Frage von keepitsimple247, 50

Bewerbung - Aktuelle Tätigkeit weglassen?

Hallo.

Ich werde aus gesundheitlichen Gründen aus der Bundeswehr entlassen und bin deshalb derzeit auf Jobsuche. Leider habe ich den Eindruck, dass eine vorangegangene Tätigkeit als Soldat viele Arbeitgeber beim Lesen der Bewerbung abschreckt. Ein Personaler hat mir das kürzlich auch so vermittelt.

Was denkt Ihr: Wäre es vertretbar, meine aktuelle Tätigkeit in der Bewerbung wegzulassen? Das würde allerdings wieder eine Lücke hinterlassen. Zwar nur 3 Monate, ist aber dennoch ärgerlich.

Ich habe mir auch überlegt, wie man es im Lebenslauf nicht eindeutig erwähnen, es aber trotzdem so aussehen lassen könnte, als wäre ich die 3 Monate nicht arbeitslos gewesen. Aber selbst wenn ich den Arbeitgeber weglasse, wäre meine Tätigkeit mit der Berufsbezeichnung "Soldat" wohl eindeutig identifizierbar.

Meinungen dazu?

Expertenantwort
von Setna, Community-Experte für Bewerbung, 11



Ich werde aus gesundheitlichen Gründen aus der Bundeswehr entlassen und bin deshalb derzeit auf Jobsuche. Leider habe ich den Eindruck, dass eine vorangegangene Tätigkeit als Soldat viele Arbeitgeber beim Lesen der Bewerbung abschreckt. Ein Personaler hat mir das kürzlich auch so vermittelt.

Was denkt Ihr: Wäre es vertretbar, meine aktuelle Tätigkeit in der Bewerbung wegzulassen? Das würde allerdings wieder eine Lücke hinterlassen. Zwar nur 3 Monate, ist aber dennoch ärgerlich.

Ich habe mir auch überlegt, wie man es im Lebenslauf nicht eindeutig erwähnen, es aber trotzdem so aussehen lassen könnte, als wäre ich die 3 Monate nicht arbeitslos gewesen. Aber selbst wenn ich den Arbeitgeber weglasse, wäre meine Tätigkeit mit der Berufsbezeichnung "Soldat" wohl eindeutig identifizierbar.

















Bei einer Beantwortung deines Anliegens ist doch ganz entscheidend, wie viel und welche Berufserfahrung du noch vorzuweisen hast und wofür du dich jetzt bewerben willst!


Geht es dir nur um den Lebenslauf?


Ganz grundsätzlich ist aber festzuhalten: Eine "Abschreckung" erfolgt selten aufgrund eines einzigen Grundes.










Kommentar von keepitsimple247 ,

So viel Berufserfahrung ist da eben nicht. Habe 3 Jahre lang meine Ausbildung bei ner Bank gemacht und dann noch n bisschen dort gearbeitet.

Dann zur Bundeswehr. Und wenn ich sage, dass es aus gesundheitlichen Gründen dort 'zuende' geht, macht das den Eindruck, als wäre ich lieber dort geblieben und suche mir nur nen neuen Job, um nicht arbeitslos zu sein. Das ist jedoch nicht der Fall.

Kommentar von Setna ,

Und die gesundheitlichen Gründe bestanden vorher nicht? Als Personaler würde ich den Eindruck bekommen, dass die Gesundheit nur vorgeschoben ist, weil sich die Bundeswehr letztendlich für dich als Fehlentscheidung entpuppt hat. Und dieser Eindruck ist "schlimmer" als die Bundeswehr an sich.

Wie lange wolltest du denn Soldat sein, welche Laufbahn wolltest du einschlagen, warum hast du dich überhaupt für die BW entschieden?

Kommentar von keepitsimple247 ,

Nein, trat alles erst ein paar Wochen nach Dienstantritt auf.

Ich war eigentlich für die Feldwebellaufbahn vorgesehen, also für 12 Jahre. Ich könnte mich frühestens in einem Jahr wieder bewerben, deshalb plane ich, ab nächstem Jahr mein Abitur zu machen und bis dahin arbeiten zu gehen. Und mich anschließend mit Abitur wieder bei der Bundeswehr zu bewerben. Wurde mir dort auch empfohlen, da meine Vorgesetzte der Meinung war, dass ich durchaus für die Offizierslaufbahn geeignet bin. Das steht für mich aber noch nicht fest, es ist auch durchaus denkbar, im zivilen Berufsleben zu bleiben. Sofern ich eine gute Stelle finde, mit der ich zufrieden bin. wenn Ich das einem personaler so sage, kommt das aber nicht allzu motiviert rüber, eine stelle in dem Unternehmen zu bekommen 

Kommentar von Setna ,

Ohne Details ist es ein wenig schwer, deine Situation genau nachzuvollziehen. Es ist aber verständlich, dass du über die Erkrankung nicht im Internet schreiben willst. Ich hätte nur gedacht, dass du dann von der BW irgendwie zurückgestellt wirst - bei so einer langen Dienstzeit. Aber wahrscheinlich wollen die dann eben auch nicht für jemanden aufkommen, der nicht komplett gesund ist.


Bzgl. Abitur kann es auch sein, dass es jetzt u.U. noch freie Schulplätze gibt. Darüber musst du dich mal in deiner Stadt informieren. Für Abitur-Starts im Februar 2017 beginnen zudem bald die kurzen Bewerbungszeiten für Anmeldungen, z.B. bei Abendgymnasien.


Zu deinem eigentlichen Problem: Ggf. kannst du die BW-Zeit weglassen und alternativ Arbeitssuche angeben. Ist nicht ideal, aber du gibst ja nicht vor, etwas zu besitzen oder zu können, was nicht vorhanden ist. Ich gebe diesen Rat nicht oft, aber aufgrund deines Alters und deines Unverschuldens ist diese Vorgehensweise zweckmäßig und schadet auch keinem Arbeitgeber.

Antwort
von Onetouch38, 22

Schreibe doch einfach nur Bundeswehr hin. Lass es offen einfach. Zb ist mein Englisch nicht gut deshalb habe ich immer nur als Fremdsprache in meinem Lebenslauf englisch geschrieben. Ob es gut oder schlecht ist, ist offen ;)

Kommentar von keepitsimple247 ,

Es geht nicht darum, dass ich dort Soldat bin, sondern dass die Bundeswehr eventuell nicht überall den besten Ruf hat.

Antwort
von cc2015, 27

Ich würde grundsätzlich immer bei der Wahrheit bleiben. Lügen führen nur zu weiteren Lügen. Du musst nur versuchen, die Wahrheit gut zu verkaufen. 

Kommentar von keepitsimple247 ,

Es geht ja nicht um Lügen. In einem Vorstellungsgespräch würde ich natürlich alle Fragen dazu ehrlich beantworten und bei Bedarf den Sachverhalt ausführlich erläutern.
Aber trotzdem scheint es, als würden Bewerbungen schon aufgrund dieser Tatsache aussortiert werden. Viel Möglichkeit gibt es vermutlich nicht, das gut zu verkaufen.

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