Frage von DonChev, 177

Betrug Bausparvertrag als Riesterrente?

Servus Leute,

in den letzten Tagen hat sich herausgestellt, dass mein Vater betrogen wurde und nun brauch ich euren Rat.

Vor einigen Jahren hat mein Vater 2 Bausparverträge abgeschlossen, einen für ihn und einen für meine Mutter. Ein dritter "Bausparvertrag" für die Familie, hat sich nun bei einem Gespräch mit einer Bankangestellten, als eigentliche Riesterrente entpuppt. Angeblich könne man den eingezahlten Betrag erst im Alter von 94 Jahren erhalten.

Die Bankangestellte meinte, dass mein Vater betrogen wurde, und der Versicherungskaufmann durch den Abschluss dieses Vertrages eine Provision von 4000€ erhalten habe.

Bei dem Versicherungskaufmann handelt es sich allerdings um einen langjährigen Bekannten meines Vaters, was dessen Handlung nun noch unerklärlicher macht.

Zu meiner Person:

Ich bin 25 und studiere Ingenieurswissenschaften, wohne nicht daheim, deshalb krieg ich solche Familien FInanzangelegenheiten manchmal leider nicht rechtzeitig mit, um bei gewissen Gesprächen teilnehmen zu können. Meine Elten haben aber auch nicht wirklich dumm gehandelt, sondern der Versicherungskaufmann hat nie erwähnt das der angebliche Bausparvertrag eigentlich eine Riesterrente ist.

Meine Frage: Kann man diesen Betrag nicht trotzdem einfach ausbezahlen lassen? Ist ja schließlich das Geld meiner Eltern. Und kann ich ihn verklagen und ihn sozusagen mal abzocken um ihm eine Lektion zu erteilen ?

Meine Meinung: Ich habe meinem Dad geraten ihn doch unter dem Vorwand einzuladen, dass wir einen neuen zusätzlichen unnötigen Vertrag abschließen wollen. Zur Überraschung warte ich dann auf den Herren, mit einigen angsteinflößenden Kollegen. Ich garantiere, dass ich das Geld sehr bald wieder auf dem Konto meines Dads sehen würde.

Da ich das allerdings will, dies jedoch höchstwahrscheinlich gesetzeswidrig ist, frage ich hier erst mal nach anderen Lösungen.

DANKE IM VORAUS

Liebe Grüße

Euer Chev

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Antwort
von Apolon, 51

  Ein dritter "Bausparvertrag" für die Familie, hat sich nun bei einem Gespräch mit einer Bankangestellten, als eigentliche Riesterrente entpuppt. Angeblich könne man den eingezahlten Betrag erst im Alter von 94 Jahren erhalten.

Bedeutet für mich, dass die Bankangestellte keine Ahnung von Riester-Verträge hat.

Da die Riester-Rente eine lebenslange Rentenzahlung vorsieht, muss die Bausparkasse das Kapital spätestens zum 85. Lebensjahr in eine Rentenversicherung einzahlen und danach wird eine mtl. Rente bis zum Lebensende ausgezahlt.

Normalerweise, wird aber der Riester-Bausparvertrag für eine selbst genutzte Immobilie verwendet.

Bedeutet, dass das Guthaben mit dem 94 Lebensjahr ausgezahlt wird ist der größte Blödsinn!

 Die Bankangestellte meinte, dass mein Vater betrogen wurde, und der Versicherungskaufmann durch den Abschluss dieses Vertrages eine Provision von 4000€ erhalten habe.

Glaub diesen Schwachsinn dieser Bankangestellten nicht.

Für die Riesterförderung ist pro Kunde ein Bausparvertrag in Höhe von max. 90.000 € möglich und dafür erhält kein Bausparkassenvermittler oder Versicherungsvermittler  eine Provision von 4.000 €.

Schick diese Bankangestellte in die Wüste, denn was sie erzählt ist der größte Schwachsinn.  

