Hättet Ihr Beweise für die Existenz Gottes?

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41 Antworten

Hallo 65matrix58,

die Frage ist, welche Art von Beweisen Du gelten lässt. Viele wären nur dann bereit an Gott zu glauben, wenn seine Existenz wissenschaftlich irgendwie nachweisbar wäre. Da es diesen Beweis aber nicht gibt, halten sie den Glauben an Gott eher für ein Märchen. Doch macht man es sich dabei ein wenig zu einfach. Dinge nur dann für existent zu halten, wenn es dafür einen wissenschaftlichen Nachweis gibt, ist ziemlich kurz gegriffen.

Wenn Du nach Beweisen fragst, dann gibt es diese sicherlich zuhauf. Die gesamte Schöpfung, oder neutraler gesagt, die ganze Natur, trägt Beweise für schöpferische Macht und Intelligenz in sich. Das menschliche Auge ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Hierzu einige Fakten:

Unsere Augen sind im Zusammenspiel mit dem Gehirn in der Lage, zahllose Farben zu unterscheiden, sich bewegenden Objekten zu folgen und Dinge dreidimensional wahrzunehmen. Möglich wird all das durch verschiedene hochkomplexe Mechanismen des Auges. So kann sich beispielsweise die Pupille von 1,5 auf 8 Millimeter weiten und damit die 30-fache Menge an Licht ins Auge lassen. Das Licht wird nun durch die Linse gebündelt und auf die Netzhaut gelenkt, wo es dann 100.000 mal verstärkt wird.

Die Netzhaut ist aus 6 Millionen Zapfen aufgebaut, die für das farbliche Sehen zuständig sind, sowie etwa 120 Millionen Stäbchen, die 1000 mal empfindlicher sind als die Zapfen und uns auf diese Weise das Sehen selbst bei sehr schwachem Licht ermöglichen. Die Nervenzellen der Netzhaut, die mit den Zapfen und den Stäbchen verbunden sind, können in kürzester Zeit auf Veränderungen der Lichtreize reagieren. Diesen Anpassungsmechanismus nehmen wir z.B. dann wahr, wenn wir einen längeren Autotunnel verlassen und wieder ans Tageslicht kommen. Wir sind zwar im ersten Moment etwas geblendet, doch das Auge passt sich in Sekundenschnelle an die neuen Lichtverhältnisse an.

Das ausgeklügelte Sinnessystem des menschlichen Auges übertrifft die leistungsfähigsten Kameras bei weitem. Die Zeitschrift Popular Photography schrieb dazu einmal: "Die Kamera mit dem menschlichen Auge zu vergleichen stellt keine gute Analogie dar. Das Auge des Menschen entspricht eher einem erstaunlichen modernen Supercomputer mit künstlicher Intelligenz, mit Möglichkeiten der Nachrichtenverarbeitung, mit Geschwindigkeiten und Operationsweisen, die diejenigen eines jeden von Menschen geschaffenen Geräts — Computer oder Kamera — in den Schatten stellen."

So faszinierend das Auge auch ist, es ist nur ein Organ von vielen, das eindrucksvoll ein großes Maß an Intelligenz und Genialität erkennen lässt. Das komplexeste und beeindruckendste all dieser Organe ist jedoch ohne Zweifel das menschliche Gehirn. Der Autor Peter Russel schrieb folgendes darüber: "Je mehr man über das menschliche Gehirn herausfindet, umso deutlicher erkennt man, wie weit seine Kapazität und sein Potenzial bisherige Annahmen übersteigen. Das Gedächtnis ist nicht wie ein Behälter, der sich allmählich füllt, sondern mehr wie ein Baum, an dem Haken wachsen, an denen die Erinnerungen aufgehängt werden. Alles, woran man sich erinnert, ist wie ein Satz neuer Haken, an die wiederum neue Erinnerungen gehängt werden können. So wird die Gedächtniskapazität immer größer. Je mehr man weiß, desto mehr kann man lernen." (The Brain Book). Und der Neurochirurg Dr. Robert J. White gab zu: „Mir bleibt gar nichts anderes übrig, als die Existenz einer höheren Intelligenz anzuerkennen, die den immer aufs neue verblüffenden Zusammenhang zwischen Hirn und Geist geplant und entwickelt hat. Über die Vorstellungskraft des Menschen nämlich geht dieses Phänomen weit hinaus. . . . Ich muß einfach glauben, daß dies alles einen intelligenten Anfang gehabt, daß jemand es in Gang gesetzt hat" ("Kümmert sich Gott wirklich um uns?" Seite 6).

