Frage von Matthias57, 53

Bewerbung abschlägig entschieden - Grund erfragen?

Habe eine abschlägige Antwort auf meine Bewerbung bei einem öffentlichen Arbeitgeber erhalten. Das Vorstellungsgespräch verlief 5 Wochen zuvor meines Erachtens durchaus positiv. Man zeigte sich beeindruckt, dass ich mit 22 Jahren bereits die Meisterprüfung in einem technischen Beruf absolviert habe. Mir wurde eine Mitteilung innerhalb von 2 Wochen zugesagt; die Entscheidung kam nach 5 Wochen. Gern würde ich die Gründe der Ablehnung erfahren. ich vermute mein Alter. Soll ich höflich nachfragen?

Expertenantwort
von Setna, Community-Experte für Bewerbung, 18

Gern würde ich die Gründe der Ablehnung erfahren. ich vermute mein Alter. Soll ich höflich nachfragen?

Man wird dir nicht offen die Absagegründe sagen. Die Absage bedeutet auch nicht, dass du nicht grundsätzlich für die Stelle geeignet wärst.

Eine bessere Taktik nach einer Absage ist folgende: Du rufst an und bedankst dich noch einmal freundlich für den Bewerbungsprozess. Du kannst auch sagen, was dir besonders gefallen hat. Natürlich sagst du dann, dass du gerne dort gearbeitet hättest (aber nicht vorwurfsvoll). Und dann fragst du nicht direkt nach den Absagegründen, sondern du fragst nach Tipps, was du das nächste Mal besser machen könntest oder wo der AG noch Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich der Eignung sieht.

Darauf bekommt man als Bewerber eher eine Antwort, weil es unverfänglicher ist und man den AG nicht auf irgendetwas rechtlich verwertbares festnageln will. Die meisten AG übertreiben es nämlich auch mit ihrer Angst vor dem AGG und machen sich leider das Leben ganz schön leicht und das Bewerberleben schwer. Weitere Tipps: http://www.bewerbung-forum.de/vorstellungsgespraech/absage-nach-vorstellungsgesp...

Antwort
von henzy71, 23

Kann mir nicht vorstellen, dass dein Alter der Ablehnungsgrund war. Die wussten nämlich bereits vor dem Vorstellungsgespräch wie alt du bist. Falls das, das Ausschlußkriteriums sein sollte, hätte man dich gar nicht erst eingeladen. Macht ja kein Sinn, jemanden einzuladen - alles läuft super und am Ende heisst es dann, "ja, alles toll, aber der Kandidat ist zu alt/jung." Das passt nicht. Natürlich steht es dir vollkommen frei, nach der Begründung zu fragen, aber ob du da eine ehrliche Antwort bekommst, ist fraglich.

Hinzu kommt, dass es im öffentlichen Dienst leider sehr oft so ist, dass man bereits einen Kandidaten für den Job hat, aber ihn dennoch ausschreiben muss. Dann ist aber von vornherein klar, wer den Job bekommen wird.

Gruß

Henzy

Antwort
von Schokolinda, 13

mit einer antwort könnte sich der AG schadensersatzpflichtig machen- daher sagt ein AG auf diese frage vorsichtshalber lieber nichts.

Antwort
von Coriolanus, 22

Du kannst nachfragen aber es ist zweifelhaft, ob Du eine ehrliche Antwort erhältst. Falls Du schon mit einem der Entscheider Kontakt hattest, dann könntest Du ihn anrufen und ihn bitten, Dir ein Hinweis auf die von Dir gemachten Fehler bei der Bewerbung zu geben, um es bei einer anderen Bewerbung besser machen zu können.

Antwort
von Chanara2006, 21

Wird nichts bringen. Unternehmen und auch der öffentliche Dienst werden dich vermutlich nur mit Phrasen abspeisen. Sie machen sich auch rechtlich angreifbar. Also werden sie dir höchstens sagen, dass sie sich für einen Bewerber mit besserer Qualifikation entschieden haben.

Antwort
von safur, 18

Ich tippe eher auf die Berufserfahrung.
Wie dem auch sei, klar kannst fragen, du wirst nur keine "echte" Antwort bekommen. Akzeptieren!

Kommentar von Matthias57 ,

Wird wahrscheinlich so sein, doch wie und wo soll man in meinem Alter dann jemals Berufserfahrung sammeln können! Wahrscheinlich werde ich "akzeptieren".

Kommentar von safur ,

Du bist doch noch jung. Mach den Beruf 2-3 Jahre und versuch' es dann nochmal. Viel Erfolg.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten