Frage von sophie4343, 66

Bevor ich einen Nervenzusammenbruch erleide stelle ich hier meine Frage. Wieso ist mein Vater ein ...?

Bis zu meinen 8 Lebensjahr war er wirklich ein (naja) Vater. Musste viel arbeiten aber er war ganz nett. Damals vergötterte ich ihn noch sehr.

Ab meinen Lebensjahr verschlechterte sich die Situation. Ich war schon im Gymnasium, er machte mir Druck bessere Leistungen zu bringen und schrie mich oft an. Ich denke ich war ein braves Kind, auch wenn ich nicht den perfekten Notendurchschnitt hatte.

Von da an verschlechterte sich alles. Er hat mich zum ersten mal geschlagen als ich 11 oder 12 war, ich weiß von dieser Zeit kaum noch etwas. Als ich 13 wurde kam es noch extremer, er wollte mich weg geben. Er hat mir damit zumindest oft gedroht (und mittlerweile glaube ich das war sein voller Ernst).

Seit dem ich 14 war war er kaum noch zu Hause. Meine Mutter half mir nicht. Ich hatte Gott sei Dank meinen jetzigen Freund kennengelernt, der mich am Leben hielt. Ich denke ich habe seit dem ich 13 bin mal leichte mal schwere Depressionen, weil mir einfach schon zu viel passiert ist (mit meinem Vater und anderen).

Dann kam meine "wilde Phase", ich trank sehr oft, wollte nicht nach Hause, sprach meinen Vater nicht mehr an wenn ich ihn sah, außer, zum Grüßen und antworten, wenn er mich etwas fragte. Es war eine schwere Zeit für uns. Ich war in der Pubertät und etwas schwierig und bekam keinen Rückhalt von meinen Eltern.

Als ich 16 war zog mein Vater aus. Ich bemerkte es erst ein paar tage später, weil er und niemand anderer es mir sagte.

ich sah ihn ein paar Wochen nicht. Nach einiger zeit fand ich heraus das er mit einer anderen Frau zusammen lebte, überraschender weise mit meiner Taufpatin, seiner jetzigen Freundin.

Ich versuche unsere Beziehung zu retten und rief an, besuchte ihn... Es lief ganz ok. Er warf mir vor nur wegen dem Geld (keine Ahnung welches?) zu ihm zu kommen. Ich versuchte immer noch Kontakt zu halten.

Ich war 17 (bereits mit bestandener Matura/ Abitur) und sprach zum ersten Mal vom ausziehen. Er wollte es nicht. Ich wäre jung und dumm. Kurz vor meinem 18 Geburtstag starb mein Opa bzw. sein Vater. Mein Vater schlug vor das ich das Geschirr haben kann, falls ich doch ausziehe und andere nützliche Dinge.

Als ich in die Wohnung meines verstorbenen Opas gehen wollte, war sie bereits leer. Mein Vater hatte alles ausräumen lassen, obwohl ich ihm versprochen hatte zu helfen und das auch bereits getan hatte. Ich habe bis jetzt kein Andenken, nichts aus der Wohnung (auch meine verstorbene Oma lebte früher hier).

Ich war schwer enttäuscht. Ich stritt mich mit meinem Vater und er meine nur, er will nicht das ich von zuhause ausziehe, deshalb bekomme ich nichts. Ich wusste nicht das dieser Streit so schwerwiegend war, denn er rief an meinem 18 Geburtstag nicht an. Zu Weihnachten sah ich ihn auch nicht.

Ich rufe ihn an ohne Rückruf,, ich fahre zu ihm, ich telefoniere, erfolglos.

Ich lebe alleine und studiere, jetzt möchte er mir die Alimente streichen, ich wäre pleite.

Warum das alles? Was soll ich tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hertajess, 19

Eltern können nicht mehr gegen als in ihnen ist. Denn auch sie sind keine Götter sondern Menschen. Es ist oft schwer diese Tatsache als solche zu akzeptieren. Es lässt sich aber Nichts daran ändern. Denn wir können einen anderen Menschen nicht ändern. Wir können nur unsere Einstellung zu einem anderen Menschen ändern. 

Darum bitte ich Dich unbedingt. 

Ich lese dass Du Dich sehr nach Liebe von Deinem Vater sehnst. Wie ist es aber mit Deiner Liebe zu ihm? Diese hängt ausschließlich von Deiner Entscheidung ab. Und glaube mir: Ich weiß wovon ich schreibe. Einen anderen Menschen wirklich zu lieben bedeutet auch seine Grenzen zu akzeptieren, seine Schwächen und Mängel. Das ist oft nicht einfach. Aber Liebe gibt dazu die Kraft. 

Du bist noch jung. Manche Dinge sind Dir noch unbekannt. Erst im Verlauf der Zeit wirst Du für manche Verhaltensweise Verständnis aufbringen können. Erst im Verlauf der Zeit wirst Du manche Wahrheit erfahren und erfassen können. Auch hier schreibe ich aus Erfahrung. 

Aktuell scheint Dein Vater in Dir Deine Mutter wahrzunehmen und von der scheint er sehr verletzt worden zu sein. Eine Übertragung auf Dich gerade wenn Du ständig versuchst mit ihm Kontakt aufzunehmen anstatt ihm Zeit zu lassen Dich von Deiner Mutter gefühlsmäßig trennen zu können ist nachvollziehbar. Egal ob sie verletzend ist, als verwerflich angesehen wird oder nicht .Wir sind Menschen. Wir sind in unseren Einschränkungen gefangen. Übertragungshandlungen gehören mit zum menschlichen Dasein. Und wenn sie noch so weh tun. 

