Betrug, Lebensversicherung?

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8 Antworten

Hallo phil992,

da dein Anliegen eher den Anschein von rachsüchtigen Gedanken erweckt, können wir dich hier direkt entäuschen. Ein Versicherungsvertrag kann nur durch schriftliche Einwilligung des Versicherungsnehmers geändert werden. Das bedeutet, dass deine Freundin irgendetwas unterschrieben haben muss. Einen Betrug sehe ich nicht oder behaupte, dass dieser schwer nachzuweisen ist. Deine Aussage, dass die Frau noch mit diesem Menschen zusammen ist wird deine Position nicht verbessern.

Ihr könnt höchstens den laufenden Vertrag stornieren, prämienfrei stellen oder die Sparrate reduzieren. Das kann direkt bei der Gesellschaft gemacht werden und bedarf nicht dem Vermittler bzw. dem Freund deiner Freundin. Allerdings wird er es mitkriegen, ob die Sparrate reduziert wurde, da er einen Teil der verdienten Provision wieder zurückzahlen muss, da der Vertrag noch keine 5 Jahre alt ist.

Viel Erfolg bei deinem Rettungsversuch.

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Das mag eine Sauerei sein, ein Betrug ist das aber nicht, eher Dummheit bzw. Naivität Deiner Freundin.
Du hilfst Dir aber auch nicht weiter wenn Du Dir jetzt über so einen Blödsinn Gedanken machst. Ihr solltet ihr erstmal zusehen, das Beste für die Frau rauszuholen. Das bedeutet:
1. Neuen Vertrag sofort widerrufen. Und zwar direkt bei der Versicherung.
Dazu ein Schreiben aufsetzen mit der Bitte auf Herabsetzung der monatlichen Sparrate. Das sind dann genau zwei Briefe an die Versicherung, mehr nicht...

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Kommentar von TerhorstAgentur
06.11.2015, 21:03

sorry, das widerspricht sich und würde im Fall der Kündigung wahrscheinlich mit sehr hohem Verlust einhergehen. Besser den Vertrag reduzieren. Eine beitragsbfrestellung ist normalerweise erst nach 1 Jahr vertragslaufzeit möglich.

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Kommentar von Samy795
06.11.2015, 21:20

Wenn es tatsächlich nur ein Vertrag ist, ist das richtig. Die Erhöhung kann man aber ebenso widerrufen.
Ich gehe aber davon aus, dass es sich um zwei Verträge handelt. Daher den einen widerrufen und den anderen reduzieren.
Von einer Beitragsfreistellung war gar nicht die Rede.
Je nachdem, was das für Versicherungen sind (KLV, RV mit überteuerte Dachfonds etc.) würde ich das ohnehin sofort kündigen, aber danach wurde ja nicht gefragt.

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Zunächst würde ich mir die Versicherungspolice genau ansehen und dann direkt an die Zentrale der Versicherung wenden, dort schildern, dass es persönliche Differenzen mit dem Versicherungsagenten gibt, sich die finanzielle Situation seit Beginn der Versicherung geändert hat und Sie nunmehr einen geringeren monatlichen Beitrag zahlen kann. Dadurch wird dann in der Regel die Versicherungssumme gekürzt. Dann würde ich darum bitten, einen neuen Ansprechpartner in einer Agentur Deiner Nähe zu bekommen! Alle anderen Maßnahmen gegen den früheren Freund haben wenig Aussicht auf Erfolg!!

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Was für eine Heulsuse der Typ ist. Hat der nur 1 Kunden, dass ihm ein Storno so weh tut?

Über was für eine Lebensversicherung reden wir hier? Bestimmt keine RLV oder KLV, sonst wäre sicherlich irgendwo mal das Wort "Gesundheitsfragen" aufgetaucht.

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Hallo Phil992,

wie BenLam schon schreibt, musste deine Bekannte den Versicherungsantrag und alle Änderungen unterschreiben. Nach § 8 und § 152 des Versicherungsvertragsgesetztes (VVG) hatte sie nach Erhalt des Versicherungsscheines ein Widerrufsrecht von 30 Tagen. Daher besteht ein Betrug nur, wenn sie den Versicherungsantrag nicht selbst unterschrieben hatte, oder der Vertrag nicht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften geschlossen wurde.