Ist es wirklich glaubhaft, das Auge, das Gehirn oder irgendein anderes Organ als das Produkt einer langen Kette zufälliger Ereignisse zu sehen? Viele Wissenschaftler sind zwar davon überzeugt und liefern eine Menge Denkmodelle dazu, doch andere Wissenschaftler haben ihre Zweifel. Zu ihnen zählt John Polkinghorne von der Universität Cambridge (England). Seine Überlegungen führen ihn zu folgendem Schluss: "„Der theoretische Physiker Paul Dirac entdeckte die sogenannte Quantenfeldtheorie, die für das Verständnis der physikalischen Welt grundlegend ist. Ich kann nicht glauben, daß Diracs Fähigkeit, jene Theorie zu entdecken, oder Einsteins Fähigkeit, die allgemeine Relativitätstheorie zu entdecken, eine Art Abfallprodukt von unseren Vorfahren ist, die sich vor Säbelzahntigern verstecken mußten. Etwas Tiefgründigeres, Rätselhafteres ist im Gange. . . .
Wenn wir uns die vernünftige Ordnung und die transparente Schönheit der materiellen Welt ansehen, die durch die physikalische Wissenschaft enthüllt wurde, sehen wir eine Welt, die mit Indizien für einen Verstand übersät ist. Für einen gläubigen Menschen ist es der Verstand des Schöpfers, der auf diese Weise zu erkennen ist" (in Commonweal, aus: "Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?", Seite 52).

Wie Du also siehst, bewerten Menschen das, was sie sehen und beobachten können, auf unterschiedliche Weise. Wie die angeführten Beispiele jedoch zeigen, ist es auch nicht unwissenschaftlich, von der Existenz Gottes überzeugt zu sein. Letztendlich muss jedoch jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

LG Philipp

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Kommentar von 65matrix58
07.02.2016, 15:28

Danke Phillip59 hast eindeutig top comment Verdient. beste Antwort mit lieben Grüßen 65matrix58

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Kommentar von DarkSepia
08.02.2016, 00:22

Deine Aufzählung von Fakten ist sehr selektiv. Zum Beispiel hast du vergessen, dass sich unsere Augen überreizen können und man danach Farben sieht, die gar nicht da sind. Babies haben noch Probleme mit dem Sehen, beispielsweise können sie keine Abgründe erkennen. Augen werden immer wieder mal von Krankheiten befallen. Unsere Augen sind für die Arbeit am Computer oder mit Bücheren ungeeignet. Daran lässt sich keine Perfektion, keine Genialität und keine Allgüte erkennen.

Weiters verstehst du nicht, wie Belege funktionieren: Man testet Hypothesen nicht alleine durch ihre Vorhersagen gestestet, sondern auch durch ihr Verhältnis mit anderen bereits bestehenden Hypothesen. Um deinen genialen Schöpfer zu postulieren, musst du ad hoc höchst spekulative und haltlose Behauptungen aufstellen:

1) Um einem Regressproblem zu entgehen, musst du annehmen, dieser Schöpfer sei selbst kein organisches Lebewesen. Für dergleichen gibt es bis heute kein einziges Beispiel!

2) Du musst annehmen, dass dieses Wesen auf unbekannte Mechanismen zurückgreift, um biologische Materie zu kontrollieren.

Aber angenommen, Augen wurden nicht erschaffen, ergibt sich diese Erklärungsnot erst gar nicht. Stattdessen können wir einfach annehmen, Augen seien durch Evolution entstanden und Evolution wurde im Gegenteil zu Geisterwesen schon häufig beobachtet.

Weiters gibt es noch ein Problem: Du verwechselst Theismus mit Annäherungen an Theismus. Ein genialer Schöpfer ist nicht dasselbe, wie ein Gott.

Und schlussendlich stellst du Evolution falsch dar:

1) Evolution ist nicht zufällig.

2) Der menschliche Verstand ist kein Abfallprodukt der Evolution, sondern eine Überlebensstrategie. Übrigens wieder etwas, wofür du uns eine Erklärung schuldig bist: Wieso hat dein Schöpfer auch nur ein einziges Motiv, irgendetwas zu machen? Menschliche Motive steuern menschliches Verhalten, welches bisher unser Überleben gut gesichert hat.

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Kommentar von Trashtom
08.02.2016, 16:00

Also nachdem du hier einen Roman über die menschlichen Organe verfasst hast, münden deine "unzähligen Beweise" in das klassische "Unwissenheits-Argument":

Etwas ist (zu) kompliziert – es kann nur von Gott sein.

"Kompliziert" liegt im Auge des Betrachters. Ein gutes Bespiel ist eine analoge Armbanduhr: Hohe technische Handwerkskunst - aber im Grunde auch für "normale" Menschen zu verstehen.

Jetzt überleg mal, wie unglaublich komplex diese Uhr für einen Hund ist. Oder für eine Ameise. Oder für einen Einzeller. 

Ist diese Armbanduhr jetzt göttlichen Ursprungs, nur weil die Ameise nicht versteht wie sie funktioniert? Eindeutig: Nein.

Ja, das Universum mit seinen Lebewesen ist atemberaubend. 

Aber nein: Das ist kein Gottesbeweis.

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Kommentar von 65matrix58
08.02.2016, 17:44

jede Statue hat einen Konstrukteur und jeder Geschöpf einen Schöpfer

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Na ja, Matrix, du bist auf dem richtigen Weg, weil:


Römer 1:20 Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung.

Das Auge ist in der Tat ein sehr gutes Beispiel. Auch wie das Auge mit dem Gehirn zusammenarbeitet. Wenn sich das alles langsam entwickelt haben soll, was war in der Zwischenzeit? Und warumsollte sich das so entwickeln? Es ist doch ein Unterschied, ob man bei diesen Wundern an die Evolution glaubt oder einem Schöpfer die Ehre gibt. Daraus würde allerdings eine Dankbarkeit und Demut resultieren, die wohl viele einem Gott nicht entgegenbringen wollen.

Aber so wie jeder will! Mir geht jedenfalls regelmäßig das Herz auf, wenn ich mir die in jeder Hinsicht vollkommene Schöpfung betrachte und darüber nachdenke. Und erst recht,wenn das Frühjahr bald wieder kommt. Nicht nur, dass alles um uns herum wieder zu sprießen und zu sprossen anfängt - auch unsere Psyche macht einen Wandel durch. Warum nicht "danke" sagen?

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Kommentar von earnest
08.02.2016, 17:53

Ja, danke für den "Arabischen Frühling", für die Sitution im Jemen, in Syrien und im Irak. Danke für die Flüchtlinge, die im kalten Meer ertrinken ...

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Kommt drauf an wie Du für Dich Gott definierst.

Aber klar ich kann es Dir beweisen - Schau mal hoch in den Himmel,
schau Dir die Sonne an. Und fühle die unglaubliche Kraft die sie
ausstrahlt.

Sie schenkt uns Licht, sie spendet Wärme und Geborgenheit. Sie kann Leben nehmen und Leben schaffen und ist allumgebend.

Tank dich ein wenig mit Sonnenstrahlen auf und du wirst dich besser fühlen.

Und noch ein Versuch Gott zu treffen;

Nimm Dir ein großes Ziel vor, überlege Dir wie Du dein Ziel erreichen
kannst und ich verspreche Dir wenn du konsequent den Weg beschreitest
um dein Ziel zu erreichen wirst Du es schaffen - Viele Türe werden sich
öffnen, die vorher nicht erkenntlich waren. Gott wird Dir deinen Weg
ebnen.

Da Gott, seine Kinder nach seinem  Ebenbild geschaffen hat, steckt in
jedem von uns ein Stück Göttlichkeit und gibt uns die macht zu
"(er)schaffen" oder gar zu schöpfen was auch immer wir uns vornehmen.

Ich hoffe das Du Gott in dir findest.

Ich bin übrigens Heide (nicht getauft), halte nichts von der Kirche, hab aber Gott für mich schon in jungen Jahren gefunden.

Gott findet man nicht in der Kirche aber unter jedem Stein

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Kommentar von earnest
20.11.2016, 12:16

Das sehen nicht nur Geologen anders...

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Es gibt keine Beweise für irgendeine Gottheit.


Die Augen eines Menschens sind sehr kompliziert aufgebaut.

Kompliziertheit ist eine relative Sache. Im Vergleich zu anderen Dinge mag das Auge auch lachhaft simpel erscheinen.

