Frage von manu1234567, 263

Beweise gegen die Evolution?

Ich frag mich ob das mit der Evolution stimmen kann. Gibt es Beweise für die Schöpfung?

Antwort
von kami1a, 10

Halo! Da gibt es keine. Es sei denn man bezeichnet Verschwörungstheorien als solche. Die haben dann aber die gleiche Qualität wie : 

  • Die Erde ist eine Scheibe.
  • Herford gibt es nicht.
  • es gibt ein Volk im Erdkern.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Kommentar von Buddhishi ,

Netter Humor ;-)

Kommentar von kami1a ,

eher passender Vergleich

Antwort
von Qivittoq, 161

Es gibt genügend stichhaltige Belege für die Evoution.

Naturwissenschaft und biblische Schöpfungsmythen sind keine Gegensätze, sondern behandeln unterschiedliche Gesichtspunkte des Daseins.

https://glaubenstexturen.wordpress.com/2012/04/23/schopfungsglaube-und-naturwiss...

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ge"sicht"spunkt kommt von "Sehen", nicht von "Denken".

Antwort
von uteausmuenchen, 100

Hallo manu1234567,

ich nehme jetzt für die Antwort einmal an, dass Du es wirklich wissen möchtest und nicht nur irgendwelche Bibelsprüche lesen möchtest.... Seufz.

Antwort in mehreren Teilen:

1) Die Behauptung, Gott und Evolution würden sich gegenseitig ausschließen, ist eine Falschdarstellung des Kreationismus.

Ich habe dazu ausführlich hier etwas dazu geschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-ist-die-evolution-mit-der-lehre-der-grossen-...

Das Konzept der "Schöpfung" ist ein philosophisches Konzept, über das Naturwissenschaft per se keine Aussage macht - mit keiner ihrer Theorien. Weder mit der Newtonschen Mechanik, noch mit der Evolutionstheorie. Naturwissenschafen beschäftigen sich mit in der Natur gesetzmäßig ablaufenden Prozessen. Da diese Beschreibung offensichtlich nicht auf Gott zutrifft, gehört die Frage "Gibt es Gott?" nicht zum Gegenstandsbereich der Naturwissenschaften.

Auf der anderen Seite begeht Religion aber einen Irrtum, wenn sie Jahrhunderte alte Schriften als historische Berichte oder Naturkundebücher verkauft - und nicht als das, was sie sind: Glaubenszeugnisse, die wir nur aus dem soziokulturellen Zusammenhang ihrer Autoren heraus verstehen können.

2) Die Antwort auf Deine Frage lautet eindeutig: Nein, es gibt keine Beweise gegen die Evolution.

Die Einwände der Kreationisten gegen die Evolution beruhen auf einem grundsätzlichen Fehlverständnis der Evolution - und wollen von ihrem Wesen her auch keine naturwissenschaftliche Debatte anstoßen.

Motivation des Kreationismus ist die Unangreifbarkeit der Bibel als von Gott geschriebene oder zumindest vorgegebene absolute und unhinterfragbare Wahrheit. Die Bibel als das absolut gültige "Wort Gottes" verleiht auch dem Clerus der jeweiligen Glaubensgemeinschaft Autorität innerhalb dieser Gemeinde.

Um diese Autorität aufrecht zu halten, darf es keine Bibelstellen geben, deren Beschreibungen der Welt als überholt gelten. Entsprechend lehnen Kreationisten alle naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ab, die nicht mit den Texten in Einklang stehen.

Die Kritik an der ET basiert also nicht auf einer naturwissenschaftlichen Motivation, sondern aus dem Wunsch, das Autoritätsgefüge der Glaubensgemeinschaft auch weiterhin allein aus den historischen Texten zu rechtfertigen.

Jedwede scheinbar wissenschaftlichen Einwände gegen die ET sind also nur vorgeschoben.

Aufgegriffen werden dabei zum Beispiel Fragen, die historisch tatsächlich einmal naturwissenschaftlich diskutiert wurden, die aber längst geklärt wurden. Oder man setzt auf eine Überbetonung des noch nicht Verstandenen - und unterschlägt, dass jede naturwissenschaftliche Theorie immer nur einen Erklärungsrahmen bietet, nie aber automatisch vollständiges Detailwissen für alle Teile des ablaufenden Prozesses. Die letzte Kategorie der Einwände setzt auf gezielte Falschdarstellung der naturwissenschaftlichen Darstellung in der Öffentlichkeit.

Die ausführliche Widerlegung der gängigen Einwände findest Du entweder auf Englisch auf http://www.talkorigins.org/indexcc/index.html

oder im Buch "Evolution im Fadenkreuz" von Neukamm.

