Frage von Usedefault, 108

Betrunken aber im Recht?

Hallo!

Wenn man betrunken einen Autounfall hat, wo der andere zu 100% schuld ist, wer haftet dann?

Lg

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hugito, 62

Es werden die Gefahren, die jeder mit seinem Fahrzeug geschaffen hat gegeneinander abgewogen. Wer betrunken fährt, schafft eine Gefahr,  deshalb bekommt er eine Mitschuld, auch wenn er sonst korrekt fuhr.

Kommentar von Usedefault ,

Warum schreiben andere etwas anderes?

Kommentar von Hugito ,

Hier geht es nicht um Mehrheit, sondern um Wahrheit.

Man muss zwei Dinge unterscheiden:

Zivilrecht. Hier geht es darum, ob jemand von einem anderen  Schadenersatz verlangen kann. Und da werden die geschaffenen Gefahren abgewogen. So machen das die Gerichte. Dabei spielen natürlich Fahrfehler eine große Rolle. (Z.B. Radfahrer fährt grob falsch; LKW Fahrer macht nur sehr kleinen  Fehler, Folge Unfall: Dann muss jeder z.B. die hälfte des Schadens übernehmen. Denn der Radfahrer hat hat mit seinem Fehler eine kleine Gefahr geschaffen. Der LKW Fahrer mit seinem schweren Fahrzeug aber eine große, obwohl er fast alles richtig machte.) Deshalb gibt's beim betrunkenen Autofahrer eine Mithaftung, Großer Fehler mit korrekt gefahrenem Auto. 

Strafrecht: Der betrunkene Autofahrer wird ggf. wegn. Trunkenheit im Straßenverkehr bestraft.

Kommentar von uni1234 ,

Die Gefahr muss allerdings auch im konkreten Fall kausal geworden sein. Wenn der andere zu 100 % Schuld ist, dann hat sich der Alkohol nicht auf den Unfall ausgewirkt und wird damit auch nicht berücksichtigt.

Kommentar von Usedefault ,

Na was jetzt?

Kommentar von Hugito ,

Es kommt auf alle Einzelheiten des Unfalles an. Grob gesagt muss der der korrekt fahrende Betrunkene 30% vom Gesamtschaden zahlen, der nüchterne Unfallverursacher 70%

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist jetzt, nett gesagt, vollkommen falsch.

Antwort
von Ratirat, 22

> wo der andere zu 100% schuld ist, 

Die Frage ist: Wer stellt fest, ob der andere 100 % schuld ist? Da magst du eine andere Vorstellung von haben als der Richter. 

/Wenn/ der andere in dessen Augen zu 100 % schuld ist, dann muss er auch voll haften, aber der Richter wird in der Regel im Zweifel annehmen, dass ein Betrunkener auch eine Teilschuld hat, weil er nüchtern schneller und besser reagiert hätte und so der Unfall ganz oder in seinen Folgen hätte vermieden werden können. Der Betrunkene wird also nachweisen oder glaubhaft machen müssen, dass er den Unfall auch nüchtern nicht hätte verhindern oder seine Folgen hätte mindern können. 

Ob das gelingt, hängt von den Umständen, Beweismaterial/Indizien, Gutachten usw. ab. Du kannst davon ausgehen, dass ein Betrunkener bei der Bewertung nicht gerade wohlgesonnen behandelt wird. 

Hinzu kommt die Gefährdungshafting, die unabhängig von einer Schuld gilt und möglicherweise hinzugezogen werden kann. https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4hrdungshaftung

Antwort
von auchmama, 38

Du wirst hier keine wirklich zuverlässige Antwort bekommen können, weil das eigentliche Unfallgeschehen hier keiner wirklich kennt!

Wende Dich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht!

Bei Alkohol am Steuer, wirst Du Dich aber ganz sicher für mehr als nur für den Alkohol verantworten müssen und der gesamte Sachverhalt wird genauestens aufgedröselt!

