Frage von schmidthauke, 49

Betrug, Ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

Ich möchte eine Person anzeigen die vor genau 3 Monaten an einer Akademie für Kommunikationsdesign ihre Abschluss gemacht hat und dabei Betrogen hat.

In der Prüfungszeit (vergleichbar mit dem Bachelor System) hatte die gewisse Person privaten Kontakt zu ihrem Prüfungs Dozenten. Dieser Dozent hat ihr via Facebook Nachrichten zukommen lassen, worauf er in der Prüfung achten wird, worauf die anderen Dozenten im Prüfungskomittee achten werden und was wie umgesetzt werden muss.

Die Person hat nahezu täglich ihren Fortschritt dem Dozenten mitgeteilt oder auch Daten an ihn gesendet. Dieser überprüfte diese und schlug zahlreiche Verbesserungen vor.

In der Prüfung saß der Dozent mit zwei anderen Kollegen und hat die Person geprüft. Nachdem diese fertig war, hat sich das Prüfungskomittee darüber beraten was für eine Note gegeben wird. Dabei hat der Dozent alle Hebel in Bewegung gesetzt und die Arbeit in hohen Tönen gelobt, sodass die Person einen doppelten Abschluss mit 1,1 als Note bekommen hat.

Laut den anderen beiden Dozenten war die Arbeit zwar gut, aber nicht so gut wie der Dozent sie beschrieben hat. Am ende haben sie sich jedoch für seinen Vorschlag entschieden.

Jetzt Frage ich mich: - Vor welches Gericht würde das gehen? - Macht eine Rechtsschutzversicherung sinn, wenn ich die Person anzeigen möchte? - Wie ist der Ablauf bei so einer Sache? - Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht bei Betrug oder? - Wie sehen die Chancen aus?

Alle Konversationen zwischen den beiden sind bei Facebook passiert. Kurz vor der Prüfung auch via Whatsapp. Die Akademie bzw Schule habe ich noch nicht informiert, sollte ich eher diese zuerst ansprechen?

Es geht hier ausschließlich um meine Fragen. Wieso, weshalb und warum ich das mache ich meine persönliche Entscheidung. Und diese steht bereits fest.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von peterobm, 30

die RSV wird eh nicht greifen, da der Fall in der Vergangenheit liegt, außerdem ist meist eine Wartefrist nach Abschluss von 3 Monaten einzuhalten. 

Antwort
von KarstenGW, 21

Gleich vorab, ich gebe da als Laie meinen Senf dazu.

Puh, ob das als Betrug (im engeren juristischen Sinne) durchgeht ist fraglich, unser rechtlicher Betrugsbegriff zielt vor allem auf konkrete Vermögenschäden ab. Solch ein Verfahren kannst du durch anzeige bei der Polizei in die Wege leiten, diese gibt das ggf. an die Staatsanwaltschaft weiter.

Mir käme vor allem in den Sinn, bei der für die Aufsicht über die Hochschule zuständigen Behörde beschwerde einzulegen.

Ansonsten wüsste ich nicht, inwieweit du irgendwie Klage erheben möchtest, da du selbst ja nicht Geschädigte/r bist - insofern erscheint mir da auch eine Rechtsschutzversicherung in dem Fall irrelevant.

Antwort
von dandy100, 17

Ich glaube nicht, dass Du da irgendeine Chance hast - so wie Du die Konversation auf facebook darstellst, ist das kein Preisgeben der Prüfungsfragen.

Tipps für Prüfungen und worauf man zu achten hat, bekommt jeder Student oder Abiturient auch, ebenso auch Verbesserungsvorschläge.

Wenn der Dozent nach der Prüfung seine anderen Kollegen von der besseren Note überzeugt hat, dann ist das eben so - er hat sie ja nicht gewzungen.

Dagegen kannst Du nicht vorgehen.

 Selbst wenn die "Person" stark bevorzugt worden ist, dann mag das zwar ungerecht sein, aber ein Prüfungsbetrug ist etwas ganz anderes .

http://www.bildungsanwalt.de/index.php?pruefung

Kommentar von schmidthauke ,

Es geht bei dieser Prüfung nicht speziell um eine Prüfung wie im Abitur sondern um eine Arbeit die man ausarbeitet und dann wie den Bachelor ausgefertigt abgibt und diese anschließend verteidigt.


Laut meines Wissens darf das Prüfungskomitee das dich prüft keinen Kontakt, während der Prüfungszeit, mit den Prüflingen haben. Und es wurden explizit Sachen kontrolliert und durch seine Aussagen verbessert. 


Gilt das auch nicht dazu?

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Befangener Prüfer?

Die Äußerungen eines Prüfers gerade in einer mündlichen oder praktischen Prüfung oder seine Korrekturbemerkungen in einer schriftlichen Arbeit können den Verdacht nahe legen, dass ein Prüfer nicht objektiv und nicht unvoreingenommen eine erbrachte Leistung bewertet, er also befangen ist.

 

Die Bewertung der Prüfungsleistung soll sich nur an den tatsächlichen Leistungen des Prüflings orientieren. Weiterhin ist es die ureigene Aufgabe eines Prüfers, eine Leistung zu bewerten, somit Lob und Kritik zu äußern.

 

Allerdings ist nicht jede Reaktion oder Äußerung eines Prüfers geeignet, um Befangenheit im Rechtssinne anzunehmen.


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Kommentar von dandy100 ,

Diese Akademe ist keine staatliche Ausbildungsstätte, sehe ich das richtig? Es ist also kein Ministerium für die Prüfungsordnung zuständig sondern die Akademie selbst.

Wenn es von der Akademie  wirklich so festgelegt worden ist, dass während der Prüfungszeit kein Kontakt zwischen Dozent und Prüflingen bestehen darf, dann würde ich mit der Leitung der Akademie besprechen, wie das dort gesehen wird.

Antwort
von wilees, 24

Vorrangig Meldung an die Institutsleitung.

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