentar von PlutonBoy ,

ich weis, aber das ist zweitweise und nicht für immer. davon merkt man ja nichts

Antwort
von Roderic, 11

Die Physik hat auf diese Frage keine Antwort. Dies fällt in den Zuständigkeitsbereich der Religionen.

Antwort
von anonym173618, 48

Stelle es dir mal so vor. Kennst du das gefühl wenn du schlafen gehst und plötzlich von der einen Sekunde auf die andere in der Früh aufwachst? In der zwit dazwischen (wenn du nichts geträumt hast) hast du nichtd mitbekommen und warst im tiefschlaf. So fühlt es sich warscheinlich an...

Antwort
von Onix1025, 17

Es wird keine Ich-Perspektive geben, da du tot bist. Du wirst nichts spüren und einfach nicht existieren

Antwort
von HellasPlanitia, 39

Wie war es, bevor du geboren wurdest? Wie ist es während einer Vollnarkose, einer Ohnmacht oder im traumlosen Tiefschlaf?

Kommentar von PlutonBoy ,

ja, aber das ist zeitweise und nicht für immer.

Kommentar von HellasPlanitia ,

Ja, natürlich wachen wir aus dem Schlaf oder aus der Narkose wieder auf. Aber die Zeit während der Narkose fühlt sich nach gar nichts an. Du schläfst ein, es vergeht deinem Empfinden nach keine Zeit und du bist wieder wach. Der Teil, den du verschlafen hast, gab es in deiner Wahrnehmung nie. Da ist keine Dunkelheit, keine Langeweile, keine Zeit, kein gar nichts. Und so, denke ich, ist das auch, wenn man tot ist.

Antwort
von Chudder666, 24

Keine Ahnung was bzw wie das genau das ist. Aber das ist die Grundlage aller Religionen! Wir glauben einfach, dass danach noch etwas kommt. Das ist glaube in welcher Religionsform auch immer!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten