Frage von Usedefault, 24

Bewegt sich ein Stein am Boden in Wirklichkeit?

Hallo!

Wenn auf ein Objekt eine Kraft wirkt, wird dieses Objekt ja entweder beschleunigt oder verformt.

Wenn nun ein Objekt, man nehme einen Stein, am Erdboden liegt, so ruht dieser Stein scheinbar, weil der EM und die G-Kraft sich sozusagen aufheben und den Stein scheinbar ruhen lassen.

Aber die Kräfte wirken ja trotzdem weiterhin auf den Stein, wodurch es ja sein könnte, dass der Stein pausenlos minimal schwingt, weil die Felder ihre Kräfte nur in quantisierter, aber hochfrequenter Form erwirken.

Lg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zalto, 10

Ein quantenmechanisches System hat eine Nullpunktsenergie. Aufgrund der Unschärferelation kann Ort und Impuls nicht gleichzeitig exakt angegeben werden.

Ein Stein, der auf der Erde liegt, ist etwas groß für ein quantenmechanisches System - daher ist diese Unschärfe nicht merklich. Bei einem Atom in der Atomfalle wäre das aber nachweisbar.

Größer ist die thermische Energie, die der Stein hat - aber auch diese ist noch zu klein für eine sichtbare Zitterbewegung. Da bräuchte man kleinere Teilchen, dann könnte man eine Brown'sche Molekularbewegung beobachten.

Kommentar von Usedefault ,

Die BMB ist nur eine Konsequenz von unzähligen Wechselwirkungen inklusive G-Kräften oder?

Im Prinzip ist ja Bewegung und Wärme dasselbe.

Und weißt du, wie oft pro Sekunde ein Feld seine Information überträgt oder kann man da von permant sprechen?

Kommentar von zalto ,

Ja, wo Energie ist und sich Teilchen bewegen können, das ist die Wärmebewegung nicht weit. Nähere Aussagen dazu macht die Thermodynamik.

Die Frage, ob Wechselwirkungen permanent stattfinden oder doch nur diskret, aber sehr hochfrequent, ist eine interessante. Mir ist keine solche "Wechselwirkungsfrequenz" bekannt. 

Allerdings gibt es beim Alpha-Zerfall ein Erklärungsmodell, dass ein Alpha-Teilchen immer wieder versucht, aus dem Kern auszubrechen und "anklopft", bis es ihm irgendwann mal gelingt, durchzutunneln. Wenn man das ernst nimmt, dann gibt es vielleicht sowas wie eine Anklopfhäufigkeit. Und nach hundert Milliarden mal anklopfen sagt dann der Restkern "Na guuuut, Du darfst raus!".

Kommentar von Usedefault ,

Oder die Aliens welche die Wirklichkeit programmiert haben, haben sich den radioaktiven Zerfall vorbehalten, um unbemerkt Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen zu können.

Kommentar von zalto ,

Sowas habe ich auch schon spekuliert: Wenn die Welt nur eine Simulation ist, dann sind Quantenffekte vielleicht die Grenzen dieser Simulation. Die stellen wir fest - und nehmen staunend zur Kenntnis, dass die Quantenwelt irgendwie anders tickt, als das, war wir aus dem Alltag gewohnt sind.

Als Kind habe ich mir staunend die einzelnen Farbpixel auf der Fernsehröhre angeschaut: Die sahen auch so unerwartet anders aus, als das Gesamtbild, das sich daraus ergab. 

Ein vergleichbares Staunen befällt mich heute noch bei Quanteneffekten. Das Gesamtbild daraus ist zwar "unsere Welt", aber der einzelne Effekt ist anders als man es erwarten könnte.

Kommentar von Usedefault ,

Ich denke im menschlichen Vorstellungsvermögen gibt es viel Kombination und Abstraktion.

Ein Objekt aus n Elementarteilchen nennen wir Atom, ein anderes nennen wir Tisch.

Wenn wir von einem Tisch reden, so sprechen wir von einem abstrakten Tisch, denn in der Wirklichkeit hätte jeder Tisch eine konkrete Form.

Der Sinn des Tisches erscheint vielen plausibel, während für die einzelnen Elementarteilchen kein Sinn gefunden wird, wohl weil die Suche nach dem Sinn einen Anreiz bietet oder weil der Sinn durch Kombination von Objekten besteht, die zusammengefügt auch Objekte sind.

Antwort
von skyberlin, 7

Jeder Stein der Welt bewegt sich.

Er kann es nicht selbst entscheiden, und die Gravitationskräfte der Erde ändern sich minütlich.

Das führt zu Verschiebungen und Verlagerungen des Steins, er hat ja keinen Willen und kann sich - gravitationsbezogen - nicht wehren.

Ausgeliefert ist er der ständigen, unbeeinflussbaren Gravitationskräfte der Erde, außer, er hat einen festen Anker, der sich entsprechend der prozessualen Gravitationskräfte mitbewegt = Redundanz.

Wenn Du eine bessere Erklärung hast, würde mich das sehr interesieren.

LG, Syberlin

Kommentar von Usedefault ,

Dass sich die G-Felder ändern ist mir eh klar, aber ich wollte eher darauf hinaus, ob ein G-Feld pausenlos den Stein anzieht oder nur z. B. mit 1*10^100Hz, wodurch immer einmal der E-Kraft und einmal die G-Kraft dran ist.

Kommentar von skyberlin ,

Bin ich Einstein? Nein. Vielleicht hat ein kompetenterer User eine Antwort.

Kommentar von UlrichNagel ,

Seit wann sollten sich die g-Felder ändern bzw. die Erdanziehungskraft? Sonst gäbe es ja keinen festen ortsbezogenen Ortsfaktor (auf der Erde/NN = 9,81)!

Kommentar von Usedefault ,

Weil die G-Kraft ein Durchschnitt aus n G-Kräften ist, der nur rund 9,81 beträgt! Wenn ich die Hand hebe verändere ich den Raumzustand und damit alle G-Felder.

Kommentar von skyberlin ,

gibt es nicht - jahreszeitlich gesehen - unterschiedliche Erdanziehungskräfte quer durch die Kontinente? Danke für eine Information dazu.

Antwort
von nowka20, 11

er bewegt sich mit schallgeschwindigkeit auf der erde liegend um diese herum

Antwort
von Ahzmandius, 11

Aber die Kräfte wirken ja trotzdem weiterhin auf den Stein

Deswegen ist es möglich z.B. ein Seil zu zerreißen.

EM und die G-Kraft sich sozusagen aufheben

Was soll EM sein? Die Elektromagnetische Kraft? Dann ist es Falsch.

Kommentar von Usedefault ,

Und wieso? Von unten zieht die G-Kraft den Stein an und nach oben wirkt die EM-Abstoßung.

Kommentar von Ahzmandius ,

Im Prinzip ist es Actio = Reactio.

Die Gravitation zieht den Stein mit der Kraft Fg an.Der Stein wirkt die Fg auf den Boden und der Boden wirkt -Fg auf den Stein. Die Kraft, die vom Boden wirkt nennt man Normalkraft.

Kommentar von Usedefault ,

Ich will aber wissen, ob eine Kraft mit einer hohen Frequenz oder permanent übertragen wird!

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