Frage von YemotaY, 163

Bewerbung bei der Bundeswehr trotz vorstrafen?

Die anderen Fragen waren mir der lage nicht nahe Genug, vielleicht sitzt ja gerade ein Experte vor dem Bildschirm und liest das. Ich bin 19 Jahre alt und habe ein Problem, was heist eins. Ich habe vor circa einem dreiviertel jahr, durch einen Tragischen verlust, den ich bis vor kurzem nicht verkraften konnte, die kontrolle über mein Leben verloren. Ich kam durch falsche "Freunde" auf die schiefe bahn und ich habe in diesem 3/4 Jahr 4 Anzeigen gesammelt, wegen "einfacher" Körperverletzung, gefährlichen eingriff in den Straßenverkehr, Diebstahls, und Waffenbesitz(Selbstgemachter Wurfstern, nicht spitz nicht scharf, war ein Erinerungsstück an die Person die ich verlor). Nun habe ich vor 4 Wochen endlich die Kurve gekriegt dank Psychater, kräftiger unterstützung von vielen Seiten. Nur leider habe ich in dieser Zeit auch mein abi versaut. Jetzt stehe ich hier, ohne Ausbildung ohne Abi, lediglich mein Realschulabschluss kann ich vorweisen. Nun habe ich mich gekümmert und gemacht und getan und mich beworben, beworben, beworben. Nur absagen was ich keinem verübeln kann, es kennt keiner meine Ganze Geschichte und wenn ich ein Personalchef wäre und das Zeugniss sehen würde, würde ich im Traum nicht dran denken mir eine Chance zu geben schon gar nicht in der IT branche wo aber definitiv mein können liegt. Ich komme aus NRW und ich muss dazu sagen es gibt hier nicht das breiteste Spektrum an IT Firmen. Nun kam mir die Idee, Bundeswehr.. Nicht weil mir nichts anderes übrig bleibt, okay vielleicht auch ein Stück, nein auch weil das was ich von Berufssoldaten, bekannten die für die Bundeswehr arbeiten und im Karrierecenter gehört habe mich Positiv überrascht haben, dort hätte ich die möglichkeit zum 1.10 diese Ausbildung zum Fachinformatiker anzufangen. Der Nachteil die Verpflichtung für 12 Jahre , fpr die Feldwebel Laufbahn. So hieß das Glaube ich. Das klang alles zu schön, die ärtzliche untersuchung wird kein Problem und Sportlich bin ich auch. Nur habe ich jetzt hier die Bewerbungsunterlagen liegen. Dort wird nach Vorstrafen gefragt. Ich bin am Arsch und kann auch das Vergessen war mein erster Gedanke, so jetzt lange Rede nun zur Frage, ist die Bundeswehr wie jeder Personalchef oder bekommt man die Möglichkeit das zu Schildern wie/was/warum passiert ist. Ich würde diese Chance die ich in der Bundeswehr sehe gerne nutzen nur leider denke ich das auch die mich ablehnen werden obwohl laut Aussage des Karriereberaters noch zum 1.10 180 offene Stellen offen sind zum Fachinformatiker. Ich habe mein leben wirklich um 180° umgekrempelt. Hoffe einer/mehrere können mir weiterhelfen. Und Entschuldigt meine Rechtschreibung, habe eine Lese/Rechtschreibschwäche. Danke im Vorraus. LG YemotaY

Antwort
von Agentpony, 87

Wenn das alles in einem dreiviertel Jahr passiert ist, kam es da wirklich schön zu Verhandlungen? Bist du wirklich vorbestraft oder noch unter Anzeige?

Letztendlich ist der einzig richtige Weg, dich mit diesen Fragen an die Karriereberatung der Bundeswehr zu wenden.

Unabhängig davon kann ich dir nur dringend empfehlen, Wege zu erforschen, wie du das letzte Schuljahr nochmal nachmachen kannst. Ein Abitur kann dir im Leben vieles einfacher machen.

Antwort
von Jungleerika, 57

Die Bundeswehr als Behörde wird vermutlich kein einfaches (belegart N), sondern ein ausführliches Führungszeignis (Belegart O bzw. P.)  einfordern.

Nach den von Dir geschilderten Aussagen dürfte die Bundeswehr danach kein Interesse mehr haben, Dich einzustellen. - Waffenrecht !!!

Des weiteren solltest Du dich auch mal selber Fragen, ob Du die nötige geitige Reife hast, die man in einem Verantwortungsvollen (?) Job benötigt, indem man nicht nur mit Waffen hantieren muß, sondern unter Umständen in Konflikten eingesetzt wird, in dem man auch Zivilisten und nicht nur anderen Militärs gegenübertreten muß.