Ich habe meinem Dad geraten ihn doch unter dem Vorwand einzuladen,
  

Sinnvoller wäre, wenn du ihn über die Information dieser Bankangestellten informieren würdest - und ihm den Namen und den Arbeitgeber nennen würdest.

Ich vermute, dass diese Bankangestellte einen anderen Posten, vermutlich im Archiv oder in der Besenkammer bei der Bank erhalten wird.

Gruß N.U.

PS: könnte es sein, dass diese Bankangestellte deine Eltern belabert hat, ihre Bausparverträge zu kündigen und bei der Bank ihr Geld anzulegen ?

Frage mal deine Eltern, ob sie ein Beratungsprotokoll mit diesen Hinweisen von der Bankangestellten bekommen haben.

Antwort
von MoechteAWissen, 88

Wohnriester ist grundsätzlich zweifelhaft anzusehen. Nur
durch „ SCHÖN RECHNEN“ wird  das Produkt für einzelne Menschen interessant.

Von Betrug darf man der Schilderung nach nicht ausgehen.
Vermutlich sollte eine „FALSCHBERATUNG“ zutreffender sein.


Es gibt diverse Möglichkeiten den Sachverhalt zu überprüfen.
Wenden Sie sich dazu bitte  an einen unabhängigen Spezialisten, wie z.B. einen Versicherungsmakler, Versicherungsberater oder Rechtsanwalt.



Interessant finde ich das gerade eine Bankmitarbeiterin das Produkt in Frage
stellt, da insbesondere Bankmitarbeiter oder Bankenvertriebe dieses Produkt mit enormer Aggressivität verkaufen. (leider!)


Mit den Provisionen könnte  sie Recht haben. Doch um dies kontrollieren zu können, müsste man den Vertrag kennen.

Können Sie uns den Tarifnamen nennen?
Und vielleicht die Laufzeit?
Liegt Ihnen ein Beratungsprotokoll vor?

Antwort
von NochWasFrei, 111

Ich nehme mal an, dass es einfach nur ein Wohn Riester ist? Da wird die Riester Förderung im Zusammenhang mit einem Bausparvertrag gezahlt...ob das dann sinnvoll oder nicht war kann man aus der Ferne nicht beurteilen.

Ich finds auch sehr interessant, dass die Frau Bankangestellte anscheinend die Provisionssätze des Versicherungsvermittlers kennt. Und 4000€ Abschlussprovision für einen Bausparer/Riester/whatever? Sag mir mal bitte für welche Gesellschaft der Versicherungsvermittler arbeitet. Da bewerb ich mich sofort.

Kleine Frage am Rande: Wieso bist du dir zu 100% sicher, dass ausgerechnet diese Bankangestellte nun nur euer Bestes will? Weil die Banker alle vertrauenswürdig sind?

Antwort
von GanMar, 83

Angeblich könne man den eingezahlten Betrag erst im Alter von 94 Jahren erhalten.

Das kann ich mir kaum vorstellen.

durch den Abschluss dieses Vertrages eine Provision von 4000€ erhalten habe

Über welche Summe wurde der Vertrag abgeschlossen? Die Höhe der Abschlußgebühr sollte auf dem Antrag/Vertrag erwähnt sein. Schau da mal drauf. Der Vermittler bekommt sicher keine Provision, die höher ist als die Abschlußgebühr. Und diese beträgt in der Regel zwischen 1% und 2,5% der Bausparsumme.

Im Zweifelsfall solltest Du mal die Verbraucherberatung bitten, die Verträge zu beurteilen. Das ist zwar nicht kostenlos, dafür aber unabhängig. Denn auch der Bankmitarbeiter ist keine unabhängige Instanz.

Kommentar von DonChev ,

Ich war leiter beim Gespräch mit der Bankangestellten nicht dabei, sie hat es allerdings beim Betrachten des Vertrags, meinen Eltern so vermittelt. Sie hat sogar lachen müssen, und meinte sowas würde sie auch den Leuten andrehen, wenn sie Leute ausnehmen wollen würde. Sie meinte selbst man soll das mal überprüfen.

