Betrogen und jetzt die Scheidung. Wie sollte man vorgehen?

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4 Antworten

Wenn du selbst eine Frau bist (und danach klingt es zumindest), dann wirst du wohl wissen, wie leicht es ist, zu sehen was zu tun ist, wenn man das Ganze von Außen betrachtet und wie schwer es gleichzeitig ist, selbst zu handeln, wenn man in der Situation steckt. Selbst mit den besten Tips und Tricks wirst du sie nicht überreden können, solange sie nicht selbst bereit ist, zu handeln. 

Und trotzdem es läuft so ab, dass man sich einen Anwalt sucht, der die ganze Drecksarbeit übernimmt. Dann hat man meistens nichts mehr damit zu tun außer Anwaltsbriefe zur Kenntnis nehmen und zwei Gerichtstermine, bei denen man erscheinen sollte. Derjenige, der sich von beiden den besseren Anwalt leisten kann, räumt ab.

Den "Dreckskerl" ausnehmen klingt schon nicht nach einer Frau, die noch zögert. Sie hat es schon schwer genug, müssen dann auch noch ihre beste Freundin und ihre Familie sie unter Druck setzen?! Zeig ihr doch einfach, dass du für sie da bist, wenn es so weit ist und sie dich braucht... Ich weiß, dass das nicht leicht ist, aber versetz dich doch Mal in ihre Lage... 

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Kommentar von gizmosh
13.03.2016, 01:42

Danke für die Antwort. Es ist verständlich das viele sagen mischt euch nicht ein Sie entscheidet für sich selbst. Aber die Sache ist die, das sie selbst nicht weiß was sie machen soll. Wie schon erwähnt in einem Kommentar War es auch ihr Wunsch diese Frage zu stellen damit sie schon ein paar Infos dazu bekommt. Diese Frage dient einzig dazu den Weg zum Anwalt zu vereinfachen falls sie es will, da sie nicht weiß was auf sie zukommen würde.

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Wie läuft so eine Scheidung ab?

Derjenige, der die Scheidung will, muss einen Anwalt beauftragen - nur ein solcher kann eine Scheidung beantragen. Die Ehe kann frühestens vor Ablauf eines "Trennungsjahres" geschieden werden.

Wer bezahlt? Und wie viel bezahlt man?

Das Honorar seines Anwalts muss jeder selbst zahlen. Die Verfahrenskosten hängen vom Einkommen der Ehepartner ab und werden entsprechend auf beide aufgeteilt. 

Wer bekommt das Haus?

Wurden keine extra Verträge geschlossen, gilt die Ehe als "Zugewinngemeinschaft". Dann gilt:

Was jeder vor der Ehe hatte, gehört ihm auch nach der Ehe wieder allein.

Nur das, was während der Ehe von beiden gemeinsam angeschafft wurde, muss bei der Scheidung geteilt werden.

Wie sieht es mit Unterhalt aus?

Im Trennungsjahr (bis zur Scheidung) kann derjenige mit dem geringeren Einkommen ggf. "Trennungsunterhalt vom anderen Ehepartner verlangen.

Nach der Ehe wird nur noch im Ausnahmefall "nachehelicher Unterhalt" zugesprochen.

Sie sind jetzt ca. 2-3 Jahre verheiratet.

Das dürfte bei der kurzen Ehedauer wohl nicht der Fall sein.

Wie kann man diesen Dreckskerl am besten ausnehmen bzw. leiden lassen?

Einen "Schuldigen" gibt es bei einer Scheidung nicht mehr.

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Zuerstmal die Psychische seite:

Da sie scheinbar noch an ihm hängt und nicht so richtig weiß, wie sie (Haushaltstechnisch; Einkommen etc.) klarkommt ohne ihn, könnt ihr alle ihr helfen, indem ihr gezeigt wird, wie Sie sich das vorstellen muss (rechnerisch). Viel Wichtiger als das wäre aber, das sie sich absolut sicher ist, dass sie sich auf euch alle Verlassen kann und immer hilfe findet, wenn Sie am anfang welche braucht.

1. Die Scheidung läuft so ab, dass man die Scheidung einreicht bei einem Anwalt (das muss immer ein Anwalt machen). Nachdem die Scheidung eingereicht wurde, muss ein Jahr vergehen, bevor Sie als wirksam gilt und von einem Gericht beschlossen werden kann (das ist so eine art sicherheitspuffer, falls sich die dinge wieder einrenken).

2. Wenn deine Freundin mit ihrem Mann einen Zettel aufsetzt, auf dem steht "Wir leben seit <Datum> getrennt von Tisch und Bett." mit beiden unterschriften, gilt das Scheidungsjahr als begonnen seit dem festgelegten Datum.

3. Das Unterhalt ergibt sich daraus, wer mehr verdient hat. Wenn die Frau arbeitslos ist und ihr Mann allein einkommen hatte, muss er ihr Unterhalt gewähren für eine Zeit.

4. Wenn es keinen Ehevertrag gibt, heißt dass, dass sich die Eheleute alles genau zur hälfte Teilen. Da man ein Haus nicht teilen kann, kann da anderes ausgehandelt werden, wie dass die Frau ein Auto und Geräte aus dem Haus bekommt etc.

5. Durch diese Scheidung tun sich schon genug probleme auf für ihn, deshalb würde ich da erstmal abwarten ob das nicht genug leid ist ^^

Das wichtigste ist ja für dich, dass es deiner Freundin gut geht und sie auf andere weise Glücklich wird, als mit diesem Mann, daher empfehle ich, alle konzentration darauf zu legen.

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Kommentar von TomMetal
13.03.2016, 01:29

Ach ja, Bezahlen tu der, welcher den Anwalt einschaltet. Wenn der sich das nicht leisten kann, hat er einen anspruch auf "Prozesskostenhilfe" - Google hilft da.

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Kommentar von gizmosh
13.03.2016, 01:31

Vielen Dank für die Antwort !! :)

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es gibt zig wege sowas zu seinen gunsten zu regeln und die infos dazu sind mehr als vielfältig.

wenn sie aber opfer bleiben will, laßt die finger davon.  SIE allein muß entscheiden!

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