Frage von Josefbartl, 86

Bewerbung bei der Bundespolizei trotz Anzeigen?

Kurz und Knapp ich bewerb mich bei der Bundespolizei, hatte vor 3 Jahren aber mal einen Aussetzer, die Folge war das ich eine Anzeige wegen Beleidigung, eine fürs "Schwarzfahren" und eine für Körperverletzung benommen habe, da gab es natürlich ein Gerichtsverfahren wobei es für mich eingestellt wurde da ich kein Täter war, Anzeige habe ich trotzdem nach dem Prinzip "mit gefangen, mit gehangen". Der Bewerbungsberater der Bundespolizei meinte ich sollte mir nichts soviel Gedanken machen da ich ja nicht gerichtlich vorbestraft wurde. Würde gerne mal eure Meinung wissen und ob es zu einer Ablehnung kommen könnte. (ps.: Ich bin 20)

Antwort
von celaenasardotin, 23

Meist hast du dann ein Gespräch mit dem Bewerbungsbeauftragten und wenn du da Reue zeigst und der dich für geeignet hält , kannst du auch Polizist werden. Die Polizei ist deutlich weniger wählerisch , als noch vor einigen Jahren

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 35

Da die Bundespolizei bereits mehr als 300 Bewerber zuviel eingestellt hat, würde ich mir über irgendwelche Jugendsünden keine großen Gedanken mehr machen. 

Kommentar von Sirius66 ,

furbo .... ????

Kommentar von furbo ,

Na ja, wenn mein Dienstherr schon über 300 Leute zuviel eingestellt hat ( angeblich aufgrund eines IT-Fehlers), dann dürften in der nächsten Zeit die Einstellungszahlen gegen 0 gehen.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 19

Das kann so und so ausgehen. Für eine grundsätzliche Ablehnung reicht es nicht. Man muss dich - wenn sonst alles passt - zum Eignungs- und Auswahlverfahren zulassen.

Wenn es denen aber ein Dorn im Auge ist, finden sie im AC/SI - falls du soweit kommst - irgendeinen Grund. Hier musst du aber auch mit Sicherheit dazu Stellung nehmen. Da kommt es dann drauf an, wie du deine Vergangenheit in der Selbstreflektion siehst.

Dabei fährt man am besten mit der Aussage, daß man seine Fehler einsieht und auch verstanden hat, warum das passieren konnte. Daß man gereift, gefestigt und stärker geworden ist und solchen Versuchungen nicht mehr unterliegt.

Schecht ankommen würden Lamentiereien, daß ja eigentlich nur die anderen Schuld waren. Man gar nichts für konnte, eigentlich auch gar nicht wollte und sich nicht wehren konnte usw.

Es kommt auch auf das Delikt an. Körperverletzung amüsiert die nicht gerade.

Gruß S.


Antwort
von Mignon4, 51

Ich an deiner Stelle würde eher dem Bewerbungsberater bei der Bundespolizei glauben und vertrauen als Laien hier im Internet. Immerhin sitzt der Berater in der Behörde und weiß, nach welchen Kriterien die Bewerber ausgesucht werden.

Warum versuchst du es nicht einfach? Mehr als eine Absage kannst du nicht bekommen.

Viel Glück!

Kommentar von Josefbartl ,

Nun ja, leider ist der Bewerbungsberater nicht derjenige der meine Bewerbung entweder eine Ablehnung oder eine Zusage erteilen kann...

Kommentar von Mignon4 ,

Das stimmt, aber er weiß, wie die Personalabteilung entscheidet und das auf jeden Fall besser als die Laien hier im Internet.

Antwort
von herja, 49

Der Bewerbungsberater der Bundespolizei meinte ich sollte mir nichts
soviel Gedanken machen da ich ja nicht gerichtlich vorbestraft wurde.

Dem kann man nur zustimmen.

Antwort
von Marbuel, 31

Also, ich wurde abgelehnt und bei mir sah es ähnlich aus. Vorbestraft war ich auch nicht. Versuchen würd ich es dennoch.

Kommentar von Josefbartl ,

Ähnlich? inwiefern?!

Kommentar von Marbuel ,

Diebstahl und Hehlerei. Für beides hatte ich einen Eintrag. Beim Diebstahl handelte es sich lediglich um ein Computerspiel. Ach ja - den Führerschein hatte ich wegen Alkohol auch mal weg und weil mir Ausfallerscheinungen angedichtet wurden, zählte es als Straftat. Das alles reichte bei mir, um abgelehnt zu werden. Nach meiner Bewerbung bekam ich Rückmeldung, dass ich das aufgrund meiner Vorgeschichte stecken könne.

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