Zur Verdeutlichung:

Du sprichst von falschen Freunden/ Umgang, tragischen Verlusten und der Hilfe eines Psychiaters!

Klingt schon fast nach Selbstmitleid und danach die Verantworlichkeit woanders, stat bei sich selbst zu suchen, um es mal streng benennen.

Glückwunsch, daß Du mit seiner Hilfe an einer Besserung Deiner Umstände arbeitest!

Das beste, was Dir im Hinblick auf Dein Führungszeugnis/ Bundeszentralregister Auszug passieren kann ist, daß die Anzeigen zu keiner Verurteilung führen und eventuelle Ermittlungsverfahren eingestellt werden. - Da kann man aktiv dran arbeiten, indem man einen Anwalt beauftragt.

Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg und alles Gute, vielleicht stehe ich mit meiner "harten" Meinung auch nur alleine da!

Netten Gruß,

E.

Antwort
von Mirse87, 74

   

§ 38 Hindernisse der Berufung


§ 38 hat 2 frühere Fassungen und wird in 14 Vorschriften zitiert

(1) In das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit darf nicht berufen werden, wer
1.
durch
ein deutsches Gericht wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von
mindestens einem Jahr oder wegen einer vorsätzlichen Tat, die nach den
Vorschriften über Friedensverrat, Hochverrat, Gefährdung des
demokratischen Rechtsstaates oder Landesverrat und Gefährdung der
äußeren Sicherheit strafbar ist, zu Freiheitsstrafe verurteilt ist,
2.
infolge Richterspruchs die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt,
3.
einer Maßregel der Besserung und Sicherung nach den §§ 64, 66, 66a oder § 66b des Strafgesetzbuches oder der Sicherungsverwahrung nach Bestimmungen des § 7 oder des § 106 des Jugendgerichtsgesetzes unterworfen ist, solange die Maßregel nicht erledigt ist.
(2) Das Bundesministerium der Verteidigung kann in Einzelfällen Ausnahmen von Absatz 1 Nr. 1 zulassen.

 

Kommentar von Mirse87 ,

Booooah... Diese Zitierfunktion -.-

Also oben haste den Gesetzestext nach Soldatengesetz.

Deine Straftaten werden erst bei der Sicherheitsüberprüfung relevant.
Das heißt da wird einer vom MAD (Militärischer Abschirmdienst) kommen und dich interviewen zu deinen Straftaten, dem Tathergang und den äusseren Umständen.
Wenn du dem glaubhaft versichern kannst, dass das alles passée ist und NIE WIEDER vorkommt, dann steht deiner Karriere nichts im Wege.

Kommentar von YemotaY ,

Verstehe ich das jetzt richtig, da ich Keine Haftstrafe von über einem Jahr gekriegt habe sondern nur 80 Sozialstunden und Führerschein entzug, wäre ich gesetzlich noch erlaubt die Ausbildung anzutreten? Nur die Frage ob die mir eine Chance geben oder ob die direkt Nein sagen und mich gar nicht erst zu den Untersuchungen einladen.

Kommentar von YemotaY ,

// Ok Vielen Dank. Lege Viel Hoffnung in dein Wort. Danke vielmals, bringt eventuell etwas licht ins dunkle und lässt mich jetzt nicht im ungewissen warten. Ich habe auch sach gemäß die straftaten angegeben und auch direkt die Unterlagen mit geschickt.

Kommentar von TraumdeuterWGF ,

Versuch durch deine Person zu überzeugen

du bist für die meisten da eine Akte

sei ein mensch für sie und mach dir Freunde

Vitamin B ist auch bei der bundeswehr keine gefährliche Droge, sondern ein essenzieller bestandteil.

Suche einen menschen, wenn sie dich ablehnen hast du ein Jahr sperre!

Kommentar von Mirse87 ,

Ob die dich einstellen oder nicht hängt von dem ab was du kannst. Also Körperliche und Ausbildungstechnische Eignung.
Der Psychotest ist auch eher "rudimentär". Die Sicherheitsüberprüfung läuft parallel im Hintergrund. Von der hörst du erst, wenn du schon eingestellt bist.
Aber sie können dich binnen einem Jahr immernoch kicken. Wenn du dich anstrengst und beim Wehrdienstberater eine sinnvolle Verwendung findest, dann sollten die paar "Jugendsünden" aber kein Problem sein.

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