Der Vertrag sagt aus, dass monatlich 220€ einbezahlt werden. Über die Abschlusssumme weiß ich jetzt leider wenig und könnte mich erst heute Nachmittag darüber informieren.

Kann hier grad auch nicht alles einfach erzählen ohne die Einverständnis meines Vaters.

Hmm, okay das werde ich mal in Betracht ziehen, müsste natürlich erstmal schauen was der Spaß kostet.

Danke!!

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 35

Bau-Riester ist durchaus eine empfehlenswerte Alternative. 

Mit der Bausparsumme, wäre z.B. auch ein Platz in einer Senioren-Unterkunft zu finanzieren.

Die "Bankberaterin" hat hier nur keine andere Möglichkeit gefunden, ihre Produkte zu verkaufen, al die Beratung des Kollegen "schlecht zu reden".

Sie wollte wohl lieber die bankeigenen Papiere unterbringen, um IHREN Vertrag zu erfüllen.

Antwort
von NSchuder, 87

Meine Elten haben aber auch nicht wirklich dumm gehandelt, sondern der Versicherungskaufmann hat nie erwähnt das der angebliche Bausparvertrag eigentlich eine Riesterrente ist.

Doch, Deine Eltern haben dumm gehandelt, denn sie hätten den Vertag lesen sollen bevor sie ihn unterschreiben. Ein Bausparvertrag enthält völlig andere Klauseln und Bedingungen als ein Vertrag über eine Riesterrente. Und auch die Auszahlung mit 94 wird wohl so deutlich sichtbar im Vertrag stehen.

Die Bankangestellte meinte, dass mein Vater betrogen wurde, und der Versicherungskaufmann durch den Abschluss dieses Vertrages eine Provision von 4000€ erhalten habe.

Die Bankangestellte sollte mit dieser Aussage sehr vorsichtig sein, denn sonst hat sie schnell selber eine Klage am Hals. Außerdem ist der Betrag von 4000 Euro sicherlich viel zu hoch gegriffen. Solche Provisionen gibt es nicht - oder hat Dein Vertrag einen Vertrag über Millionen-Beträge abgeschlossen.

Seit einigen Jahren muss zu einer Beratung in Anlagefragen auch ein sogenannter Beratungsbogen bzw. Anlageberatungsprotokoll ausgefüllt und vom Kunden unterschrieben werden. In diesem Bogen hat der Kunde dann unterschrieben ausführlich über alle Fragen aufgeklärt worden zu sein. Da einen Betrug nachzuweisen wird sehr schwer werden.

Kann man diesen Betrag nicht trotzdem einfach ausbezahlen lassen?

Nein. Vertrag ist Vertrag. Wenn, dann musst Du bzw. Deine Eltern den Klageweg beschreiten.

Und kann ich ihn ... mal abzocken um ihm eine Lektion zu erteilen ?

Zur Überraschung warte ich dann auf den Herren, mit einigen angsteinflößenden Kollegen. Ich garantiere, dass ich das Geld sehr bald wieder auf dem Konto meines Dads sehen würde

Mit "eine Lektion erteilen" meinst Du dann also Deine Kollegen... eine Art Rollkommando...

Diese Lektion würde höchstens damit enden, dass Du und Deine "Kollegen" ein Verfahren wegen Nötigung und / oder Körperverletzung am Hals habt. Da werden sich Deine Eltern sicher freuen, wenn sie dich künftig im Knast besuchen können...

Das Einzige, was ihr tun könnt, ist zu versuchen den Vertrag mit anwaltlicher Hilfe zu "kippen", also als nichtig erklären zu lassen.

Das wird bei einer vorliegenden und aussagekräftigen Dokumentation der Beratung aber sehr schwer werden. Da sind schon ganz andere an Banken und Versicherungen gescheitert. Ich sage nur Commerzbank und geschlossene Schiffs-fonds mit Auszahlung wenn die Anleger weit über 100 Jahre alt wären...

Von allen illegalen Aktionen möchte ich Dir aber dringendst abraten!