Woher konnte der erste Mensch(bzw. Lebewesen) wissen, dass die Augen, eines Tages gebräuchlich sein werden, wenn die Lebewesen damals (vor Mio. Jahren) nicht mal wussten, wozu man eine Auge braucht.

Hinter der Entstehung des Augen hat keine intelligente Absicht gesteckt weil zur Zeit keine Intelligenz vorhanden war.

Und zu der Zeit als irgendjemand die intelligenz hatte, sich diese Art von Frage überhaupt zu stellen hatten Augen schon seit Millionen von Jahren existiert.



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Zum Thema "Augen": Deine Aussagen dazu zeigen bloß, dass du die Evolutionstheorie nicht verstanden hast. Sie erklärt die Entstehung von Augen(und von diversen anderen Phänomenen) ganz wunderbar.

Ansonsten: Gottesbeweise gibt es nicht, ganz einfach. 

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Dein Text ist ziemlich wirr.

Die Augen eines Menschens sind sehr kompliziert aufgebaut.

Vieles auf der Welt ist sehr kompliziert, aber das Ergebnis vieler sehr einfacher Prozesse. Augen sind das Ergebnis von Evolution und haben sich in der Geschichte des Lebens auf der Erde sogar mehrmals entwickelt.

Woher konnte der erste Mensch(bzw. Lebewesen) wissen, dass die Augen,
eines Tages gebräuchlich sein werden, wenn die Lebewesen damals (vor
Mio. Jahren) nicht mal wussten, wozu man eine Auge braucht.

Es gab keinen ersten Mensch. Menschen lernen, dass Augen nützlich sind, indem sie beispielsweise einen Zusammenhang zwischen Augen und Sehen feststellen. Ein Haufen Tiere mit Augen verfügen möglicherweise nicht über derartige kognitiven Fähigkeiten.

Ohne Augen könnten wir eigentlich nichts erreichen.

Einige Menschen sind blind. Und viele Lebewesen benötigen keine Augen. Vielleicht spekuliert irgendein Leser nun darauf, dass wir Menschen ohne Augen aussterben würden. Aber denkt mal darüber nach, wie viele Lebensformen ausstarben. Diese hatten offensichtlich nicht alles, was sie zu überleben brauchten!

Das wäre ein Grund für mich, an die Existenz Gottes zu glauben.

Was hätte ein Gott davon, dass wir Augen haben? Was wäre ein biologischer Körper mehr, als ein Gefängnis für eine Seele, wenn es schon körperlose Personen wie einen Gott geben kann?

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Wenn Wissenschaftler sich angesichts der Unmöglichkeit, alles „wissenschaftlich“ erklären zu können, ergeben – und dann einen Gott anerkennen aus der Not des menschliches Hirns heraus, dass alles eine Erklärung haben müsse, die dem Menschen einleuchten könne – dann ist der Wille des Menschen an seinem Ende angelangt, nach der Wahrheit zu suchen.

Viele griechische Philosophen waren also weiter, als die so genannte „Wissenschaft“ der Moderne. Denn sie konnten zwanglos all ihre Disziplinen in einen Topf werfen und damit die erhabeneren Erkenntnisse erlangen. In der griechischen Antike waren es Philosophen, die für uns noch heute gültige mathematische Grundsätze entwarfen, weil Mathematik eine Philosophie ist: Wir entdecken Regeln in der Welt, so wie wir sie sehen bzw. überhaupt sehen können. Es waren die Philosophen, die politische Theorien entwarfen, denn Politik ist Soziologie + Psychologie, unter Hinzufügung einer bestimmten Weltanschauung, die wiederum das Resultat eines bestimmten kulturellen Werdegangs ist. Es waren Philosophen, die sich den Kopf über die Götter zerbrachen – und nur andeuteten oder aus ihren Schriften heraus den Schluss zuließen, dass es keine Gottheiten gebe. Aber klar aussprechen durften sie es nicht, so dass auch sie die Götter immer wieder bemühten und ehrten, weil es schon den Kopf kostete, einen Monotheismus zu vertreten: Der Polytheismus war Staatsreligion und Diktat.

