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Betreuung von Menschen mit Epilepsie. Bei Anfall fest halten?

Frage von DelfinaLouisa DelfinaLouisa

Hallo, meine Lehrerin möchte das ich in meinem 10 Wöchigen Praktikum ein Schulkind (alter weiß ich nicht) mit Epilepsie betreue. Wir haben immer gelernt (weiß ich auch von meiner besten Freundin die diese Krankheit hat) das man weg gehen soll wenn die Person einen Anfall bekommt. Allerdings habe ich letztes Jahr eine junge Dame betreut die mehrere Anfälle hatte und dort sagte die Lehrerin ich soll mich drauf werfen damit die ruhig wird. Dieses tat ich dann auch und die Dame trat mir dabei meine Kniescheibe weg so das ich danach selber nicht mehr laufen konnte. Kommentar von der Lehrerin : "stell dich nicht so an". Meine Frage jetzt : Hat es sich geändert, also das man sich jetzt drauf werfen soll um die Person ruhig zu stellen oder soll man in Sicherheit gehen?

Gruß Delfina

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Antworten (9)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von DastanX DastanX

    LOL nein auf keinen fall! so person musst du "auszappeln" lassen und schnell kucken, dass nichs in der nähe ist womit sie sich verletzen können. auf keinen fall draufwerfen oder festhalten, deine lehrerin soll mal aufhören so nen mist zu verzapfen^

  • 3
    Antwort von bethoven12 bethoven12

    Mama mia, also ganz ehrlich: wenn ich solche Schoten lese, sträuben sich mir die Nackenhaare!!! Beste Grüße an Deine Lehrerin, und frag sie mal, auf welchem Mond sie eigentlich lebt! Bei Anfällen: aufpassen, dass sich derjenige nicht verletzt, allenfalls in die stabile Seitenlage bringen, Sachen aus dem Weg räumen, die gefährlich werden können, und wenn's wirklich zu lange dauert (status epilepticus) Notarzt rufen. Letzeres ist aber meist gar nicht erforderlich, denn oft sind Anfälle schon passé bevor das Telefonat beendet ist. Man wirft sich weder auf jemanden, der krampft, noch rammt man ihm einen Keil zwischen die Zähne - das ist Mittelalter und hat schon manches gesunde Gebiss ruiniert. Aber Deine Lehrerin sollte entweder ihre Ansichten entstauben oder in Pension gehen - da kann sie keinen Mist mehr verzapfen.

    Kommentar von DelfinaLouisa DelfinaLouisaDelfinaLouisa

    ich hab sie ja auch gefragt was denn ist wenn die mir nochmal die Kniescheibe raustritt und ich deswege wieder operiert werden muss. Kommentar von ihr "das ist doch nur eine Ausrede"

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    Antwort von Goson Goson

    Liebe Delfina, das hört sich ja gar nicht gut an. Sich auf die krampfende Person werfen habe ich noch nie gehört. Ich weiß lediglich, man soll nur darauf achten, dass sie nicht ersticken. Ansonsten nicht berühren. Man hat das Bedürfnis, z.B. einen Menschen während eines Krampfanfalls festzuhalten, seine verkrampften Glieder zu lockern oder ihm etwas in den Mund zu schieben, damit es sich nicht auf die Zunge beißt. All das sollte man unterlassen. Stattdessen ist es besser, alle Gegenstände aus der direkten Umgebung zu entfernen, an denen sie sich verletzen könnten und ihnen, wenn möglich, ein Kissen unter den Kopf zu schieben. Doch um Genaueres zu erfahren, am besten mal zu googlen, da wird man fündig. Alles Gute. goson