Kommentar von DonChev ,

Ja zugegeben sie haben dumm gehandelt. Meine Eltern sind Ausländer und haben eben einen Bekannten, selber Nationalität und selber Sprache mächtig, zu sich geholt, der dann diese Verträge eben auf Deutsch abschließt. Mein Vater spricht zwar deutsch fließend, das Lesen und richtig Verstehen ist dann wohl nicht so ganz seins. XD

Also mir scheint das sehr wirr zu sein, da nun du (falls ich dich duzen darf) der zweite bist der die Summe von 4000€ für unwahrscheinlich hält. Es handelt sich eben um 220€ jeden Monat, der im gegebenen Fall bis 94 eingezahlt werden soll, das wären dann bei jetzigem Alter von meinem Dad ungefähr 35 Jahre plus die bereits eingezahlten 7000€ !

Naja, ich halte es für unwahrscheinlich das er einen von uns verklagen könnte. Aber diese Thema lssen wir mal auf sich beruhen.

Ich denke jedoch, so einen Betrug, mit so einem Vorsatz, also mit dem Wissen diese langjährig Bekannte Familie, bei der man schon so oft auf familiärer Basis Essen und Trinken war, so abzuziehen, ist schlimmer, als das was ich ihm am liebsten antun würde.

Finanzieller Betrug kann im schlimmsten Fall zu Existenzschwierigkeiten, wenn man das so nennen kann, führen.

Kommentar von NSchuder ,

Ja, Du darfst mich natürlich duzen.

Und ich verstehe das Problem und sehe auch, dass Deine Eltern durch diesen Vertrag vielleicht in existenzbedrohende finanzielle Zustände kommen könnten.

Ganz besonders verwerflich finde ich es - genau wie Du - wenn jemand eine persönliche Bekanntschaft derart ausnutzt, um einen Vertrag "unter zu schieben" bzw. den Freunden etwas "anzudrehen" nur um selber einen finanziellen Nutzen daraus zu ziehen, egal ob die Provision nun 400 oder 4000 Euro beträgt.

35 Jahre * 12 Monate * 220 Euro = 92.400,-- Euro
92.400 Euro + 7000 Euro  = ~ 100.000,-- Euro

Üblicherweise werden bei Bausparverträgen Provisionen von 1 - 2% der Vertragssumme gezahlt. Das wären im vorliegenden Fall etwa 1000 - 2000 Euro. 

Aber Bausparverträge, in die 35 Jahre eingezahlt werden muss, gibt es auch nicht. Bausparverträge werden über eine bestimmte Vertragssumme geschlossen, ist diese zur Hälfte eingezahlt, kann man das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen.

Deine Eltern haben also wohl eher tatsächlich einen Rentenvertrag abgeschlossen. Bei einem solchen Vertrag wäre es aber absolut unüblich, dass man bis zum Alter von 94 Jahren einzahlt. 

Aber bevor man dazu etwas näheres sagen kann, müsste man erst einmal den genauen Vertrag und die Beratungsdokumentation einsehen.

Rentenverträge und sogenannte "Sparverträge" unterscheiden sich nämlich oft nur im Detail. Oftmals haben die Verträge auch eine Klausel nach der man diese "ruhen" lassen kann.

Kommentar von Apolon ,

 35 Jahre * 12 Monate * 220 Euro = 92.400,-- Euro
92.400 Euro + 7000 Euro  = ~ 100.000,-- Euro

Die Rechnung geht nicht auf.

1. wurden bei dem Vertrag die Riester-Zulagen und Zinsen vergessen.

2. kann man einen Wohn-Riester-Vertrag nur bis max. 90.000 € abschließen, wobei man davon ausgeht, dass er nur mit 50 % bespart wird.

3. ist das Alter 94 utopisch, denn spätestens mit 85 muss das angesparte Kapital in eine Rentenversicherung umgewandelt werden. (Ausnahme das Kapital wird für eine eigengenutzte Immobilie verwendet). Aber auch dann ist die Zuteilung des Bausparvertrages schon viel früher erreicht.