Es gibt KEINEN Beweis für die Existenz irgendeiner Gottheit. Aber es gibt ohne Zweifel hinreichend stichhaltige Hinweise aus den unterschiedlichsten Richtungen, die die Existenz Gottes ad absurdum führen. Und da möchte ich gleich einmal fragen: Weshalb legst Du einen so hohen Wert auf die Augen? Nur weil „wir“ Menschen damit Schriftstücke lesen, die viele für die Worte ihrer Gottheiten halten? Für andere Lebewesen ist der Sehsinn von geringerer Bedeutung – ohne dass sie deshalb orientierungsloser durch die Welt laufen als der weidlich durch seine Selbstüberschätzung verblendete Mensch. Weshalb hast Du nicht z. B. die Hände mit den zehn Fingern angeführt, die dazu geführt haben, dass der Mensch die Welt nach seinen Vorstellungen nachhaltig verändern kann.

Elefanten haben keine Finger, haben nicht die handwerklichen Fähigkeiten, nachhaltig Einfluss auf ihre Umgebung zu nehmen, sie sehen wahrscheinlich nicht besonders gut, aber sie hören und riechen um ein Vielfaches besser als der Mensch – und sind zugleich hochintelligent. Ihre „sprachliche“ Verständigung reicht viel weiter, als der Mensch rufen oder Rauchzeichen geben kann.

Wale – und unter diesen auch die vom Menschen als ach so boshafte „Killerwale“ bezeichneten Orcas – sehen schon deshalb nicht besonders gut, weil das Milieu, in dem sie leben (Wasser, das allein vom Plankton trübe ist), keine Weitsicht bis zum Horizont und dahinter zulässt. Aber sie hören über unglaublich weite Strecken, weil Wasser bestimmte Wellenlängen hervorragend trägt. Sie „sehen“ gleichsam mit einem Echolot hervorragend. Sie geben Töne von sich und können deren Echo auswerten, die mit Ultraschall andere Körper „durchleuchten“. Wale besitzen eine ungeahnte Intelligenz. Aber „wir“ Menschen halten uns für überlegen, weil wir mit unseren zehn Fingern Waffen entwickeln können, mit denen wir auf höchst effektive Weise Wale töten.

Abschließend also nur so viel: Wenn / falls (!) Gott den Menschen nach seinem Ebenbilde geschaffen hat, dann sollte sich niemand wünschen, diesem jemals zu begegnen. Denn dann ist Gott boshaft, hinterfotzig, rechthaberisch, tyrannisch, erbarmungslos und brutal. Und selbst das Neue Testament, in dem man uns einen Gott der Nächstenliebe vorführt, wiederspricht immer wieder genau diesem „lieben“ Gott – der da nur zum Fürchten ist, falls man an ihm zweifelt und nicht wenigstens in der Stunde des eigenen Todes schnell und herzenstief bekannt hat, dass man niemandem vertraut als nur diesem Gott.

Die Wahrheit ist, dass der Mensch seine Götter erschaffen hat, um die Menschen das Fürchten zu lehren.

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Die Entwicklung des Auges ist äußerst komplex und wie Kreationisten im allgemeinen sitzt auch du dem Irrtum auf, dass alle heutigen Organe sofort in dieser Form existiert haben. Das taten sie nicht, sie sind das Produkt einer kontinuierlichen Entwicklung. 

Das erste "Auge" war weit es simpler als unseres, einfache Photorezeptoren. Daraus wurden in mehrzelligen Organismen spezialisierte Zellen mit einer Vielzahl an Photorezeptoren. Doch selbst diese simplen Augen brachten einen enormen evolutionären Vorteil, weswegen sie sich durchsetzten. Im Laufe von Milliarden Jahren der Evolution wurde das Konzept verfeinert, bis zu unserem heutigen Linsenauge.

Auch heute lassen sich noch simplere Versionen des Auges in der Natur finden, die Emtwicklung lässt sich zurückverfolgen.

Nichts davon Bedarf eines wie auch immer gearteten Gottes, egal ob der jetzt Odin, Allah oder Gott heißt. Es gibt keinerlei Beweis für die Existenz eines Gottes, er wird für die Erklärung unseres Universum auch dankenswerterweise nicht mehr benötigt. 