  • 2
    Antwort von Paula25 Paula25

    Hallo. Also, wenn jemanden einen großen Anfall erleidet, Beine übereinander legen, sofort in die Seitenlage bringen, damit der Speichel abfließen kann. Kopfkisssen oder Jacke, was man eben hat unter dem Kopf legen, weil ein Betroffener auch mit dem Kopf shchägt und sich am Boden verletzen könnte. Niemals ein Beißkeil oder was anderes in den Mund schieben. Das ist 18tes Jahrhundert. Damit, kannst du der Person nur die Zähne abbrechen und sogar den Kiefer brechen. Dann besser einen Zungenbiss. Von Anfang an auf die Uhr sehen wie lange so ein Anfall dauert, und wie er aussieht. Der Grand -Mal: Man stürzt so zu Boden, dann setzt die Atmung aus, die Person streckt sich ganz lang und überstreckt den Kopf nach Hinten -nennt man tonische Phase die CA 10-20 Sek. dauert. Dann setzt die Atmung wieder ein und die Person fängt an zu zucken überall. Deshalb Seitenlage und was unter dem Kopf. Es kann sein, dass die Person schreit, gluggert oder andere Geräusche von sich gibt. Das ist normal. Auch einnässen kann sein. Nicht festhalten oder versuchen den Kranpf zu beenden, weil es nicht gelingt. Der Anfall läuft einfach so ab. Dann hört das Zucken, was CA 2-3 Minuten dauert langsam auf. Dann schläft die Person zwischen 20 Minuten und 2 Stunden. Den Mund zwischendurch mit Taschentuch abwischen. Der Speichel läuft immer nach, weil die Person nicht schluckt im Anfall. Die Augen sind entweder nach oben, links oder rechts verdreht, die Pupillen werden riesig groß und lichtstarr. Das kann man mit einer Taschenlampe ,Feuerzeug kontrollieren. Denn daran erkennt man, ob die Person überhaupt einen epileptischen Anfall hat oder einen Psychogenen. Schläft dann die Person, eine Decke drüber legen und liegen lassen. KInd kannst du ins Bett bringen. Bist ja nicht alleine da im Praktikum. Dauert ein Anfall länger als 5 Minten, oder es folgen weitere Anfälle, sofort den Notarzt rufen. Das ist dann ein Status - Epilepticus der lebensgefährlich ist.

    Ist die Person dann ausgeschlafen, hat sie Kopfschmerzen, Muskelkater, fühlt sich nicht wohl, es kann zu erbrechen kommen. Auch oft ist die Person für längere Zeit nicht richtig ansprechbar , orientierungslos. Einfach aufpassen und nicht sofort was zu essen ,trinken geben. Hat die Person ein Notmittel dabei - meistens Dormikum oder Clonazepam, dann gleich nach dem Anfall geben bevor die Person schläft, denn die Person ist dann nicht erweckbar. Also beim Praktikum ganau fragen, was für Anfälle das Kind hat, ob es ein Notmedikament hat. Aber da bist du ja nicht alleine. Trotzdem kann soetwas im Alltag immer mal passieren auf der Strasse. Dann weisst du Bescheid. Gucke dann nach einer Nottasche oder in die Geldbörse, wer die Person ist, HA, Adresse wo man anrufen kann. Und auch nach Notmittel gucken. So lange da bleiben, bis einer der Familie vor Ort ist, oder Krankenwagen. Bei Verletzungen , immer einen Rettungswagen rufen. Ist die person alleien und einigermaßen wieder da, im taxi setzen oder die Person nach Hause , HA , Krankenhaus bringen. WEhrt sich die Person, kannst du nur den Notarzt rufen, oder die Person gehen lassen, wenn sie einigermaßen laufen kann, und weiß wo er/ sie hin musst. Ist es eine ältere Person, deshalb schon nichts in den Mund schieben, da du nicht weisst, ob derjenige eine Zahnprothese trägt. Diese würde man weit in den Hals schieben oder quer schieben, sodass die Person ersticken kann, und sich gewaltig die Zunge zerbeißen kann. Ist das so, versuche die Prothese zu entfernen mit Taschentuch. Nicht ekeln.Prothesen sind was Normales. Deine Lehrerin hat null Ahnung von dieser Krankheit. Was sollte das bringen, wenn du darauf springst? Du kannst ein Kind was klein ist sehr verletzen, ebenso umgekehrt durch das Zucken. Soetwas habe ich auch noch nie gehört. Paul

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    Antwort von putzfee1 putzfee1

    Nein, das soll man ganz gewiss nicht!!! Das Einzige, was man während eines Anfalls machen kann und soll ist, darauf zu achten, dass sich derjenige, der den Anfall hat, nicht irgendwo verletzen kann. Also Stühle bzw. Gegenstände, die in der Nähe stehen, wegräumen. Ansonsten kann man eigentlich nur warten, bis der Anfall vorbei ist. Ich persönlich würde allerdings auch einen Arzt benachrichtigen. Wenn der Patient den Anfall überstanden hat, am besten bequem hinlegen lassen und ruhen bzw. schlafen lassen, die Leute sind danach oft sehr müde.