Kommentar von NSchuder ,

Ergänzung:

Um mehr zu sagen, müsste ich den Vertrag im Original sehen. Evtl. könntest Du ihn mir mit Einverständnis Deiner Eltern mal als pdf per mail senden.

Ich bin übrigens gelernter Bankkaufmann, arbeite aber nicht mehr in der Finanzbranche.

Antwort
von kevin1905, 21

Kann man diesen Betrag nicht trotzdem einfach ausbezahlen lassen?

Ein Riestervertrag ist kündbar. Eine Kündigung stellt eine förderschädliche Verwendung dar, was zum Rückfluss der Zulagen und Steuervorteile und Nachversteuerung der Ablaufleistung (Erträge) führt. Das was dann nach Abzug der Kosten übrig bleibt, wird ausgezahlt.

Bausparverträge starten aufgrund der Abschlussposition im Minus. Bei 4.000,- € und 1% der Bausparsumme wäre der Vertrag ja mit 400.000,- € Summe angelegt worden. Da ist dein Vater auch nicht stutzig geworden?

Allerdings muss bei einem Riestervertrag der Vertrags- bzw. Versicherungsnehmer und die versicherte Person identisch sein, daher kommt mir das hier etwas seltsam vor.

Dein Vorhaben klingt für mich nach dem Versuch einer strafbaren Nötigung und ggf. einer Bedrohung. Lass es sein, sonst ist das zurückfließende Geld bald als Geldstrafe in der Staatskasse.

Beschwerde an die BAFIN und der Gang zum Rechtsanwalt sind hier aber ggf. geboten. Ohne die Verträge und die Beratungsdokumentationen zu kennen, mag ich hier aber keine finale Einschätzung treffen ob eine Regressnahme ob einer Falschberatung Aussicht auf Erfolg haben könnte.

Antwort
von DerMakler, 6

Man kann es nicht mehr hören ,was da täglich von "seriösen Bankangestellten" von sich gegeben wird ..:

Die Bankangestellte meinte, dass mein Vater betrogen wurde.."

" ..durch den Abschluss dieses Vertrages eine Provision von 4000€ erhalten habe...

Früher
haben mich sollte Aussagen von Menschen aus einer ähnlichen
Berufsgruppierung nicht interessiert . Heute gehe ich dagegen vor und
beschwere mich entweder bei der Filiale Leitung der Bank / Sparkasse ,
bei der ,diejenige angestellt ist oder gehe über den Berufsverband !
Dieses "Beratungsaussage" ist nicht nur grenzwertig , sondern auch
unseriös und kann bei Verleumdung (Rüge oder Berufsverbot ) oder bei
Handlungen die dazu führen einen wahrscheinlich sinnvollen Vertrag auf
Grund dessen zu kündigen ,zu Schadensersatzklagen führen !

Der
dritte Bausparvertrag hat also eine Bausparsumme von Minium 250
000,-bis Maxium 400 000,-€ , zudem zahlt Ihr Vater also mind. jeden
Monat 880,-€ ein , um Ihn zu bedienen ? Nur so erkläre sich eine so hohe
Abschluß Courtage !!! Hmm, Riester Eigenbeitragsberechnungen hört sich
da anders an für mich..

Stellen Sie sich doch mit Ihrem Vater zusammen erst einmal die Fragen :

Was
war die Idee hinter dem Abschluss der Bausparverträge ? Sollte Eigentum
dadruch mit finanziert werden ? Sollte die (wahrscheinlich ) mit
einfliessende Wohnriester Steuer mildernd wirken ? Sollte gleichzeitig
was für die Rente getan werden ? Sollten Förderungen mit einfliessen ?

Wie
hat der Vermittler die Bausparverträge dann erklärt und warum sollten
es dann drei werden ? Besteht ein Beratungsprotokoll ?

Angeblich könne man den eingezahlten Betrag erst im Alter von 94 Jahren erhalten

?
Wo steht das im Bausparvertrag ? Ich dachte immer, auf Grund meiner
beruflichen Erfahrungswerte ,das Riester Renten spätestens mit dem
Höchsteinstritts -Rentenalter der Gesetzgebung ausgezahlt werden muss ,
sprich also maximal ab dem 67 Lebensjahr !