Deine Bekannte hat als Versicherungsnehmerin die Möglichkeit sich direkt an den Innendienst ihrer Versicherung zu wenden und dort zu klären, wie viele Verträge auf ihren Namen bestehen. Wenn ihr Freund einen neuen Vertrag auf ihren Namen geschlossen hat, hätte sie unter Berücksichtigung der Fristen wie oben beschrieben die Möglichkeit den Vertrag zu widerrufen. Viele Versicherer bieten die Möglichkeit, die Beiträge von Versicherungen für eine befristete Zeit zu unterbrechen oder herabzusetzen, ohne dass dabei der Versicherungsschutz reduziert wird. Dies ist allerdings sehr häufig von der bisherigen Dauer der Versicherung abhängig. Auch hierüber kann der Versicherungsinnendienst deine Bekannte informieren. Unabhängig davon sollte eine Reduzierung des Beitrages möglich sein. Je nach Tarif hat sie innerhalb von 2 bzw. 3 Jahren nach der Beitragsreduzierung die Möglichkeit, den ursprünglichen Versicherungsschutz wiederherzustellen. Da es dabei zu einer neuen Provisionszahlung kommt, wäre das vielleicht ein Kompromiss sowohl für deine Bekannte als auch für ihren Freund.

Bei Lebens- und Rentenversicherungen handelt sich meistens um langfristige Anlagen um Kapital fürs Alter, den Todesfall oder für den Falle einer Berufsunfähigkeit anzulegen und abzusichern. Eine solche Versicherung soll vor allem ein gutes Gefühl aufgrund der vorhandenen Absicherung geben und sich innerhalb der Vertragslaufzeit an die persönlichen Lebensumstände und Vorstellungen anpassen. Daher soll sich deine Bekannte im besten Fall errechnen, welchen monatlichen Beitrag sie aktuell bezahlen kann und was sie in der Zukunft für Vorstellungen an ihre Versicherung hat und anhand dessen eine Entscheidung treffen. Um ein Gespräch mit ihrem Freund wird deine Bekannte aber wohl nicht herum kommen, um auch langfristig eine Entscheidung treffen zu können.

Viele Grüße, Angie vom Allianz Hilft Team

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SEPA Lastschriften kann man 2 Monate rückwirkend stornieren - DAS tut ihm dann richtig weh, wenn die Police aus ca. Mai stammt...!   ;-)

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Die Mühe kannst du dir sparen. Ich sehe kein strafrechtliches Vergehen. Deine Freundin wird alle Verträge und Vertragsänderungen unterschrieben haben. Umgeht ihn und wendet euch direkt an die Versicherungsgesellschaft, um den Vetrag zu ändern. 200 EUR für eine Lebensversicherung sind sowieso absoluter Quatsch. Zurzeit ist das Zinsniveau bei Null. Der Vertrag wird ihr absolut nichts bringen.

Ganz nebenbei bezahlt deine Freundin die Provision  ihres "Freundes". Das geht auch noch vom Vertrag ab.

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Kommentar von TerhorstAgentur
06.11.2015, 21:06

Es kann auch eine fondsgebunde lv sein, wenn die richtig aufgestellt ist, bringt die sehrwohl eine stattliche Verzinsung

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Ich vermute das der Vermittler diverse bestehende gesetzliche Regelungen, z.B zum Versicherungsvermittlerrecht und/oder dem VVG missachtet hat. Nach Vorlage aller Unterlagen könnte ich hier verbindliches dazu aussagen. Ohne diese Unterlagen gesehen zu haben ist jede Aussage dazu (also auch alle bisherigen Antworten) vollkommen wertlos.

Mein Vorschlag: gehe zu einem "Versicherungsmakler mit Erlaubnis" oder zu einem "Versicherungsberater mit Erlaubnis" und lasse dich dort (ggf. gegen Honorar) beraten. Aus meiner Sicht ist der Vertrag vermutlich zu 100 % rückabzuwickeln - und zwar ohne Verlust.

R. Durchholz

Versicherungsmakler mit Erlaubnis


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