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Kommentar von Garfield0001
07.02.2016, 06:32

Aber ich kann mich nicht entsinnen dass es "Zwischen-Augen" gibt. also Sinnesorgane, welche nicht mehr "einfaches Auge" sind aber auch nicht "komplexeres Auge". Sowas scheint kurioserweise nicht zu finden zu sein. immer nur "funktionierende Sinnesorgane"

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Seit Jahrhunderten streiten sich Biologen, wie sich die unglaubliche Vielfalt der Augen entwickelt hat. Diese Mannigfaltigkeit brachte Charles Darwin sogar dazu, an seiner Evolutionstheorie zu zweifeln. Er vermutete, wie etliche Forscher noch heute, dass alle Augen auf ein einziges Urauge, auf einen Prototyp, zurückzuführen sind. Andere Wissenschaftler meinen dagegen, dass Augen etwa 40- bis 65-mal unabhängig voneinander entstanden sind, dass die Evolution das Auge wieder und wieder erfunden hat. Paläontologen und Morphologen gelang es bereits vor Jahren, die wichtigsten Schritte der Augenevolution zu rekonstruieren. Mittlerweile haben Genetiker und molekulare Entwicklungsbiologen entdeckt, was sich auf der genetischen Ebene abspielte. Ihre Ergebnisse machten das Bild zwar klarer, doch erstaunlicherweise liefern auch die modernen Methoden Argumente für beide Positionen im Augenstreit. Darin sind sich alle Kontrahenten einig: Die Erfindung des Auges war ein Geniestreich. Ein Organismus, der sieht, ist blinden Artgenossen weit voraus. Denn diese Art der Fernwahrnehmung eröffnet die Möglichkeit, frühzeitig etwa Nahrung oder Feinde wahrzunehmen.

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Der "liebe Gott" hat Verstand sehr ungleichmäßig verteilt, das ist meine These zu deiner Frage.

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Wenn es die Beweise gäbe, die jedem Menschen gleichermaßen einleuchten würde, dann gäbe es keinen Glauben. Denn der Glaube ist der Unterscheid zum Wissen. Das heißt aber nicht, dass es für einzelne Menschen keinen Beweis Gottes gibt. Diese Menschen haben Gott persönlich erlebt oder sind in bestimmten Situationen mit ihm in eine persönliche Berührung gekommen. Die brauchen dann auch keinen Gottesbeweis mehr, weil sie ihn ja für sich selbst schon bekommen haben. Andere Menschen müssen das eben glauben oder nicht. Mehr geht (leider) nicht. Aber es gibt zum Glück auch keinen Gegenbeweis, denn Unglaube ist noch kein Gegenbeweis, sondern das selbe wie der Glaube auch. Diese Menschen, die behaupten, es gäbe keinen Gott, die glauben das auch nur, denn wissen können sie es nicht und beweisen schon gar nicht.

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Kommentar von earnest
08.02.2016, 16:07

Matzko, diese Menschen glauben, mit Gott in eine persönliche Berührung gekommen zu sein. Sie wissen es nicht.

Vielleicht glauben sie auch, es zu wissen.

Gruß, earnest

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es gibt keine beweise für- und keine beweise gegen seine existenz. darüber braucht man garnicht diskutieren ^^

und was deine augen-these angeht... dafür brauchst du nicht millionen von jahren zurück gehen. ein baby weiß auch nicht wozu es augen hat. trotzdem kann es sie einsetzen und hat sie bereits im bauch der mutter.

das licht besteht ja aus wellenlängen. entsprechend der wellenlänge hat es eine höhere oder niedrigere energie. und die lebewesen haben einfach rezeptoren entwickelt diese energie aufzuspüren. einige tiere können infrarot wahrnehmen, andere ultraviolett. und unsere vorfahren haben sich eben auf die goldene mitte hin spezialisiert, weil es für sie am sinnvollsten war, entsprechend ihrem lebensraum. vögel zb. die weit hoch in der luft fliegen sehen oft viel schärfer, einfach weil sie es müssen, weil sie sonst nicht so gezielt herabstürzen und winzige beute fangen könnten. und auf der anderen seite sind maulwürfe blind, weil sie unter der erde in dunkelheit nix sehen brauchen. unsere augen sind perfekt an tag- und nachtwechsel angepasst, können sowohl nah als auch fern erkennen. die pupillen weiten sich oder verengen sich je nach licht-einstrahlung.

außerdem zeigt die epigenetik mitlerweile sehr gut, wie schnell sich der mensch auf äußere einflüsse einstellen kann. je nach umwelteinfluss werden bestimmte gene aktiviert oder deaktiviert um sich besser anzupassen, und diese aktivierten gene werden dann an den nachwuchs auch vererbt. so entwickelte sich über ettliche generationen ein immer besseres auge.

