Frage von Tanjarob,

Betriebskostenabrechnung Müllbeseitung

Hallo ihr Lieben,

heute bekam unser Haus die Betriebskostenabrechnung. (WIR leben erst seit letztem Jahr hierdrin) In der Betriebkostenabrechnung wird diesmal eine Müllbeseitigung nach qm mit einbezogen, was laut Nachbarn bisher noch nie der Fall war. Frage: DARF der Vermieter plötzlich die Müllbeseitung in der Betriebskostenabrechnung berechnen, obwohl er es vorher nie tat?

LG Tanja

Hilfreichste Antwort von wunhtx,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Eine Berechnung der Müllgebühren nach der Wohnfläche ist unbillig. Die Änderung ist dann ausgeschlossen, wenn dei bisherige Abrehcnung nicht auf die Wohnfläche verteilt wurde und keine Zustiummung zur Änderung durch die Mieter erfolgt ist.

Üblicherweise wird Müll nach Gewicht, nach Haushalt oder nach Personenzahl abgerechnet.

Hier müssen die Mieter Widerspruch einlegen - wobei dies mit Sicherheit die Mieter nicht tun werden, die mehr Personen bei gleicher Wohnfläche in der Wohnung haben.

Dann eben abklären, wie die Kommune oder der Landkreis abrechnet und dann auf dieser Form bestehen.

Rechnet die Müllentsorgung nach Personenzahl oder nach Haushaltsgröße ab, muss der VM begründen, weshalb er die Abrechnung auf Wohnfläche ändern will und warum er es für unzumutbar hält, den Aufenthalt von Personen in seinen Wohnungen zu ermitteln (bei Personenzahl).

Hier ist das Sonderproblem zusätzlich zu beachten, dass der VM die Zustimmung der Mieter benötigt, will er den Abrechnungsschlüsel ändern.

Im Übrigen sind hiervon auch Beschlüsse der WEG ( Wohnungseigentümerversammlung ) betroffen. Auch sie kann nichz einfach - obwohl es sehr oft so passiert - einen bestehenden Abrechnungsschlüssel ändern - oder soll man besser darstellen - gewissen Interessen nachzukommen.

Kommentar von Tanjarob,

Also, mit dem Abrechnungsschlüssel meinst du die "berechnung der umlage für die betriebskosten"? Da wo alles aufgeteilt ist? Also hätte er das nicht ändern dürfen indem er einfach die heizkosten hineinschreibt? Eben dies hat er dann ja getan... Eine Einiwilligung gabs nicht von Seiten der Mieter... Was können wir speziell in dem Fall tun? Einen Einspruch schreiben - und was dann?

Kommentar von wunhtx,

Zuerst mal müssen die Kosten der Strassenreinigung, die nach der Wohnfläche umzulegen sind und die Müllgebühren getrennt aufgeführt werden.

Gegen die Änderung des Umlageschlüssels Widerspruch einlegen und dem Vm erklären, dass bis zur Änderung des Umlageschlüssels nach dem alten Stand ein Zurückbehaltungsrrecht in Höhe der anteiligen Müllgebühren geltend gemacht wird.

Hier geht man hin und kürzt die Müllkosten um den Betrag, der durch die Änderung sich erhöht. Keinesfalls die gesamten Müllkosten zurückhalten. Die Kürzung muss dem VM mitgeteilt werden und zwar als "Zurückbehaltung bis zur abschliessenden Klärung"

Kommentar von Tabaluga1961,

nun auf einmal Heizkosten?? Du schreibst unverständlich.

Kommentar von wunhtx,

Hallo, schätze einfach, davon bin ich ausgegangen, dass sich tanjarob verschrieben hat

Kommentar von Tanjarob,

Und so wars auch...Hab noch die Heizkostenabrechnung hier liegen und hatte wohl beim schreiben i-wie dorthingesehen... Es geht immer noch um dieselben Kosten wie in der Fragestellung ;-)

Antwort von MojitoTom,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn die Kosten der Müllgebühren bei Euch im Mietvertrag aufgeführt sind, dann dürfen diese auch abgerechnet werden.

Kommentar von Tanjarob,

Im Mietvertrag steht: (b) Vorauszahlung f. BNK gem Abs 4.1 --91,00 Euro

Abs.4.1 d) Straßen- und Müllbeseitigung

Aber wieso macht der Vermieter das erst jetzt?? Müsste er das dann nicht eig. immer aufgeführt haben?

Kommentar von Dorfrocker,

Ihr bezahlt für Straßenbeseitigung?!

Kommentar von Horst1209,

Natürlich gehört dies zu den Nebenkosten und nicht zur Miete. Der Eigentümer hat es vielleicht aus eigener Unwissenheit bisher nicht berechnet und die Qm sind nur der Schlüssel um den Anteil für die Wohnung zu ermitteln

Antwort von albatros,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Der Vermieter kann alles abrechnen, was im Mietvertrag vereinbart wurde,insofern es tatsächlich Betriebskosten entsprechend der Betriebskostenverordnung sind (schlag nach bei google). Er muss es aber nicht. Selbst wenn er seit 10 Jahren nicht abgerechnet hätte, kann er es jetzt. Die Umlage erfolgt nach dem Gesetz nach Wohnfläche, es kann aber vereinbart werden, dass sie nach einem anderen billigen Schlüssel erfolgt. Ist für die jeweilge BK-Art also kein anderer Schlüssel vereinbart, gilt das Gesetz und das bedeutet nach Wohnfläche, ob das „gerecht“ erscheint oder nicht, ist völlig uninteressant. Selbstverständlich muss für alle Mietparteien nach einheitlichem Schlüssel verfahren werden.

