Frage von Rixi63, 107

Betriebsratsarbeit während Krankheit?

eine unserer Betriebsrätin ( wir sind ein 7- er Gremium ) ist seit geraumer Zeit krank geschrieben. Nun hat ein Mitarbeiter in einer Notsituation genau diese BR zu Hause aufgesucht und um Rat gebeten. Das ist dem Arbeitgeber nun zu Ohren gekommen und soll für dieses Betriebsratsmitglied zu Konsequenzen führen. Ich bin der Meinung, da BR- Arbeit auch ein Ehrenamt ist, kann ich mir das Betriebsratsmitglied meines Vertrauens hinzuziehen. Sehe ich das richtig, oder muss unser BR- Mitglied tatsächlich mit Konsequenzen rechnen? Bitte um schnelle Hilfe.... DANKE im Voraus...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von noname68, 87

da schießt der arbeitgeber aber mächtig über's ziel hinaus.

hier gilt der grundsatz, dass man sich während einer arbeitsunfähigkeit nicht so verhalten darf, dass es dem genesungsprozeß unzuträglich ist. man darf z.b. ins kino oder einkaufen, wenn der arm in gips ist, aber nicht außer haus oder den rasen mähen, wenn grippe vorliegt.

dieses beratungsgespräch der betriebsrätin kann daher nur arbeitsrechtlich relevant sein, wenn sie krankheitsbedingt sprech- und redeverbot hätte, z.b. bei einer kehlkopfoperation.

scheint ein tolles unternehmen zu sein, in dem der chef mit dem betriebsrat so im clinch liegt. muss spaß machen, da zu arbeiten ;-(

soll er doch versuchen, der kollegin eine abmahnung auszusprechen. er wird sich hübsch blamieren, wenn ihm ein arbeitsgericht das ding um die ohren haut.

Kommentar von Rixi63 ,

leider hat man diese BR auf'm Kiecker, man versucht also jeden Strohhalm...   aber wir haben einen starken BR ... ich bin mir nur nicht ganz sicher, da besagte BR eine Krankheit hat, wo sie sich absolut von jeglicher Arbeit fernhalten soll... aktiv und passiv  ( hat sie mir in einem privatem Gespräch kundgetan )  auch deshalb wird sie noch eine Weile ausfallen...

Antwort
von Cosmicchaos, 74

Niemand kann ihr verbieten als "Privatperson" einen Rat zu erteilen. Das ist ja nun mit einer ständigen BR-Arbeit nicht zu vergleichen.

Sie kann demnach arbeitsunfähig sein, aber dennoch jemanden beraten, nur eben als Privatperson

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