Bewerbung für Ausbildung mit 3,5 Schnitt Realschule?

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5 Antworten

Erkundige Dich zunächst, welche der handwerklichen Berufe für Dich in Frage kämen. Du kannst dir auf planet- beruf.de auch Filme zu den einzelnen Berufen anschauen. http://www.planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/

Empfehlenswert wäre ein freiwilliges Praktikum in  den Ferien. Es gibt Firmen, die in mehrere Berufe Einsicht bieten, da dort eben verschiedene Tätigkeiten in der Produktion ausgeübt werden. Willst Du z.B. im Bereich Metall arbeiten, so kannst Du Dir bei Betrieben in der Nähe Induszriemecheniker, Werkzeugmecheniker und z.B. Verfahrensmechaniker für Kunsstofftechnik anschauen.

Perfekt ist es , wenn Du die freiwilliges oder das Schulpraktikum in der 10 bei einem Betrieb absolvierst, der auch ausbildet.  So kannst Du Dich schon mal praktisch informieren und mal da bewähren. Hast Du einen guten Eindruck hinterlassen und bewirbst Dich dort um eine Ausbildung, so sind deine Chancen höher.

Adressen bekommst Du bei der IHK. Einfach IHK und dein Bundesland googeln.   Da kannst Du auch anrufen und nach dem Ausbildungsatlas der IHK fragen. Den kann man in deren Filliale abholen. Dort stehen die Firmen nach Berufen angeordnet.

So schlecht sind die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit für die Suche nach Ausbildungsplätzen auch nicht. Falls ihr einen StuBO- Lehrer/in habt, haben die den Kontakt zu den Berufsberatern für Jugendliche und können dir Firmen nennen,die ausbilden.

Zu deinen Noten. Es kommt auf den Beruf und die Firma an, welche Qualifikationen verlangt werden. Die größeren udn somit beliebteren Unternehmen verlangen bessere Noten und höhere Schulabschlüsse.

Es gibt aber auch kleine und mittlere Firmen, die auch handwerklich und technisch begabte Hauptschüler für einstellen (je nach Beruf).

Gut ist es auch Ausbildungsmessen in deiner Region zu besuchen. ich gehe mal davon aus, dass Eure Lehrer das mit Euch machen. Da kannst Du Dich über die Berufe informieren und gegebenfalls deine Unterlagen da lassen.

Im Übrigen ist es natürlich gut, jetzt bald mit dem Bewerben zu beginnen. Im Handwerk wird aber (vor allem in den weniger gefragten Berufen udn kleinen Firmen) bis zum Schluss gesucht. Selbst jetzt im Mai wurden für August 2016 Azubis gesucht. Also sollte man nicht aufgeben und weiter suchen, falls es nciht sofort klappt ...



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Hallo mimo01,

als erstes solltest Du - wie schon von ShinyShadow bemerkt - überlegen, welche Berufe Dich interessieren.

Was die Frage nach Deinen Chancen mit diesen Noten betrifft: das kann man nicht verallgemeinern. Welche Rolle die Schulnoten als Auswahlkriterium spielen - und welche Noten dabei besonders wichtig genommen werden - ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Allgemein kann man aber sagen, dass in fast allen Unternehmen die Noten zumindest eine gewisse Rolle spielen. Das liegt daran, dass

◦ Schulabgänger i. d. R. noch keine Berufserfahrung haben,

◦ Schulnoten leicht vergleichbar und scheinbar objektiv sind und

◦ Schulnoten Rückschlüsse auf das zu erwartende Arbeitsverhalten erlauben (Lernfähigkeit, Fleiß, Disziplin, Sozialkompetenz).

Jedem Berufsanfänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate ich daher, bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine guten Noten vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B.
durch persönliches Auftreten.

Nimm mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben am besten persönlich (oder bei großen Unternehmen telefonisch) Kontakt auf und bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für Dich passen könnte.

Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt (keine Lehrer, keine Mitarbeiter der Arbeitsagentur oder des Jobcenters!).

Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du  irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, kannst Du gerne erstmal Deinen Entwurf hier einstellen (vollständig und anonymisiert) und nach Verbesserungsmöglichkeiten fragen. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu verbessern. Anregungen findest Du in der einschlägigen Ratgeberliteratur oder z. B. auch hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/

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Kommentar von Gugu77
08.07.2016, 20:40

"keine Mitarbeiter der Arbeitsagentur oder des Jobcenters!"

XD...

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Hi :)

Ich glaube, dass du mit deinem Abschluss sehr sehr gute Chancen auf einen handwerklichen Ausbildungsplatz hast! Im Handwerk werden händeringend gute Leute gesucht. Mit "gut" meine ich dabei nicht 1-er Schüler, sondern Leute, die motiviert sind und den Job auch machen wollen.

Du fragst, in welchen Berufen... Welcher Beruf interessiert dich denn genau? :)

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Klar kannst du auch einen guten Ausbildungsplatz mit einem Realschulabschluss und einem Notendurchschnitt von 3,5 finden. Was würden denn sonst die Hauptschüler, oder die mit 3,6 oder 4,0er Durchschnitt machen? ;)

Es kommt ganz darauf an, wie überzeugend du die Dinge, in denen du gut bist hervorheben kannst. Beschreib einfach in deiner Bewerbung wie sehr du an der Ausbildung und an dem Beruf, den du da lernen wirst interessiert bist und begründe das auch. Also warum willst du genau das machen und nichts anderes. Und sag auch, dass du bereit bist, dich anzustrengen um auch in der Berufsschule gute Noten zu bekommen, etc. Dann klappt das schon. :)

Viel Glück!

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Ja, gerade wenn du schon freiwillig etwas handwerkliches machen möchtest, hast du auf jeden Fall Chancen. Im Handwerk kommen auch mittelmäßige Hauptschüler unter, vielleicht hast du dann sogar bei einer großen Firma Glück.

Du solltest eben nicht nur auf die Noten, sondern auch auf praktische Erfahrungen & die Bewerbung selbst achten.

Schaue aber, dass sich dein Schnitt in der 10. Klasse nicht verschlechtert, er sollte so bleiben oder im besten Fall besser werden.

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