Antwort von amigo06,

Bei der Ganzen Diskussion frage ich mich, ihr wohnt ein Jahr in der Wohnung, habt die Erste Abrechnung erhalten und macht jetzt, mit Recht oder Unrecht, Theater. Die restlichen Familien sind da ruhig. Selbst wenn die Müllbeseitigung bisher anders abgerechnet wurde, für euch ist es die Ersten und die erste mit diesem Schlüssel.

Antwort von Tabaluga1961,

Wenn in deinem MV vereinbart ist, daß Müll mach m² abgerechnet wird ist das so. Egal welche Mv die Nachbarn haben.

Der gesetzliche Verteilerschlüssel ist m². Es gibt aber auch Verträge, die - unabhängig wie der versorger die Müllgebühren berechnet - Personen als Verteilerschlüssel einsetzt.

In den meisten MV steht auch, daß V das recht hat, den Verteilerschlüssel nach billigem Ermessen ändern kann.

Antwort von Horst1209,

Kosten für die Müllbeseitigung ( Müllabfuhr ) gehören zu den Nebenkosten,die auf die Mieter aufgeschlüsselt werden. Dazu gibt es durch die Stadt für das Jahr Rechnungen und nur die müssen getragen werden. Wenn der Eigentümer des Hauses dies bisher nicht getan hat können nur die Mieter zufrieden sein.Vielleicht sind die Kosten auch zu gering gewesen. Er muss sie auf jeden Fall belegen durch Rechnung.

Antwort von crazytiger,

Da musst du im Mietvertrag nachsehen. Da gibt es eine Auflistung was der Vermieter berechnen darf und was nicht. Außerdem müsste dort auch stehen, ob die Müllentsorgung vielleicht schon in der monatlichen Miete eingerechnet wurde. Wurde die Müllgebühr eingerechnet darf er nicht. Ansonsten - wenn ihr das ganze Haus gemietet habt - darf er es in Rechnung stellen. Außer im Mietvertrag steht etwas anderes. Seid ihr nicht allein im Haus darf die Gebühr nur anteilig (Gebühr:Mieter) verrechnet werden. Also genau im Mietvertrag nachlesen! Noch eins: Auch die Müllkosten können nach Antrag monatlich gezahlt werden. Einfach bei der zuständigen Stelle beantragen! Noch Fragen?

Kommentar von Tanjarob,

also, in dem mietvertrag sind laut vorauszahlung schon die müllgebühren in den betriebskosten drin. in der betriebskostenabrechnung war der punkt müllbeseitigung nie aufgeführt. nun sollen alle mieter anteilig pro wohnfläche zahlen. ich bin der meinung, daß dies nicht sein dürfte. es macht bei einer 60 qm-wohnung 171 euro, die wir nun nachzahlen sollen.

Kommentar von Tabaluga1961,

deine Meinung ist nicht richtig. Im MV ist Müll vereinbart, wenn V bisher auf die Umlegung des Mülls verzichtet hat kann er dies jederzeit ändern. Ihr habt doch die Kosten verursacht, also.

Antwort von wernilein,

was haben denn die qm der Whg mit dem Müll zu tun??? lass dir das mal erklären!!

Kommentar von MojitoTom,

Wenn es ein Mehrfamilienhaus ist und dafür ein 1,1 cbm Müllcontainer steht, dann kann die qm-Aufschlüsselung günstiger sein. Denn ein Singlehaushalt in einer kleinen Wohnung produziert weniger Müll als ein 4-Familienhaushalt in einer größeren Wohnung.

Kommentar von wernilein,

das ist aber noch nicht bewiesen,ob eine einzelne Person weniger Müll produziert,

Kommentar von Tabaluga1961,

wernerlein - du schreibst Quatsch. Beweisen mus V nichts.

Kommentar von wernilein,

@Tabaluga1961,du hast meinen Kommentar nicht verstanden?,es steht nicht davon geschrieben,das der Vermieter was beweisen muss!!

Kommentar von peuteneuer,

Genau so gut kann man fragen: Was hat Warmwasser mit der Größe der Wohn- bzw Heizfläche zu tun, wenn sogar Wasserzähler vorhanden sind! Nicht alles was der Gesetzgeber als Recht erläßt hat eine tiefe Logik, aber es ist zumindest eine Richtschnur. Und die Gerichte haben es ja auch häufig bestätigt: Fehlt die Angabe eines Umlageschlüssels wird grundsätzlich die Wohnfläche als Umlagemaßstab zugrunde gelegt - das wäre dann z. B. auch bei der Treppenhausreinigung der Fall. (Mehr: Siehe Antwort von Albatros)

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