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Es gibt keine Beweise. Entweder du glaubst, oder eben nicht, das ist ja der Sinn der Sache.

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Kommentar von Garfield0001
07.02.2016, 06:37

Glauben heißt aber nicht "vermuten" sondern "wissen, ohne es Naturwissenschaftliche Beweise"

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Es gibt einen sehr umstrittenen Beweis: Den Kurt Gödel Gottesbeweis, aber eigentlich ist das ganze reine Glaubenssache. Und dann wäre da noch die berühmte Pascalsche Wette. 

Man glaubt an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – Man hat gewonnen).

Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts (verliert aber auch nichts).

Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).

Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft (möglicherweise Hölle – Man hat verloren).

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Kommentar von suziesext04
07.02.2016, 15:41

hi Gambler - den Gottesbeweis von Gödel haben sie uns in Religion auch gezeigt; aber

"Seine eigentliche Absicht war es, die Stärken und Schwächen der axiomatischen Methode aufzuzeigen: Durch die freie Wahl der Axiome (Annahmen) ist so gut wie jede Behauptung beweisbar." aus wikipedia

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Kommentar von DarkSepia
08.02.2016, 00:28

Gödels Argument ist ziemlich gründlich widerlegt. Es gibt keinen Beweis dafür, dass ein Gott, wie Gödel ihn definiert, möglich ist. Und darauf baut Gödels Argument auf.

Pascals Wette ist noch viel gründlicher widerlegt, wie man sicher leicht im Interent herausfinden kann:

1) Es stimmt nicht, dass Atheisten ein höheres Risiko eingehen würden, als Theisten. Theisten könnten genauso in eine Hölle kommen. Stepptänzer könnten auch genauso in eine Hölle kommen und Vegetarier und so weiter. Magische, unüberprüfbare Konsequenzen lassen sich für jeden Glauben erfinden!

2) Glaube ist keine bewusste Entscheidung.

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wozu sollen tiere wissen müssen wozu sie augen gebrauchen??? sie nutzen sie einfach weil sie sie HABEN und fertig ;D ohne augen können lebewesen sehr wohl was erreichen. schon mal was von höhlenspezies gehört, fische, lurche, spinnen etc die im laufe der evolution das tageslicht nicht mehr erblickt haben und dort durch selektion die am besten angepassten überlebt haben? blinde, blasse viecher, die dafür umso längere, empfindlichere tastorgane und hypersensibilisierte geruchs- und hörsinne haben? hätten sich nicht irgendwann augen durchgesetzt, dann mit sicherheit etwas anderes ;) zurück zum thema: wenn du beweise brauchst hast du das grundprinzip von glaube nicht verstanden.

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Kommentar von Garfield0001
07.02.2016, 06:30

Gollum, Gollum ... :-)

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Das Auge ist für mich ein Beweis der Evolution.
Sehende haben gegenüber Blinden Vorteile im Leben.

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Kommentar von Garfield0001
07.02.2016, 06:53

was ist mit Fledermäusen die keine typischen Augen haben? Diese sind sehr wohl lebensfähig und mit Fähigkeiten ausgestattet (Entschuldigung - diese Fähigkeiten sind natürlich nicht "ausgestattet" was nach einem "Macher" hindeutet, sondern zufällig so gekommen dass Fledermäuse auf ihrer Art wiederum perfekt sind [was ja wiederum der Evolution widerspricht - denn Evolution ist ja ein Prozess und wer weiß wie Fledermäuse in 10 Millionen Jahren sind. wenn sie da noch besser angepasst sind, können Sie ja jetzt nicht perfekt sein]) das Auge ist ein Beweis, das der mensch Augen hat. und kein Beweis für Evolution

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Kommentar von Yudara
07.02.2016, 08:10

Fledermäuse sind ein schönes Beispiel für Evolution. Es gibt halt auch Tiere, die dich schon vor langer Zeit hervorragend an ihren Lebensraum angepasst haben. Fledermäuse sind zwar Säugetiere, können jedoch, dank der Haut zwischen ihren "Fingern", fliegen.

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Man kann Gott nicht sehen und deshalb glauben viele nicht an ihn. Kann man unseren Verstand sehen oder gibt es ihn auch nicht?

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Kommentar von earnest
08.03.2016, 15:24

Dummerweise kann man das rosa Einhorn auf Wolke Sieben auch nicht sehen. 

