Frage von Edmundbauer, 163

Beweisen die Schriftrollen von Qumran das Jesus gottes Sohn war?

Die Qumranschriften enthalten ja die Bücher der Propheten und in diesen wird ja das kommen eines Messias prophezeit. Sie wurden bis 40 v. Chr. geschrieben. Ist das ein starker Indiez für die Existenz des Christentums und der Hölle? Hoffentlich nicht! Jetzt könnte man argumentieren, dass jediglich das kommen eines Messias prophezeit wird, aber was sehr merkwürdig wäre ist, dass sich keiner dieser Propheten wiederspricht, obwohl sie nichts von einander wussten und das um das Jahrnull plötzlich keine Propheten mehr auftauchten. Wäre dies nicht riesiger Zufall? Da kommen über Jahrhunderte immer wieder Propheten und dann nach Christi Geburt plötzlich keine mehr , zumindest nicht mehr in israel. Hat das Christentum doch recht?

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von chog77, 98

Nein, das wird keine Schrift jemals können, den dies ist und bleibt Glaubenssache.

 In Qumran wurden alttestamentarische Schriften gefunden, wie die Jesajarolle, Hoseafragmente und die Psalmen. Von Jesus wirst du da kein Wort finden. Es gibt auch Schriften, die die Sekten der Essener betrafen. Das waren die Leute, die die Schriftrollen verstecken. Was die Rollen zeigen, ist, dass bekannte jüdische Texte nahezu unverändert über die Jahrtausende überliefert wurde.

Die in Bezug auf Jesus deutlich spannendere Texte sind die im ägyptischen Nag-Hammadi gefundenen Schriften. Sie stammen von der Sekte der Gnostiker. Das Thomas-Evanglium oder das Philippus-Evangelium haben es nie in die Bibel geschafft und weichen zu Teil erheblich von den Bibeltexten ab. Manche dieser Texte zeigen einen deutlich menschlicheren Jesus.

Antwort
von GanMar, 102

und das um das Jahrnull plötzlich keine Propheten mehr auftauchten

Auch in späterer Zeit gab und gibt es Propheten, zum Beispiel:

  • Joseph Smith (Prophet der Mormonen, 1830)
  • Mohammed (um 570)
  • Manichaeus (um 215)
  • Robert Athlyi Rogers (1891)

Nur sind dies eben keine Propheten, die eine Bedeutung für Christen hätten.

Kommentar von Starwarsvogel ,

Für die meisten Christen ist Muhammad kein Prophet.

Antwort
von dompfeifer, 20

Zunächst leugnet kein halbwegs vernünftiger Mensch die Existenz von Judentum, Islam oder Christentum, genauso wenig die Existenz der mythischen Vorstellungen vom Ort der Verdammnis (Siehe dazu Wikipedia). Alles, was in der Sprache allgemein präsent ist, existiert auch in irgend einer Weise.

Dass alle Propheten des Christentums sich nirgends widersprechen, nehme ich Dir erst einmal so nicht ab. Und soweit sie inhaltlich übereinstimmen, können sie voneinander abgeschrieben haben oder schlicht in gleicher Weise ihren jeweiligen nach Erlösung schreienden Zeitgeist getroffen haben.

Die Propheten sind auch zu keiner Zeit in der Welt ausgestorben. Dass die Bibel nicht ständig neue Propheten in ihre heiligen Schriften neu aufnimmt, liegt nahe, das widerspräche Tradition und Konsistenz. Einer der jüngeren Propheten brachte es sogar zu einer tragenden Rolle im Neuen Testament! Dazu Wiki:

"Johannes der Täufer .... war ein jüdischer Bußprediger, der um 28 n. Chr. in Galiläa und Judäa auftrat. ...... Johannes wird im von Urchristen in griechischer Sprache verfassten Neuen Testament als Prophet der Endzeit und Wegbereiter Jesu Christi mit eigener Anhängerschaft dargestellt. Im Anschluss daran verehren ihn viele Kirchen als Heiligen."



Auch im 6. Jahrh. n.Chr. tauchte ein weltbekannter Prophet auf:

"... Mohammed gilt im Islam als Prophet (nabī) und Gottesgesandter (rasūl Allāh), dem mit dem Koran das Wort Gottes (Allahs) offenbart wurde ...." 

Der Gedanke an den Beweis einer Vaterschaft der mythischen Vorstellung von einem allmächtigen Machthaber im Kopf vieler Menschen ist natürlich schon außerordentlich grotesk. Da können auch die Schriftrollen von Qumran schwerlich zur Klärung beitragen. Zu deren Entstehungszeit waren genbasierte Vaterschaftstests noch lange nicht in Mode.

Antwort
von dadita, 46

Nein. 

Propheten gibt es auch heute noch zu Hauf, man nimmt sie nur nicht mehr wirklich ernst, da die meisten Menschen inzwischen dazu gelernt haben ^^

Eine "Prophezeiung" wie: "Da kommt irgendwann irgendwer" ist so schön wage, dass man sie sich zurechtbiegen kann, wie es einem passt.