Auf Grund der Aussagen der Bankangestellten kommen Sie nun auf folgende Idee :

Zur Überraschung warte ich dann auf den Herren, mit einigen
angsteinflößenden Kollegen. Ich garantiere, dass ich das Geld sehr bald
wieder auf dem Konto meines Dads sehen würde.

Was
wird das denn jetzt ? Zwei Alpha Industries Jacken tragende Schränke
sollen den Vermittler unter Druck setzen und Ihn zwingen "Kohle auf den
Tisch" zu legen ? Scheinbar wollen Sie Ihr Ingenieurswissenschaften
Studium schneller beenden als Ihnen lieb ist ...wegen eine Strafhandlung
?

Bei dem Versicherungskaufmann handelt es sich allerdings um einen
langjährigen Bekannten meines Vaters, was dessen Handlung nun noch
unerklärlicher macht.

Interessanterweise
haben Sie Ihn noch gar nicht dazu gehört ?  Sie sind weder mit Ihrem
Vater zusammen zu Ihm hin und fragen Ihn , was damals der Beratung Sinn
und Zweck gewesen ist , noch prüfen Sie gegen ob die Aussagen eine
Angestellten der Bank wirklich wahrgemäß sind !?

Ich denke ,
kaum wären die Verträge gekündigt ( die nach alten Recht &
Garantiewerten so auch nicht mehr abschließbar sind .) wird die
Angestellte die frei gewordenen Beiträge für Bank Indexfonds oder andere
Bankprodukte als Angebot nutzen ...wetten !?

Mag hier ein Barsparvertrag zu viel des Guten gewesen sein, sollte man in einnem vernünftigen Rahmen beide Seiten hören !

Tun
Sie mir bitte den Gefallen : Sollte sich für alles eine seriöse
Erklärung finden , schnappen sich den Filiale Direktor und erzählen Ihm
,was seine Angestellte da so in Ihrem einem so wie anderem
"Beratungsgespräch" von sich gibt ..und verlangen Sie dann einen anderen
Berater !

In diesem Sinne

HG DerMakler

Antwort
von Buerger41, 38

Lassen Sie sich bitte von einem ausgewiesenen Fachmann für Versicherungen und Bausparverträge beraten. Fachleute sind:

Versicherungsberater oder Versicherungsmakler oder Fachanwälte für Versicherungen

Ein Bankkaufmann/- kauffrau weiß in Bankgeschäften Bescheid (hoffentlich).  Versicherungen gehören nicht dazu. Daher sind deren Auskünfte zu diesem Thema mit sehr großer Skepsis zu werten. Da Bankangestellte aus der Vermittlungen von Versicherungen Provisionen bekommen -und das nicht zu knapp - , stelle ich immer öfter fest, dass mit abenteuerlichen Behauptungen alte Beziehungen der Kunden kaputt geredet werden, um selbst Geschäfte machen zu können.

Ich würde mit dem langjährigen Bekannten offen reden und ihn mit den Bekauptungen des Bankangestellten konfrontieren. Die langjährige Bekanntschaft sollte es wert sein.

Antwort
von DonChev, 34

Also, danke für alle Antworten! Hat mir wirklich geholfen. Vorallem kamen die Antworten so zügig, bin positiv überrascht.

Bin gerade den Vertrag durchgegangen. Es hat sich herausgestellt, dass es nur einen einzigen Vertrag gibt. Darin steht, Bausparsumme 100.000, Mindestbausparsumme 8.000 ! Die Arbeitsgeber zahlen irgendwie jeweils 40€ im Monat und meine Eltern zahlen nochmal 220€ ! Daraus ergeben sich irgendwie 3 verschieden Bausparverträge oder sowas.

