Frage von Leilalotti, 67

Betrügt meine Krankenkasse?

Ich wundere mich ein wenig über meine erhaltene Beitragsabrechnung meiner Krankenkasse. Da ich Führentnerin bin, lebe ich von einer schmalen Grundsicherung. Nach der Strom- und Heizkostenabrechnung zahlt mir das Amt weniger als letztes Jahr. Die Krankenkasse legt aber im Vergleich zum letzten Jahr viel höhere "Einnahmen" zugrunde. In Wirklichkeit erhalte ich 14 Euro monatlich weniger Grundsicherung als letztes Jahr .

Wie kommt die Krankenkasse auf den Betrag von Einnahmen in Höhe von über 1.052 Euro? Der Differenzbetrag wäre 186 Euro. Ich erhalte gerade mal 868 Euro im Monat. Kann das sein, dass sie ihre eigenen Beitragssätze als Brutto mit einrechnen? Wenn man die Krankenkassenbeiträge von 186 Euro hinzurechnet, kommt man ungefähr auf diese Summe (bis auf ein paar Cent). Geht das überhaupt, darf die Krankenkasse ihren Satz, den das Amt an die Krankenkasse überweist, als Einnahme rechnen? Das Geld sehe ich doch nie, das zahlt das Amt an die Kasse und die wollen doppelt kassieren?

LG Leilalotti

Antwort
von DerHans, 50

Du bist scheinbar freiwilliges Mitglied der Krankenversicherung der Rentner.

Dann zahlst du den Mindestbeitrag. Aber da du Grundsicherung erhältst, bist du auch darüber krankenversichert.

Es müssen dir zum Leben 404,00 € bleiben plus die tatsächliche Warmmiete. Dabei ist die Höhe des Krankenkassenbeitrag egal.

Kommentar von Leilalotti ,

Ja, anscheinend bin ich freiwillig versichert, weil ich Frührentnerin ohne Rentenanspruch bin. Naja, 404 Euro bleiben mir nicht, da meine Wohnung zu teuer ist. DAs wird natürlich nicht berücksichtigt.

Kommentar von DerHans ,

Wenn deine Wohnung zu teuer ist, musst du entweder umziehen oder ein Zimmer vermieten.

Kommentar von Leilalotti ,

Nein, das ist mit dem Amt geklärt, Umziehen das brauche ich aufgrund meiner Erkrankung nicht. Und vermieten darf ich vom Vermieter aus nicht und geht eh nicht, ist nur eine kleine Zweizimmer-Wohnung mit lauter Durchgangsräumen. Um in die Küche zu kommen, muss man durchs Wohnzimmer, also hat es auch nur einen Schlafraum.

Antwort
von Leilalotti, 33

Wie würde die Sache denn aussehen, wenn nicht das Amt, sondern ich selber die Krankenkassen-Beitrräge von meiner Grundsicherung überweisen würde? Dann würde doch auch nur die tatsächliche Grundsicherungsleistung zugrunde gelegt werden oder irre ich mich da? Mir soll es jetzt noch egal sein, da es wirklich das Amt übernimmt, aber ab 67 wird es dann kompliziert, wenn ich 150 Euro von der Rentenkasse erhalte.

Antwort
von eulig, 21

als freiwillig versicherter Rentner werden Beträge nach der Einkommenssituation berechnet. die Grundsicherung zählt hierbei dazu.

wenn sich in der Grundsicherung etwas ändert, z.B. weniger Anspruch besteht, dann musst du als Rentner dies der Krankenkasse auch mitteilen. d.h. du musst der Kasse deinen Grundsicherungsbescheid in Kopie einreichen und eine neue Beitragsberechnung beantragen.

ja, die Kasse erhält Beiträge vom Amt, aber sie bekommt eine große Summe für alle Leistungsbezieher. die Kasse kann nicht sehen, soundsoviel für die Versicherten Müller und soviel für Versicherten Meier.

Kommentar von Leilalotti ,

Ich bin eigentlich kein Rentner, sondern habe nur die volle Erwerbsminderung. Rente bekomme ich erst mit 67. Die Berechnung der Krankenkasse fand ja nach den neuesten Bescheid vom Amt statt. Aber ich werde das mir das demnächst vor Ort von den Mitarbeitern der Krankenkasse erklären lassen. Ansonsten soll das Sozialamt das mit der Kasse klären. Ist ja eigentlich nicht mein Bier.

Kommentar von eulig ,

natürlich ist das dein Bier. du bist der Versicherungsnehmer. das Amt ist nur der Zahler. du musst dich um deine Angelegenheiten selbst kümmern.

Antwort
von Menuett, 43

Natürlich ist das eine Einnahme von Dir. Aufgrund Deines Bruttos wird die Krankenkasse berechnet.

Das ist kein Betrug, das ist völlig normal und korrekt.

Kommentar von Leilalotti ,

Wieso ist der Krankenkassenbeitrag, den das Amt zahlt, eine Einnahme von mir? In Wirklichkeit berechnet doch die Krankenkasse ihren eigenen Beitrag noch einmal. Ich erhalte ausgezahlt 868 Euro, keinen Cent mehr. das ist Netto wie auch Brutto. Das Amt führt aufgrund dieses "Gehalts" an die Krankenkasse 172 Euro ab. Die Krankenkasse geht hin und zählt diese 172 Euro noch einmal zu den 868 Euro hinzu und sagt, ich erhalte in Wirklichkeit 1055 Euro brutto. Häh?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community