Antwort
von pilot350, 74

Nein, es gibt keinen Beweis dass ein jesus der Sohn eines Gottes oder des Gottes war, da es auch für einen Gott keinen Beweis gibt. In den Evangelien wird Jesus als Gott bezeichnet. Es gab aber auch Evangelien in denen beschrieben war dass Jesus kein Gott war sondern menschlich. Die Evangelien die das behaupteten wurden im 14. Jahrhundert alle vernichtet weil die Kirche damals darauf beharrte dass Jesus göttlich sein soll. Auch die Namen dieser Evangelisten wurde nie wieder erwähnt. Aber hierzu gibt es Nachweise.

Antwort
von Accountowner08, 78

Nein. Gar nicht. Ich glaube, er wird darin nicht einmal erwähnt.

Antwort
von Hegemon, 72

Schriften sind ein Beweis dafür, daß Menschen schreiben können. Nicht mehr und nicht weniger. Reicht es nicht, zu wissen, daß die Menschen schon vor tausenden Jahren schreiben konnten? Das ist doch schön. Darüber kann man sich doch freuen. Warum muß man da zwanghaft mehr reininterpretieren?

Antwort
von 1988Ritter, 52

Man kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Jesus gelebt hat.

Alles andere sollte man dann mit dem lieben Gott besprechen wenn es sowiet ist.

Es gibt immer sehr verlangende Fragen auf endgültige Antworten. Diese Antworten kann Dir aber kein seriöser Mensch geben.

Schließlich und letztendlich bewegen wir uns im Themenbereich Glaube.

....und Glaube hat etwas mit Annahme zu tun, ansonsten würde man es ja Wissen nennen.

Antwort
von DerBuddha, 26

natürlich nicht...............ALLE schriften wurden von menschen geschrieben und dabei wurden viele dinge einfach weggelassen, die nicht ins glaubensbild passten............das beispiel von jesus zeigt z.b., dass viele dinge davon nicht stimmen und DAS wurde schon längst wissenschaftlich und geschichtlich belegt...............nur glauben die menschen trotzdem die märchen, weil sie nicht zugeben können, dass sie sonst ihr leben umsonst nach diesen märchen ausgerichtet haben..............

jesus war ein terroristenführer einer untergangssekte, ein frauenheld und ließ sich von ihnen auch aushalten..........zudem stimmt sein geburtsjahr und sein geburtsort nicht und auch die märchen bei seiner geburt, z.b. die drei heiligen könige stimmen nicht.........ausserdem war er auch nicht nur friedlich, sondern hat auch mit krieg und streit gedroht, das sagt er selbst sogar..........

so zieht es sich durch alle dinge in den schriften und der grösste glaubensbetrug ist der, dass in der bibel ein teufel als gott angesehen wird............denn alle eigenschaften des teufels machen den gott im alten testemant aus..............:)

Antwort
von chrisbyrd, 17

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Bibel Recht hat und dass die Textfunde von Qumran ein Beweis für die korrekte Überlieferung des biblischen Textes ist.

Dass sich in der Bibel eine Menge erfüllter Prophetie findet, ist z. B. hier recht gut erklärt und aufgeführt: http://vck-web.org/erfuellte-prophetien

Wenn ich deine Beiträge lese, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass du ebenso davon überzeugt bist, dass die Bibel Gottes wahres Wort ist. Warum setzt du dich so unter Druck und versucht nicht einfach mal ganz entspannt, die Bibel zu lesen und Gott im Gebet zu bitten, dass er dir hilft, sein Wort zu verstehen.

Zuerst könntest du das Johannes-Evangelium und danach den Epheser-Brief lesen...

Kommentar von chrisbyrd ,

Wobei du natürlich auch zuerst 1. Johannes 1,9 und danach alle Stellen über die Gnade Gottes im Römerbrief lesen könntest.

Martin Luther drohte daran zu zerbrechen, dass Gott den Menschen zürnt und sie in de Hölle schickt. Als er auf Jesus am Kreuz blickte, erkannte er Gottes Liebe und im Römerbrief verstand er Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Dass wir alle Sünder sind, war für Luther ganz klar. Er hat selbst einige heftige Fehlentscheidungen getroffen (z. B. bezüglich der Bauernkriege oder in seiner Haltung gegenüber Juden). Trotzdem bzw. gerade deshalb war ihm klar, dass der Mensch nur durch den Glauben allein und durch Gottes Gnade zu Gott kommen kann ("sola fide" und "sola gratia"). Auch wusste Luther, dass die Wahrheit nicht in Lehren von Menschen liegt, sondern nur in der Bibel ("sola scriptura").

Antwort
von He333, 45

Der Fund kann nur widerlegen, dass die Bibel von vorne bis hinten abgeändert und verfälscht wurde.

Antwort
von Stadtreinigung, 67

Heut sagt man einfach,Nachfrage Angebot.Wird in dieser Zeit wohl auch schon gegeben haben

Antwort
von earnest, 36

Nein. 

Die Schriftrollen beweisen, daß es damals am Toten Meer Menschen gab, die schreiben konnten. 

Gruß, earnest


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