Es hat sich herausgestellt das es sich beim letzteren, also um die eigentliche Abzocke oder nicht, um einen Wohn-Riesterrenten-Bauspar bla bla handelt. Hab leider keine Ahnung von dem ganzen Zeug. Rechnerisch bin ich darauf gekommen, dass die Verträge und dazu gehörigen Beträge dazu dienen sollen den Kredit unseres Hauses irgendwie am Ende mit einem Betrag abzuschließen. Richtig komplizierte Angelegenheit. Hab mit meinen Eltern darüber gesprochen, das nächste mal werden die jedenfalls nicht irgendeinen Schwachsinn machen. Man hätte ja einfach das Geld auf ein Konto einzahlen können oder den monatlichen Kreditbetrag erhöhen können ^^ verstehs nicht.

Jedenfalls werde ich mich an eine Verbraucherzentrale wenden. Die sollen mir das mal alles erklären.

DANKE EUCH ALLEN NOCHMAL !

Antwort
von Ontario, 35

Am besten du lässt mal den besagten Vertrag von einer Verbraucherzentrale überprüfen. Kostet etwa 20 €. Dann weisst du woran deine Eltern sind.Dass der Vermittler eine Provision von 4000 € für den Vertragsabschluss bekommen haben soll, das würde ich bezweifeln. Eine solche Provision würde erst dann zustande kommen, wenn es sich um eine wirklich sehr hohe Vertragssumme handelt. Bei 200 € Monatsbeitrag kann das jedenfalls nicht zutreffen. Dann gibt es auch einen sog. Anlagenfragebogen, der von jedem Berater zu erstellen ist. In diesem Fragebogen müssen einige Fragen beantwortet werden. Z. B. ob man in Finanzangelegenheiten schon Erfahrungen hat ect. Um dem Vermittler nachzuweisen, dass er deine Eltern über den Tisch gezogen hat, diese velt. getäuscht haben könnte, wird wohl schwer nachzuweisen sein. Wenn der Vertrag allerdings erst dann zur Auszahlung kommt, wenn der Versicherte 94 Jahre alt ist, würde ich schon versuchen, Möglichkeiten zu finden, aus dem Vertrag herauszukommen. Velleicht gibt es auch eine Möglichkeit, diesen Vertrag aufzulösen und einen anderen abzuschliessen, der vernünftige Bedingungen enthält.

Antwort
von Smartdude, 5

Ganz ehrlich, ohne die genauen Vertragsdaten der drei Bausparverträge eiert hier jeder nur rum und du bekommst Nebelgestochere als Antwort.

Es gibt grundsätzlich 3 Möglichkeiten:

1. Der Bausparvertreter hat alles richtig gemacht und der Bankangestellte labert, gibt es immer wieder. Würde hier mal die Qualifikation checken. Mittlerweile gibt es einige Banker, die in Versicherungsthemen fit sind, hier sollte aber mindestens ein studierter Betriebswirt vor dir stehen

2. Der Bankberater hat Recht und es sind horrende Summen abgeschlossen worden. Bei der Aussage 94 Jahre ist mir als erstes die Besparungsdauer in den Kopf geschossen - kommt vor bei extrem hoher Bausparsumme und extrem niedriger Besparung

3. Beide haben in gewisser Weise recht/unrecht - der Bausparvertreter hat nicht unbedingt das beste deiner Eltern gewollt und beim Bankberater sieht es ebenfalls so aus (kommt leider auch häufig vor)


Aber wie gesagt: Vertragsdaten, sonst erhälst du keine Info - Ist hier ja weitestgehend anonym.

Antwort
von Dickie59, 3

HAllo,

liegt eine Beratungsdokumentation vor?

Wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass Betrug oder falschvermittelte Produkte abgeschlossen wurden, wird der Weg sehr schwer den Nachweis zu erstellen.

Selbst wenn die Beratungsdokumentation falsch sein sollte, bei Banken oft mit Textbausteinen, und die Unterschrift deines Vaters drunter ist, hat er das Falsche bestätigt.

Nur bei lückenhafter Beratungsdoku hat man Chancen.

Beste Grüße

Dickie59

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