Nehme Abstand. Was den Unterhalt angeht so findest Du online ausreichend Informationen. Auf die Schnelle habe ich mit der Abfrage

österreich unterhaltsrecht studium 

folgenden Link gefunden 

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/49/Seite.490520.html

Es gibt noch mehr. Belese Dich und dann gehe den für Dich besten Weg. 

Kommentar von sophie4343 ,

Ich habe mit ihm abgeschlossen. "Er soll bleiben wo der Pfeffer wächst.."

Ja, jeder Mensch hat grenzen. Nein, meine Mutter hat ihm niemals weh getan, sie hat nur auf sein Verhalten angemessen reagiert.

Ich habe die Schnauze voll ständig von meinem Vater wie dreck behandelt zu werden und  werde ihn ab diesem zeitpunkt ignorieren. Seine ständigen Fehler die er sich geleistet hat sind nicht entschuldbar und ich habe schon so viel vergeben. Dafür habe ich keine Kraft mehr.

Ich muss akzeptieren das er ein (beliebiges Schimpfwort) ist und er sich nicht ändern wird. Ich kann mit reinem gewissen sagen, ich hasse ihn und habe jeden Grund dazu. 

Jemand der seine eigene tochter anschreit, schlägt und psychisch fertig macht gehört gehasst. Ich möchte nicht mehr auf seine psychologischen hintergründe blablabla... eingehen, jeder mensch hat eine schreckliche/traurige/belastende Vergangenheit, es kommt darauf an wie man damit umgeht.

Antwort
von Steffile, 51

Der Mann hat Probleme, die er an dir auslaesst. Geh arbeiten und pfeif auf sein Geld. Tut mir echt leid, dass er dich wieder und wieder enttaeuscht, aber das wird er nicht mehr machen koennen, wenn du nicht mehr abhaengig von ihm sein wirst.

Und nach einer Weile koennt ihr vielleicht ein besseres, erwachseneres verhaeltnis aufbauen.

Kommentar von sophie4343 ,

Ich gehe arbeiten, doch vollzeit schaffe ich nicht weil ich studiere

Kommentar von LinusNeupro ,

Ich weiß es ist für dich schwer aber wenn du Studium hast kannst du Vollzeit haben und eine besseren job

Kommentar von sophie4343 ,

Es ist möglich, aber ich habe keine kraft dafür. Alleine mich zu finanzieren ist für mich persönlich unmöglich. (Momentan noch)

Kommentar von LinusNeupro ,

da ist guter rat teuer

Antwort
von Dthfan00, 66

Hallo, 

Ersteinmal, das was du erlebt hast ist sehr hart für dich und belastend.

Aber es wäre besser, so krass es auch ist, den Kontakt (zumindest zeitweise) von deinem Vater zu unterbrechen. Das wäre die einzige gescheite Lösung für dich.

Tust du es nicht wirst du eventuell früher oder später dran zerbrechen, ich spreche da aus erfahrung, bin zwar erst 15 aber mein Dad will auch nichts mehr von mir wissen, nur meine mum und der bin ich mehr oder weniger egal.

Das ist auch einer der Gründe warum ich Punk bin 😀

Liebe Grüße,

Dthfan00

P.s. Kopf hoch, du schaffst das.

Stay up and fight!

Kommentar von Dthfan00 ,

Danke fürs "Danke"

Antwort
von Elli120701, 26

ich glaube er hat in der Vergangenheit etwas verloren und versucht krampfhaft zu verhindern das das selbe mit dir geschieht..das ist jtz mal eine Vermutung 

ich glaube niemand hier kann dir diese frage beantworten aber ich kann dir echt nur sagen das du dir kein Kopf machen solltest.. am besten sprichst du ihn drauf an..oder deine Taufpatin.. vielleicht kann die helfen

lg und viel glück :)

Kommentar von sophie4343 ,

danke erstmal

Ich weiß nicht wie ich mit ihm reden soll. Ich bin unendlich verzweifelt.

Kommentar von Elli120701 ,

Wie gesagt versuche es bei deiner patin :) die hilft bestimmt 

Kommentar von sophie4343 ,

Leider auch nicht möglich. Sind wie zusammengewachsen die beiden. aber danke

Antwort
von sophie4343, 32

Ist es möglich das ich schuld bin? Weil ich in der pubertät anstrengend war? Kann man seinen Vater so sehr verletzen, dass er so ein ... wird?

Kommentar von Bonbonglas ,

Von Schuld kann man nicht reden. Wie viele Eltern haben mit ihren Kindern Probleme in der Pubertät (alle??). Er hätte es besser machen müssen, immerhin hat er die Pubertät schon durchgemach und müsste wissen, in was für einem Gefühlschaos Jugendliche da sind, die können nichts dafür wegen Hormon- und Hirnumstellung. Du hast einfach nur einen Vater erwischt der sich selbst wohl zu viel war.

Kommentar von sophie4343 ,

Also einfach nur pech. :/ so spielt das leben

Antwort
von LinusNeupro, 63

Schwere Situation ich würde mich schnell über einen Job in formieren den du kannst da du dein Studium nicht abgeschlossen hast mußt du sowas wie Supporten usw. Werden es macht keinen Spaß muss aber sein

Kommentar von sophie4343 ,

Hab eine job, aber ich schaffs nicht mehr zu arbeiten/verdienen.

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