Dass sich die Naturwissenschaft bereits mehrfach und ausgiebig mit den Scheinargumenten des Kreationismus auseinandergesetzt hat und diese als falsch erkannt hat, hat nicht zur Folge, dass dieselben Einwände dem naturwissenschaftlichen Laien gegenüber immer und immer wieder vorgebracht werden.

Ziel des Kreationismus ist eben keine echte naturwissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern das Vortäuschen einer naturwissenschaftlichen Debatte um die Evolutionstheorie dem naturwissenschaftlichen Laien gegenüber.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht gibt es keine ernsthaften Einwände gegen das Ablaufen des Prozesses der Evolution in der Natur. Die ET stützt sich auf eine ungeheure Vielfalt an sie bestätigenden Befunden - weit über den fossilen Befund hinaus. Erst mit der ET werden nahezu alle anderen Befunde der Biologie verständlich. Sie hat einen zentralen Platz im ineinandergreifenden Erklärungsnetz der verschiedenen Naturwissenschaften. (Siehe hier, Seite 13 http://www.martin-neukamm.de/kreation.pdf)

3) Da Schöpfung ein philosophisches Konzept ist, gibt es auch keinen "Beweis".

Der Schöpfungsgedanke ist eine Deutung des Daseins und von seinem Wesen her nicht beweisbar, sondern  - im Gegensatz zu naturwissenschaftlichen Aussagen - eine Glaubensfrage.

Da "Gott" eben kein gesetzmäßig in der Welt ablaufender Prozess ist, ist er auch nicht empirisch testbar und falsifizierbar. Und dasselbe gibt für philosophische Schöpfungskonzepte.

Der Satz "Es ist so, weil Gott es so gemacht hat" kann immer als Antwort auf jede Frage zu unserem Dasein vorgebracht werden und erklärt deswegen genau gar nichts. Er ist von seinem Wesen her nicht empirisch falsifizierbar - und deshalb nicht naturwissenschaftlich.

Wer "Schöpfungstheorien" verkauft, der diskreditiert sich daher einfach nur selbst. (http://www.martin-neukamm.de/junker1_3.html)

Grüße

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich würde deine Antwort gerne positiv bewerten.
Dagegen spricht, dass du hier in bisher unbekanntem Ausmaß Perlen vor die Säue wirfst.

Solange der Support die Richtlinien nicht ernst nimmt, vielleicht wegen ungenannter Regeln, Masse vor Klasse zu werten, sind es die Experten, die ein gewisses Mindestniveau herbeizuführen versuchen.

Noch gibt es hier Experten, deren Wissen mich vor Neid erblassen lässt, und denen ich auch mal das eine oder andere Detail voraus habe. Und noch haben die Experten hier die Meinungshoheit. Das ist nicht selbstverständlich und muss auch nicht so bleiben. Ich hab schon einen Niedergang erlebt.

Ich bin mir sicher, dass viele deine Antworten lieben, nicht nur wegen deines Sachverstands, sondern auch wegen deines eindeutigen Standpunkts. Und dass vielen ein Lob von dir das höchste Lob ist.

Und warum kommt mir ein kriegerisches Bild in den Kopf, dass man sein Pulver nicht vorzeitig verschießt?
Weil es eben auch ein Krieg ist, ein Kulturkrieg. Man kann nur hoffen, dass ihn die Vernunt gewinnt, bevor ein Bürgerkrieg oder Religionskrieg daraus wird.

Keine Ahnung, ob mich jemand versteht.

Kommentar von kami1a ,

diese Antwort ist einfach unglaublich gut. ich habe nicht genug Hüte die ich ziehen könnte.

Expertenantwort
von Agronom, Community-Experte für Biologie, 108

Die Schöpfung kann man nicht und wird man nie widerlegen können.

Die Evolution gibt es ohne Zweifel, es ist auch heute möglich sie zu beobachten.

Wenn man die Schöpfung nicht wörtlich aus der Bibel übernimmt, so sind Schöpfung und Evolution auch kein Widerspruch, das haben die meisten Glaubensgemeinschaften auch schon erkannt.

Antwort
von dadita, 77

Die Schöpfung ein Mythos, ein nach heutigen Wissensstand sogar ausgesprochen lächerliches Märchen. Bzw. sogar diverse lächerliche Märchen, immerhin hat fast jede Religion ihr eigenes, von der Regenbogenschlange über die Titanen bis zur Märchengestalt von Bibel und Co. Dementsprechend gibt es auch keinerlei Beweis dafür und jede Menge Beweise dagegen.

