Frage von Jaluhi123, 19

"Bewerbungsmappe" bei Wohnungssuche?

Ich bin momentan auf der Suche nach meiner ersten eigenen Wohnung. Dabei bin ich auf verschiedene Websites mit "Tipps zur Wohnungssuche" gestoßen, auf denen davon die Rede ist, dass man heutzutage quasi eine Bewerbungsmappe haben sollte, wenn man eine Wohnung mieten möchte. Dass der Vermieter u.U. eine Schufa-Auskunft und/oder einen Einkommensnachweis sehen will war mir klar, aber was ist mit Mieterselbstauskunft, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Bürgschaften, Referenzen...? Wird das in der Praxis tatsächlich alles verlangt?

Ich habe während des Studiums schon in einer WG gewohnt; da lief das Ganze komplett informell ab: Zimmer angeschaut, Interesse bekundet, ein paar Tage später die Zusage bekommen, Mietvertrag unterschrieben, fertig. Zusätzliche Dokumente musste ich damals keine einreichen, auch keine Bürgschaft der Eltern, die laut Internet oft von Studenten und Azubis verlangt wird.

Deshalb bin ich gerade ziemlich verwirrt. Welche Dokumente brauche ich, wenn ich mich um eine Wohnung bewerben will? Und sollte ich diese dann beim Besichtigungstermin direkt dabeihaben und dem Vermieter vorlegen, oder ist das etwas, was man nachreicht, bevor der Vertrag unterschrieben wird?

Meine Eltern wohnen seit über zwanzig Jahren im Eigenheim und sind deshalb nicht auf dem neusten Stand, und meine Freunde haben genauso wenig Ahnung wie ich, deshalb bin ich für jeden Tipp dankbar.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete, 7

Mieterselbstauskunft, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Bürgschaften, Referenzen...? Wird das in der Praxis tatsächlich alles verlangt?

Mehr oder weniger.

Kommt halt auf den Vermieter an, was er haben möchte.

Z.B. die Mietschuldenfreiheitsbescheingung muss der Nochvermieter nicht ausfüllen.

Viele Vermieter verlangen zumindest Gehaltsnachweise und dann vielleicht noch die Schufaauskunft.

Bei zu geringem Einkommen  oder wenn Jemand noch keinen festen Arbeitsvertrag hat kann es sein, dass der Vermieter einen Bürgen verlangt.

Je mehr Sachen man vorweisen kann, je höher sind die Chancen das man von einem Vermieter eine Zusage bekommen wird.

Ich persönlich finde so eine Bewerbungsmappe  nicht verkehrt, wenn da auch genügend Informationen stehen bzw. mitgeschickt werden.

Da kann ich als Vermieter schon mal schauen ob die Person in Frage kommen könnte.

Letztendlich aber wird die Entscheidung erst nach der Besichtigung gefällt.

Antwort
von 19Lisa85, 3

Hallo Jaluhi, 
nicht jeder Vermieter verlangt dieselben Dokumente, dennoch gilt, je mehr Dokumente du vorlegen kannst, welche aufzeigen, dass du Liquide bist, desto eher kannst du eine Zusage für eine Wohnung bekommen. 

Die Schufa-Auskunft und Einkommensnachweise sind schonmal ein guter Anfang. Einer Mieterselbstauskunft ist meist kein MUSS, aber auch hier gilt wieder - je mehr freiwillige Angaben du machst, desto höher kann deine Chance auf eine Zusage sein. 

Bei Studentenwohnungen läuft das ganze meist anders ab, weshalb du wahrscheinlich auch in deiner alten WG das ganze Prozedere nicht hattest.

Bring einfach schon zum Besichtigungstermin die ganzen Dokumente mit, das macht meist einen guten Eindruck, dass du zuverlässig bist und an alles gedacht hast. Sollte der Vermieter noch zusätzlich andere Dokumente verlangen die du beim Besichtigungstermin nicht dabei hast, können diese meist nachgereicht werden und sollte kein Ausschlusskriterium sein.

Viel Erfolg bei deiner Wohnungssuche.
Liebe Grüße

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community