Kommentar von Usedefault ,

Und wenn man nur neben der Straße parkt und den Motor anhat, damit die Heizung wärmt und jemand fährt einem frontal hinein, weil er zu schnell dran ist?

Kommentar von siggibayr ,

.... was wäre wenn, und wenn diese Antwort für mich unpassend ist, dann ist eben der Antwortgeber auf dem falschen Weg oder hat was nicht richtig verstanden. Hättest deine Frage mit mehr Details ausstatten sollen, dann käme es nicht zu diesem "Rumgegurke" und den Gegen- bzw. Zusatzfragen.

Kommentar von auchmama ,

Betrunken im Auto und Recht - sind eigentlich schon Widersprüche in sich :-(

Antwort
von Delveng, 41

Bitte frage einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Antwort
von themachina, 76

Für den Unfall bekommt der Gegner die Schuld, ggf. bis 100%. Du wirst dich aber für Alkohol am Steuer verantworten müssen, unabhängig vom Unfall.

Kommentar von Usedefault ,

Zweiteres ist eh klar. Erscheint aber bei z. B. einem Querschnittsgelähmten marginal.

Kommentar von themachina ,

Wenn ich (angetrunken) im Auto an einer Ampel stehe und darauf warte, dass die grün wird, während mir irgendeiner im jugendlichen Leichtsinn so blöd reinfährt, dass er danach querschnittsgelähmt ist, dann fühl ich mich dafür 0 verantwortlich, und jedes Gericht der Welt, das mich dafür zur Rechenschaft ziehen will, würde sich selbst lächerlich machen.

Wir wissen beide nicht, was vorgefallen ist. Wenn der FS schreibt, er habe 100% Unschuld am Unfall, wird es so sein, wie ich schrieb - unabhängig von den Folgen für den Unfallverursacher.

Kommentar von Usedefault ,

FS = Fragesteller? Ich bin der Fragesteller!

Antwort
von Badomiab, 72

Du bekommst auf jeden Fall eine Teilschuld. 

Wenn geklärt werden kann, das du keine Schuld am Unfall hattest bekommt der andere auch eine Teilschuld. Ich glaube sowas können aber nur Anwälte klären. Leider.

Antwort
von dresanne, 14

Bleibt dann immer noch die Frage, weshalb du betrunken mit laufendem Motor überhaupt am Steuer gesessen hast.

Antwort
von karokarotte, 51

Du wirst wegen trunkenheit am steuer bestraft und der andere bekommt den Rest. Aber hol dir einen Anwalt. Wenn du den Prozess gewinnst wovon ich ausgehe dann muss der andere die prozesskosten tragen.

Kommentar von Usedefault ,

Das ist nur ein fiktives Beispiel.

Kommentar von karokarotte ,

na dann ist ja gut XD

Antwort
von Celeritas15, 51

Der schuldige haftet für den von ihm verursachten schaden, egal wem er den zufügt. Der betrunkene kann aber eine Strafe bekommen, da er gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen hat.

Kommentar von Usedefault ,

Jeder sagt hier etwas anderes.

Kommentar von conzalesspeedy ,

Die meisten schreiben aber das trunkenheit am Steuer bestraft wird

Und ich stimme dem zu!

Antwort
von Fortuna1234, 59

Betrunken ist man nie im Recht - und schon gar nicht hinterm Steuer.

Kommentar von Usedefault ,

Dann verwechselst du aber die Begriffe Gerechtigkeit und Rechtssprechung.

Kommentar von auchmama ,

Recht haben und es auch zu bekommen, sind auch vor deutschen Gerichten 2 Paar Schuhe!



"Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand"

Quelle: https://www.junit.de/anwaltslexikon/304-vor-gericht-und-auf-hoher-see-ist-man-in...


Eine rein spekulative Antwort, gibt es nicht auf diese Frage!





Antwort
von Lionrider66, 46

Beide, und du bist deinen Lappen los.

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