Betruginkasso?

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3 Antworten

Ich würde direkt zur Polizei gehen.

1. Gibt es beim Widerruf kein Geld.

2. Ohne Ware/ erfüllten vertrag kein Geld.

3. Über 170€ Inkassogebühren sind absoluter Schwachsinn

4. Bei Vermittlung von Finanzdienstleistungen gibt es laut BGB nur dann einen Anspruch auf Honorar, wenn der Vertrag überhaupt zustande kam und nicht mehr widerrufen werden kann.

Ich würde nun folgendes machen:

A) Zur Polizei gehen und Strafanzeigen und Strafanträge einreichen. Zum einen gegen die ursprüngliche Firma: Begründung: Hat nie irgendwas geliefert, hat den Widerruf einfach ignoriert. Wer aber nicht liefert, der begeht Warenbetrug oder Eingehungsbetrug oder welche Betrugsform auch immer das ist. Da hier ein Gewerbe vorliegt und die Masche sicherlich nicht nur einmal vorkommt, man sich also vorgenommen hat, möglichst viele Menschen über längeren Zeitraum zu betrügen, ist das besonders schwerer Betrug (=gewerblich).

Daneben Strafanzeige gegen das Inkasso wegen Nötigung, Beihilfe zum gewerblichen Betrug und ebenfalls wegen Betruges. Beihilfe zunächst, da sie zum einen aus vergangenen Fällen aber auch über deine Reklamation wissen müssen, dass hier etwas nicht stimmt. Spätestens bei deiner Reklamation hätten sie dem Ganzen nachgehen müssen. Nötigung, weil sie nicht durchsetzbare Forderungen regelrecht erpressen wollen mit wilden Drohkulissen. Zudem begeht das Inkasso selbst Betrug, denn überhaupt zu diskutieren wäre eine maximale Inkassogebühr von 70.20€ (1,3 Gebühr). Mehr gibt das RVG gar nicht her. Dass die hier über 170€ Inkassogebühr wollen und darüber täuschen, dass dies durchaus so korrekt und rechtens wäre, begehen sie Betrug.

B) Beschwerde ans Aufsichtsgericht des Inkassos. Die Beschwerde kostet außer Briefporto nichts. Ich würde die Beschwerde zunächst damit begründen, dass die deine Reklamationen gar nicht beachtet haben, auch deinen Widerruf nicht. Dass die also gar nicht über die notwendige Sachkenntnis und Fachkenntnis verfügen, insbesondere die besonderen Vorschriften im Finanzdienstleistungsbereich (beispielsweise §655c BGB) gar nicht kennen. Insofern soll das Gericht mal prüfen, ob denen nicht von Amts wegen die Lizenz zu entziehen ist wegen mangelhafter Sachkenntnis und Fachkenntnis. Zudem würde ich dem Gericht mitteilen, dass ein besonders drastischer verstoß gegen das RVG vorliegt, indem man mehr als das doppelte, des irgendwie begründbaren an Inkassogebühren eingefordert wird. Auch diesem treiben muss das Aufsichtsgericht Einhalt gebieten und beispielsweise unter Drohung des Lizententzuges das Einhalten des RVG erzwingen.

C) Dem Inkasso würde ich schreiben: "Herzlichen Glückwunsch. Sie und ihre Mandantin haben Strafanzeigen und einen Antrag auf Lizenzentzug beim Aufsichtsgericht gewonnen. Ihre Mandantin hat nie etwas geliefert, das nie vor gehabt (so etwas nennt man Betrug) und überdies verzichte ich aber auf eine Lieferung, ich habe von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen und weitere Äußerungen von mir gibt es ausschließlich im Rahmen eines Gerichtsprozesses."

Mehr nicht. Das bedeutet etwas Aufwand, aber nur auf dieser ebene hören diese Verbrecher dir überhaupt zu. Wenn sie wissen, dass du dich wehrst, nur dann nehmen sie sich ernst.

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Kommentar von Xipolis
26.08.2016, 00:40

Macht es nicht erstmal Sinn dass Kreditkartenunternehmen darauf hinzuweisen, dass man keine Karte erhalten hat?

Und der Widerruf ist ja vermutlich auch nicht eingegangen, weil der Fragesteller diesen an eine falsche E-Mail-Adresse geschickt hat.

Und das was mit dem Inkassounternehmen fernmündlich besprochen wurde, nicht nachweisbar.

Die Kreditkarte wird ohnehin per Postidentverfahren zugestellt, insoweit ist das ziemlich sicher und die fällige Jahresgebühr wird der Kreditkarte selbst belastet, so dass es da auch kein Probleme geben dürfte (es sei denn die monatliche Ausgleichs-Lastschrift platzt).

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Nicht mehr telefonieren. Wofür sollst du Geld bezahlen?

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Kommentar von lunabkd
25.08.2016, 01:57

Für die Master card gold die ich gar nicht bekommen habe.. Die haben mir 5 Tage gegeben ansonsten wird es zum Gericht weiter geleitet

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Nicht mehr beim Inkassounternehmen anrufen!

In dem Fall solltest Du nochmals erklären, dass Du a) die Kreditkarte bis heute nicht erhalten und b) den Kreditkartenvertrag widerrufst. 

Diesmal schriftlich per Einschreiben-Einwurf (2,85 € Porto) an das Kreditkartenunternehmen versenden. Die Zustellung online nach verfolgen.

Danach Kommunikation einstellen.

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