Evolution hingegen ist ein Fakt. Es gibt unzählige Beweise, von Fossilien über DNA-Sequenzabgleiche, Polymorphismen, embryonale Entwicklung und noch tausende mehr. Es ist eine der bestbelegten Theorien der Wissenschaft, vergleichbar mit der Atomtheorie oder der "Germ theory of disease".

Antwort
von joriti1999, 107

Ich weiß nicht ob das ein Beweis gegen die traditionelle Evolutionstheorie ist, aber die Wissenschaft kann sich bis heute nicht erklären, wie eine Art sich zu einer höherwertigen Art entwickeln kann, da die Zeit, in der Leben auf der Erde bisher existiert rein Mathematisch berechnet nicht ausreicht, um komplexe Lebensformen zu schaffen. Rechnerisch wären wir erst bei einem Fadenwurm.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Das ist doch reine Phantasterei. Und du hast sie sicher nur irgendwo aufgeschnappt.

Oder kennst du https://de.wikipedia.org/wiki/Splei%C3%9Fen_%28Biologie%29 oder https://de.wikipedia.org/wiki/Hox-Gen ?

Du plapperst nur unverstandenes Zeugs nach, ist meine Vermutung.

Antwort
von NoHau89, 74

Mal abgesehen von allen anderen Fragen, die sich aus deiner Frage ergeben: Warum denkst du, dass überhaupt eines von beidem stimmt, wenn dir die "Beweislast" für eine Evolution der Arten schon nicht ausreicht? Es könnte statt einer "Schöpfung" ebenso gut auch jede andere denkbare oder undenkbare Erklärung die Richtige sein.

Meine Meinung: Wenn man sich unvoreingenommen und sachlich mit den Belegen beschäfftigt, muss man der Evolutionstheorie neidlos zugestehen, dass sie die Biologie wunderbar erklärt und noch dazu für schlüssige Vorhersagen zu gebrauchen ist.

Antwort
von Gondor94, 109

Nein, gibt es nicht. Für die Schöpfung gibt es keinen einzigen Beleg, während die Evolution eine der am besten bestätigten Theorien unserer Zeit darstellt.

Kommentar von Gondor94 ,

Und einen Pfeil runter. Wer was an meiner Antwort auszusetzen hat, möge dies bitte in einem Kommentar kundtun.

Antwort
von ThomasJNewton, 64

Ja was jetzt?

Für die Evolution gibt es Beweise wie Sand am Meer, für die Schöpfung keinen einzigen.

Schöpfung und Evolution sind Gegensätze, unvereinbare nach Stand der Erkenntnis.

Antwort
von MrHilfestellung, 116

Nein, aber es gibt genug Beweise für die Evolution.

Im Christentum ist meines Wissens momentan die Ansicht mainstream, dass Gott der Initiator der Evolution war.

Kommentar von nonamestar ,

So ist es.

Antwort
von Ichthys1009, 16

Das Christentum hat keine Theorie oder Lehre, WIE die Welt oder die Evolution entstanden ist.

In der Bibel gibt es zwei Schöpfungsgeschichten. Die eine Geschichte
erzählt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Die andere Geschichte
erzählt, dass Gott die Menschen geschaffen hat.

Wie genau Gott das nun angestellt hat, will die Bibel mit diesen Geschichten gar nicht sagen.

Der christliche Glaube steht nicht im Widerspruch zu den naturwissenschaftlichen Lehren.

Glaube und Vernunft sind keine Gegensätze. Alles, was wissenschaftlich
erforscht wurde, findet in einem gesunden Glauben auch seinen Platz.

Die verschiedenen Evolutionstheorien, die es bis heute gibt, sind keine
Gefahr für den Glauben. Ein Christ kann guten Gewissens
Naturwissenschaften in der Schule lernen oder später dort weiter
forschen.

Antwort
von lohne, 99

Du selbst bist der beste Beweis für die Evolution.

Kommentar von Astroknoedel ,

Haha, der war gut !Respekt !

Antwort
von Hiaslfranz, 86

Die einen glauben an Evolution, die anderen an Gott und sein Schöpfung. Ich glaube an die Schöpfung, weil das am meisten Sinn macht.
Wenns die Evolution war, dann ist nach deinem Ableben nichts mehr zu erwarten. Welcher Gedanke macht dann wohl mehr Sinn und vor allem Hoffnung...

Kommentar von Agronom ,

Warum muss es denn einen Sinn geben? "Sinn" ist doch, genauso wie Glaube, einfach nur ein menschliches Gedankenkonstrukt, das im Prinzip weder bewiesen noch widerlegt werden kann.

Wenn man die Schöpfung nicht wörtlich nimmt, dann ist es auch kein Widerspruch zu der Evolution.

Kommentar von dadita ,

Sinn macht einzig die Evolution. Wunschdenken hat eben nichts mit der Realität zu tun.

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