Bewerbung: Wie am besten Lücken im Lebenslauf darstellen?

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5 Antworten

Ich finde interessante und nicht lückenlose Lebensläufe sollten ausschlaggebend sein für die Arbeitsplatzvergabe. Am Ende zählt, was Arbeitssuchenden mit ihrer Zeit angefangen haben. Die wichtigsten Qualifikationen, die ein(e) Bewerber(in) für den Arbeitsmarkt mitbringen sollte, sind ein gutes analytisches Denkvermögen sowie der Wille, etwas Neues in die Welt zu bringen.

Positiv ist, wenn jemand etwas zu erzählen hat - sei es von einem Auslandsaufenthalt, einem sozialen Engagement in einer NGO oder den Erfahrungen als Musiker. Viele Arbeitgeber legen Wert darauf, dass die Bewerber aus ihrer Komfortzone herausgegangen sind.

Nicht alle Arbeitgeber denken wie ich, aber das ist kein Grund die Nerven zu verlieren. Man braucht Geduld, Ausdauer und auch Glück. Doch die Chancen einen Arbeitsplatz zu finden sind nicht schlecht, wenn man sich von seinen Scheuklappen befreit. Kreatives Denken ist gefordert.

Ich weiß, die Suche ist mühsam - aber sie ist nicht aussichtslos. Manchmal nützt es auch, wenn man unkonventionelle Wege geht:

Finde einen interessantes Arbeitsangebot, besuche die Firma und sprich mit den Mitarbeitern. Viel Glück!

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Schwierig das gut aussehen zu lassen. Klar Krankheit / OP versteht jeder. Den Abbruch danach weniger. Das man danach lieber 5 Jahre ungelernt arbeitet, statt etwas vernünftiges zu lernen ist halt nicht besonders hilfreich.

Ich würde genau das jetzt nachholen. Ausbildung / Studium nachholen. Ungelernte Vertriebler brauch kein Mensch/Unternehmen.

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Kommentar von rodney2016
22.09.2016, 13:03

Nach der Krankheit gab es keine Lücke mehr. Sie hat gerade erst bei der Firma gekündigt.

Verständnis für die Krankheit hätte vielleicht jeder aber das gehört ja nicht in den Lebenslauf... d.h. da ist die Lücke ohne Grund.

Sie ist inzwischen 28 da ist es wohl zu spät für die Ausbildung oder ein Studium...

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ja, ich kann aus eigener Erfahrung sagen: amn kann noch so gute Zeugnisse haben, noch so viel Erfahrung und Qualifikationen.. ohne Ausbildung ist es ganz schon schlecht in BRD (ich mein das nicht als typisches BRD-Bashing. Es ist einfach wirklich so, dass hierzulange wesentlich mehr auf den erfolgreichen Abschluss geschaut wird als anderswo).


ich hab dann "mal eben" nen Abschluss bei der IHK als externe Teilnehmerin gebastelt (mit Vorbereitungskurs).

Ganz klarer Unterschied, es ergaben sich "plötzlich" viel bessere Angebote.


So viel dazu.


Und nun also: wie die Lücke erklären?


da finde ich die beiden Tipps hier ganz sinnvoll.

http://karrierebibel.de/lange-krankheit-im-lebenslauf-erwaehnen/


Sie könnte sich überlegen, ob sie die ganze Zeit (Jobben und Krank) darunter fallen lässt.. oder ob sie das aufteilt. (Zeugnisse für die Jobs nach Abi hat sie vermutlich nicht?)


Alles Gute Euch beiden, super, dass Du ihr hilfst!


hey und übrigens: als ich das merkte mit "ohne Ausbildung zahlt alles nix" da hab ich echt überlegt, ob ich nochmal studiere. Und mich dann aber eben für die schnellere Variante entschieden: die Externenprüfung.

Zugegebenermaßen auch weill. ich grad die Diagnose NMS hatte, deshalb den langjährigen Job verloren (das haben sie so natürlich nicht gesagt,aber war schon klar.).

Und .. so viel zum Thema alt: mit knapp 40 die Externenprüfung mit sehr gut bestanden. HA!

Studium hab ich mir damals leider nicht zugetraut, weil ich dachte, ich weiss ja gar nicht, wie die olle MS sich jetzt verhält. Und ich bin immer so´n Held, mich selber zuu sehr zu stressen.. das kommt auch nicht so gut mit angeknackster gesundheit.


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Kommentar von rodney2016
22.09.2016, 13:19

Das ich ihr helfe ist selbstverständlich, wir kennen uns schon ewig :-)

Du meinst, ein IHK Kurs würde helfen? Das wäre evtl. eine Option. Allerdings geht davon die Lücke ja auch nicht weg...

Die Krankheit möchte sie nicht erwähnen. Sie hat Angst, dass sie dadurch erst recht keine Chance mehr kriegt.

Von den Gelegenheitsjobs existieren keine Zeugnisse o.ä.

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Sie hat Abi gemacht (Schnitt 1,8) und wollte danach eine Ausbildung machen, die selbst zu finanzieren ist. Da sie nicht die Hilfe von Anderen annehmen wollte, hat sie beschlossen, zu jobben und das Geld eisern zu sparen. Sie verschiedene Nebenjobs gemacht: Verkäuferin im Klamottenladen, auf dem Weihnachtsmarkt und im Sommer im Biergarten gekellnert.

Sie wurde leider krank (Krebserkrankung mit OP und Therapie) und konnte in der Zeit nicht arbeiten. Sie hat währenddessen von ihren Ersparnissen gelebt und eine kleine BU Rente bekommen.

Als das überstanden war, hat sie sich entschlossen, sich von ihrer Traumausbildung zu verabschieden und im Vertrieb einer Firma gearbeitet. Dort war sie knapp 5 Jahre aber sie möchte gern etwas anderes machen. Von der Firma hat sie ein exzellentes Arbeitszeugnis mit der Note "sehr gut".

Dennoch schafft sie es nicht, sich erfolgreich zu bewerben. Ich denke, es liegt daran, dass sie keine Ausbildung / kein Studium hat und die große Lücke im Lebenslauf ist.

Was kann man da am besten machen?

Das sind aber noch nicht genau Details, um wirklich helfen zu können:

Um was für eine Stelle will sie sich jetzt bewerben?

Wie lange dauerte die Auszeit aufgrund der Erkrankung insgesamt?

Was bedeutet "Vertrieb" genau?

Und wie oft hat sie sich jetzt schon für welche Stellen mit welchem Erfolg (Einladungen zu Vorstellungsgesprächen) beworben?

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Bei dem guten Abi dürfte das trotzdem kein Problem werden.

Einfach offen schreiben, dass durch eine Krebserkrankung eine Lehre oder Studium nicht möglich war.

von XXX bis XXX Krebserkrankung.

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Kommentar von rodney2016
22.09.2016, 13:06

Sie möchte die Krankheit nicht erwähnen, weil sie Angst hat, dann erst recht nicht genommen zu werden.

Krebs kommt ja oftmals zurück...

Ich finde es auch seltsam, dass sie nichtmals zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird...

Sie hat ein gutes Abi, ein gutes Zeugnis der Firma, ein Hochbegabtenzertifikat, ist Mensa Mitglied und spricht vier Sprachen fliessend...

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