Aber wahrlich, ich sage euch: Es existiert!

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Kommentar von guuuel
07.04.2016, 00:57

tjah wenn du meinst vllt ja doch?

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Unsere Augen sind das Produkt von Jahrmillionen Evolution, angefangen bei einfachsten Röhrenaugen. Einen Beweis für die Existenz Gottes wird es wohl nie geben. Ich persönlich glaube nicht daran. Nö. Wir sind nicht gottgemacht, sondern eine Ansammlung von vielen vielen hochspezialisierten Zellen. 

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Kommentar von ponyfliege
07.02.2016, 00:42

"einen beweis für die existenz gottes wird es wohl nie geben..."

och... für leute, die nur glauben, was sie sehen, schon (s. frage).

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Kommentar von Garfield0001
07.02.2016, 06:48

aber wenn Evolution existiert, dann existiert sie auch heute noch und ist nicht "zu Ende". warum wird aber alles, was aus menschlicher Sicht "krank" ist ausgemerzt? wer sagt denn, das hier nicht ein evolutionärer Prozess statt findet? und eben die besser angepassten gewinnen. pfeif drauf, da haben eben welche Krebs. aber vielleicht hat sich "die Evolution" was dabei gedacht (und denken - was oft nur Lebewesen zugetraut wird - scheint sie zu können wenn man den ganzen Wissensmagazinen glaubt)? vielleicht wäre der mensch gar nicht entstanden wenn die Affen was "krankhaftes" an ihren Zeitgenossen gesehen haben, was aber nur ein weiterer Prozess der "hochspezialisierten Zellen ist"? ich bin ja zb an der weiteren Evolution von Vögeln interessiert. vielleicht erleben wir es ja, dass ihre Gehirne oder Augen irgendwann erkennen was eine Glasscheibe ist (wenn man so bedenkt, wie viele Vögel in eine Scheibe fliegen). nur frage ich mich: wie kann ein Vogel dieses "wissen über Glasscheiben" an seine Brut weitergeben wenn er dann Tod ist? hat schon jemand man Gehirne von Vögeln dahin gehend untersucht ob da Veränderungen sind? Scheiben gibt es ja nicht erst seit 100 Jahren. und man brauch auch nicht "Millionen Jahre" jetzt warten bis dann plötzlich die Vögel es kapiert haben. jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. und diese ersten Schritte sollten auch hier schob bemerkbar Sinn zb. auch bei Wald tieren vs. Autos oder so.

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Kommentar von Yudara
07.02.2016, 08:05

Wie soll Wissen, welches durch Erfahrungen entstand, vererbt werden? Ein Kind kommt ja auch nicht auf die Welt und kann sofort lesen und schreiben. Krebs ist außerdem ein eher schlecht gewähltes Beispiel ;) Krebs schadet dem Menschen und führt häufig zum Tod. Evolution beinhaltet Mutation und Selektion. Selektion heißt "der Stärkere darf sich fortpflanzen". Ein Krebskranker hat durch den Krebs keine Vorteile, folglich hätte er bei der Selektion keine guten Karten. Das ist bei fast allen Krankheiten so.

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Ich verstehe die Augensache nicht. In unserer Umwelt befindet sich ein winziger Betrag an Radioaktivität, welcher über die Zeit unser Erbgut minimal verändert.Dazu kommt die natürliche Auslese schwacher Organismen. Das ist Evolution. Kein Einzeller packte vor Jahrmillionen ein Auge vom Boden auf und meinte "Oh, das wird mal nützlich sein". Oder versteh ich dich grad komplett falsch? xD

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Wenn du in der einsamen Wildnis ein Gemälde sehen würdest, würdest du dann glauben, dass sich über die Jahrhunderte Atome zufällig zusammengesetzt haben, und die verschiedenen Farben durch Windböhen oder dergleichen entstanden sind?
Jemand muss dieses Gemälde absichtlich gemalt und dort hinterlassen haben.
Aber dass das perfekte gesamte Universum durch Zufall entstanden sei, glaubt jede/r.
Wie das Gemälde auf den Künstlern weißt,
weißt die Schöpfung auf einen Schöpfer hin.

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Kommentar von Trashtom
08.02.2016, 14:41

Wenn ein Gott aus dem Nichts entstehen kann, kann es ein Universum auch.

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