Frage von leumi, 15

Bewerbung zur Berufsausbildung abgelehnt wegen vorhandenem Studium, ist das rechtens?

Ich möchte mich beruflich neu orientieren (noch keine 30 Jahre alt) auch wenn ich schon ein erfolgreich abgeschlossenes Studium in Geschichte besitze. In diesem Bereich findet sich seit guten zwei Jahren nichts, daher orientiere ich mich gerade beruflich um und möchte eine Berufsausbildung machen.

Leider erhielt ich jetzt eine Absage, ohne das meine Qualifikationen bedacht worden sind, mit der Begründung das ich schon ein Studium habe. Ist das rechtens? In meine Augen grenzt das Stark an Diskriminierung...

Antwort
von baghera, 2

mit der Begründung das ich schon ein Studium habe. Ist das rechtens?

falls du ´rechtens´ im juristischen sinne meinst: ja. moralisch und wirtschaftlich: jein.

um jemanden für eine ausbildung abzulehnen, braucht es keine begründung. aber wenn eine abgegeben wird, muss man das akzeptieren. in gewisser weise ist sie sogar nachvollziehbar (wenn auch nicht immer zu teilen), denn ´studierten´ wird gern unterstellt, sie wüssten alles besser und würden in alles reinquatschen. häufig würden sie auch das arbeitsteam stören oder nicht in diese ´gruppe´ passen. diskriminierend ist das nicht, sondern oft auch (leider) die realität.

ich kenne beide seiten aus eigener erfahrung, studium und ausbildung. in dieser reihenfolge ist es schwer, akzeptanz zu finden, wenn man den ball nicht flach hält und andererseits nicht bedarfsorientiert handelt.

natürlich kommt das studium in deiner vita vor, sonst wäre da ja eine eklatante lücke. aber ich würde mich in der Bewerbung nicht auf irgendeine qualifikation berufen, die mit der erstausbildung/ studium zu tun hat. nun schreibst du nicht, für welchen ausbildungsberuf du dich entschieden hast und welche qualifikationen du in der bewerbung genannt hast. manchmal läuft schon mit der art der bewerbung was schief. einen wirklichen rat kann ich dir daher nicht geben.

aber zu deiner eigentlichen frage: diskriminierung ist was ganz anderes! wenn bewerber über- oder unterqualifiziert sind und sich nicht entsprechend verkaufen, passen sie nicht in ein gewünschtes schema oder einen ´markt´. das ist realität und keine diskriminierung. auch viele bewerber, die unterqualifiziert sind, müssen damit leben, kämen aber wohl nicht auf die idee, diskriminiert zu werden.

Antwort
von habakuk63, 3

Warum, du bist über qualifiziert. Fertig. Mit der Begründung kann dir ganz legal eine Anstellung für eine bestimmte Stelle verweigert werden.

Rein aus Interesse: Was könnte man mit einem Geschichtsstudium arbeiten? Wo könnte man arbeiten?

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