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    Antwort von schwabinggirl schwabinggirl

    beides nicht, du musst aber aufpassen, dass sie sich nicht verletzt, wenn sie fällt, und im anfall sicher und geschützt liegt.

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    Antwort von crucified crucified

    Da ich selber Epilepsie hatte, sage ich mal sofort: Das ist der allergrößte Scheiß (sorry) den ich je gehört habe. Und da könnt ich ehrlich gesagt im Dreieck springen ! Manche Leute wissen nicht, wie man einen Krampfenden verletzen kann, wenn man Arme usw. festhält ! ".... oder soll man in Sicherheit gehen ?" Ein Anfall ist keine Bombe ! Also bitte... sorry, aber da stehen mir die Haare zu Berge. Das handeln bei einem epileptischen Anfall ist :

    • Ruhe bewahren
    • Gegenstände außer Reichweite nehmen
    • Enge Kleidung lockern
    • Kopfkissen, Schal oder Jacke unter den Kopf legen
    • NICHTS zwischen die Zähnen stecken
    • KEINE Gliedmaßen festhalten
    • Die Anfallsdauer registrieren
    • Erst NACH dem Anfall die Person in die stabilen Seitenlage legen (damit der Speichel ausfließen kann) und den Arm leicht strecken.
    • Erst NACH 10 Minuten den Notarzt rufen.

    So ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen und sag deiner Lehrerin, dass sie mal einen Erste Hilfe - Kursus machen soll !

    Best regards

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    Antwort von nrwm83 nrwm83

    Auf gar keinen Fall. Wenn Epileptiker einen Anfall haben, entwickeln diese 14x mal mehr Kraft als sonst. Wie schon hier beschrieben: Ruhe bewahren, aus krampfen lassen, Gegenstände wo man sich dran verletzten könnte entfernt, Anfall beobachten (Wie lange der Anfall dauert, Wie der Anfall aus sieht.)

  • 1
    Antwort von tobelix tobelix

    Was hast Du für eine Lehrerin/was ist das für eine Schule?

    Generell: Bei einem epileptischen Anfall gilt Fremdschutz und Eigenschutz

    Fremdschutz bedeutet

    "Alle aus evtl. Gefahrenzonen entfernen, zusehen, dass sich niemand durch die Umgebung verletzen kann, Anfall abwarten und je nach Heftigkeit der Anfälle Notarzt oder Arzt rufen." Aber nicht, sich auf die Person zu werfen.

    Eigenschutz bedeutet nichts anderes, dass Du/der Helfer auch auf seinen eigenen Schutz bedacht sein muss.

    Für den Otto-normal-verbraucher ist damit die Sache erledigt. Wie es bei Dir als Praktikantin aussieht, die Fachwissen haben sollte, kann es anders aussehen.

    Die Krämpfe blockieren oder etwas in den Mund stecken ist höchstgefährlich! Knochenbrüche... können daraus resultieren und noch schlimmeres.

    Frag mal Deine Lehrerin, ob sie sich sicher ist, mit Ihrer Anweisung, da Du etwas anderes gelernt hast.

    Wenn Sie immer noch darauf besteht, lass Dir diese Anweisung von ihr schriftlich geben, dass Dein Handeln(Ruhigstellen) alleine auf Ihre Anweisung hin und unter der vollen und alleinigen Verantwortung der Lehrerin geschieht. Mit Ort, Datum und der Unterschrift Deiner Lehrerin

    spätestens dann sollte Deiner Lehrerin ein Licht aufgehen.

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